Bei Interesse an der Sache konnte sich der mündige Bürger gestern abend über die Alternativplanung der Bürgerinitiative zum Thema Güterbahnhof/Südliche Altstadt informieren. Interesse hatten viele - das ist gut so. Den gebetsmühligenartig geäußerten Vorwurf der Unfinanzierbarkeit ihrer Ideen hat die Bürger-Ini gestern eindrucksvoll vom Tisch gewischt, leider war je keiner der Beton-Liebhaber am Start. Demokratie in Lippstadt heißt eben nicht, dass man sich auch mal die Meinung Andersdenkender anhört - wo kämen wir da auch hin. Villeicht in die Bürgernähe?
Demokratie war übrigens ein wichtiges Stichwort am gestrigen Abend: Wie recht hatte doch der Bürger, der sich von den Satdtvertretern und der BEG regelrecht ver...... fühlt. Kann ich nachvollziehen. Ist irgenwie auch so.
Nein, eigentlich ist es noch schlimmer. Wie erinnern uns an den Satz des BEG-Vertreters, es werden nur Kaufland gebaut und sonst nix. Das ist einfach und schlicht Erpressung mit einer Drohung garniert. Im Klartext heißt das: So, du dusseliger Bürger, halt den Mund und muck nicht auf oder denke gar selbst. Wir wollen das...und basta. Und wenn du dich trotzig wie ein kleines Kind aufführst, dann drohe ich dir eben mit Spielzeugverbot oder halt mit der üblen Vision einer Brache. früher hat man Kinder mit Geschichten vom bösen schwarzen Mann gefügig machen wollen - ähm.
Nun stellt sich die Frage: Akzpetieren die Lippstädter diese bahngewollte und politisch unterstützte Rolle oder machen sie das einzig Richtige? Die Zeche zahlen müssen sie so oder so....ob Kaufland oder nicht. Aber wenn ich schon die Zeche zahlen muss, dann will ich dafür auch einen schönen Abend mit gutem Essen haben - oder eben ein Kulturdreieck und keinen Billig-Supermarkt im Betonklotz.
Freitag, Oktober 31, 2008
Donnerstag, Oktober 30, 2008
presse und meinungsbildung

mediendemokratie, freie presse, meinungsbildung, werbekunden, auflagen...wer da ins schwimmen kommt, dem kann geholfen werden.
guckst du hier....
Mittwoch, Oktober 29, 2008
freie presse
ok, das mit der altersmilde hat exakt zwei minuten funktioniert - sorry, andreas, ich werde mal dran arbeiten, aber nicht jetzt.
seit einiger zeit rege ich mich ja über die sogenannte berichterstattung über das projekt südliche altstadt auf: sorry, aber es ist megatendenziös, wenig sachlich, dafür höchst parteiisch. am meisten nerven auch mich diese blassblauen anzeigen, die uns tagtäglich ein gesicht-des-neins präsentieren. schon klar, dass hier system herrscht. ich hätte ja eher die cdu dahinter vermutet, aber offenbar lag ich da falsch. win in hartmuts blog zu lesen ist, handelt sich um eine offensive der firma lott, lott, das ist herr ziems, die neue neoliberale graue eminenz von lippstadt (dann doch lieber herr marx aus geseke, s.u. - der hätte seine helle freude an diesem lippstädter klüngel). hier nun der text aus hartmuts blog, denn, sorry, da kocht mir die galle hoch:
"Wer steckt eigentlich hinter der blassblauen Nein-Kampagne im Patriot?
