Wie hinlänglich bekannt, sind die Mehrheitsverhältnisse im Lippstädter Stadtrat recht dürftig. Die CDU musste nach den doch deutlichen Stimmverlusten nach der Kommunalwahl von ihrem sicheren Pölsterchen Abschied nehmen, was bei mir persönlich nur wenig Mitleid hervorrief.
Kurz nach der Bundestagswahl, die - wir wissen - auch nicht gerade so grandios für die Christdemokraten (ich bin ja sicher, dass die in Lippstadt nur gewählt werden, weil sie das Wörtchen "christlich" im Namen führen)ausging, nun der Hammer aus Lippstadt. Vier CDUler erklären sich zu einer neuen Fraktion, machen richtig Wind und holen mal fix zum Rundumschlag aus. Wie passend, dass den Herren ihr Gewissen erst nach der Wahl schlug - da hatten sie ihre Mandate ja in der Tasche, was auch einigen fleißigen Leserbriefschreibern schon aufgefallen ist.
Es geht wohl um "Lagerdenken" um "persönliche Seilschaften" und um den Vorwurf der "Pöstchenschieberei". Himmel, das sind doch alles alte Hüte! In Lippstadt pfeifen es doch die Miniermotten von den Kastanien, was in Sachen CDU seit Generationen läuft. Apropos, Generationen.......spannend in dieser Hinsicht ist ja Folgendes, was hier nachzulesen ist, aber aus verständlichen Gründen nicht den Weg in meine sehr geschätzte Heimatzeitung gefunden hat.
"Nun meldet sich Pressesprecher Siegfried Pfenninger mit den „wahren Hintergründen” zu Wort.
In Wirklichkeit, so Pfenninger in einer Presseerklärung, passe ihnen nicht, dass der mit einer deutlichen Mehrheit gewählte Werner Bresser neuer CDU-Fraktionsvorsitzender ist.
Die CDU-Lippstadt sei jahrzehntelang „von dem ,System Dr. Michael Laumanns'” dominiert worden, geprägt durch Abhängigkeiten und Bevormundungen”. Zuletzt seien die „Strippen” mit Hannelore Bartmann-Salmen, der damaligen CDU-Stadtverbandsvorsitzenden, gezogen worden, „um die CDU mit ihnen wohlgesonnenen Personen auf ihre Linie zu bringen”. "
Das ist ja nun nicht gerade empathisch oder gar diplomatisch und so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass es sich in der Lippstädter CDU offenbar um ein wahrhaft expressionistisches Problem handelt. Arnolt Bronnen (ein doch recht zwielichtiger Autor, das am Rande, aber er passt hier in mehrfacher Hinsicht) forderte: Tötet die Väter. Soviel literaturhistorischen Verstand hätte ich den CDUlern ja gar nicht zugetraut. Immerhin traut sich besagter Herr Pfenniger, von dem übrigens in MGH (meiner geschätzten Heimatzeitung) nicht die Rede war, Ross und Reiter beim Namen zu nennen.
Und was passiert?
Der Bürger steht da und wundert sich.
Frau Bartmann-Salmen bekennt sich als Mobbing-Opfer.
Herr Pfenniger und Herr Hammer haben eigenartige Vorstellungen von Ausgeglichenheit:
"Das Argument „Lagerdenken Kernstadt gegen Ortsteile” mache keinen Sinn: Der im Jahre 2007 gewählte Vorstand des CDU-Stadtverbandes bestehe mehrheitlich aus den Mitgliedern der Ortsunion Lippstadt. Vielmehr sei der Vorstand ausgeglichen besetzt."
Der Kommentator bezeichnet das alles völlig "wertfrei" als Drama.
"Klar dürfte nur soviel sein: Die CDU in LIppstadt erlebt momentan ein ganz trauriges Kapital in ihrer Geschichte...(sic)"
Sorry, aber der politisch halbwegs bewegte Mensch schüttelt da einfach nur noch den Kopf.
Wer sich die Suppe einbrockt, muss sie halt auch auslöffeln. Selbst schuld.
Samstag, Oktober 17, 2009
Sonntag, Oktober 04, 2009
Hagen Rether - ein Zyniker?
Ein bisschen gefälliger ist er geworden: Heller Anzug statt schwarzem Sargträgeroutfit, keine Armbinde mehr, dafür ein blitzender Ring an der rechten Hand. Ein bisschen grauer ist er auch geworden, aber nicht altersmilde - wäre auch mit noch nicht ganz 40 etwas zu früh. Wobei: Andere haben in dem Alter schon ihre Memoiren schreiben (und auch lesen) lassen.
Was treibt den Mann nur an, in irgendeiner Stadt in der westfälischen Provinz, die bekanntermaßen schwärzer ist, als die Nacht, aufzutreten? Ist mit auch egal - ich habe mich gefreut. Nennen wir es Seelenverwandtschaft. Nur: Herr Rether verdient sein Geld damit, solche Klarheiten von sich zu geben. Ok, für ein paar Zuschauer waren seine gnadenlosen Analysen und erschreckend zutreffenden Beobachtungen ein bisschen viel - die sind dann halt gegangen.
Ganz so bitter scharfzüngig, wie in den ersten Jahren ist er nicht mehr. Die Kritik in meiner oft geschätzten Heimatzeitung heute nennt ihn zynisch, das trifft es nicht. Dann schon eher die Wertung der Süddeutschen, die Rether als Optimisten bezeichnet.
Zynismus und Moral passen nicht zusammen, sind sich sogar spinnefeind. Eben deswegen stimmt ja auch Rethers Satz, dass Wurst im Eigendarm Zynismus pur sei. Wer gut hinhört, dem wird auffallen, dass Herr Rether ein wahrscheinlich zutiefst moralischer Mensch ist. Vom moralischen Standpunkt aus hat er recht, wenn er den Klerikern ihre amoralische Haltung vorwirft, wenn er das Paradoxon zwischen kirchlicher Lehre und real existentem Katholizismus auf den Punkt bringt.
Ebenso trifft seine Analyse der medialen Welt zu, in der dem achso aufgeklärten Bürger häppchenweise Pseudoskandale kredenzt werden, in der berechtigten Hoffnung, dass die wirklichen Schweinereien im Verborgenen bleiben. Dazu bedarf es keiner Verschwörungstheorie, sondern nur eines wachen Blickes.Und wirklich vielleicht mal Arte und Phoenix nachts um zwei Uhr gucken, kann ich auch nur empfehlen.
Meine geschätze Heimatzeitung reduziert leider Rethers Haltung drastisch, aber um so schmerzfreier:
"Vor ausverkauftem Hause holte Rether zum Rundumschlag aus und ließ kein gutes Haar an den großen Köpfen aus Politik, Medien und Wirtschaft."
Nun von Medienschelte oder Politikerabwatschen war an dem besagten Abend wenig bis nichts zu hören. Viel unangenehmer, wenn überhaupt sind wir selbst schuld an der Misere (wir könnten ja wirklich mal die TAZ lesen, statt mit dem Stern zu verblöden), denn Rether lässt keinen Zweifel daran: "Nur die dümmsten Kälber, wählen ihren Schlachter selber."
Was treibt den Mann nur an, in irgendeiner Stadt in der westfälischen Provinz, die bekanntermaßen schwärzer ist, als die Nacht, aufzutreten? Ist mit auch egal - ich habe mich gefreut. Nennen wir es Seelenverwandtschaft. Nur: Herr Rether verdient sein Geld damit, solche Klarheiten von sich zu geben. Ok, für ein paar Zuschauer waren seine gnadenlosen Analysen und erschreckend zutreffenden Beobachtungen ein bisschen viel - die sind dann halt gegangen.
Ganz so bitter scharfzüngig, wie in den ersten Jahren ist er nicht mehr. Die Kritik in meiner oft geschätzten Heimatzeitung heute nennt ihn zynisch, das trifft es nicht. Dann schon eher die Wertung der Süddeutschen, die Rether als Optimisten bezeichnet.
Zynismus und Moral passen nicht zusammen, sind sich sogar spinnefeind. Eben deswegen stimmt ja auch Rethers Satz, dass Wurst im Eigendarm Zynismus pur sei. Wer gut hinhört, dem wird auffallen, dass Herr Rether ein wahrscheinlich zutiefst moralischer Mensch ist. Vom moralischen Standpunkt aus hat er recht, wenn er den Klerikern ihre amoralische Haltung vorwirft, wenn er das Paradoxon zwischen kirchlicher Lehre und real existentem Katholizismus auf den Punkt bringt.
Ebenso trifft seine Analyse der medialen Welt zu, in der dem achso aufgeklärten Bürger häppchenweise Pseudoskandale kredenzt werden, in der berechtigten Hoffnung, dass die wirklichen Schweinereien im Verborgenen bleiben. Dazu bedarf es keiner Verschwörungstheorie, sondern nur eines wachen Blickes.Und wirklich vielleicht mal Arte und Phoenix nachts um zwei Uhr gucken, kann ich auch nur empfehlen.
Meine geschätze Heimatzeitung reduziert leider Rethers Haltung drastisch, aber um so schmerzfreier:
"Vor ausverkauftem Hause holte Rether zum Rundumschlag aus und ließ kein gutes Haar an den großen Köpfen aus Politik, Medien und Wirtschaft."
Nun von Medienschelte oder Politikerabwatschen war an dem besagten Abend wenig bis nichts zu hören. Viel unangenehmer, wenn überhaupt sind wir selbst schuld an der Misere (wir könnten ja wirklich mal die TAZ lesen, statt mit dem Stern zu verblöden), denn Rether lässt keinen Zweifel daran: "Nur die dümmsten Kälber, wählen ihren Schlachter selber."
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Dienstag, September 22, 2009
Änderung der Verfassung?
Es trifft mich wie der Schlag: Lindgründ (sozusagen Lindwurmgrün) auf schwarz blickt mich Angie an, die Hände in konzentrierter aber bestimmter Geste verschwurbelt. Darüber ein weißen Lettern: Wir wählen die Kanzlerin. Das "Wir" trendgerecht mit den Bundesfarben unterlegt.
Wer bitte, ist denn hier "wir"?
Wer im Politikunterricht aufgepaßt hat, weiß, dass der Bundeskanzler vom Bundestag gewählt wird. (Übrigens wählen auch die Amerikaner ihren Präsidenten nicht direkt.) In Angies Werbefalle heißt das dann doch, dass entweder der Bundestag das Plakat finanziert hat und schon klar bestimmt, wer Bundeskanzler wird, (dann brauchen wir ja nimmer wählen gehen) oder dass das Wahlrecht geändert wurde und irgendwer anders den Bundeskanzler wählt.
Vielleicht soll es ja auch heißen, dass Angie von sich selbst nur noch im pluralis majestatis (ähm, heißt es dann: Frau Bundeskanzler, würdet Ihr bitte....?) spricht und sich schlicht selbst wählt. Möglicherweise hat sie auch eine multiple Persönlichkeit.
Sicher ist jedenfalls, dass ich persönlich nicht gemeint sein kann, dann 1. wähle ich keinesfalls die CDU, 2. sitze ich nicht im Bundestag, 3. lasse ich mir keinesfalls vorschreiben, was ich zu wählen habe und 4. erinnert mich die Farbe des Jäckchens doch zu sehr an Lindwürmer. Und bei Lindwürmern denke ich an grauslige Dinge.
Wer bitte, ist denn hier "wir"?
Wer im Politikunterricht aufgepaßt hat, weiß, dass der Bundeskanzler vom Bundestag gewählt wird. (Übrigens wählen auch die Amerikaner ihren Präsidenten nicht direkt.) In Angies Werbefalle heißt das dann doch, dass entweder der Bundestag das Plakat finanziert hat und schon klar bestimmt, wer Bundeskanzler wird, (dann brauchen wir ja nimmer wählen gehen) oder dass das Wahlrecht geändert wurde und irgendwer anders den Bundeskanzler wählt.
Vielleicht soll es ja auch heißen, dass Angie von sich selbst nur noch im pluralis majestatis (ähm, heißt es dann: Frau Bundeskanzler, würdet Ihr bitte....?) spricht und sich schlicht selbst wählt. Möglicherweise hat sie auch eine multiple Persönlichkeit.
Sicher ist jedenfalls, dass ich persönlich nicht gemeint sein kann, dann 1. wähle ich keinesfalls die CDU, 2. sitze ich nicht im Bundestag, 3. lasse ich mir keinesfalls vorschreiben, was ich zu wählen habe und 4. erinnert mich die Farbe des Jäckchens doch zu sehr an Lindwürmer. Und bei Lindwürmern denke ich an grauslige Dinge.
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Mittwoch, September 02, 2009
Das Ü-Ei-Prinzip
Da sage mal einer, die Provinz habe keine Innovationen zu bieten. Geseke hat das Ü-Ei-Prinzip entwickelt.
Die Vorteile sind klar: Hoher Spaßfaktor, allgemeine Bekanntheit der Funktionsweise, Befriedigung des kindlichen Spieltriebes auch bei Erwachsenen und vor allem: eindeutige und klare Entscheidungen.
Die Funktionsweise ist schnell erklärt:
Schwankt man zwischen zwei Möglichkeiten und kann sich (warum auch immer) so gaaar nicht entscheiden, organisiert man sich fix zwei Ü-Eier, schnuckert die Schoki schnell weg und nutzt diese wunderbaren gelben Plastikgeräte als Prinzip Hoffnung. Strom aus Lippstadt oder doch lieber nicht? Hach......Alkohol in der Öffentlichkeit oder lieber nicht? Ohje....noch schwieriger....Das Ü-Ei-Prinzip macht endgültig Schluss mit elendig langen Diskussionen.
Klingt merkwürdig, ist aber ein genialer Weg wenn es nachher keiner schuld sein will.
Ok, Münze werfen ginge auch, wäre aber nun wirklich nicht so lustig und lecker. Und nicht so gut für die Wirtschaft....also die Ü-Ei-Produktion.
Netter Nebeneffekt: Trifft man viele Entscheidungen auf diese Art, kann man sich als Stadt eine erquickende Sammlung aufbauen, die möglicherweise sogar versilbert werden kann - wenn man lange genug wartet und immer fein auf die Figürchen aufpasst.
Die Vorteile sind klar: Hoher Spaßfaktor, allgemeine Bekanntheit der Funktionsweise, Befriedigung des kindlichen Spieltriebes auch bei Erwachsenen und vor allem: eindeutige und klare Entscheidungen.
Die Funktionsweise ist schnell erklärt:
Schwankt man zwischen zwei Möglichkeiten und kann sich (warum auch immer) so gaaar nicht entscheiden, organisiert man sich fix zwei Ü-Eier, schnuckert die Schoki schnell weg und nutzt diese wunderbaren gelben Plastikgeräte als Prinzip Hoffnung. Strom aus Lippstadt oder doch lieber nicht? Hach......Alkohol in der Öffentlichkeit oder lieber nicht? Ohje....noch schwieriger....Das Ü-Ei-Prinzip macht endgültig Schluss mit elendig langen Diskussionen.
Klingt merkwürdig, ist aber ein genialer Weg wenn es nachher keiner schuld sein will.
Ok, Münze werfen ginge auch, wäre aber nun wirklich nicht so lustig und lecker. Und nicht so gut für die Wirtschaft....also die Ü-Ei-Produktion.
Netter Nebeneffekt: Trifft man viele Entscheidungen auf diese Art, kann man sich als Stadt eine erquickende Sammlung aufbauen, die möglicherweise sogar versilbert werden kann - wenn man lange genug wartet und immer fein auf die Figürchen aufpasst.
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Leben in Geseke
...bis auf Weiteres geschlossen....
Seit gefühlten Monaten trübt der Betrieb einer Kneipe das Geseker Wohlgefühl. Im "Hexenkessel" bietet der Wirt Longdrinks zum Schnapperpreis - und der Laden ist rappelvoll. An sich keine schlechte Sache, wäre da nicht die Tatsache, dass der Laden überwiegend von Teens frequentiert wird, die sich mit dem Hexentrank ins Koma saufen. Die üblichen Folgeschäden sind in der Innenstadt zu bewundern und spät nachts auch zu hören. Und es ist nicht wirklich witzig, wenn Scheiben eingeschlagen werden, Autos neue Verzierungen erhalten oder sonstige Gegenstände durch die Straßen fliegen.
Andererseits: Wo sollen die Jugendlichen denn hin? Wo können sie sich treffen?
Ehrlichgesagt in Geseke eigentlich nur in Kneipen oder auf der Straße, denn das JUZ ist zu.
"JUZ Geseke zur Zeit geschlossen !
Aus Krankheitsgründen bleibt das Jugendzentrum ab sofort bis auf Weiteres geschlossen.
Eine Wiedereröffnung wird voraussichtlich nicht vor Mitte/Ende September erfolgen."
So steht es im Internet zu lesen.
Es ist schon sehr mopsig, das Hexentreiben zu kritisieren, aber keine Gegenangebote zu machen.
Andererseits: Wo sollen die Jugendlichen denn hin? Wo können sie sich treffen?
Ehrlichgesagt in Geseke eigentlich nur in Kneipen oder auf der Straße, denn das JUZ ist zu.
"JUZ Geseke zur Zeit geschlossen !
Aus Krankheitsgründen bleibt das Jugendzentrum ab sofort bis auf Weiteres geschlossen.
Eine Wiedereröffnung wird voraussichtlich nicht vor Mitte/Ende September erfolgen."
So steht es im Internet zu lesen.
Es ist schon sehr mopsig, das Hexentreiben zu kritisieren, aber keine Gegenangebote zu machen.
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Dienstag, September 01, 2009
Bürgermeisterwahl 2014?
Angesichts des aktuellen Wahlergebnisses darf und muss man sich ja wohl fragen, was passiert wäre, wenn auch das Amt des Bürgermeisters zur Wahl gestanden hätte. 2005 ging es denkbar knapp aus.
Frage: Warum wurde eigentlich der Bürgermeister nicht gewählt? Antwort: Weil die letzte Bürgermeisterwahl innerhalb der laufenden Wahlperiode stattfand. Hmmmm.....
Pikant an der Sache ist: Die Stimme des Bürgermeisters ist genau die eine Stimme, die nun der schwarz-gelben Koalition in Lippstadt das Regieren überhaupt noch ermöglicht.Doppeltes Hmmm....
Frage: Warum wurde eigentlich der Bürgermeister nicht gewählt? Antwort: Weil die letzte Bürgermeisterwahl innerhalb der laufenden Wahlperiode stattfand. Hmmmm.....
Pikant an der Sache ist: Die Stimme des Bürgermeisters ist genau die eine Stimme, die nun der schwarz-gelben Koalition in Lippstadt das Regieren überhaupt noch ermöglicht.Doppeltes Hmmm....
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Interviews mit dem Wahlsieger
Am Wahlabend fand die größte Fete in Lippstadt im "Goldenen Anker" statt. Bereits nach den ersten Hochrechnungen macht sich Partystimmung breit. Gemeinsam mit Stadt-TV wollen wir diesen Abend begleiten. Die etablierten Parteien gucken andernorts in die Röhre - hier ist der Bürger zu finden. Ein grandioser Sieg zeichnet sich ab und entsprechend positiv blicken die Menschen auf die Bildschirme.
Max K. (24) ordert beim Wirt erstmal eine Lage Caipirinha und strahlt glücklich: "Super, mit einem solch tollen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet!" - und verschwindet seelig lächelnd im Gewühl. Jede neue Hochrechnung bestätigt den Trend. Nun sind es schon deutlich über 50% - da dürfen die Spitzenkandidaten sich durchaus als Wahlsieger fühlen. Mareike M, (42), Spitzenkandidatin im Bereich Ortsmitte, kämpft sich an der Seite von Heiko D. (53), Zweiter auf der Liste, den Weg durch die begeisterten Anhänger zu unserer Interviewtheke frei. Viele Hände muss sie schütteln, politische Freude klopfen ihr auf die Schulter. Applaus brandet auf. "Yes, we can!" - schallt es aus den Kehlen.
A.: Frau M, herzlichen Glückwunsch zunächst zu dem sehr beachtlichen Ergebnis. Hatten Sie mit einem solchen Erdrutsch bei den etablierten Parteien gerechnet?
M: Danke, vielen Dank. Zunächst möchte ich mich bei meinen Wählern bedanken, die mich in den letzten Wochen engagiert unterstützt haben. Das Ergebnis ist eine deutliche Abmahnung an unsere etablierten Kommunalpolitiker. Viele Menschen in unserer Stadt haben einfach die Nase voll vom generationenlangen Parteienfilz, nichtgehalteten Versprechen und persönlicher Arroganz mancher Volksvertreter. Es wurde Zeit, dass wir auf den Plan treten.
A.: Frau M, besonders die Auseinandersetzung um die zahlreichen Großprojekte in Lippstadt hat ihnen offensichtlich viele Stimmen gebracht. Was ist da passiert?
M.: Nun, der Bürger läßt sich halt nicht mehr verschaukeln. Wir sehen ja, dass in Lippstadt Stillstand statt Fortschritt herrscht. Es nützt auch wenig, wenn in der heimatlichen Presse vollmundige Artikel erscheinen. Der Bürger geht mit offenen Augen durch die Stadt und sieht die Missstände täglich. Schönreden hilft da nichts mehr. Erst wurde lange über das Güterbahnhof-Projekt schwadroniert. Von einmaligen Chancen für Lippstadt war die Rede - und was ist? Nix. (Applaus brandet auf.)
A.: Herr D., auch Ihnen herzlichen Glückwunsch. Sie haben in den letzten Wochen in Ihrem Wahlkampf besonders die Familienpolitik in den Vordergrund gestellt.
D.: Naja, wohl eher das Fehlen politischer Ansätze in diesem Bereich. Gesamtschule - ewig lange Hinhalteparolen und das taktische Aussitzen der Verantwortlichen. Nun die Streitereien über den Standort. Freibad? Allwetterbad? Die Sache hat auch einen Bart bis nach Düsseldorf. Unsere Wähler wollen Fakten und Projekte, die angefaßt werden - vom ewigen Reden wird die Situation nicht besser. Unsere Schulen gleichen einem Trödelmarkt.
A.: Wie sehen Sie die Möglichkeiten ihrer Partei nun gestalterisch einzugreifen?
D.: Wir stehen für Transparenz, schnelles Handeln und Bürgernähe. Politik vom Bürger für den Bürger. Dazu werden einige alte Zöpfe abgeschnitten. Das werden wir nun im Stadtrat umsetzen. Kein Gerede mehr, sondern Taten.
A.: Ich danke Ihnen für die schnelle Einschätzung und das Gespräch. Ihre Partei ist nun zu einer wichtigen Kraft geworden.
Eine neue Hochrechnung kommt herein: Fast 55% - das hätte keiner für möglich gehalten.
Mit dem amtlichen Endergebnis ist klar: Definitiv gewonnen haben die Nichtwähler mit 58% - das kann sich sehen lassen.
Max K. (24) ordert beim Wirt erstmal eine Lage Caipirinha und strahlt glücklich: "Super, mit einem solch tollen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet!" - und verschwindet seelig lächelnd im Gewühl. Jede neue Hochrechnung bestätigt den Trend. Nun sind es schon deutlich über 50% - da dürfen die Spitzenkandidaten sich durchaus als Wahlsieger fühlen. Mareike M, (42), Spitzenkandidatin im Bereich Ortsmitte, kämpft sich an der Seite von Heiko D. (53), Zweiter auf der Liste, den Weg durch die begeisterten Anhänger zu unserer Interviewtheke frei. Viele Hände muss sie schütteln, politische Freude klopfen ihr auf die Schulter. Applaus brandet auf. "Yes, we can!" - schallt es aus den Kehlen.
A.: Frau M, herzlichen Glückwunsch zunächst zu dem sehr beachtlichen Ergebnis. Hatten Sie mit einem solchen Erdrutsch bei den etablierten Parteien gerechnet?
M: Danke, vielen Dank. Zunächst möchte ich mich bei meinen Wählern bedanken, die mich in den letzten Wochen engagiert unterstützt haben. Das Ergebnis ist eine deutliche Abmahnung an unsere etablierten Kommunalpolitiker. Viele Menschen in unserer Stadt haben einfach die Nase voll vom generationenlangen Parteienfilz, nichtgehalteten Versprechen und persönlicher Arroganz mancher Volksvertreter. Es wurde Zeit, dass wir auf den Plan treten.
A.: Frau M, besonders die Auseinandersetzung um die zahlreichen Großprojekte in Lippstadt hat ihnen offensichtlich viele Stimmen gebracht. Was ist da passiert?
M.: Nun, der Bürger läßt sich halt nicht mehr verschaukeln. Wir sehen ja, dass in Lippstadt Stillstand statt Fortschritt herrscht. Es nützt auch wenig, wenn in der heimatlichen Presse vollmundige Artikel erscheinen. Der Bürger geht mit offenen Augen durch die Stadt und sieht die Missstände täglich. Schönreden hilft da nichts mehr. Erst wurde lange über das Güterbahnhof-Projekt schwadroniert. Von einmaligen Chancen für Lippstadt war die Rede - und was ist? Nix. (Applaus brandet auf.)
A.: Herr D., auch Ihnen herzlichen Glückwunsch. Sie haben in den letzten Wochen in Ihrem Wahlkampf besonders die Familienpolitik in den Vordergrund gestellt.
D.: Naja, wohl eher das Fehlen politischer Ansätze in diesem Bereich. Gesamtschule - ewig lange Hinhalteparolen und das taktische Aussitzen der Verantwortlichen. Nun die Streitereien über den Standort. Freibad? Allwetterbad? Die Sache hat auch einen Bart bis nach Düsseldorf. Unsere Wähler wollen Fakten und Projekte, die angefaßt werden - vom ewigen Reden wird die Situation nicht besser. Unsere Schulen gleichen einem Trödelmarkt.
A.: Wie sehen Sie die Möglichkeiten ihrer Partei nun gestalterisch einzugreifen?
D.: Wir stehen für Transparenz, schnelles Handeln und Bürgernähe. Politik vom Bürger für den Bürger. Dazu werden einige alte Zöpfe abgeschnitten. Das werden wir nun im Stadtrat umsetzen. Kein Gerede mehr, sondern Taten.
A.: Ich danke Ihnen für die schnelle Einschätzung und das Gespräch. Ihre Partei ist nun zu einer wichtigen Kraft geworden.
Eine neue Hochrechnung kommt herein: Fast 55% - das hätte keiner für möglich gehalten.
Mit dem amtlichen Endergebnis ist klar: Definitiv gewonnen haben die Nichtwähler mit 58% - das kann sich sehen lassen.
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Freitag, August 28, 2009
Hilfe, die Äpfel kommen

Große Gärten sind ja was Feines - Obst aus eigenem Anbau auch. Aber warum wird alles nur gleichzeitig, also simultan reif?
Meine Küche gleicht einem Bioladen: Äpfel, Äpfel, Gurken, Tomaten, Äpfel.....
Und erschreckenderweise hängt noch genug an den Bäumen. U.a. auch Äpfel....
Was mach ich bloß damit?
Apfelmus - schon kiloweise eingefroren.Apfelkuchen - alle Varianten durch. Apfelgelee - kann ich noch machen.
Vielleicht mal was Pikantes mit Apfel? Schweinefilet mit Äpfeln in Calvados?
Kann man aus Äpfeln eigentlich auch Schnaps machen?
Ich suche dringendst Rezepte - vor allem irgendwas, was länger haltbar ist, sonst haue ich die Bäume alle um.
Und ich mag gar nicht an den Oktober denken: Da drohen die Quitten mit Reife. Tonnenweise Quitten.
Möchte jemand ein paar Schubkarren haben?
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Montag, August 17, 2009
Wählen nach Nasenfaktor?

Ein wenig verwundert mich doch die Präsentation der lokalen Kandidaten in meiner heimischen Presse. Die Fotos, wenn sie denn vorhanden, sind hübsch anzusehen: Schön groß, für 40-irgendwas wie mich auch ohne Brille erkennbar (also seniorengerecht) auch nett vierfarbig, aber etwas Entscheidendes fehlt: Was wollen die einzelnen Kanidaten eigtentlich? Warum machen sie Politik? Was sind ihre Ziele, wenn sie welche haben.
Viel Bild - wenig Inhalt.
Warum sollte ich Frau XY wahlen und nicht Herrn 08/15? Weil mit ihre Nse besser gefällt? Weil sie nen tollen Haarschnitt hat? Oder weil der Kandidat aussieht wie der berühmte Mann von der Versicherung? Oder vielleicht eher wie der Persil-Heini aus meiner Kindheit? So ganz eigentlich hätte ich ja gerne in kompakter Form ein bisschen mehr über die Kandidaten erfahren.
Naja, vielleicht geht das alles im Verbreitungsgebiet ja auch einfach nur nach Nasenfaktor und nicht nach Inhalt. Oder es wird nach Erbfolge gewählt....oder nach Konfession....oder nach Straßenzügen....oder nach Beruf....oder einfach nach Partei, egal, wer da seine Nase hinhält......(Wobei: Dann könnte man sich konsequenterweise die Bildchen sparen.)
Aber machen wir das Beste aus diesem Informations-Ungemach:
Wir haben jedenfalls eine neue Samstagsbeschäftigung beim gemeinsamen Frühstück gefunden:
"Kandidaten kreuzen" - funktioniert ähnlich wie Schiffe versenken:
Jeder darf ein Kreuzchen bei dem Kandidaten machen, denn er kennt oder zu kennen glaubt (Manche sehen sich ja unglaublich ähnlich). Wer die meisten Kreuzchen hat, ist Kanzler. (Wird natürlich von einer Kommission geprüft, dennoch kommt es schon mal zum Wahlbetrug) Danach verteilen wir dann noch die Sitze nach Parteizugehörigkeit. Die folgenden Abstimmungen über die Wochenendgestaltung haben so eine ganz neue demokratische Qualität erhalten.
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der tägliche wahnwitz
Donnerstag, August 13, 2009
Vorsicht, liebestolle Hündin!
Es ist soweit - aus unserem (manchmal) niedlichen Junghund wird eine (mehr oder minder) ernstzunehmende Hündin mit Hormonschwankungen.

Und wirklich: Es ist grauenvoll.
Ein Bild des Leidens, die personifizierte Anklage - Ohren so weit zurück, wie es eben geht, kummervoller Blick, stundenlanges Sitzen am Fenster, sehnsüchtige Blicke suchen nach begehrenswerten Rüden, hin und wieder ein herzzerreißendes Fiepen - ich könnte sie erwürgen.
Fressen will sie nicht so recht, dafür am liebsten 24 h auf den Schoß, was bei 30 kg Lebendgewicht keine sonderlich gute Idee ist.
Jeder Spaziergang ein Höllenritt, ein Hindernislauf mit einem "Hot Dog" (ich klaue diesen sensationellen Ausdruck mal eben) an einer Laufleine. Jeden Rüden, egal wie groß oder klein, gilt es weiträumig zu umschiffen. Navigation auf höchstem Niveau.
Gestern nutzte ich den beständigen Regen zum Ausgang. Die liebestolle Hündin seufzend und quiekend an der Leine, eilte ich durch Gesekes verwaiste Gassen. Alle fünf Meter eine Pinkelpause, damit nur ja jeder Rüde im Umkreis von 5 Kilometern informiert ist. Und es kam, was kommen musste: Ein recht zwergiger und zerrupfter Rüde taperte in unseren Weg. Leider befand sich am anderen Ende der Leine ein eher uninformierter Halter. "Beißt der etwa?", äußerte der Zweibeiner entrüstet angesichts der merkwürdigen Verrenkungen, die unser wandelndes Hormonpaket vollzog. "Nein, guter Mann, die will ihrem Fiffi an sein Edelteil! Wäre nett, wenn Sie ihren Hund mal beiseite nehmen; wir wollen keine minderjährige Mutter." - Völliges Unverständnis war aus dem Gesicht des Hundehalters zu lesen. Tja, Hundedamen sind nicht sonderlich wählerisch, wenn die Natur ruft. Aber in diesem Falle konnte die Natur brüllen, wie sie wollte. Die Folgen wären katastrophal gewesen. Schon rein optisch.
Und wirklich: Es ist grauenvoll.
Ein Bild des Leidens, die personifizierte Anklage - Ohren so weit zurück, wie es eben geht, kummervoller Blick, stundenlanges Sitzen am Fenster, sehnsüchtige Blicke suchen nach begehrenswerten Rüden, hin und wieder ein herzzerreißendes Fiepen - ich könnte sie erwürgen.
Fressen will sie nicht so recht, dafür am liebsten 24 h auf den Schoß, was bei 30 kg Lebendgewicht keine sonderlich gute Idee ist.
Jeder Spaziergang ein Höllenritt, ein Hindernislauf mit einem "Hot Dog" (ich klaue diesen sensationellen Ausdruck mal eben) an einer Laufleine. Jeden Rüden, egal wie groß oder klein, gilt es weiträumig zu umschiffen. Navigation auf höchstem Niveau.
Gestern nutzte ich den beständigen Regen zum Ausgang. Die liebestolle Hündin seufzend und quiekend an der Leine, eilte ich durch Gesekes verwaiste Gassen. Alle fünf Meter eine Pinkelpause, damit nur ja jeder Rüde im Umkreis von 5 Kilometern informiert ist. Und es kam, was kommen musste: Ein recht zwergiger und zerrupfter Rüde taperte in unseren Weg. Leider befand sich am anderen Ende der Leine ein eher uninformierter Halter. "Beißt der etwa?", äußerte der Zweibeiner entrüstet angesichts der merkwürdigen Verrenkungen, die unser wandelndes Hormonpaket vollzog. "Nein, guter Mann, die will ihrem Fiffi an sein Edelteil! Wäre nett, wenn Sie ihren Hund mal beiseite nehmen; wir wollen keine minderjährige Mutter." - Völliges Unverständnis war aus dem Gesicht des Hundehalters zu lesen. Tja, Hundedamen sind nicht sonderlich wählerisch, wenn die Natur ruft. Aber in diesem Falle konnte die Natur brüllen, wie sie wollte. Die Folgen wären katastrophal gewesen. Schon rein optisch.
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Hundeleben
Das kann man so oder so sehen.....
Es ist erstaunlich, welche Auswirkungen bevorstehende Wahlen auf die Wahrnehmung haben.
So berichtet Stadt TV über die erkleckliche Anzahl von Leerständen in Lippstadt. Leider trifft es nicht mehr nur die Läden in den 1b-Lagen, sondern eben auch eingesessene Geschäfte in der 1a-Lage. Erstaunlich ist auch, wie lange manche Läden schon leerstehen.
Wer nun denkt, dass unsere Kommunalpolitiker nun den Stier bei den Hörnern packen (das wollte ich immer schon mal so formulieren können - hier paßt es), irrt sich. Vielmehr läd die CDU sich einen Jubilator ein, der wunschgemäß vollkommen unzutreffende Lobeshymnen abgibt.
So formuliert dieser Mensch (immerhin Minister) unglaublicherweise:
"Ziel der Stadtentwicklung müsse es sein, insbesondere die City ansehnlicher und wirkungsvoller zu gestalten. „Die Chancen werden in Lippstadt gut genutzt“, stellte der Minister heraus. Zunehmend wichtiger sei es auch, den Zustand der Gebäude zu verbessern, um die Nebenkosten für Energie so niedrig wie möglich zu halten. Wenn man die Flächen zum Verweilen in der Innenstadt verbessere, dann helfe das letztendlich auch dem Einzelhandel. „Das hat man in Lippstadt hervorragend erkannt“, so Lienenkämper."
Welche Chancen werden genutzt? Die zur Verschönerung der Stadt mit Sicherheit nicht.
Ähm, mag ja sein, dass man (wer eigentlich?) in Lippstadt erkannt hat, dass die Innenstadt attraktiver zu gestalten ist, aber wann folgen die notwendigen Handlungen aus dieser Erkenntnis?
Das Folgende macht mich schier sprachlos:
"Der Güterbahnhof sei aktuell eine unansehnliche Brache mit hässlichen Gebäuden. Diesen Bereich städtebaulich aufzuwerten, sei hochintelligent. Deshalb werde das Vorhaben von seinem Ministerium ausdrücklich unterstützt. Aber es sei durchaus schwierig, bei dem Projekt „alles auf die Kette zu kriegen“, räumte Lienenkämper ein. Gute Stadtentwicklung sei auch die Voraussetzung dafür, Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir schaffen Infrastruktur für die Menschen“, skizzierte der Minister seine politische Zielsetzung. Deshalb gelte es, die Angebote in der Infrastruktur in Zukunft zu verbessern, sowohl auf der Straße wie auch auf der Schiene und auf dem Wasser."
Oha, wie schon auf Lippstadt-Blog bemerkt, stehen die Chancen für einen Binnenhafen in Lippstadt schlecht. Wir haben ja noch nicht mal eine Kanustation.
Und die Formulierung mit dem "hochintelligent" läßt mich doch schmunzeln. So, wie es in meiner werten Heimatzeitung berichtet wird, hat es fast den Anschein, als wisse der gute Minister gar nicht, was da geplant ist. Fensterlose Megakästen in lebensbejahendem Betongrau sind wohl kaum ein städtebauliche Aufwertung und hier das Wort "Infrastuktur" zu verwenden ist purer Wahlkampfeuphemismus.
Aber es ist halt Wahlkampf und der Mann macht nur seinen Job. Wobei, seinem vollmundigen Wunsch, "dass es in Lippstadt so weitergeht wie bisher", werden sich wohl nicht mehr viele Lippstädter Bürger anschließen.
Hoffen wir mal, dass es eben nicht so weitergeht.