Seit mehreren Tagen höre ich schon die Frage ” Was sind das eigentlich für Leute, die im Patriot per blassblauer Anzeige für das “nein” zum Bürgerentscheid werben?”. In der Tat ist es auffällig, dass einige gar nicht im Lippstädter Telefonbuch zu finden sind, andere keinesfalls der Schar der angeblich so begeisterten Einzelhändler zuzurechnen sind. Und so hat “Lebendiges Lippstadt” einmal recherchiert: ANRUF 1: Am 28.10.08 vormittags rief eine mir persönlich bekannte männlichePerson unter voller Nennung ihres Namens beim PATRIOT, Anzeigenabteilung, an und teilte mit, dass er sich sehr über die nein-Kampagne ärgere. Er wolle selbst auch eine Anzeige an dieser Stelle schalten. Darauf hin wurde ihm mitgeteilt, der Anzeigenpreis sei 860,00 € pro Ausgabe , der Platz sei aber bis zum 8.11.08 gebucht (einen Tag vor dem Bürgerentscheid). Der Mann fragte nach, an wen er sich wenden solle, um vielleicht einen Veröffentlichungstermin “abgetreten” zu bekommen, die CDU oder die Firma Lott? Man teilte ihm mit, dass dürfe man ihm nicht sagen, aber er solle doch einmal bei den Genannten nachfragen. ANRUF 2: Der Mann rief bei Frau Bartmann-Salmen, CDU, an. Diese teilte ihm mit, sie sei ja als Befürworterin des Einkaufscenters bekannt, aber nicht verantwortlich für die Kampagne, dafür habe die CDU kein Geld und dürfe sich im Übrigen auch gar nicht in die politische Diskussion im Vorfeld des Bürgerentscheides einmischen. (Aha???)ANRUF 3: Unser Mann ruft beim Modehaus Lott an und bittet, mit einem Verantwortlichen für die Nein-Anzeigenkampagne im PATRIOT verbunden zu werden. Daraufhin teilt man ihm mit, die zuständige Dame sei erst nachmittags im Hause, aber vielleicht könne Herr Ziems (Geschäftsführer von Lott und Vorsitzender der Werbegemeinchaft, Anm. d Verf.) ja weiterhelfen. Prompt wurde mit Herrn Ziems verbunden. Unser Mann äußerte erneut seinen Ärger über die Kampagne und wollte wissen, wer eigentlich diese Leute seien, die dort ihre Meinung äußerten. Herr Ziems äußerte sich dann voller Stolz über diese Kampagne der “Kreativabteilung” von Lott. Die konkrete Nachfrage, wer denn zum Beispiel die Dame aus der Anzeige vom 28.10.08 sei (Iris Gladen, Kauffrau) ergab eine überraschend einfache Erkenntnis: es ist die Nachbarin von Herrn Ziems, die unter ihrem Mädchennamen nicht im Telefonbuch zu finden ist. Frage des Rechercheurs: “Ich möchte gerne selber eine Anzeige dort schalten, können Sie mir nicht einen Termin abtreten?” Und dann ein Angebot vom Lott-Geschäftsführer, das man doch wirklich nicht ausschlagen kann: “Wenn Sie mir ein Bild von sich schicken und mir versprechen, beim Bürgerentscheid mit nein zu stimmen, dann formuliere und finanziere ich Ihnen Ihre Anzeige”. Jetzt wissen wir Bescheid ! (Haben wir es nicht schon geahnt?)Eine Frage bleibt noch offen? Zahlt denn Lott wirklich den Normalpreis für die Anzeige von 860,00 € ? Wohl nicht, denn schließlich ist Herr Barnstorf-Laumanns erst kürzlich Mitglied in der Werbegemeinschaft (Vorsitzender Herr Ziems) geworden. Da gibt es doch bestimmt einen Freundschaftspreis, oder, Herr Barnstorf-Laumanns?"
seit einiger zeit rege ich mich ja über die sogenannte berichterstattung über das projekt südliche altstadt auf: sorry, aber es ist megatendenziös, wenig sachlich, dafür höchst parteiisch. am meisten nerven auch mich diese blassblauen anzeigen, die uns tagtäglich ein gesicht-des-neins präsentieren. schon klar, dass hier system herrscht. ich hätte ja eher die cdu dahinter vermutet, aber offenbar lag ich da falsch. win in hartmuts blog zu lesen ist, handelt sich um eine offensive der firma lott, lott, das ist herr ziems, die neue neoliberale graue eminenz von lippstadt (dann doch lieber herr marx aus geseke, s.u. - der hätte seine helle freude an diesem lippstädter klüngel). hier nun der text aus hartmuts blog, denn, sorry, da kocht mir die galle hoch:
"Wer steckt eigentlich hinter der blassblauen Nein-Kampagne im Patriot?