So berichtet Stadt TV über die erkleckliche Anzahl von Leerständen in Lippstadt. Leider trifft es nicht mehr nur die Läden in den 1b-Lagen, sondern eben auch eingesessene Geschäfte in der 1a-Lage. Erstaunlich ist auch, wie lange manche Läden schon leerstehen.
Wer nun denkt, dass unsere Kommunalpolitiker nun den Stier bei den Hörnern packen (das wollte ich immer schon mal so formulieren können - hier paßt es), irrt sich. Vielmehr läd die CDU sich einen Jubilator ein, der wunschgemäß vollkommen unzutreffende Lobeshymnen abgibt.
So formuliert dieser Mensch (immerhin Minister) unglaublicherweise:
"Ziel der Stadtentwicklung müsse es sein, insbesondere die City ansehnlicher und wirkungsvoller zu gestalten. „Die Chancen werden in Lippstadt gut genutzt“, stellte der Minister heraus. Zunehmend wichtiger sei es auch, den Zustand der Gebäude zu verbessern, um die Nebenkosten für Energie so niedrig wie möglich zu halten. Wenn man die Flächen zum Verweilen in der Innenstadt verbessere, dann helfe das letztendlich auch dem Einzelhandel. „Das hat man in Lippstadt hervorragend erkannt“, so Lienenkämper."
Welche Chancen werden genutzt? Die zur Verschönerung der Stadt mit Sicherheit nicht.
Ähm, mag ja sein, dass man (wer eigentlich?) in Lippstadt erkannt hat, dass die Innenstadt attraktiver zu gestalten ist, aber wann folgen die notwendigen Handlungen aus dieser Erkenntnis?
Das Folgende macht mich schier sprachlos:
"Der Güterbahnhof sei aktuell eine unansehnliche Brache mit hässlichen Gebäuden. Diesen Bereich städtebaulich aufzuwerten, sei hochintelligent. Deshalb werde das Vorhaben von seinem Ministerium ausdrücklich unterstützt. Aber es sei durchaus schwierig, bei dem Projekt „alles auf die Kette zu kriegen“, räumte Lienenkämper ein. Gute Stadtentwicklung sei auch die Voraussetzung dafür, Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir schaffen Infrastruktur für die Menschen“, skizzierte der Minister seine politische Zielsetzung. Deshalb gelte es, die Angebote in der Infrastruktur in Zukunft zu verbessern, sowohl auf der Straße wie auch auf der Schiene und auf dem Wasser."
Oha, wie schon auf Lippstadt-Blog bemerkt, stehen die Chancen für einen Binnenhafen in Lippstadt schlecht. Wir haben ja noch nicht mal eine Kanustation.
Und die Formulierung mit dem "hochintelligent" läßt mich doch schmunzeln. So, wie es in meiner werten Heimatzeitung berichtet wird, hat es fast den Anschein, als wisse der gute Minister gar nicht, was da geplant ist. Fensterlose Megakästen in lebensbejahendem Betongrau sind wohl kaum ein städtebauliche Aufwertung und hier das Wort "Infrastuktur" zu verwenden ist purer Wahlkampfeuphemismus.
Aber es ist halt Wahlkampf und der Mann macht nur seinen Job. Wobei, seinem vollmundigen Wunsch, "dass es in Lippstadt so weitergeht wie bisher", werden sich wohl nicht mehr viele Lippstädter Bürger anschließen.
Hoffen wir mal, dass es eben nicht so weitergeht.
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Angriff der Rote Horde
Nein, das war kein guter Sommer, irgendwie. Letzte Woche mutierte mein linker Fuß (für Cineasten) zu einem beachtenswerten Detail eines Zombiefilmes. Alles begann nach einem Ministich von Irgendwas mit einem schrecklichen Juckreiz und endete mit einem erstaunlichen Größenwachstum, roten Flecken, einem Klopfen im Fuß und reichlichen Schmerzen. Natürlich war der Hausarzt meines Vertrauens im Urlaub - klar, wenn ich mal dahin will, ist er nicht da. Also ab zur Vertretung.
Der gute Mediziner war sofort meiner Meinung: Nein, das ist nicht normal. Weder für einen Mücken- oder Bremsenstich, noch für Wespe, Biene und Co. Außerdem wäre mir ein solch großes Vieh an meinem Fuß ja aufgefallen. Als geübter Allergiker kenne ich ja meine Pappenheimer.
Nach gründlicher Begutachtung schrieb er mir flugs ein Rezept für ein Antibiotikum aus ("Da sind Bakterien drin. Die Viecher waschen sich halt nicht die Hände!"), packte noch was gegen die Entzündung, die Schmerzen und für den Kreislauf dazu (mir war schon ganz schwummerig) und begann hingebungsvoll meinen Fuß in einen Verband zu packen.
Ein gemeinsamer Blick in sein Lexikon der Toxikologie gab leider keine erhellende Auskunft.
Zwei Tage (und 8 Tabletten) später konnte ich den Feind enttarnen. Irgendwas stach mich plötzlich in die linke Hand (was haben die bloß mit linken Extremitäten?). Ein Selbstmordkommando, denn Flucht war für den Übeltäter unmöglich - er befand sich in meinem Handschuh.
Nein, es war kein fieses aus Asien importiertes Spinnentier, wie der Arzt schon vermutet hatte, es war eine ganz gewöhnliche rote Gartenameise. Und Massen dieser Viecher haben meinen Garten besetzt.
Oma Wilhelmine hatte doch recht: "Die Roten kommen!" - wenn auch ein wenig spät, aber egal.
Dabei sind meine roten Soldaten ansich wenig furchteinflößend, dafür in der Masse um so hinterhältiger und effektiver.
Es handelt sich um die rote Gartenmeise.:

Lese ich doch bei Wikipedia folgenden erschreckenden Hinweis:
"Wie alle Mitglieder der Knotenameisen (Myrmicinae) sind Arbeiterinnen und Königinnen mit einem Giftstachel ausgestattet, dessen Stich unangenehme Schmerzen verursacht, jedoch normalerweise ungefährlich ist. Eventuell besteht ein Allergierisiko."
Eventuell? Normalerweise ungefährlich? So ein Humbug.
Das ist ein gar garstiges und gefährliches Tier. Ich werde mal Oma Wilhelmine fragen, wie man den Iwan wieder los wird.
Der gute Mediziner war sofort meiner Meinung: Nein, das ist nicht normal. Weder für einen Mücken- oder Bremsenstich, noch für Wespe, Biene und Co. Außerdem wäre mir ein solch großes Vieh an meinem Fuß ja aufgefallen. Als geübter Allergiker kenne ich ja meine Pappenheimer.
Nach gründlicher Begutachtung schrieb er mir flugs ein Rezept für ein Antibiotikum aus ("Da sind Bakterien drin. Die Viecher waschen sich halt nicht die Hände!"), packte noch was gegen die Entzündung, die Schmerzen und für den Kreislauf dazu (mir war schon ganz schwummerig) und begann hingebungsvoll meinen Fuß in einen Verband zu packen.
Ein gemeinsamer Blick in sein Lexikon der Toxikologie gab leider keine erhellende Auskunft.
Zwei Tage (und 8 Tabletten) später konnte ich den Feind enttarnen. Irgendwas stach mich plötzlich in die linke Hand (was haben die bloß mit linken Extremitäten?). Ein Selbstmordkommando, denn Flucht war für den Übeltäter unmöglich - er befand sich in meinem Handschuh.
Nein, es war kein fieses aus Asien importiertes Spinnentier, wie der Arzt schon vermutet hatte, es war eine ganz gewöhnliche rote Gartenameise. Und Massen dieser Viecher haben meinen Garten besetzt.
Oma Wilhelmine hatte doch recht: "Die Roten kommen!" - wenn auch ein wenig spät, aber egal.
Dabei sind meine roten Soldaten ansich wenig furchteinflößend, dafür in der Masse um so hinterhältiger und effektiver.
Es handelt sich um die rote Gartenmeise.:

Lese ich doch bei Wikipedia folgenden erschreckenden Hinweis:
"Wie alle Mitglieder der Knotenameisen (Myrmicinae) sind Arbeiterinnen und Königinnen mit einem Giftstachel ausgestattet, dessen Stich unangenehme Schmerzen verursacht, jedoch normalerweise ungefährlich ist. Eventuell besteht ein Allergierisiko."
Eventuell? Normalerweise ungefährlich? So ein Humbug.
Das ist ein gar garstiges und gefährliches Tier. Ich werde mal Oma Wilhelmine fragen, wie man den Iwan wieder los wird.
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Leben in Geseke
Donnerstag, Juli 23, 2009
Skandal bei den Sebastianern? - Man sollte doch wohl die Kirche im Dorf lassen.
Ach, würde ich mich doch nur mehr für das hiesige Schützenwesen interessieren, bekäme ich auch die Provinzskandale eher mit. Ich gestehe: Bis gestern hatte ich nicht die geringste Ahnung, dass beim diesjährigen Schützenfest der Sebastianer irgendwas schief gelaufen ist. Ok, ich war an den heißen Schützentagen nicht da, sondern in Südtirol. Und: Ich bin eine Frau und noch dazu aus dem sonnigen Rheinland zugezogen. Drei Dinge, die meine Unwissenheit begründen - denke ich.
Erst gestern kamen dann auch einige Gerüchte bei mir, sprich in meinem Garten an. Und heute lese ich dann auch davon in meiner geschätzten Heimatzeitung.
Was ist denn da los? Ich kenne mich ja wenig im Schützenwesen aus (für Aufklärung in diesem Brauchtumsbereich wäre ich durchaus dankbar - ich spende auch ein paar Bier. Terminabsprachen erwünscht.), aber offenbar hat jemand irgendwas wichtiges an dem Vogel abgeschossen und wollte dann nicht, wenn ich denn die Formulierung "weiterreichen" richtig verstanden habe. Geht das nicht? Und wenn das nicht geht, wusste der betreffende Schütze das nicht? Ich dachte immer, das wird vorher schon so halbwegs klargemacht, wer überhaupt König und so werden will. Ich habe mir ja sagen lassen, dass sei ein teures Vergnügen.
Auf der Homepage des Schützenvereines erfahre ich dann, das der gute Mann sein Missgeschick furchtbar bedauert und keineswegs dem "designierten" Kronkönigs-"Inhaber" (wie heißt das bloß?) den Spaß verderben wollte. Himmel, kann doch jedem mal passieren, dass was daneben geht - kein Grund ne Welle zu machen. Und dann lese ich schreckensstarr und voller Unverständnis, dass man dem armen Mann nun von verschiedenen Seiten die Hölle deswegen heiß gemacht hat. Von Leserbriefaktionen, wilden Einträgen ins Gästebuch und sogar einer Einmischung der Politik ist die Rede. Vertuschung wurde sogar meiner geliebten Heimatzeitung vorgeworfen (klar, es gibt viel, was da nicht steht, aber das Schützenwesen wird da sehr ernst genommen, ich schwöre) - ähm, ist das nicht alles ein wenig überzogen? Fehler gemacht, eingesehen, entschuldigt - gut iss in diesem Fall. Oder nicht? Ich dachte immer, beim Schützenwesen stehen Gemeinschaft, Brauchtum und auch Spaß im Vordergrund - offensichtlich nehmen die Westfalen das Schützenwesen ernster, als die Rheinländer den Karneval.Und auf diesem Terrain kenn ich mich glücklicherweise wieder richtig gut aus.
Na denn, Geseke, alaaf! Beim nächsten Schützenfest komme ich auch mal. Es müsste mir vorher nur jemand erklären, was wann wo läuft.
Erst gestern kamen dann auch einige Gerüchte bei mir, sprich in meinem Garten an. Und heute lese ich dann auch davon in meiner geschätzten Heimatzeitung.
Was ist denn da los? Ich kenne mich ja wenig im Schützenwesen aus (für Aufklärung in diesem Brauchtumsbereich wäre ich durchaus dankbar - ich spende auch ein paar Bier. Terminabsprachen erwünscht.), aber offenbar hat jemand irgendwas wichtiges an dem Vogel abgeschossen und wollte dann nicht, wenn ich denn die Formulierung "weiterreichen" richtig verstanden habe. Geht das nicht? Und wenn das nicht geht, wusste der betreffende Schütze das nicht? Ich dachte immer, das wird vorher schon so halbwegs klargemacht, wer überhaupt König und so werden will. Ich habe mir ja sagen lassen, dass sei ein teures Vergnügen.
Auf der Homepage des Schützenvereines erfahre ich dann, das der gute Mann sein Missgeschick furchtbar bedauert und keineswegs dem "designierten" Kronkönigs-"Inhaber" (wie heißt das bloß?) den Spaß verderben wollte. Himmel, kann doch jedem mal passieren, dass was daneben geht - kein Grund ne Welle zu machen. Und dann lese ich schreckensstarr und voller Unverständnis, dass man dem armen Mann nun von verschiedenen Seiten die Hölle deswegen heiß gemacht hat. Von Leserbriefaktionen, wilden Einträgen ins Gästebuch und sogar einer Einmischung der Politik ist die Rede. Vertuschung wurde sogar meiner geliebten Heimatzeitung vorgeworfen (klar, es gibt viel, was da nicht steht, aber das Schützenwesen wird da sehr ernst genommen, ich schwöre) - ähm, ist das nicht alles ein wenig überzogen? Fehler gemacht, eingesehen, entschuldigt - gut iss in diesem Fall. Oder nicht? Ich dachte immer, beim Schützenwesen stehen Gemeinschaft, Brauchtum und auch Spaß im Vordergrund - offensichtlich nehmen die Westfalen das Schützenwesen ernster, als die Rheinländer den Karneval.Und auf diesem Terrain kenn ich mich glücklicherweise wieder richtig gut aus.
Na denn, Geseke, alaaf! Beim nächsten Schützenfest komme ich auch mal. Es müsste mir vorher nur jemand erklären, was wann wo läuft.
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Spenden für Frau Schickedanz
Es muss sich was ändern und zwar dringend. Wo kommt unser Land hin, wenn jetzt schon Millionäre beim Aldi shoppen müssen? Wie grausam! Die arme Frau lebt von 500-600 € im Monat. Wie macht die das bloß bei den hohen Nebenkosten für ihre bescheidenen Hütten? Und nun spart sie schon an der Kosmetik und betreibt Gemüseanbau im Garten.
Himmel, wie schlecht geht es unseren Reichen? Ich stelle mir grade vor, wie Frau Schickedanz morgens Katzenwäsche betreibt (Die Wasserkosten sind ja astronomisch hoch.), zum Frühstück gibts maximal ein paar Cornflakes bevor sie sich in ihr Outfit von TCM (natürlich aussem Sale)wirft. Später unterweist sie ihre zwei Dutzend Gärtner im Anbau von Kartoffeln und Rüben. Danach saust sie im Porsche zum Aldi um die Sonderangebote abzugreifen, Friseur ist nicht mehr und Klamotten kauft sie sicher bei KIK, ach, was sage ich, die bekommt sie vom Roten Kreuz. Und wenns am Monatsende ganz eng wird, speist die Familie bei der Tafel.
Wie schön, dass es noch Mitmenschen gibt, die angesichts der Wirtschaftskrise ein Herz für notleidende Millionäre haben. Die Quelle-Mitarbeiter sammeln schon Spenden für ihre aufopferungsvolle Chefin.
Himmel, wie schlecht geht es unseren Reichen? Ich stelle mir grade vor, wie Frau Schickedanz morgens Katzenwäsche betreibt (Die Wasserkosten sind ja astronomisch hoch.), zum Frühstück gibts maximal ein paar Cornflakes bevor sie sich in ihr Outfit von TCM (natürlich aussem Sale)wirft. Später unterweist sie ihre zwei Dutzend Gärtner im Anbau von Kartoffeln und Rüben. Danach saust sie im Porsche zum Aldi um die Sonderangebote abzugreifen, Friseur ist nicht mehr und Klamotten kauft sie sicher bei KIK, ach, was sage ich, die bekommt sie vom Roten Kreuz. Und wenns am Monatsende ganz eng wird, speist die Familie bei der Tafel.
Wie schön, dass es noch Mitmenschen gibt, die angesichts der Wirtschaftskrise ein Herz für notleidende Millionäre haben. Die Quelle-Mitarbeiter sammeln schon Spenden für ihre aufopferungsvolle Chefin.
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Mittwoch, Juli 15, 2009
Irrungen und Wirrungen in Lippstadts Baulandschaft
Ok, normalerweise lese ich das kostenlose Anzeigenblättchen ja nicht - zuviel pseudoreißerisches Geschreibsel, Hausfrauenthemen, getürkte Umfragen (wer trifft bitte schön völlig zufällig einen ehemaligen Wasserballtrainer auf der Straße, wenn es um das Kombibad geht?), überflüssige Kolumnen, Schützenfestbilder und überhaupt eigentlich nur Ausschlagmaterial für die Biotonne.
Aber bei der letzten Ausgabe stockte ich beim "Tütenbauen" (Nein, nicht solche Tüten!) und las dann doch den Artikel.
"Südertorcarree in neuer Hand - Rätselraten um Hellenthal" - was ist los? Leider konnte ich im Netz bisher keine näheren Infos finden.
Nach Recherchen des "Wochentip" liegen gegen Herrn Hellenthal diverse Anschuldigungen bis hin zu Haftanordnungen vor. Die Stadt Lippstadt wußte offenbar nichts von diesen Dingen. Wann wissen die eigentlich was? Oder besser: Was wollen sie wann und warum wissen?
Dieses ganze Geschmuddel in der Investorenwelt - offenbar das reinste Raubrittertum - juckt mich nur mäßig, was ich spannend finde, ist die Tatsache, das eben jener Hellenthal das Mattenklodt-Haus gekauft hat. Und genau auf jenem Grundstück soll ja (wir erinnern uns) die berühmte Ellipse, das Showobjekt des Güterbahnhof-Projektes, errichtet werden. Und wir erinnern uns auch, dass eigentlich diese Ellipse das einzig optisch ansprechende Objekt des Betonklotzes ist und dass nur diese Ellipse die Anbindung an die Innenstadt gewährleistet.
Und dabei fällt mir dann auch wieder ein, dass letztens noch meine geschätze Heimatzeitung einen großen euphemistischen Artikel über eben jenes Projekt veröffentlichte, in dem u.a. zu lesen stand, dass der Kauf genau dieses Grundstücks noch sehr in der Schwebe sei. Hingegen berichtet der "Wochentip" unter Angabe einer "sicheren Quelle", dass dieses Haus/Grundstück wieder zum Verkauf stünde.
Sorry, aber nun bin ich doch ein wenig verwirrt.
Wenn ich das richtig verstehe, dann bedeutet die Haftanordnung ja, dass der gute Herr Hellenthal (oder eben seine Firma) irgendwelchen Gläubigern noch ordentlich was schuldet und diese nun gewillt sind, ihre Forderungen notfalls durch Haft durchzusetzen. Und offensichtlich handelt es sich da nicht gerade um Summen in Höhe einer Portokasse.
Was mich auch erstaunt, ist mal wieder das "große Schweigen". Nichts, aber auch gar nichts passiert. Wenn die Stadt schon so mega-engagiert hinter den ganzen Projekten steht, warum erfahren wir nichts? Wo bleibt die Hintergrundrecherche?
Große Jubelartikel, in denen nur irgendwelche Aktenordner präsentiert werden, tragen wenig zur Erhellung der Situation bei.
Sonst heißt es nachher noch: "Patsch, Patsch - ins Wasser gefallen. So haben wir nicht gewettet. Das muss sich ändern." Ich weiß auch schon, an welcher Stelle im Blatt wir das goutieren dürfen.
Aber bei der letzten Ausgabe stockte ich beim "Tütenbauen" (Nein, nicht solche Tüten!) und las dann doch den Artikel.
"Südertorcarree in neuer Hand - Rätselraten um Hellenthal" - was ist los? Leider konnte ich im Netz bisher keine näheren Infos finden.
Nach Recherchen des "Wochentip" liegen gegen Herrn Hellenthal diverse Anschuldigungen bis hin zu Haftanordnungen vor. Die Stadt Lippstadt wußte offenbar nichts von diesen Dingen. Wann wissen die eigentlich was? Oder besser: Was wollen sie wann und warum wissen?
Dieses ganze Geschmuddel in der Investorenwelt - offenbar das reinste Raubrittertum - juckt mich nur mäßig, was ich spannend finde, ist die Tatsache, das eben jener Hellenthal das Mattenklodt-Haus gekauft hat. Und genau auf jenem Grundstück soll ja (wir erinnern uns) die berühmte Ellipse, das Showobjekt des Güterbahnhof-Projektes, errichtet werden. Und wir erinnern uns auch, dass eigentlich diese Ellipse das einzig optisch ansprechende Objekt des Betonklotzes ist und dass nur diese Ellipse die Anbindung an die Innenstadt gewährleistet.
Und dabei fällt mir dann auch wieder ein, dass letztens noch meine geschätze Heimatzeitung einen großen euphemistischen Artikel über eben jenes Projekt veröffentlichte, in dem u.a. zu lesen stand, dass der Kauf genau dieses Grundstücks noch sehr in der Schwebe sei. Hingegen berichtet der "Wochentip" unter Angabe einer "sicheren Quelle", dass dieses Haus/Grundstück wieder zum Verkauf stünde.
Sorry, aber nun bin ich doch ein wenig verwirrt.
Wenn ich das richtig verstehe, dann bedeutet die Haftanordnung ja, dass der gute Herr Hellenthal (oder eben seine Firma) irgendwelchen Gläubigern noch ordentlich was schuldet und diese nun gewillt sind, ihre Forderungen notfalls durch Haft durchzusetzen. Und offensichtlich handelt es sich da nicht gerade um Summen in Höhe einer Portokasse.
Was mich auch erstaunt, ist mal wieder das "große Schweigen". Nichts, aber auch gar nichts passiert. Wenn die Stadt schon so mega-engagiert hinter den ganzen Projekten steht, warum erfahren wir nichts? Wo bleibt die Hintergrundrecherche?
Große Jubelartikel, in denen nur irgendwelche Aktenordner präsentiert werden, tragen wenig zur Erhellung der Situation bei.
Sonst heißt es nachher noch: "Patsch, Patsch - ins Wasser gefallen. So haben wir nicht gewettet. Das muss sich ändern." Ich weiß auch schon, an welcher Stelle im Blatt wir das goutieren dürfen.
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leben in lippstadt
Dolomiten - Tagblatt der Südtiroler
Als Zeitungsleserin aus Gewohnheit kann ich natürlich auch im Urlaub nicht von den Printmedien lassen. In Südtirol lag die "Dolomiten" auf dem Frühstückstisch. Ich bin ja völlig schmerzfrei, was Zeitungsnamen angeht, daher störte mich das in der Fremde auch nicht.
Und siehe da: Ein erstaunlich modernes und interessantes Blatt. Optisch modern aufgemacht, durchgehend vierfarbig und gut strukturiert. Da könnte sich meine geschätzte Heimatzeitung so einiges abgucken.
Der geneigete Dolomiten-Leser findet auf seiner lokalen Seite (geordnet nach Regionen, Tälern eben) alle Infos, die ihn interessieren könnten: Kultur, Politik, Wirtschaft und den Rest. So gefällt mir das.
Und siehe da: Ein erstaunlich modernes und interessantes Blatt. Optisch modern aufgemacht, durchgehend vierfarbig und gut strukturiert. Da könnte sich meine geschätzte Heimatzeitung so einiges abgucken.
Der geneigete Dolomiten-Leser findet auf seiner lokalen Seite (geordnet nach Regionen, Tälern eben) alle Infos, die ihn interessieren könnten: Kultur, Politik, Wirtschaft und den Rest. So gefällt mir das.
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Urlaub
Dienstag, Juli 14, 2009
Montag, Juli 13, 2009
Sonntag, Juni 21, 2009
Ich kann Kanzler - besser nicht.....
Eigentlich fand ich die Idee dieser Casting-Show ganz witzig - die Sendung dann leider unglaublich langweilig und geradezu grottenschlecht.
Das Konzept erinnerte an die Eintopfrezepte von Oma:
Kühlschrank auf - rein gucken - los gehts.
Man nehme die üblichen Parteien, mehr Männer als Frauen, knackfrisches Junggemüse (der ach so engagierte Spinner mit der Second-hand-Tapete) und ein bissel was aussen Vorrat (der Ex-Sponti mit dem Piratentuch), dazu dann eine Prise Migrationshintergrund (die schnuckelige Deutsch-Türkin), ein bisschen was fürs Auge (der Pseudoobama), die Würze kommt durch die CSU (der gruselige Neo-Merz), schwitze alles kurz an und fülle mit gekörnter Brühe auf (die völlig belanglose Mutti). Nur nicht zu lange kochen, sonst wirds Matsche. Also vorsichtig umrühren - keine Fragen stellen. Und aufgewärmt schmeckts noch besser.
Aber der Knaller war defintiv die Jury. Allen voran Herr Scherf.
"Warum haben Sie denn noch keine Kinder?", fragt der Bewohner einer Alten-Wg den Polit-Piraten (welch grandios-kritische und gefährliche Frage). Danach schwadroniert der Herr dann über seine Familie und wie weit er beruflich denn in dem Alter schon gekommen sei....sehr schön, Herr Scherf.
Deutschlands Oberlehrer Jauch zieht die Augenbraue hoch und wirft sich in die Schlacht.
Aber natürlich fragt er Herrn Scherf nicht, was denn seine Frau eigentlich in der Zeit gemacht habe, als er an seiner Karriere bastelte....
Was wohl auch: Windeln wechseln, Nasen putzen, Wäsche waschen, Kochen, Saugen....
Das Konzept erinnerte an die Eintopfrezepte von Oma:
Kühlschrank auf - rein gucken - los gehts.
Man nehme die üblichen Parteien, mehr Männer als Frauen, knackfrisches Junggemüse (der ach so engagierte Spinner mit der Second-hand-Tapete) und ein bissel was aussen Vorrat (der Ex-Sponti mit dem Piratentuch), dazu dann eine Prise Migrationshintergrund (die schnuckelige Deutsch-Türkin), ein bisschen was fürs Auge (der Pseudoobama), die Würze kommt durch die CSU (der gruselige Neo-Merz), schwitze alles kurz an und fülle mit gekörnter Brühe auf (die völlig belanglose Mutti). Nur nicht zu lange kochen, sonst wirds Matsche. Also vorsichtig umrühren - keine Fragen stellen. Und aufgewärmt schmeckts noch besser.
Aber der Knaller war defintiv die Jury. Allen voran Herr Scherf.
"Warum haben Sie denn noch keine Kinder?", fragt der Bewohner einer Alten-Wg den Polit-Piraten (welch grandios-kritische und gefährliche Frage). Danach schwadroniert der Herr dann über seine Familie und wie weit er beruflich denn in dem Alter schon gekommen sei....sehr schön, Herr Scherf.
Deutschlands Oberlehrer Jauch zieht die Augenbraue hoch und wirft sich in die Schlacht.
Aber natürlich fragt er Herrn Scherf nicht, was denn seine Frau eigentlich in der Zeit gemacht habe, als er an seiner Karriere bastelte....
Was wohl auch: Windeln wechseln, Nasen putzen, Wäsche waschen, Kochen, Saugen....
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Mittwoch, Juni 10, 2009
Es wird spannend in Lippstadt - doch kein Stopp in Sachen FH?
Nachdem ich gestern noch sehr irritiert im Westen Antworten auf die drängenden FH-Standort-Fragen suchte, bin ich heute morgen schon etwas schlauer.
Aus Mülheim erfahre ich, dass es wohl doch keinen Stopp der Prohjekt gibt. Ja, was denn nun? Es muss doch irgendwo in diesem Innovationsministerium (was für ein grauenhafter Name) jemanden geben, der da Auskunft erteilen kann.
Ebenso lese ich in meiner geschätzten Heimatzeitung, dass es offenbar bei der Entscheidung für das sehr irdische "Himmelreich" zu einem Alleingang des designierten FH-Rektors gekommen sei.
Wie die SPD (die anscheinend über den Schlachtplattenrand zu schauen in der Lage ist) sehr richtig feststellt, hat es in den politischen Gremien der anderen neuen FH-Standorte durchaus erregte Diskussionen um die eben diese gegeben. Sowas nennt man Demokratie. Wobei ich mich ja frage, ob der neue FH-Rektor in Lippstadt da nicht gemeinsame Sache mit dem noch größten Arbeitgeber der Stadt zu machen gedachte. Es ist ja auch von Stiftungsprofessuren aus der Wirtschaft die Rede. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit für ein Unternehmen Arbeitskräfte zu outsourcen. Nach dem Motto: Du willst nicht gehen, na, dann wirste eben Prof.
Aber das nur am Rande.
Schon merkwürdig, dass die Lippstädter Kommunalpolitiker sich stumm die Zügel aus der Hand nehmen lassen. In anderen Städten läuft das kontroverser und engagierter ab. In letzter Zeit erinnern unsere Volksvertreter mich an das berühmte kalb, das sich willenlos zur Schlechtbank führen läßt.Aber wir kennen das ja:
Beim Güterbahnhofprojekt ließ man sich von einem Investor einlullen.Und was ist damit? Irgendwie nix.
Von eben diesem Investor hatte man sich schon beim Cineplexbau vorführen lassen.Dafür hat Lippstadt nun auch endlich einen Bunker.
In Sachen Freibad passiert auch nix.
Lediglich beim Projekt Gesamtschule zeigen die Kommunalpolitiker die Zähne. Warum auch immer.
Aus Mülheim erfahre ich, dass es wohl doch keinen Stopp der Prohjekt gibt. Ja, was denn nun? Es muss doch irgendwo in diesem Innovationsministerium (was für ein grauenhafter Name) jemanden geben, der da Auskunft erteilen kann.
Ebenso lese ich in meiner geschätzten Heimatzeitung, dass es offenbar bei der Entscheidung für das sehr irdische "Himmelreich" zu einem Alleingang des designierten FH-Rektors gekommen sei.
Wie die SPD (die anscheinend über den Schlachtplattenrand zu schauen in der Lage ist) sehr richtig feststellt, hat es in den politischen Gremien der anderen neuen FH-Standorte durchaus erregte Diskussionen um die eben diese gegeben. Sowas nennt man Demokratie. Wobei ich mich ja frage, ob der neue FH-Rektor in Lippstadt da nicht gemeinsame Sache mit dem noch größten Arbeitgeber der Stadt zu machen gedachte. Es ist ja auch von Stiftungsprofessuren aus der Wirtschaft die Rede. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit für ein Unternehmen Arbeitskräfte zu outsourcen. Nach dem Motto: Du willst nicht gehen, na, dann wirste eben Prof.
Aber das nur am Rande.
Schon merkwürdig, dass die Lippstädter Kommunalpolitiker sich stumm die Zügel aus der Hand nehmen lassen. In anderen Städten läuft das kontroverser und engagierter ab. In letzter Zeit erinnern unsere Volksvertreter mich an das berühmte kalb, das sich willenlos zur Schlechtbank führen läßt.Aber wir kennen das ja:
Beim Güterbahnhofprojekt ließ man sich von einem Investor einlullen.Und was ist damit? Irgendwie nix.
Von eben diesem Investor hatte man sich schon beim Cineplexbau vorführen lassen.Dafür hat Lippstadt nun auch endlich einen Bunker.
In Sachen Freibad passiert auch nix.
Lediglich beim Projekt Gesamtschule zeigen die Kommunalpolitiker die Zähne. Warum auch immer.
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Dienstag, Juni 09, 2009
Jetzt nun doch keine FH in Lippstadt?
Zunächst lasen wir ja geradezu frenetische Berichte über das neue Allheilmittel "FH" in unserer geschätzten Heimatzeitung: Von einem Anschub für unsere Stadt war da die Rede, von einem neuen Technologiezentrum im Herzen der westfälischen Steppe und auch die synergetischen Effekte (Lippstadts noch größtem Arbeitgeber sei gedankt) wurden gelobt. Alles Friede, Freude, Eierkuchen und endlich mal wieder strahlende Politikergesichter im Blatte. Wie schön, wenn ein Wahljahr so beginnen darf...
Die Diskussion um ein passendes Gelände fand per Ministeriumsabsegnung ein glückliches Ende: Das "Himmelreich" (wobei ich nicht weiß, was an diesem Gelände so himmlisch sein soll) wurde zum neuen Standort ausgerufen.
Und dann der Schock: Alles gestoppt! Die Standorte werden überprüft - das war dann dem Blatte am Samstag zwar nur eine kleine Meldung wert, aber immerhin. Bei Graf Bernhard durften wir dann die Mutmaßungen über die Gründe lesen: Es läge sicher alles an der langen Diskussion um den konkreten Standort in Lippstadt.
Merkwürdig, denn wir hatten ja schon erfahren, dass es da keine Diskussion mehr gäbe. Alles schon erledigt - und das Ministerium nickte dazu.
Also was denn nun? Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Frage des generellen Standortes (also Lippstadt/Hamm ja oder nein) zu einer Frage des regionalen Standortes degradiert wurde. Vielleicht hat der olle Graf da auch einfach ein Problem mit der Zeitgeschichte - think global, act local - aber nur, wenn die Kasse stimmt.
Wer hoffte nun baldmöglichst über die Hintergründe und vor allem die weitere Entwicklung aufgeklärt zu werden, suchte unsere geschätzte Heimatzeitung lange ab. Aber wer nach Infos sucht, muß einfach nur über den Schlachtplattenrand schauen.
Ein Blick zu den Nachbarn (auch den journalistischen) schafft Abhilfe (übrigens erfährt man auch zum Thema Gesamtschule im Netz durchaus interessante Dinge):
"Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”"
So zu lesen u.a. online bei "Der Westen".
Also werden offensichtlich nicht lächerliche regionale Detailfragen in Düsseldorf (da haben unsere Landtagsabgeordneten auch deutlich Sinnvolleres zu tun) gewälzt, sondern es geht um prinzipielle Fragen, nämlich um Wirtschaftlichkeit von Standorten. Upppps....
Sollte es so sein, dass einigen Abgeordneten nicht ganz klar ist, warum auch noch Lippstadt eine FH haben soll, wenn es doch in Soest schon eine gibt? Sollte es so sein, dass die Kohle nicht so locker sitzt? Immerhin hat NRW noch ein paar Sorgenkinder an der Brust.
Vielleicht gibt es ja auch nicht so viele lokale und finanziell potente Kooperationspartner, wie man uns weiß machen möchte?
Damit sind wir mal wieder bei der bestimmenden Frage: Quo vadis, Lippstadt?
Und warum wird diese doch existenzielle Fragstellung wie schon gewohnt so ins lokaljournalistische Abseits gestellt?
Wobei mir einfällt: Was ist denn nun mit dem Güterbahnhof?
Die Diskussion um ein passendes Gelände fand per Ministeriumsabsegnung ein glückliches Ende: Das "Himmelreich" (wobei ich nicht weiß, was an diesem Gelände so himmlisch sein soll) wurde zum neuen Standort ausgerufen.
Und dann der Schock: Alles gestoppt! Die Standorte werden überprüft - das war dann dem Blatte am Samstag zwar nur eine kleine Meldung wert, aber immerhin. Bei Graf Bernhard durften wir dann die Mutmaßungen über die Gründe lesen: Es läge sicher alles an der langen Diskussion um den konkreten Standort in Lippstadt.
Merkwürdig, denn wir hatten ja schon erfahren, dass es da keine Diskussion mehr gäbe. Alles schon erledigt - und das Ministerium nickte dazu.
Also was denn nun? Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Frage des generellen Standortes (also Lippstadt/Hamm ja oder nein) zu einer Frage des regionalen Standortes degradiert wurde. Vielleicht hat der olle Graf da auch einfach ein Problem mit der Zeitgeschichte - think global, act local - aber nur, wenn die Kasse stimmt.
Wer hoffte nun baldmöglichst über die Hintergründe und vor allem die weitere Entwicklung aufgeklärt zu werden, suchte unsere geschätzte Heimatzeitung lange ab. Aber wer nach Infos sucht, muß einfach nur über den Schlachtplattenrand schauen.
Ein Blick zu den Nachbarn (auch den journalistischen) schafft Abhilfe (übrigens erfährt man auch zum Thema Gesamtschule im Netz durchaus interessante Dinge):
"Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”"
So zu lesen u.a. online bei "Der Westen".
Also werden offensichtlich nicht lächerliche regionale Detailfragen in Düsseldorf (da haben unsere Landtagsabgeordneten auch deutlich Sinnvolleres zu tun) gewälzt, sondern es geht um prinzipielle Fragen, nämlich um Wirtschaftlichkeit von Standorten. Upppps....
Sollte es so sein, dass einigen Abgeordneten nicht ganz klar ist, warum auch noch Lippstadt eine FH haben soll, wenn es doch in Soest schon eine gibt? Sollte es so sein, dass die Kohle nicht so locker sitzt? Immerhin hat NRW noch ein paar Sorgenkinder an der Brust.
Vielleicht gibt es ja auch nicht so viele lokale und finanziell potente Kooperationspartner, wie man uns weiß machen möchte?
Damit sind wir mal wieder bei der bestimmenden Frage: Quo vadis, Lippstadt?
Und warum wird diese doch existenzielle Fragstellung wie schon gewohnt so ins lokaljournalistische Abseits gestellt?
Wobei mir einfällt: Was ist denn nun mit dem Güterbahnhof?
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Samstag, Mai 16, 2009
Finger weg von Erasco-Dosen
Vielleicht sollte man (falls man sowas überhaupt isst) in nächster Zeit die Erasco-Dosen besser im Regal stehen lassen. Wer weiß schon noch, was da wirklich drin ist.
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Donnerstag, Mai 14, 2009
Beim Ausmisten des Bücherregals....