Seit mehreren Tagen höre ich schon die Frage ” Was sind das eigentlich für Leute, die im Patriot per blassblauer Anzeige für das “nein” zum Bürgerentscheid werben?”. In der Tat ist es auffällig, dass einige gar nicht im Lippstädter Telefonbuch zu finden sind, andere keinesfalls der Schar der angeblich so begeisterten Einzelhändler zuzurechnen sind. Und so hat “Lebendiges Lippstadt” einmal recherchiert: ANRUF 1: Am 28.10.08 vormittags rief eine mir persönlich bekannte männlichePerson unter voller Nennung ihres Namens beim PATRIOT, Anzeigenabteilung, an und teilte mit, dass er sich sehr über die nein-Kampagne ärgere. Er wolle selbst auch eine Anzeige an dieser Stelle schalten. Darauf hin wurde ihm mitgeteilt, der Anzeigenpreis sei 860,00 € pro Ausgabe , der Platz sei aber bis zum 8.11.08 gebucht (einen Tag vor dem Bürgerentscheid). Der Mann fragte nach, an wen er sich wenden solle, um vielleicht einen Veröffentlichungstermin “abgetreten” zu bekommen, die CDU oder die Firma Lott? Man teilte ihm mit, dass dürfe man ihm nicht sagen, aber er solle doch einmal bei den Genannten nachfragen. ANRUF 2: Der Mann rief bei Frau Bartmann-Salmen, CDU, an. Diese teilte ihm mit, sie sei ja als Befürworterin des Einkaufscenters bekannt, aber nicht verantwortlich für die Kampagne, dafür habe die CDU kein Geld und dürfe sich im Übrigen auch gar nicht in die politische Diskussion im Vorfeld des Bürgerentscheides einmischen. (Aha???)ANRUF 3: Unser Mann ruft beim Modehaus Lott an und bittet, mit einem Verantwortlichen für die Nein-Anzeigenkampagne im PATRIOT verbunden zu werden. Daraufhin teilt man ihm mit, die zuständige Dame sei erst nachmittags im Hause, aber vielleicht könne Herr Ziems (Geschäftsführer von Lott und Vorsitzender der Werbegemeinchaft, Anm. d Verf.) ja weiterhelfen. Prompt wurde mit Herrn Ziems verbunden. Unser Mann äußerte erneut seinen Ärger über die Kampagne und wollte wissen, wer eigentlich diese Leute seien, die dort ihre Meinung äußerten. Herr Ziems äußerte sich dann voller Stolz über diese Kampagne der “Kreativabteilung” von Lott. Die konkrete Nachfrage, wer denn zum Beispiel die Dame aus der Anzeige vom 28.10.08 sei (Iris Gladen, Kauffrau) ergab eine überraschend einfache Erkenntnis: es ist die Nachbarin von Herrn Ziems, die unter ihrem Mädchennamen nicht im Telefonbuch zu finden ist. Frage des Rechercheurs: “Ich möchte gerne selber eine Anzeige dort schalten, können Sie mir nicht einen Termin abtreten?” Und dann ein Angebot vom Lott-Geschäftsführer, das man doch wirklich nicht ausschlagen kann: “Wenn Sie mir ein Bild von sich schicken und mir versprechen, beim Bürgerentscheid mit nein zu stimmen, dann formuliere und finanziere ich Ihnen Ihre Anzeige”. Jetzt wissen wir Bescheid ! (Haben wir es nicht schon geahnt?)Eine Frage bleibt noch offen? Zahlt denn Lott wirklich den Normalpreis für die Anzeige von 860,00 € ? Wohl nicht, denn schließlich ist Herr Barnstorf-Laumanns erst kürzlich Mitglied in der Werbegemeinschaft (Vorsitzender Herr Ziems) geworden. Da gibt es doch bestimmt einen Freundschaftspreis, oder, Herr Barnstorf-Laumanns?"
marx kommt aus geseke
nachdem der kollege vom lippstadt blog so fies über meine angebliche altersmilde gelästet hat, widme ich mich nun auch wöchentlich themen, die in diesem blog lobend abgehandelt werden sollen.
spiegelleser wissen mehr - alter spruch, stimmt aber. zum beispiel wissen sie mehr über den bischof marx aus geseke, der sich mit seinem namensvetter auseinandersetzt, der übrigens auch in bonn studiert hat. so klein ist die welt. (nebenher: herr marx, also der aus geseke, war vor ewigen zeiten mein erster interviewpartner. insofern betrachte ich seinen werdegang gerne) das die beiden marxe keine dicken freunde sind, ist schon klar, dennoch war ich heute morgen bei der lektüre des restspiegels hinreichend beeindruckt und auch ein wenig versöhnt. (vorsicht andreas, das ist wieder altersmilde) leider steht der artikel nicht online, sondern nur eine vorankündigung des buches. sehr geil ist schon die headline: "wilde spekulation ist sünde". äußerst lobenswert, dass ein katholik, den ich nebenbei auch für sehr intelligent halte, den mumm hat, mal zu sagen, was eigentlich alle denken. ersetzt man den begriff "sünde" durch "unmoralisch" oder "unethisch", hat man mit sicherheit einen breiten gesellschaftlichen konsens. da blicke ich dann doch sehr gerne auf die stiftskirche - immerhin auch heimatpfarrei des werten bischofs. guter marx - wir sind uns sehr nahe.