So, ich bin ja nun angeregt durch den Grundschullehrerverband beim Ausmisten:
Alle Fantasy-Literatur ist schon raus. Alle Verschwörungsthriller (Illuminati und Co.) natürlich auch...bei "Herr der Ringe" habe ich nun erkannt, dass es zutiefst rassistisch ist.
Alle Klassiker von Preussler, Lindgren, Twain, Cooper (Lederstrumpf - igitt), Funke und natürlich sämtliche Starwars-Bände - weg.
Alle Marvel-Comics gleich hinterher. Silversurfer, Batman...ganz schrecklich.
Die Klassiker haben es auch nicht überlebt. Bei der Bibel bin ich noch unschlüssig. Geht das Alte Testament noch durch? Aber auf jeden Fall fliegen sämtliche mittalterlichen Sachen raus: Siegfried auf den Schrotthaufen der politisch unkorrekten Literatur. Parzival, Tristan und Co. gleich hinterher. Und die Edda auch. Ende im Gelände...
Endlich Platz in den Regalen und nur noch politisch korrekte Bücher - also eigentlich nur noch Fachbücher oder eben keine mehr.
Alle Fantasy-Literatur ist schon raus. Alle Verschwörungsthriller (Illuminati und Co.) natürlich auch...bei "Herr der Ringe" habe ich nun erkannt, dass es zutiefst rassistisch ist.
Alle Klassiker von Preussler, Lindgren, Twain, Cooper (Lederstrumpf - igitt), Funke und natürlich sämtliche Starwars-Bände - weg.
Alle Marvel-Comics gleich hinterher. Silversurfer, Batman...ganz schrecklich.
Die Klassiker haben es auch nicht überlebt. Bei der Bibel bin ich noch unschlüssig. Geht das Alte Testament noch durch? Aber auf jeden Fall fliegen sämtliche mittalterlichen Sachen raus: Siegfried auf den Schrotthaufen der politisch unkorrekten Literatur. Parzival, Tristan und Co. gleich hinterher. Und die Edda auch. Ende im Gelände...
Endlich Platz in den Regalen und nur noch politisch korrekte Bücher - also eigentlich nur noch Fachbücher oder eben keine mehr.
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Sind Piratengeschichten noch politisch korrekt?
Bei der morgendlichen Lektüre von Spiegel Online widme ich mich auch immer sehr gerne dem Schulspiegel. Hier erfährt man wissenswertes über Deutschlands Schüler und Studenten, über angeblich neue Erziehungsstile (siehe Herr Bueb) oder die drohende Verdummung unserer Hochschulabsolventen.
Was ich aber heute hier lesen musste, hat mich stutzig gemacht.
Vera (Vergleicharbeiten 3.Klasse in Deutsch und Mathe) hat in den vergangenen Tagen wieder zugeschlagen. Viele Eltern können eine Elegie zum Thema dauernde Testungen in der Grundschule schreiben und viele Kinder haben vor lauter Tests und Arbeiten keine regulären Stunden mehr.
Nun, am Dienstag war es soweit: Vera im Fach Deutsch stand an. Die Kiddies bekommen dann einen Text, sollen dazu Verständnisfragen beantworten und selbst einen kleinen Text schreiben . Richtig, es geht um Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten.
In diesem Jahr handelte der Text von Piraten. Wunderbar, dachte ich, naiv wie ich manchmal bin. Immerhin finden Jungs Piraten auch mal cool - eine gute Alternative zu den ständigen pinkfarbenen Lillifee-Texten in den Schulbüchern. Doch was passiert? Der Grundschullehrerverband regt sich auf, der Text sei politisch nicht korrekt. Sowas können man angesichts der Piratenattacken vor Somalia nicht nehmen.
Geht es denen noch gut? Was soll das? Dürfen Kinder keine phantasievollen Abenteuergeschichten mehr lesen? Legen nun Lehrer fest, was geht und was nicht? Wollen die Filme wie "Fluch der Karibik" sofort verbieten? "Schweinchen Babe" als Aggressionspotential für muslimische Kinder?
Ok, mit solchen hanebüchenen Statements kann man natürlich einen ganzen Kanon an Kinder- und Jugendliteratur wegfegen.
Pipi Langstrumpf fördert eine anarchistische Grundhaltung
Michel aus Lönneberga propagiert dissoziale Verhaltensweisen,
Krabat zeigt ein antichristliches, archaisches Weltbild,
Karl May ist frauenfeindlich und geradezu faschistoid,
Moby Dick und Tom Sawyer gehen dann auch nicht mehr, könnten vielleicht Amokläufer inspirieren. Sind eindeutig macho und überhaupt viel zu wild.
Sämtliche Abenteuergeschichten sind politisch völlig unkorrekt, da garantiert gegen das Gender Mainstreaming gerichtet
Raus aus den Regalen mit "Der Kurier des Zaren", den Artusgeschichten, "Ivanhoe".
Zu kritisieren sind natürlich auch Bücher wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" (wobei das geht vielleicht noch, weil hier ein Mädel die Hauptperson ist), denn hier werden Kinder auf sträflichste Weise angeregt, in eine Phantasiewelt einzutauchen. Pfui Deibel.
Und bloß die Finger weg von den Klassikern der Weltliteratur: "Faust" geht gar nicht. Ein geiler, alter Bock, der ein junges, unschuldiges Mädel missbraucht. Ekelhaft.Missbrauch.
"Effi Briest" - auch ganz furchtbar. Ein armes, junges, unterdrücktes Ding scheitert an den gesellschaftlichen Normen.Auffiorderung zum Suizid? Ach nee, das ist ja "Emilia Galotti". "Nathan der Weise" gehtn irgendwie auch nicht mehr, könnte ja die Gefühle Andersgläubiger verletzen, also von den Kindern, die z.b. Buddhisten sind.
Und die "Ilias" verstecken wir ganz hinten im Schrank....nicht auszudenken, welchen Schaden das Kind nehmen könnte. Immer diese Kriege....
Sollte solch krudes Gedankengut, wie das des Grundschullehrerverbandes, sich durchsetzen, werden wir hier in Geseke eine kleine subversive Zelle der freien Lektüre gründen. Begeisterte Leser von politisch völlig unkorrekten Büchern sind willkommen.
Was ich aber heute hier lesen musste, hat mich stutzig gemacht.
Vera (Vergleicharbeiten 3.Klasse in Deutsch und Mathe) hat in den vergangenen Tagen wieder zugeschlagen. Viele Eltern können eine Elegie zum Thema dauernde Testungen in der Grundschule schreiben und viele Kinder haben vor lauter Tests und Arbeiten keine regulären Stunden mehr.
Nun, am Dienstag war es soweit: Vera im Fach Deutsch stand an. Die Kiddies bekommen dann einen Text, sollen dazu Verständnisfragen beantworten und selbst einen kleinen Text schreiben . Richtig, es geht um Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten.
In diesem Jahr handelte der Text von Piraten. Wunderbar, dachte ich, naiv wie ich manchmal bin. Immerhin finden Jungs Piraten auch mal cool - eine gute Alternative zu den ständigen pinkfarbenen Lillifee-Texten in den Schulbüchern. Doch was passiert? Der Grundschullehrerverband regt sich auf, der Text sei politisch nicht korrekt. Sowas können man angesichts der Piratenattacken vor Somalia nicht nehmen.
Geht es denen noch gut? Was soll das? Dürfen Kinder keine phantasievollen Abenteuergeschichten mehr lesen? Legen nun Lehrer fest, was geht und was nicht? Wollen die Filme wie "Fluch der Karibik" sofort verbieten? "Schweinchen Babe" als Aggressionspotential für muslimische Kinder?
Ok, mit solchen hanebüchenen Statements kann man natürlich einen ganzen Kanon an Kinder- und Jugendliteratur wegfegen.
Pipi Langstrumpf fördert eine anarchistische Grundhaltung
Michel aus Lönneberga propagiert dissoziale Verhaltensweisen,
Krabat zeigt ein antichristliches, archaisches Weltbild,
Karl May ist frauenfeindlich und geradezu faschistoid,
Moby Dick und Tom Sawyer gehen dann auch nicht mehr, könnten vielleicht Amokläufer inspirieren. Sind eindeutig macho und überhaupt viel zu wild.
Sämtliche Abenteuergeschichten sind politisch völlig unkorrekt, da garantiert gegen das Gender Mainstreaming gerichtet
Raus aus den Regalen mit "Der Kurier des Zaren", den Artusgeschichten, "Ivanhoe".
Zu kritisieren sind natürlich auch Bücher wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" (wobei das geht vielleicht noch, weil hier ein Mädel die Hauptperson ist), denn hier werden Kinder auf sträflichste Weise angeregt, in eine Phantasiewelt einzutauchen. Pfui Deibel.
Und bloß die Finger weg von den Klassikern der Weltliteratur: "Faust" geht gar nicht. Ein geiler, alter Bock, der ein junges, unschuldiges Mädel missbraucht. Ekelhaft.Missbrauch.
"Effi Briest" - auch ganz furchtbar. Ein armes, junges, unterdrücktes Ding scheitert an den gesellschaftlichen Normen.Auffiorderung zum Suizid? Ach nee, das ist ja "Emilia Galotti". "Nathan der Weise" gehtn irgendwie auch nicht mehr, könnte ja die Gefühle Andersgläubiger verletzen, also von den Kindern, die z.b. Buddhisten sind.
Und die "Ilias" verstecken wir ganz hinten im Schrank....nicht auszudenken, welchen Schaden das Kind nehmen könnte. Immer diese Kriege....
Sollte solch krudes Gedankengut, wie das des Grundschullehrerverbandes, sich durchsetzen, werden wir hier in Geseke eine kleine subversive Zelle der freien Lektüre gründen. Begeisterte Leser von politisch völlig unkorrekten Büchern sind willkommen.
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Mittwoch, Mai 13, 2009
Immer diese unreflektierte Häme....
Der gute Andreas, der auf lippstadt-blog.de am bloggen ist, hat deutliche Tendenzen zum Lokalpatriotismus. Scheint übrigens eine nichtansteckende, aber im westfälischen Niemandsland verbreitete Sache zu sein.
Komischerweise werden hier regionale Grenzen gezogen, die selbst einen Rheinländer neidvoll erblassen lassen. Kann mir mal jemand erklären, warum man schon fast den Eindruck haben muss, Geseke gehöre zu einem anderen Kulturkreis? Wenn ich in Bonn von Jodesberch ins Musikerviertel fahre (Bonner Norden), bin ich länger unterwegs als zwischen Lippstadt und Geseke.
Egal, jedenfalls wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch Lippstadt am Anfang eines jeden Jahres in der Lage wäre, eine Printvariante des Veranstaltungskalenders auf den Rathausplatz zu werfen. Dann entstünden solche Veranstaltungsmassierungen, wie sie am kommenden Wochenende mal wieder drohen, erst gar nicht.
Außerdem wundern mich doch manche Eintragungen im Online-Kalender der Stadt. Der arme Mensch spricht offenbar jeden Freitagabend über Harry Potter - und das bis in den September.
Komischerweise werden hier regionale Grenzen gezogen, die selbst einen Rheinländer neidvoll erblassen lassen. Kann mir mal jemand erklären, warum man schon fast den Eindruck haben muss, Geseke gehöre zu einem anderen Kulturkreis? Wenn ich in Bonn von Jodesberch ins Musikerviertel fahre (Bonner Norden), bin ich länger unterwegs als zwischen Lippstadt und Geseke.
Egal, jedenfalls wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch Lippstadt am Anfang eines jeden Jahres in der Lage wäre, eine Printvariante des Veranstaltungskalenders auf den Rathausplatz zu werfen. Dann entstünden solche Veranstaltungsmassierungen, wie sie am kommenden Wochenende mal wieder drohen, erst gar nicht.
Außerdem wundern mich doch manche Eintragungen im Online-Kalender der Stadt. Der arme Mensch spricht offenbar jeden Freitagabend über Harry Potter - und das bis in den September.
Hundeleckereien - Kauhufe und Co.
Was unser Hund hier so hingebungsvoll beknabbert ist tatsächlich ein Kuhhuf. Fährt sie voll drauf ab, bewahrt meinen Schreibtisch vor Kauattacken und hält echt lange - so ein Huf. Nach mehreren Tagen intensiver künstlerischer Auseinandersetzung (im Sinne einer weitestgehenden Reduktion) mit dem Huf bleibt nur noch ein Fitzelchen übrig.
Und Kuhhufe sind noch recht gewöhnlich. Völlig heiß begeht sind diese winzigen Dingerchen:
Einziger Nachteil (wie auch bei Lunge und Co.): Sie stinken unglaublich.
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Hundeleben
Lob der Provinz
Als Exilbonnerin mit langjähriger Provinzerfahrung in Lippstadt habe ich mich ja bekanntermaßen für einen weiteren Lebensabschnitt durchs Hintertürchen der Provinz in die noch tiefere selbige verzogen.
Wer nun denkt, in Geseke sei alles noch beschaulicher, täuscht sich gewaltig. Nicht nur wird hier permanent etwas geboten, wie die Gösselkirmes, das Hexenstadtfest, der Geseker Freitag, nein, das Ganze ist sogar recht professionell organisiert.
Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter - kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist. Ok, manches ist nur für Randgruppen von Relevanz(davon gibt es bekanntlich reichlich), aber immerhin, jeder potentielle Veranstalter kann sich so sein Plätzchen suchen. Die Ferientermine sind auch notiert.
Vorbildlich, liebe Geseker! Man braucht zwar ab 35 eine Lesebrille, aber die PDF-Version im Netz ist auch für frühergraute Menschen wie mich gut lesbar.
Wer nun denkt, in Geseke sei alles noch beschaulicher, täuscht sich gewaltig. Nicht nur wird hier permanent etwas geboten, wie die Gösselkirmes, das Hexenstadtfest, der Geseker Freitag, nein, das Ganze ist sogar recht professionell organisiert.
Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter - kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist. Ok, manches ist nur für Randgruppen von Relevanz(davon gibt es bekanntlich reichlich), aber immerhin, jeder potentielle Veranstalter kann sich so sein Plätzchen suchen. Die Ferientermine sind auch notiert.
Vorbildlich, liebe Geseker! Man braucht zwar ab 35 eine Lesebrille, aber die PDF-Version im Netz ist auch für frühergraute Menschen wie mich gut lesbar.
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Montag, Mai 11, 2009
Sonntag, Mai 10, 2009
Geseker Gösselkirmes - Festumzug
Ich habe ja einen Logenplatz im Abo, sozusagen Abo 1 all inklusiiiiiv.Daher hier nun die Fotos vom diesjährigen Umzug.







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Freitag, Mai 01, 2009
Grenzen der Mediengesellschaft - NTV
Gestern Mittag zappte ich rein infohungrig ins Programm von NTV. Was ich dann sah, hat mich doch betroffen und wütend gemacht. Es wurden Live-Bilder der Verletzten der "Amokfahrt" in den Niederlanden gezeigt. Irrerweise ist das Ganze auch jetzt noch als Videostram bei NTV zu sehen. Verlinkung spare ich mir hier nun.
Man konnte via Glotze verfolgen, wie Menschen versuchten die Verletzten zu reanimieren: Herzmassage, Beatmung...gehts noch?
Wo sind wir gelandet? Schämen diese Redakteure sich nicht, mit sowas auf Sendung zu gehen? Sorry, ich finde das unmöglich.
Klar, Kinder könnten das sehen und super geschockt sein, aber das ist nicht das Thema. Ich finde es hochgradig pietätlos, wenn im TV zu sehen ist, wie jemand real auf der Straße stirbt. Der Voyeurismus ist wohl grenzenlos. Da fällt mir echt nix mehr ein.
Meinetwegen sollen sich junge Hüpfer als Models auseinandernehmen lassen - die machen das freiwillig. Es ist auch ok, wenn Leute sich von Dieter Bohlen beleidigen lassen - ist auch freiwillig. Mich belustigt es auch extrem, wie sich Z-Promis für ein bisschen Fame zum Dschungel-Affen machen.
Aber keineswegs haben die Opfer des Anschlages (oder was auch immer) zugestimmt, dass ihr Sterben dokumentiert und in alle Welt gesendet wird. NTV fliegt von der Senderliste.
Man konnte via Glotze verfolgen, wie Menschen versuchten die Verletzten zu reanimieren: Herzmassage, Beatmung...gehts noch?
Wo sind wir gelandet? Schämen diese Redakteure sich nicht, mit sowas auf Sendung zu gehen? Sorry, ich finde das unmöglich.
Klar, Kinder könnten das sehen und super geschockt sein, aber das ist nicht das Thema. Ich finde es hochgradig pietätlos, wenn im TV zu sehen ist, wie jemand real auf der Straße stirbt. Der Voyeurismus ist wohl grenzenlos. Da fällt mir echt nix mehr ein.
Meinetwegen sollen sich junge Hüpfer als Models auseinandernehmen lassen - die machen das freiwillig. Es ist auch ok, wenn Leute sich von Dieter Bohlen beleidigen lassen - ist auch freiwillig. Mich belustigt es auch extrem, wie sich Z-Promis für ein bisschen Fame zum Dschungel-Affen machen.
Aber keineswegs haben die Opfer des Anschlages (oder was auch immer) zugestimmt, dass ihr Sterben dokumentiert und in alle Welt gesendet wird. NTV fliegt von der Senderliste.
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Donnerstag, April 30, 2009
Und der Güterbahnhof?
So vor ca. 8 Wochen stand noch groß im Blatt, dass massig Fördergelder in das Mammutprojekt Güterbahnhof fließen sollen.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Terrorszenario am Lippstädter Bahnhof
Aus meiner morgendlichen Lethargie wurde ich heute unsanft gerissen. Vollkommen schockiert nahm ich in meiner geschätzten Heimatzeitung zur Kenntnis, dass Lippstadt offenbar direkt von Terroranschlägen bedoht ist.
Mein Gott, kann es denn wahr sein? Terrordrohungen in Lippstadt? " ....dann fliegt der ganze Bahnhof in die Luft"...Bomben am Bahnhof? Und noch dazu "ein Sicherheitsproblem". Wurden schon dubiose Kofferträger gesichtet? Wo sind die Spürhunde, das Sonderkommando, GSG9?
Geht da bloß alle nicht mehr hin - fahrt nicht mehr mit dem Zug - meidet das Gelände weiträumig, wenn euch euer Leben lieb ist. Ich hoffe, dass bald Entwarnung gegeben wird.
Schreckensstarr lese ich weiter ...... und bin verwundert. Keine Bomben - keine Bedrohung. Alles ganz anders....puh. Aber woher kommt dann dieses Schreckensgespenst?
Im letzten Drittel des Artikels wird dann alles klar:
Meine geliebte Hannelore Bartmann-Salmen ist Urheberin dieses Szenarios - das Orakel von Lippstadt.
Da fragt man sich doch, was bei der guten Dame so vorgeht - also rein phantasietechnisch.
Vielleicht am Abend vorher noch ein Verschwörungsbuch gelesen? War wohl schlechter Stoff........
Mein Gott, kann es denn wahr sein? Terrordrohungen in Lippstadt? " ....dann fliegt der ganze Bahnhof in die Luft"...Bomben am Bahnhof? Und noch dazu "ein Sicherheitsproblem". Wurden schon dubiose Kofferträger gesichtet? Wo sind die Spürhunde, das Sonderkommando, GSG9?
Geht da bloß alle nicht mehr hin - fahrt nicht mehr mit dem Zug - meidet das Gelände weiträumig, wenn euch euer Leben lieb ist. Ich hoffe, dass bald Entwarnung gegeben wird.
Schreckensstarr lese ich weiter ...... und bin verwundert. Keine Bomben - keine Bedrohung. Alles ganz anders....puh. Aber woher kommt dann dieses Schreckensgespenst?
Im letzten Drittel des Artikels wird dann alles klar:
Meine geliebte Hannelore Bartmann-Salmen ist Urheberin dieses Szenarios - das Orakel von Lippstadt.
Da fragt man sich doch, was bei der guten Dame so vorgeht - also rein phantasietechnisch.
Vielleicht am Abend vorher noch ein Verschwörungsbuch gelesen? War wohl schlechter Stoff........
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Dienstag, April 21, 2009
Was ist mit dem Südertor-Ost? Und dem Freibad?
Nachdem nun die Verkalkung des Brunnens hinreichend und ausgiebig thematisiert wurde, final geklärt ist, dass "Weißi" (die Katze aus Cappel) keinem bösen Tierquäler zum Opfer fiel und auch das "Angrillen" geregelt wurde, könnte man sich ja wieder echten Themen zuwenden.
Was ist denn nun mit dem Projekt am Südertor-Ost?
Kommt das noch? Es hieß doch, dort solle schnellstmöglichst begonnen werden. Ich habe da noch so ein nettes Architektenbild vor Augen mit Büroräumen und einem Edeka-Markt. Die Quadratur des Kreises ist ja schon mal gelungen und man kann nun halbwegs sicher das Kino erreichen (hat ja auch lange genug gedauert). Also könnte man doch dort loslegen. Oder hab ich was überlesen?
Und was gibt es eigentlich Neues in Sachen Freibad und Hallenbad?
Kommt nun das Allwetterbad? Oder sone Kombi-Sache?
Was ist denn nun mit dem Projekt am Südertor-Ost?
Kommt das noch? Es hieß doch, dort solle schnellstmöglichst begonnen werden. Ich habe da noch so ein nettes Architektenbild vor Augen mit Büroräumen und einem Edeka-Markt. Die Quadratur des Kreises ist ja schon mal gelungen und man kann nun halbwegs sicher das Kino erreichen (hat ja auch lange genug gedauert). Also könnte man doch dort loslegen. Oder hab ich was überlesen?
Und was gibt es eigentlich Neues in Sachen Freibad und Hallenbad?
Kommt nun das Allwetterbad? Oder sone Kombi-Sache?
Stillstand ist Rückschritt
Mit derartig knackigen Formulierungen wurde im letzten Jahr die Werbetrommel für Lippstädter "Großprojekte" gerührt. Wenn es nach dem Motto der damals Werbenden geht, befindet sich Lippstadt mit Siebenmeilenstiefeln (Ich liebe diesen Begriff!) auf dem Weg zurück in die Vergangenheit.
Leider deckt sich dieser Eindruck mit dem Alltag der Lippestadt.
Cafe Peters? Weg. Nordhorn? Auch bald zu. Die gute alle Woole? Auf dem Grabbeltisch gelandet. Der nette kleine Laden mit italienischer Feinkost in der Marktstraße? Da gibts nun Wasserpfeifen. Überhaupt "Marktstraße"? Viel Straße, wenig Läden. Ach, man mag schon gar nicht mehr hingucken.Ich will nun auch gar nicht vom Lippstädter Wochenmarkt, von den vielen Leerständen in der Stadt usw. reden - das deprimiert mich nur.
Was mich aber freute, war dieses nette Bildchen beim Stadt-TV.
Vielleicht sollten die aktuellen Themen der Stadt generalstabsmäßig vom Stadtmarketing vorgegeben werden. Das fände ich zielorientiert.
Leider deckt sich dieser Eindruck mit dem Alltag der Lippestadt.
Cafe Peters? Weg. Nordhorn? Auch bald zu. Die gute alle Woole? Auf dem Grabbeltisch gelandet. Der nette kleine Laden mit italienischer Feinkost in der Marktstraße? Da gibts nun Wasserpfeifen. Überhaupt "Marktstraße"? Viel Straße, wenig Läden. Ach, man mag schon gar nicht mehr hingucken.Ich will nun auch gar nicht vom Lippstädter Wochenmarkt, von den vielen Leerständen in der Stadt usw. reden - das deprimiert mich nur.
Was mich aber freute, war dieses nette Bildchen beim Stadt-TV.
Vielleicht sollten die aktuellen Themen der Stadt generalstabsmäßig vom Stadtmarketing vorgegeben werden. Das fände ich zielorientiert.
Montag, April 20, 2009
Was ist eigentlich mit der Gesamtschule?
Auch so ein merkwürdiger Fall von Schweigen in der Lippestadt.
Ich erinnere mich noch genau daran, dass eine Befragung der Eltern von Grundschülern als Ergebnis den ausdrücklichen Wunsch nach Errichtung einer Gesamtschule erbrachte. Danach gab es dann noch einiges an professionellem Gezetere in der Stadt. Es war von einer Bedrohung der funktionierenden Schullandschaft die Rede, von der Unfinanzierbarkeit dieser Schule, von einer Beschränkung auf ein Halbtagsangebot usw.
Es gab ein wildes Gerangel zwischen Stadt und INI, das sogar angeblich bis nach Arnsberg führte und offenbar von deutlichen Differenzen geprägt war.
Klar war danach nur: Die Eltern wollen eine Gesamtschule - die Lippstädter Kommunalpolitiker der regierenden Fraktion nicht.
Und nun herrscht mal wieder Schweigen, beredetes Schweigen geradezu.
Von den ganzen Meldungen, die zum Thema Gesamtschule durch den Blätterwald von NRW rauschen, liest man bei uns in der Provinz nichts. Merkwürdig nur, dass die Provinz hier durchaus vorkommt, wenn auch als eher negatives Beispiel.
Warum liest man in meiner geschätzten Heimatzeitung Geschichten vom kurzarbeitenden Osterhasen aber nicht von der gewünschten Gesamtschule?
Fast habe ich (wie so oft) den Eindruck, dass hier nach bester Kohlscher Tradition ausgesessen werden soll, was einfach nicht in den Kram passt. Frei nach dem Motto: Decken wir das furchtbare Thema mit dem Mäntelchen des Schweigens zu - irgendwann hat der dumme Bürger es vergessen.
Und das Blatt kann man ja bald wieder mit Schützenfesten, altbekannten Marketingaktionen und Moonlight-Shopping füllen.
Ich erinnere mich noch genau daran, dass eine Befragung der Eltern von Grundschülern als Ergebnis den ausdrücklichen Wunsch nach Errichtung einer Gesamtschule erbrachte. Danach gab es dann noch einiges an professionellem Gezetere in der Stadt. Es war von einer Bedrohung der funktionierenden Schullandschaft die Rede, von der Unfinanzierbarkeit dieser Schule, von einer Beschränkung auf ein Halbtagsangebot usw.
Es gab ein wildes Gerangel zwischen Stadt und INI, das sogar angeblich bis nach Arnsberg führte und offenbar von deutlichen Differenzen geprägt war.
Klar war danach nur: Die Eltern wollen eine Gesamtschule - die Lippstädter Kommunalpolitiker der regierenden Fraktion nicht.
Und nun herrscht mal wieder Schweigen, beredetes Schweigen geradezu.
Von den ganzen Meldungen, die zum Thema Gesamtschule durch den Blätterwald von NRW rauschen, liest man bei uns in der Provinz nichts. Merkwürdig nur, dass die Provinz hier durchaus vorkommt, wenn auch als eher negatives Beispiel.
Warum liest man in meiner geschätzten Heimatzeitung Geschichten vom kurzarbeitenden Osterhasen aber nicht von der gewünschten Gesamtschule?
Fast habe ich (wie so oft) den Eindruck, dass hier nach bester Kohlscher Tradition ausgesessen werden soll, was einfach nicht in den Kram passt. Frei nach dem Motto: Decken wir das furchtbare Thema mit dem Mäntelchen des Schweigens zu - irgendwann hat der dumme Bürger es vergessen.
Und das Blatt kann man ja bald wieder mit Schützenfesten, altbekannten Marketingaktionen und Moonlight-Shopping füllen.
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Sonntag, April 19, 2009
Hurra, Güterbahnhof?
So rosig, wie es uns die angeblichen Lippstädter Freunde und Förderer der Wirtschaft immer wieder gebetsmühlenartig vorleiern, sieht es wohl nicht aus. Oder besser gesagt: Wie man es sieht, denn die Gegner des (zurecht) umstrittenen Einkaufszentrums am Güterbahnhof sind anscheinend ohne ihr eigenes Zutun auf der Zielgeraden.
Das Geraschel im Blätterwald ist merkwürdig still verklungen. Was ist nun mit dem vormals so vollmundig angekündigten quasi sofortigen Baubeginn? Was ist mit der viel beschworenen Signalwirkung? Wo sind die Bagger, die LKWs, die Räumkomandos? Jedenfalls nicht am Lippstädter Güterbahnhof.
Was ist mit dem Bürgermeister? Er schweigt.
Was ist mit dem Wirtschaftsförderer? Wo ist er überhaupt?
Was ist mit der Allianz der Lippstädter Einzelhändler? Auch hier nur Schweigen.
Kaufland geht in den alten Hit. Von Mediamarkt hört man nichts mehr. Kein Wunder, dass die Umfrage meiner geschätzten Heimatzeitung so ausgeht: 83% glauben nicht mehr an das Projekt.
Ich auch nicht.
Das Geraschel im Blätterwald ist merkwürdig still verklungen. Was ist nun mit dem vormals so vollmundig angekündigten quasi sofortigen Baubeginn? Was ist mit der viel beschworenen Signalwirkung? Wo sind die Bagger, die LKWs, die Räumkomandos? Jedenfalls nicht am Lippstädter Güterbahnhof.
Was ist mit dem Bürgermeister? Er schweigt.
Was ist mit dem Wirtschaftsförderer? Wo ist er überhaupt?
Was ist mit der Allianz der Lippstädter Einzelhändler? Auch hier nur Schweigen.
Kaufland geht in den alten Hit. Von Mediamarkt hört man nichts mehr. Kein Wunder, dass die Umfrage meiner geschätzten Heimatzeitung so ausgeht: 83% glauben nicht mehr an das Projekt.
Ich auch nicht.
Donnerstag, April 16, 2009
Hund mit multipler Persönlichkeit?
Unser Hund hat eindeutig eine Macke....oder besser mehrere. Oder sollte ich eher sagen: unsere Hunde?
Er springt wie ein Kanguruh, räkelt sich wie eine Katze, schnarcht wie ein Bär, kullert über den Rasen wie ein Ball, frisst wie ein Schwein, heult wie ein Wolf, jammert wie ein Baby.....ist das normal? ADHS?
Meistens hält er sich für einen Schoßhund, hin und wieder auch für einen großen, gefährlichen Hund - aber nur kurz. Dann wieder denkt er wohl, er sei ein Alien. Schizophrenie? Narzismus?
Borderliner ist er auch - ständig werden die Krallen benagt. Übersprungshandlung?
Er plündert sämtliche Komposthaufen der Nachbarschaft. Essstörung?
Außerdem ist er selektiv taub. Ist das schon ein dissoziales Verhalten? Vielleicht eine Lernbehinderung?
Er springt wie ein Kanguruh, räkelt sich wie eine Katze, schnarcht wie ein Bär, kullert über den Rasen wie ein Ball, frisst wie ein Schwein, heult wie ein Wolf, jammert wie ein Baby.....ist das normal? ADHS?
Meistens hält er sich für einen Schoßhund, hin und wieder auch für einen großen, gefährlichen Hund - aber nur kurz. Dann wieder denkt er wohl, er sei ein Alien. Schizophrenie? Narzismus?
Borderliner ist er auch - ständig werden die Krallen benagt. Übersprungshandlung?
Er plündert sämtliche Komposthaufen der Nachbarschaft. Essstörung?
Außerdem ist er selektiv taub. Ist das schon ein dissoziales Verhalten? Vielleicht eine Lernbehinderung?
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Geseker Partymeile
Das schöne Wetter der vergangenen Tage habe ich genutzt um mein beschauliches Anwesen frühlingsfit zu machen. Sprich: Unkrautzuppeln, Rasenmähen, Blumen versenken ..... An die Beschallung durch das benachbarte Jugendzentrum habe ich mich ja gewöhnt: "Ey, Alda, kannse ma geben...na, Händii, Alda....". Die tun nix und fragen auch immer lieb, ob sie ihren Basketball wiederhaben können, wenn sie ihn über die Mauer bugsiert haben.
In den letzten Tagen hatte ich dann aber doch irgendwie das Gefühl nicht im Garten sondern in der letzten ****-Disse zu sein: Wummernde Bässe, lautes Gegröhle, klirrende Flaschen.
Meine geschätzte Heimatzeitung greift dieses Thema löblicherweise auf. Nun, rein visuell bekomme ich davon wenig mit - audiell dafür um so mehr - und zu meiner großen Freude auch rein materiell in Form von leeren Flaschen,Kartons oder Fastfood-Tüten, die sich im "Vorgarten" sammeln.
Ja, es nervt...wirklich. Besonders apart sind auch immer die Kletterversuche der leicht desorientierten Kids am Baugerüst der Kirche oder die Pinkelpartys der aufgebrezelten Hühner an der Kirchmauer. Ich steh auch total drauf, wenn ich morgens erstmal fegen darf, weil es aussieht wie nach einem verfrühten Oktoberfest.
In den letzten Tagen hatte ich dann aber doch irgendwie das Gefühl nicht im Garten sondern in der letzten ****-Disse zu sein: Wummernde Bässe, lautes Gegröhle, klirrende Flaschen.
Meine geschätzte Heimatzeitung greift dieses Thema löblicherweise auf. Nun, rein visuell bekomme ich davon wenig mit - audiell dafür um so mehr - und zu meiner großen Freude auch rein materiell in Form von leeren Flaschen,Kartons oder Fastfood-Tüten, die sich im "Vorgarten" sammeln.
Ja, es nervt...wirklich. Besonders apart sind auch immer die Kletterversuche der leicht desorientierten Kids am Baugerüst der Kirche oder die Pinkelpartys der aufgebrezelten Hühner an der Kirchmauer. Ich steh auch total drauf, wenn ich morgens erstmal fegen darf, weil es aussieht wie nach einem verfrühten Oktoberfest.
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Dienstag, April 14, 2009
Ein Märchen von tausend und einer gestrichenen Stelle.....
Ich gebe zu, dass ich eine Weile gebraucht habe, um die Ereignisse der Ostertage zu verdauen. Noch immer verspüre ich ein leises, unangenehmes Grummeln in der Bauchgegend, was mit Sicherheit nicht am fantastischen Braten meiner geschätzten Mutter liegt.
Was sich da wie Pflastersteine anfühlt, ist die nur schwer zu goutierende samstägliche Kolumne in meiner geschätzten Heimatzeitung. Der geradezu frenetische Beginn selbiger stürzte mich in eine schwere Krise: "Hurra, der Osterhase ist da.". Ich blätterte hastig durch das Blatt. Nein, das war nicht die Kinderseite, auch wenn es den Anschein hatte. (Mein frühreifer Sprößling hält übrigens schon seit Jahren den Osterhasen für einen Marketingtrick der Schoko-Industrie.) Aber es kam ja noch schlimmer. In den folgenden Zeilen las ich höchst irritiert und später auch leicht angesäuert vom nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen Kurzarbeit, Wirtschaftskrise, Eierkrise und "Meister Lampe."
Sicher, angesichts der aktuellen Lebenssituation vieler Menschen ist die Frage, ob der Osterhase Kurzarbeit macht,durchaus "besorgniserregend". Nichts anderes bewegt uns. Wie sehr beruhigt dann die Feststellung: "Nein, keine Bange, Ostern und der Osterhase gehören zusammen. Und in Krisenzeiten ganz besonders." Das hilft den Menschen, die aktuell nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, ganz extrem. Nein, wir sind nicht mehr bange und haben auch keine Angst vorm schwarzen Inflationsmann.
Der Sinn dieses Wunschpunsch-Denkens erschließt sich mir nicht und mir geht es nun auch nicht besser. Warum habe ich nur plötzlich das Gefühl wieder zarte 4 Jahre alt zu sein, auf einem kleinen Kippelstuhl zu sitzen und zu denken, dass Erwachsene doch irgendwie merkwürdig sind?
Wer noch an den Osterhasen glaubt, hält Kurzarbeit und Wirtschaftskrise wohl für ein Märchen der Gebrüder Grimm. Sicher, die aktuelle wirtschaftliche Situation in unserer Republik ist ein Ammenmärchen - alles nicht wahr. Und natürlich gibt es auch keine Kurzarbeit in Lippstadt und Umgebung. Sowas erzählt nur der böse Wolf um uns zu verwirren. Dornröschengleich schlafen wir doch lieber im Wasserturm, warten auf den Prinzen und feiern dann mit den sieben Wirtschaftszwergen die Wiederauferstehung. Sterntaler sammelt in der Zwischenzeit die offenen Stellen ein. Und die böse Schwiegermama beißt anderswo in der Republik in die leckere Wirtschaftskrise. Die Wunschfee wirds schon richten. Frei nach dem Motto: "Und wenn sie nicht alle entlassen wurden, dann glauben sie auch heute noch an den Nikolaus."
Oh, Schreck, mit dem gehts ja weiter in der Kolumne.........
Was sich da wie Pflastersteine anfühlt, ist die nur schwer zu goutierende samstägliche Kolumne in meiner geschätzten Heimatzeitung. Der geradezu frenetische Beginn selbiger stürzte mich in eine schwere Krise: "Hurra, der Osterhase ist da.". Ich blätterte hastig durch das Blatt. Nein, das war nicht die Kinderseite, auch wenn es den Anschein hatte. (Mein frühreifer Sprößling hält übrigens schon seit Jahren den Osterhasen für einen Marketingtrick der Schoko-Industrie.) Aber es kam ja noch schlimmer. In den folgenden Zeilen las ich höchst irritiert und später auch leicht angesäuert vom nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen Kurzarbeit, Wirtschaftskrise, Eierkrise und "Meister Lampe."
Sicher, angesichts der aktuellen Lebenssituation vieler Menschen ist die Frage, ob der Osterhase Kurzarbeit macht,durchaus "besorgniserregend". Nichts anderes bewegt uns. Wie sehr beruhigt dann die Feststellung: "Nein, keine Bange, Ostern und der Osterhase gehören zusammen. Und in Krisenzeiten ganz besonders." Das hilft den Menschen, die aktuell nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, ganz extrem. Nein, wir sind nicht mehr bange und haben auch keine Angst vorm schwarzen Inflationsmann.