Montag, Oktober 27, 2008
arnsberger wald
lippstadts magneten
bei diesem blog stieß ich netterweise auf die pdf-version eines artikels, der letzthin im "kulturspiegel" erschienen ist. nun, in lippstadt geht es ja gar nicht um ein shoppingcenter, wie hier vorgestellt. einzige mieter werden ja kaufland und mediamarkt sein....die üblichen bäcker, metzger, schlüsseldienste, floristen zählen kaum. aber viele argumente, die von betreibern großer center benutzt werden, führen auch unsere kommunalpolitiker im munde. so auch die litaneimäßig wiederholte vernetzung mit dem umfeld - konkret mit der lange straße. dazu ein zitat aus dem text:
„Die oft geforderte
Vernetzung mit dem Umfeld widerspricht dem Prinzip
Mall“, sagt Dörhöfer. Und selbst Thomas Binder von Sonae
Sierra gesteht: „Es gleicht der Quadratur des Kreises, ein Shopping-
Center nach außen zu öffnen, etwa mit großen Fenstern
oder Schaufenstern.“
Sind die Kunden einmal drin, halten die Center sie mit allerlei
Klimbim bei Laune: mit den unvermeidlichen Springbrunnen
und Immergrün-Pflanzen, mit Zeichnungen von Wahrzeichen
wie am Limbecker Platz in Essen, mit buntgemusterten Epoxidharzböden
und goldenen Zickezacke-Skulpturen wie im Berliner
Alexa. Es sind Ornamente für die Massen."
upppppps....oha.....von öffnungen nach außen ist bei dem betonklotz nie die rede gewesen. auch nie die rede in den öffentlichen werbeveranstaltungen zum neuen center (die übrigens von den bürgern via steuern gezahlt werden, mal nebenbei) ist von möglichen grundlegenden fehlern in der planung:
"Die Verkaufsklötze, sagt Pump-
Uhlmann, sollten möglichst nicht über
das größte Parkhaus der Innenstadt verfügen,
sie sollten sich in die Blockstrukturen
einfügen und sich dem
öffentlichen Raum öffnen, sie sollten
möglichst zentral statt nur am Rand des
Zentrums liegen, sie sollten nicht mehr
als 15 Prozent der innerstädtischen Einkaufsfläche
umfassen und auch in
Großstädten nicht über mehr als 18 000
Quadratmeter verfügen, sie sollten den
vorhandenen Branchenmix ergänzen
statt duplizieren und außerdem multifunktional
sein, das heißt neben Läden
auch Wohnungen, Büros und Kultureinrichtungen
aufnehmen."
hmmm, das klingt bei dem menschen von der BEG immer ganz anders.
schauen wir mal genau hier: zentral liegt das neue monster sicher nicht. die verkaufsfläche ist ziemlich riesig, wenn ich das recht sehe, von 10.000 qm ist da in den planungen die rede. recht viel angesichts der qm-zahl des einzelhandels in lippstadt. eine ergänzung ist es kaum, gibt es doch genug möglichkeiten zum lebensmitteleinkauf. und multifunktional ist das ding mit sicherheit auch nicht.
mir gruselt es.
„Die oft geforderte
Vernetzung mit dem Umfeld widerspricht dem Prinzip
Mall“, sagt Dörhöfer. Und selbst Thomas Binder von Sonae
Sierra gesteht: „Es gleicht der Quadratur des Kreises, ein Shopping-
Center nach außen zu öffnen, etwa mit großen Fenstern
oder Schaufenstern.“
Sind die Kunden einmal drin, halten die Center sie mit allerlei
Klimbim bei Laune: mit den unvermeidlichen Springbrunnen
und Immergrün-Pflanzen, mit Zeichnungen von Wahrzeichen
wie am Limbecker Platz in Essen, mit buntgemusterten Epoxidharzböden
und goldenen Zickezacke-Skulpturen wie im Berliner
Alexa. Es sind Ornamente für die Massen."