Der Sinn dieses Wunschpunsch-Denkens erschließt sich mir nicht und mir geht es nun auch nicht besser. Warum habe ich nur plötzlich das Gefühl wieder zarte 4 Jahre alt zu sein, auf einem kleinen Kippelstuhl zu sitzen und zu denken, dass Erwachsene doch irgendwie merkwürdig sind?
Wer noch an den Osterhasen glaubt, hält Kurzarbeit und Wirtschaftskrise wohl für ein Märchen der Gebrüder Grimm. Sicher, die aktuelle wirtschaftliche Situation in unserer Republik ist ein Ammenmärchen - alles nicht wahr. Und natürlich gibt es auch keine Kurzarbeit in Lippstadt und Umgebung. Sowas erzählt nur der böse Wolf um uns zu verwirren. Dornröschengleich schlafen wir doch lieber im Wasserturm, warten auf den Prinzen und feiern dann mit den sieben Wirtschaftszwergen die Wiederauferstehung. Sterntaler sammelt in der Zwischenzeit die offenen Stellen ein. Und die böse Schwiegermama beißt anderswo in der Republik in die leckere Wirtschaftskrise. Die Wunschfee wirds schon richten. Frei nach dem Motto: "Und wenn sie nicht alle entlassen wurden, dann glauben sie auch heute noch an den Nikolaus."
Oh, Schreck, mit dem gehts ja weiter in der Kolumne.........
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Samstag, März 28, 2009
Der Lippstädter Bahnhof..
..ist alles andere als eine Zierde. Sehe ich auch so.
Meine geschätzte Mutter, die ja bekanntlich aus dem fernen Rheinland anzureisen pflegt, ist immer wieder schockiert über Lippstadts Begrüßungscentrum. Mal ganz abgesehen davon, dass es für Normalsterbliche, die nicht ständig Bahnfahren, nahezu unmöglich ist, den Fahrkartenautomaten zu bedienen, sieht es im und um den Bahnhof herum eher aus wie auf einer Mülldeponie. Und so riecht es meistens auch.
Löblich, dass nun Lippstädter Komunalpolitiker auf den Gedanken gekommen sind, dass hier mal dringend was passieren müsste.
Hoffentlich ist das nicht nur ein Wahlkampf-Strohfeuer.
Meine geschätzte Mutter, die ja bekanntlich aus dem fernen Rheinland anzureisen pflegt, ist immer wieder schockiert über Lippstadts Begrüßungscentrum. Mal ganz abgesehen davon, dass es für Normalsterbliche, die nicht ständig Bahnfahren, nahezu unmöglich ist, den Fahrkartenautomaten zu bedienen, sieht es im und um den Bahnhof herum eher aus wie auf einer Mülldeponie. Und so riecht es meistens auch.
Löblich, dass nun Lippstädter Komunalpolitiker auf den Gedanken gekommen sind, dass hier mal dringend was passieren müsste.
Hoffentlich ist das nicht nur ein Wahlkampf-Strohfeuer.
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Montag, März 23, 2009
Altbewährt und dennoch nix?
Wie ich heute meiner geschätzten Heimatzeitung entnehmen konnte, ändert sich nix - jedenfalls nix am Programm des Stadtmarketings.
Keine große Veranstaltung der besonderen Art in Sicht, alles "Friede-Freude-Einheitskuchen" wie schon seit gefühlten 20 Jahren, dolle Aktionen des Einzelhandels (sprich wir sollen Geld ausgeben), das super Entenrennen und Mucke für die ganze Familie - also Coverkram ohne Ende.
Essenz des vollmundigen Artikels: Es wird sich nix ändern. Wenn die Veranstaltungen nichts sind, ist entweder das Wetter schuld oder der böse Kunde/Zuschauer. Jedenfalls niemals einer der eigentlichen Veranstalter.
Und: Alles ist gut. Kein Grund, irgendwas zu ändern.
Ich frage mich nur, warum braucht man derart viele Zeilen um etwas zu verbreiten, was bekannt und damit keine neue Nachricht ist?
Keine große Veranstaltung der besonderen Art in Sicht, alles "Friede-Freude-Einheitskuchen" wie schon seit gefühlten 20 Jahren, dolle Aktionen des Einzelhandels (sprich wir sollen Geld ausgeben), das super Entenrennen und Mucke für die ganze Familie - also Coverkram ohne Ende.
Essenz des vollmundigen Artikels: Es wird sich nix ändern. Wenn die Veranstaltungen nichts sind, ist entweder das Wetter schuld oder der böse Kunde/Zuschauer. Jedenfalls niemals einer der eigentlichen Veranstalter.
Und: Alles ist gut. Kein Grund, irgendwas zu ändern.
Ich frage mich nur, warum braucht man derart viele Zeilen um etwas zu verbreiten, was bekannt und damit keine neue Nachricht ist?
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Was issen das fürn Mischling?
Ok, vielleicht hätten wir uns ja nen handelsüblichen Hund anschaffen sollen. Ich sehs ja ein. Jedenfalls sind Harzer Füchse angesichts der ganzen schrägen Hunderassen, die unsere Wohnzimmer bevölkern, doch eher die Exoten.
Als verantwortungsvoller Hundehalter, dem an der Sozialisation und Erziehung seines demnächstigen Riesenhundes gelegene ist, gehen wir natürlich auch in die Hundeschule. Am Sonntag hatten wir unseren ersten Tag und da unser Familienzuwachs die ersten Monate seines Lebens auf einem Bauernhof verbracht hat, fehlen ihm einfach noch die Basics - also ab in die Welpenschule.
Dort wieder der übliche Durchschnitt durch die Modehundewelt: Labradore, Retriever, Ein Babydobermann und so ein Wuschelhund. Dazu dann exotischerweise ein Baby-Bernhardiner...niedlich!!!!
Nach einer Zeit des Beschnupperns (Hund und Menschen sind da gleich) kamen auch die Fragen, die ich nun seit zwei Wochen beantworte:
Was issen das fürn Mischling? Der ist aber süß! - Ist da ein Collie drin? - Mischlinge sind ja immer so robust. Was ist denn der Vater?....usw.

Nee, das ist schon ne bestimmte Sorte Hund. Und wenn ich dann zu Erklärungen ansetzen, komme ich mir fast schon dämlich vor - aber egal, das Tier hat ja ein Recht auf seine Identität.
Schon merkwürdig, dass alte Rassen heute so von der Bildfläche verschwunden sind, dass keiner sie mehr kennt. Wann hat man den letzten toitsch trahthaar gesehen? oder gar einen Spitz? Auch Münsterländer oder simple Bracken sind nahezu vom Aussterben bedroht. Gibt es eigentlich noch diese Hushpuppy-Hunde? Also Bassets - oder nur noch Beagle.
Stattdessen erorbern diverse Bulldoggen, merkwürdige Malteser, zig Terriersorten und die unvermeidlichen Labbis und Retriever die Hundekörbchen dieser Republik. Letztere sehen ja noch auch wie Hunde - manche ihrer Artgenossen schon lange nicht mehr.
Wobei ich mich ja ernsthaft frage, wie Hunde es hinbekommen, auch die merkwürdigsten Zuchtprodukte noch als Artgenossen zu erkennen.
Als verantwortungsvoller Hundehalter, dem an der Sozialisation und Erziehung seines demnächstigen Riesenhundes gelegene ist, gehen wir natürlich auch in die Hundeschule. Am Sonntag hatten wir unseren ersten Tag und da unser Familienzuwachs die ersten Monate seines Lebens auf einem Bauernhof verbracht hat, fehlen ihm einfach noch die Basics - also ab in die Welpenschule.
Dort wieder der übliche Durchschnitt durch die Modehundewelt: Labradore, Retriever, Ein Babydobermann und so ein Wuschelhund. Dazu dann exotischerweise ein Baby-Bernhardiner...niedlich!!!!
Nach einer Zeit des Beschnupperns (Hund und Menschen sind da gleich) kamen auch die Fragen, die ich nun seit zwei Wochen beantworte:
Was issen das fürn Mischling? Der ist aber süß! - Ist da ein Collie drin? - Mischlinge sind ja immer so robust. Was ist denn der Vater?....usw.
Nee, das ist schon ne bestimmte Sorte Hund. Und wenn ich dann zu Erklärungen ansetzen, komme ich mir fast schon dämlich vor - aber egal, das Tier hat ja ein Recht auf seine Identität.
Schon merkwürdig, dass alte Rassen heute so von der Bildfläche verschwunden sind, dass keiner sie mehr kennt. Wann hat man den letzten toitsch trahthaar gesehen? oder gar einen Spitz? Auch Münsterländer oder simple Bracken sind nahezu vom Aussterben bedroht. Gibt es eigentlich noch diese Hushpuppy-Hunde? Also Bassets - oder nur noch Beagle.
Stattdessen erorbern diverse Bulldoggen, merkwürdige Malteser, zig Terriersorten und die unvermeidlichen Labbis und Retriever die Hundekörbchen dieser Republik. Letztere sehen ja noch auch wie Hunde - manche ihrer Artgenossen schon lange nicht mehr.
Wobei ich mich ja ernsthaft frage, wie Hunde es hinbekommen, auch die merkwürdigsten Zuchtprodukte noch als Artgenossen zu erkennen.
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Harzer Fuchs - nie gehört
Den Parteien laufen die Mitglieder weg, wir bekommen neue. Das Wesen ist ein fünf Monate alter Harzer Fuchs und wirbelt alles durcheinander. Sie tötet mit Vorliebe kitschige Plastikhühner, nagt Knochen ab, rollt durch den Garten und will immer aufs Sofa.
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Samstag, März 07, 2009
Oha, nun kommt der Frühling sicher erst im Juli...
Da wird der Frühling sich aber nun schütteln, ob aus Angst oder vor Lachen ist unklar. Nach der diessamstäglichen Kolumne in meiner geschätzten Heimatzeitung macht der Frühling eher einen großen Bogen um Lippstadt. Wer möchte als Frühling schon hören: "Das muss anders werden, und zwar bald - und nicht erst zum kalendarischen Frühlingsanfang."
Eine freundliche Bitte à la "Komm, lieber Mai.." wäre sicher netter gewesen. Wie es in das Wetter hineinruft, so schallt es heraus.
Anders als eine Fachhochschule, die mit (man staune) 30!!! Studenten startet, lässt sich der Frühling eben nicht mal neben kurz installieren oder sollte man ihm nicht besser einen Relaunch verpassen?
Eine freundliche Bitte à la "Komm, lieber Mai.." wäre sicher netter gewesen. Wie es in das Wetter hineinruft, so schallt es heraus.
Anders als eine Fachhochschule, die mit (man staune) 30!!! Studenten startet, lässt sich der Frühling eben nicht mal neben kurz installieren oder sollte man ihm nicht besser einen Relaunch verpassen?
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Leute, verprasst alles...
In Zeiten insolventer Unternehmen, leerstehender Geschäfte, dauernder Kurzarbeit macht so mancher sich Gedanken, wo er denn nun noch sparen kann.
Da wird geduscht statt gebadet, öfter mal zu Fuß gegangen, billig beim Discounter eingekauft und der Cent eher zehnmal rumgedreht. Logisch, die Fixkosten sind heute enorm, das normale Leben ist teuer und die versprochenen blühenden Landschaften sind eher öde und leer. (Liegt auch am Wetter, ich weiß.)
Da lese ich heute recht irritiert, dass wir alles falsch machen. Wassersparen spart nicht etwa Geld, nein, es kostet und zwar mehr, als Wasser verbrauchen. Eine merkwürdige Logik. Geht man jedoch von der Kostendeckung der Stadtwerke aus, wieder eine recht eingängige Logik. Wird weniger verbraucht, dann steigen die Preise. Hatten wir ja schon beim Thema Müll. Wer spart, zahlt also drauf.
Abgesehen von dem offensichtlichen Widersinn und dem kaum zu lösenden Dilemma zwischen Ökologie und Ökonomie stößt mir das Ganze auch noch in anderer Form übel auf.
Was im Kleinen läuft, ist meist nur ein Abbild dessen, was im Großen Alltag ist. Siehe Opel, die Banken, Schiesser und Co. Was folgern wir? Richtig! Leute, hzört auf zu sparen, schmeißt das Geld mit vollen Händen in die sterbende Marktwirtschaft. Am besten kauft ihr schon mal Vorräte für die kommenden teuren Zeiten - die Lebensmittelindustrie ist dankbar. Wenigstens habt ihr dann was für euer Geld.
Und wohl dem, der einen Garten sein eigen nennt. Sämereien sind noch günstig zu haben. Demnächst sind Kartoffeln wieder das Gold der kleinen Leute.
Ich überlege dann schon mal, wo ich auf unseren 1.500 qm den Hühnerstall anlege, wo die Kartoffeln hinkommen und wo noch Platz fürs Gemüse bleibt. Wasser zu Gießen habe ich dann ja genug.
Da wird geduscht statt gebadet, öfter mal zu Fuß gegangen, billig beim Discounter eingekauft und der Cent eher zehnmal rumgedreht. Logisch, die Fixkosten sind heute enorm, das normale Leben ist teuer und die versprochenen blühenden Landschaften sind eher öde und leer. (Liegt auch am Wetter, ich weiß.)
Da lese ich heute recht irritiert, dass wir alles falsch machen. Wassersparen spart nicht etwa Geld, nein, es kostet und zwar mehr, als Wasser verbrauchen. Eine merkwürdige Logik. Geht man jedoch von der Kostendeckung der Stadtwerke aus, wieder eine recht eingängige Logik. Wird weniger verbraucht, dann steigen die Preise. Hatten wir ja schon beim Thema Müll. Wer spart, zahlt also drauf.
Abgesehen von dem offensichtlichen Widersinn und dem kaum zu lösenden Dilemma zwischen Ökologie und Ökonomie stößt mir das Ganze auch noch in anderer Form übel auf.
Was im Kleinen läuft, ist meist nur ein Abbild dessen, was im Großen Alltag ist. Siehe Opel, die Banken, Schiesser und Co. Was folgern wir? Richtig! Leute, hzört auf zu sparen, schmeißt das Geld mit vollen Händen in die sterbende Marktwirtschaft. Am besten kauft ihr schon mal Vorräte für die kommenden teuren Zeiten - die Lebensmittelindustrie ist dankbar. Wenigstens habt ihr dann was für euer Geld.
Und wohl dem, der einen Garten sein eigen nennt. Sämereien sind noch günstig zu haben. Demnächst sind Kartoffeln wieder das Gold der kleinen Leute.
Ich überlege dann schon mal, wo ich auf unseren 1.500 qm den Hühnerstall anlege, wo die Kartoffeln hinkommen und wo noch Platz fürs Gemüse bleibt. Wasser zu Gießen habe ich dann ja genug.
Eine Frage der Ehre
Ausnahmsweise bin ich nicht schuld, nein, ich habe wirklich nicht meine Finger in der Sache, auch wenn es mir wieder keiner glauben wird.Ich schwöre...außerdem habe ich ein wasserdichtes Alibi...
Die Ehre gebührt einem offenbar sehr kritischen Leser der von mir geschätzten, nun leider deutlich angekratzen, Heimatzeitung. Es geht um den aktuellen Fall dreisten Abschreibens von Textteilen aus einer Online-Enzyklopädie.Dank an Herrn Pisi für seine gute Recherche. Und da der Fall doch recht deutlich zeigt, wie manchesmal recherchiert, geprüft und freigegeben wird, möchte ich die Ergebnisse des Herrn Pisi hier gerne kolportieren.
Da erschien gestern dieser Artikel, der sich mit der Biografie Pastor Niemöllers beschäftigte. Wie wir bei "Dreist bedient" nachlesen können, wurden Teile des Artikels wortwörtlich abgeschrieben. Pfui..Bah...igitt.
Damit nicht genug .....der Autor des Artikels befand es nicht für nötig, die Informationen quer zu checken. So finden sich in dem Artikel sachliche Fehler. Wie peinlich ist das denn?
Was mich nun umtreibt ist die Frage, wie das passieren konnte. Anhand des Kürzels ("rück") unter dem Artikel komme ich zu der Annahme, dass eben selbiger nicht von einem Redakteur unserer geschätzten Heimatzeitung stammt. Vielleicht ein Volo, vielleicht ein Freier?
Nur: Eigentlich sollten doch Artikel, noch dazu solche über einen recht herausragenden Bürger der Stadt, geprüft werden, bevor sie im Blatte erscheinen. Ich rede ja nicht davon, dass jeder Artikel über einen Karnickelzüchterverein oder eine Gruppe für kritisches Makramee genauestens redigiert werden muss - aber Herr Niemöller hat ja wohl ein bisschen mehr Wertschätzung verdient.
Die Ehre gebührt einem offenbar sehr kritischen Leser der von mir geschätzten, nun leider deutlich angekratzen, Heimatzeitung. Es geht um den aktuellen Fall dreisten Abschreibens von Textteilen aus einer Online-Enzyklopädie.Dank an Herrn Pisi für seine gute Recherche. Und da der Fall doch recht deutlich zeigt, wie manchesmal recherchiert, geprüft und freigegeben wird, möchte ich die Ergebnisse des Herrn Pisi hier gerne kolportieren.
Da erschien gestern dieser Artikel, der sich mit der Biografie Pastor Niemöllers beschäftigte. Wie wir bei "Dreist bedient" nachlesen können, wurden Teile des Artikels wortwörtlich abgeschrieben. Pfui..Bah...igitt.
Damit nicht genug .....der Autor des Artikels befand es nicht für nötig, die Informationen quer zu checken. So finden sich in dem Artikel sachliche Fehler. Wie peinlich ist das denn?
Was mich nun umtreibt ist die Frage, wie das passieren konnte. Anhand des Kürzels ("rück") unter dem Artikel komme ich zu der Annahme, dass eben selbiger nicht von einem Redakteur unserer geschätzten Heimatzeitung stammt. Vielleicht ein Volo, vielleicht ein Freier?
Nur: Eigentlich sollten doch Artikel, noch dazu solche über einen recht herausragenden Bürger der Stadt, geprüft werden, bevor sie im Blatte erscheinen. Ich rede ja nicht davon, dass jeder Artikel über einen Karnickelzüchterverein oder eine Gruppe für kritisches Makramee genauestens redigiert werden muss - aber Herr Niemöller hat ja wohl ein bisschen mehr Wertschätzung verdient.
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Montag, Februar 16, 2009
Irritationen
Ich bin doch hinreichend irritiert - wirklich.
Also: Kaufland baut zwei großen Läden in Lippstadt? Das soll ich glauben? Sollte ich wohl nach dem Willen einiger Zeitgenossen, mache ich aber nicht. Sorry, ich bin extrem misstrauisch, was die angeblich unumstößlichen Pläne zum Güterbahnhof angeht.
Und: Was ist nun eigentlich mit der Gesamtschule? Dieses Jahr nix mehr? Wahrscheinlich. Aber ob überhaupt? Und wenn ja, wie? Wer macht die denn nun?
Dann ist da noch das Sterben des Einzelhandels. Passiert da eigentlich was? Auch irgendwie nix. Und was geschieht mit den ganzen neuen Baulücken in der Stadt? Parkplätze?
Ach ja, und dann ist da noch das Parkplatzproblem am Musentempel. Das bewegt die Güter, das erregt sie sogar. Komisch, ich finde da eigentlich immer einen Parkplatz.
Was mich wirklich irritiert ist die Tatsache, dass nicht nicht vorhandene Parkplätze zu einer intensiveren Auseinandersetzung führen, als die eigentlich entscheidenden Themen. Woran das nun wieder liegen mag?
Also: Kaufland baut zwei großen Läden in Lippstadt? Das soll ich glauben? Sollte ich wohl nach dem Willen einiger Zeitgenossen, mache ich aber nicht. Sorry, ich bin extrem misstrauisch, was die angeblich unumstößlichen Pläne zum Güterbahnhof angeht.
Und: Was ist nun eigentlich mit der Gesamtschule? Dieses Jahr nix mehr? Wahrscheinlich. Aber ob überhaupt? Und wenn ja, wie? Wer macht die denn nun?
Dann ist da noch das Sterben des Einzelhandels. Passiert da eigentlich was? Auch irgendwie nix. Und was geschieht mit den ganzen neuen Baulücken in der Stadt? Parkplätze?
Ach ja, und dann ist da noch das Parkplatzproblem am Musentempel. Das bewegt die Güter, das erregt sie sogar. Komisch, ich finde da eigentlich immer einen Parkplatz.
Was mich wirklich irritiert ist die Tatsache, dass nicht nicht vorhandene Parkplätze zu einer intensiveren Auseinandersetzung führen, als die eigentlich entscheidenden Themen. Woran das nun wieder liegen mag?
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Samstag, Februar 14, 2009
Der Tagesbert....3
Die Lösung
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?
(1951)
Ganz klar einer meiner absoluten Favoriten.
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?
(1951)
Ganz klar einer meiner absoluten Favoriten.
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der Tagesbert
Freitag, der 13....das Werk des Teufels
Ich bin nicht abergläubisch, sicher nicht. Ich glaube nicht an den bösen Blick, an die Bielefeld Verschwörung, an drohendes Unglück durch schwarze Katzen oder anderen Mumpitz. Verschwörungstheorien und Urban Legends finde ich unterhaltsam - mehr nicht.
Aber gestern hat es mir gereicht - einfach gereicht. Ich war um 10 Uhr schon dermaßen schlecht gelaunt, dass ich den Fürsten der Finsternis am Telefon angebölkt habe, was nicht meine Art ist.
Alles fing eigentlich schon am Donnerstag an: Eine unverständliche Mahnung nebst böser Worte flatterte ins Haus, ein grenzbebiles Schreiben meines Stromanbieters gleich mit. Am Freitagmorgen musste ich dann dringend nach Lippstadt - die kurze Pause an den beliebten Bahnschranken nutze ich zur Lektüre meiner Heimatzeitung und wollte dann frisch informiert zum Buchhändler meines Vertrauens starten - aber offenbar wollte nur ich das - mein Auto sah das durchaus anders. Außer wildem Geklacker, dusseligen blinkenden Warnlämpchen passierte nix. Ich muss wohl nicht mehr erwähnen, dass ich als erste der Schlange direkt an der Schranke stand.
Und natürlich fühlte sich auch keiner der hupend und schimpfend am mir vorbeirauschenden Kerle bemüßigt, mir behilflich zu sein. Klar, ich sehe aus wie Conan, der Barbar, und schiebe einen Kombi easy mit dem kleinen Finger der linken Hand mindestens 3 Kilometer weit.
Mein Dank gilt dem netten jungen Mann, der sich dann doch erbarmte. Und natürlich dem Fahrer von Nord-Süd, den ich zwar zu seinem Glücke zwingen musste, aber egal.
Prima, dann stand ich mitten im Schneegestöber am Lichtkanal, einen dringenden Termin in Geseke vor der Brust und massig schlechte Laune in der Birne. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass dieser besagte Termin natürlich auch zu einer Zentrierungsübung wurde und ich danach spontan überlegte die deutsche Sektion einer Terroreinheit anzuheuern.
Das eigentlich Merkwürdige an der Sache ist, dass genau eine Woche zuvor an exakt derselben Stelle der Auspuff meines Wagens spontan herabfiel und ich exakt dieselben Erfahrungen mit meinen Mitmenschen machen musste, wie am gestrigen Tage. Und da soll ich nun noch glauben, dass diese Bahnschranken kein Werk des Teufels oder des Antichristen sind? Kennt jemand einen versierten Exorzisten, den man mit der Austreibung des Dämons beauftragen könnte?
Wenn das nächste Mal der 13. auf einen Freitag fällt, bleibe ich im Bett und stelle mich tot. Keinesfalls werde ich mich nochmals der besagten Schranke nähern.
Aber gestern hat es mir gereicht - einfach gereicht. Ich war um 10 Uhr schon dermaßen schlecht gelaunt, dass ich den Fürsten der Finsternis am Telefon angebölkt habe, was nicht meine Art ist.
Alles fing eigentlich schon am Donnerstag an: Eine unverständliche Mahnung nebst böser Worte flatterte ins Haus, ein grenzbebiles Schreiben meines Stromanbieters gleich mit. Am Freitagmorgen musste ich dann dringend nach Lippstadt - die kurze Pause an den beliebten Bahnschranken nutze ich zur Lektüre meiner Heimatzeitung und wollte dann frisch informiert zum Buchhändler meines Vertrauens starten - aber offenbar wollte nur ich das - mein Auto sah das durchaus anders. Außer wildem Geklacker, dusseligen blinkenden Warnlämpchen passierte nix. Ich muss wohl nicht mehr erwähnen, dass ich als erste der Schlange direkt an der Schranke stand.
Und natürlich fühlte sich auch keiner der hupend und schimpfend am mir vorbeirauschenden Kerle bemüßigt, mir behilflich zu sein. Klar, ich sehe aus wie Conan, der Barbar, und schiebe einen Kombi easy mit dem kleinen Finger der linken Hand mindestens 3 Kilometer weit.
Mein Dank gilt dem netten jungen Mann, der sich dann doch erbarmte. Und natürlich dem Fahrer von Nord-Süd, den ich zwar zu seinem Glücke zwingen musste, aber egal.
Prima, dann stand ich mitten im Schneegestöber am Lichtkanal, einen dringenden Termin in Geseke vor der Brust und massig schlechte Laune in der Birne. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass dieser besagte Termin natürlich auch zu einer Zentrierungsübung wurde und ich danach spontan überlegte die deutsche Sektion einer Terroreinheit anzuheuern.
Das eigentlich Merkwürdige an der Sache ist, dass genau eine Woche zuvor an exakt derselben Stelle der Auspuff meines Wagens spontan herabfiel und ich exakt dieselben Erfahrungen mit meinen Mitmenschen machen musste, wie am gestrigen Tage. Und da soll ich nun noch glauben, dass diese Bahnschranken kein Werk des Teufels oder des Antichristen sind? Kennt jemand einen versierten Exorzisten, den man mit der Austreibung des Dämons beauftragen könnte?
Wenn das nächste Mal der 13. auf einen Freitag fällt, bleibe ich im Bett und stelle mich tot. Keinesfalls werde ich mich nochmals der besagten Schranke nähern.
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Freitag, Februar 13, 2009
Erstaunliche Stille
Es herrscht eine erstaunliche Stille in der medialen Welt was die neuesten Entwicklungen des geplanten Centers am Lippstädter Güterbahnhof angeht. Sehr merkwürdig.
Geradezu positivste Meldungen werden von allen Seiten rausgekloppt - sozusagen eine mächtig getunte Schönwetterfront, sorgenfaltenfrei durch Botox.
Irgendwie alles super - das bisschen, was negativ erscheinen könnte, wird weggedrückt. Wüßte ich es nicht besser, könnte ich auf die Idee kommen, dass Lippstadt sich in einem rasanten Aufschwung befindet. Tja, klingt aber alles nicht nach einem stabilen Hoch.
Denn leider deckt sich die Außendarstellung nicht mit der Realität. Noch immer regiert die Kurzarbeit, erste Entlassungen hat es gegeben, der lähmende Atem der Rezession weht durch die Lange Straße (wie wunderbar theatralisch). Die Stimmung entspricht eher der aktuellen Wetterlage: nass, kalt, kein Licht am Horizont und man muss aufpassen, dass man nicht ausrutscht.
Heute gibt es übrigens auf der Homepage meiner geschätzten Heimatzeitung eine Umfrage zum Thema Kaufland. Da bin ich ja mal gespannt, was da rauskommt.
Geradezu positivste Meldungen werden von allen Seiten rausgekloppt - sozusagen eine mächtig getunte Schönwetterfront, sorgenfaltenfrei durch Botox.
Irgendwie alles super - das bisschen, was negativ erscheinen könnte, wird weggedrückt. Wüßte ich es nicht besser, könnte ich auf die Idee kommen, dass Lippstadt sich in einem rasanten Aufschwung befindet. Tja, klingt aber alles nicht nach einem stabilen Hoch.
Denn leider deckt sich die Außendarstellung nicht mit der Realität. Noch immer regiert die Kurzarbeit, erste Entlassungen hat es gegeben, der lähmende Atem der Rezession weht durch die Lange Straße (wie wunderbar theatralisch). Die Stimmung entspricht eher der aktuellen Wetterlage: nass, kalt, kein Licht am Horizont und man muss aufpassen, dass man nicht ausrutscht.
Heute gibt es übrigens auf der Homepage meiner geschätzten Heimatzeitung eine Umfrage zum Thema Kaufland. Da bin ich ja mal gespannt, was da rauskommt.
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Dienstag, Februar 10, 2009
Nun doch kein Megamarkt?
Nein, nein, ich mag es nicht, wenn ich immer recht habe...oder doch ein bisschen. Da plauderte ich heute morgen noch so nebenbei über die aktuelle Schieflage (oder besser Talfahrt) Lippstadts und was muss ich da auf der Homepage meiner geschätzten Heimatzeitung lesen? Meine Vermutungen, die (zugegebenermaßen) eher ein Produkt des gesunden Menschenverstandes und basaler Kenntnisse der Wirtschaft waren, entpuppten sich als blanke Realität. Upps...
Kaufland will wohl eher schnelle und kleinere Brötchen backen. Wen wundert es auch? Die Lage des "Hit" ist ok, Parkplätze sind ausreichend vorhanden, Getränkemarkt, Lidl und Aldi in direkter Nachbarschaft, die Sache kostet kaum was und man kann für wenig Kohle ein bissi was abschöpfen. Warum sollte man auch noch ein paar Jahre warten (nach Aussagen DES Wirtschaftsförderers ja immerhin so ca. 3 - 3,5 Jahre) bis man endlich an die Pfefferminzchen der Lippstädter kommt? Schnelles Geld ist gutes Geld. Nimm was du kriegen kannst, denn was du hast, das hast du.
Und gut rheinisch: fott ess fott.
Mal ernsthaft: Wer außer DEM Wirtschaftsförderer und DEM Bürgermeister glaubt nach diesen Nachrichten noch, dass Kaufland ernsthaft erwägen könnte 2 !! Geschäfte in Lippstadt zu eröffnen und auf längere Sicht auch wirtschaftlich (d.h. gewinnbringend, Herr Wirtschaftsförderer) zu betreiben? Kaufland ist ja nicht die Caritas, wie ich schon erwähnte, als es um das Projekt am Güterbahnhof ging. Die wollen Geld verdienen und das besser gestern und heute als morgen oder irgendwann. Und wer weiß, ob angesichts der Kurzarbeit, der Entwicklungen in der Automobilbranche, der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in drei Jahren überhaupt noch genug finanziell potente Käufer in der Lippestadt leben? Irgendwie ja keiner.
Ich sag nun nix. Sonst habe ich noch recht und es steht übermorgen in der Zeitung, dass nicht etwa 1.500 Studenten durch die FH nach Lippstadt kommen sondern nur schlappe 500 (und die sind noch aus der Gegend und wohnen im Hotel Mama).
Kaufland will wohl eher schnelle und kleinere Brötchen backen. Wen wundert es auch? Die Lage des "Hit" ist ok, Parkplätze sind ausreichend vorhanden, Getränkemarkt, Lidl und Aldi in direkter Nachbarschaft, die Sache kostet kaum was und man kann für wenig Kohle ein bissi was abschöpfen. Warum sollte man auch noch ein paar Jahre warten (nach Aussagen DES Wirtschaftsförderers ja immerhin so ca. 3 - 3,5 Jahre) bis man endlich an die Pfefferminzchen der Lippstädter kommt? Schnelles Geld ist gutes Geld. Nimm was du kriegen kannst, denn was du hast, das hast du.
Und gut rheinisch: fott ess fott.
Mal ernsthaft: Wer außer DEM Wirtschaftsförderer und DEM Bürgermeister glaubt nach diesen Nachrichten noch, dass Kaufland ernsthaft erwägen könnte 2 !! Geschäfte in Lippstadt zu eröffnen und auf längere Sicht auch wirtschaftlich (d.h. gewinnbringend, Herr Wirtschaftsförderer) zu betreiben? Kaufland ist ja nicht die Caritas, wie ich schon erwähnte, als es um das Projekt am Güterbahnhof ging. Die wollen Geld verdienen und das besser gestern und heute als morgen oder irgendwann. Und wer weiß, ob angesichts der Kurzarbeit, der Entwicklungen in der Automobilbranche, der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in drei Jahren überhaupt noch genug finanziell potente Käufer in der Lippestadt leben? Irgendwie ja keiner.
Ich sag nun nix. Sonst habe ich noch recht und es steht übermorgen in der Zeitung, dass nicht etwa 1.500 Studenten durch die FH nach Lippstadt kommen sondern nur schlappe 500 (und die sind noch aus der Gegend und wohnen im Hotel Mama).
Ja, nein...vielleicht ...oder doch erst später...oder nie?
Was denn nun? Kommt nun das Südertor-Carré (wer hat sich eigentlich diesen bescheuerten Namen ausgedacht? Soll das nach Großstadt klingen?) oder nicht? Und wenn ja, wann denn?
Wie ich meiner geschätzten Heimatzeitung entnehme, sieht es aktuell nicht danach aus, dass dieses Projekt in absehbarer Zeit realisiert werden könnte.
„Wir beobachten die Situation in Lippstadt genau“, berichtete Dr. Hellenthal im Gespräch mit unserer Zeitung.
So lapidar formuliert der Investor es im Blatte.
Sehr sinnvoll, Herr Hellenthal. Offenbar ein Mensch, der nicht von blindem Aktionismus gesteuert ist, wie einige der heimischen Kommunalpolitiker. So super rosig sieht es ja nun wirklich nicht aus in Lippstadt. Ok, die FH könnte/sollte und muß einen Schub bringen, sonst wird es finster.
Alleine ein Gang durch Lippstadts ehemalige Ladenmeile läßt wenig Freude aufkommen: Räumungsverkäufe wegen Geschäftsaufgabe allerorten, die Marktstraße ist schon recht leer und die Situation am Rathausplatz auch nicht rosig. Abends sieht man statt prallem Mittelstadtleben eher verwaiste und oft schon geschlossene Kneipen.
Der wöchentliche Besuch beim ortsansässigen Buchhändler meines Vertrauens gestaltet sich schon ritualisiert: "Weißte schon, wer zumacht?". Nee, weiß ich bis dahin nicht - aber dann. Irgendwie machen ja alle zu - und was kommt danach? Das macht keinen Spaß mehr.
Und das gebetsmühlenartige Abfeiern angeblicher Großprojekte, die Lippstadts Nachtleben über die Region hinaus bekannt machen sollen, wirken eher wie ein Abgesang. Man erinnere sich, wie oft wir schon diese enthusiastischen Parolen um die Ohren geblasen bekommen haben, und? Nix und - war eben nix.
Da stellt sich mir die Frage, ob denn dieses wunderbare Monster am Güterbahnhof überhaupt gebaut wird. Wahrscheinlich nicht, denn bis zum geplanten Baubeginn ist Lippstadt in der völligen provinziellen Bedeutungslosigkeit versunken. Aus Energiespargründen könnte Herr Sommer dann ja das Licht ausschalten - braucht eh keiner mehr.
Wie ich meiner geschätzten Heimatzeitung entnehme, sieht es aktuell nicht danach aus, dass dieses Projekt in absehbarer Zeit realisiert werden könnte.
„Wir beobachten die Situation in Lippstadt genau“, berichtete Dr. Hellenthal im Gespräch mit unserer Zeitung.
So lapidar formuliert der Investor es im Blatte.
Sehr sinnvoll, Herr Hellenthal. Offenbar ein Mensch, der nicht von blindem Aktionismus gesteuert ist, wie einige der heimischen Kommunalpolitiker. So super rosig sieht es ja nun wirklich nicht aus in Lippstadt. Ok, die FH könnte/sollte und muß einen Schub bringen, sonst wird es finster.
Alleine ein Gang durch Lippstadts ehemalige Ladenmeile läßt wenig Freude aufkommen: Räumungsverkäufe wegen Geschäftsaufgabe allerorten, die Marktstraße ist schon recht leer und die Situation am Rathausplatz auch nicht rosig. Abends sieht man statt prallem Mittelstadtleben eher verwaiste und oft schon geschlossene Kneipen.
Der wöchentliche Besuch beim ortsansässigen Buchhändler meines Vertrauens gestaltet sich schon ritualisiert: "Weißte schon, wer zumacht?". Nee, weiß ich bis dahin nicht - aber dann. Irgendwie machen ja alle zu - und was kommt danach? Das macht keinen Spaß mehr.
Und das gebetsmühlenartige Abfeiern angeblicher Großprojekte, die Lippstadts Nachtleben über die Region hinaus bekannt machen sollen, wirken eher wie ein Abgesang. Man erinnere sich, wie oft wir schon diese enthusiastischen Parolen um die Ohren geblasen bekommen haben, und? Nix und - war eben nix.
Da stellt sich mir die Frage, ob denn dieses wunderbare Monster am Güterbahnhof überhaupt gebaut wird. Wahrscheinlich nicht, denn bis zum geplanten Baubeginn ist Lippstadt in der völligen provinziellen Bedeutungslosigkeit versunken. Aus Energiespargründen könnte Herr Sommer dann ja das Licht ausschalten - braucht eh keiner mehr.
Der Tagesbert...2
Aus gegebenem Anlass eine kleine Hommage:

"Wer a sagt, muss nicht b sagen. Er kann auch erkennen, dass a falsch war."
aus: Der Neinsager.

"Wer a sagt, muss nicht b sagen. Er kann auch erkennen, dass a falsch war."
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