upppppps....oha.....von öffnungen nach außen ist bei dem betonklotz nie die rede gewesen. auch nie die rede in den öffentlichen werbeveranstaltungen zum neuen center (die übrigens von den bürgern via steuern gezahlt werden, mal nebenbei) ist von möglichen grundlegenden fehlern in der planung:
"Die Verkaufsklötze, sagt Pump-
Uhlmann, sollten möglichst nicht über
das größte Parkhaus der Innenstadt verfügen,
sie sollten sich in die Blockstrukturen
einfügen und sich dem
öffentlichen Raum öffnen, sie sollten
möglichst zentral statt nur am Rand des
Zentrums liegen, sie sollten nicht mehr
als 15 Prozent der innerstädtischen Einkaufsfläche
umfassen und auch in
Großstädten nicht über mehr als 18 000
Quadratmeter verfügen, sie sollten den
vorhandenen Branchenmix ergänzen
statt duplizieren und außerdem multifunktional
sein, das heißt neben Läden
auch Wohnungen, Büros und Kultureinrichtungen
aufnehmen."
hmmm, das klingt bei dem menschen von der BEG immer ganz anders.
schauen wir mal genau hier: zentral liegt das neue monster sicher nicht. die verkaufsfläche ist ziemlich riesig, wenn ich das recht sehe, von 10.000 qm ist da in den planungen die rede. recht viel angesichts der qm-zahl des einzelhandels in lippstadt. eine ergänzung ist es kaum, gibt es doch genug möglichkeiten zum lebensmitteleinkauf. und multifunktional ist das ding mit sicherheit auch nicht.
mir gruselt es.
Samstag, Oktober 25, 2008
lippstadts neue südliche altstadt?
wenn die jungens von RKW fwertig sind, wird es ja keine altstadt in diesem bereich mehr geben. das schon mal vorneweg. ich finde solche euphemistischen formulierungen, wie sie auch die stadt lippstadt benutzt, einfach nur grob volksverdummend.
also: von der altstadt, wie sie gewachsen da steht, bleibt nix. gucken wir uns dach mal den plan des neuen "magneten" an:

der kleine graue legostein unten ist das cineplex. damit dürfte die bauliche und damit auch räumliche dimension des neuen "magneten" klar sein. sicher ist bis jetzt nur, dass das areal für kaufland und mediamarkt gebaut werden soll. von den kleinen geschäften, die die anbindung in die lange straße bilden sollen, ist ja gar nicht mehr so direkt die rede. wundert auch keinen aufmerksamen bürger. merkwürdig ist nur, dass auf der lippstädter homepage in diversen variation werbbung mit eben diesen kleinen läden gemacht wird. tja, das ist ja eigentlich nicht ganz koscher, um es mal freundlich auszudrücken, aber verständlich, denn von hochwertiger archtitektur kann man bei diesem betonklotz wohl kaum reden.

mir persönlich stellen sich die kulturliebenden nackenhaare hoch, wenn ich an die drohende optik des ganzen denke. ein kastenförmiger nutzbau aus lebensbejahendem beton, architektonisch irgendwo zwischen bunker und billig-postmoderne anzusiedeln. da werfe man doch freundlichst mal einen blick in meine heimatstadt bonn, die sich gerade mit dem umbau der stadtbücherei beschäftigt. es geht auch anders.
wenn ich ehrlich bin, verdient dieser magnet nicht im mindesten die bezeichnung archtitektur: es ist nur umbauter verkaufsraum - sozusagen die konsequente fortführung der siebziger jahre. von attraktivität, ansprechender moderne, städtebaulichem wert keine spur...
wer kann nur ernsthaft daran interessiert sein (außer dem investor, der hier den schnellen euro machen will), solche eine optische beleidigung zu bauen?
also: von der altstadt, wie sie gewachsen da steht, bleibt nix. gucken wir uns dach mal den plan des neuen "magneten" an:

der kleine graue legostein unten ist das cineplex. damit dürfte die bauliche und damit auch räumliche dimension des neuen "magneten" klar sein. sicher ist bis jetzt nur, dass das areal für kaufland und mediamarkt gebaut werden soll. von den kleinen geschäften, die die anbindung in die lange straße bilden sollen, ist ja gar nicht mehr so direkt die rede. wundert auch keinen aufmerksamen bürger. merkwürdig ist nur, dass auf der lippstädter homepage in diversen variation werbbung mit eben diesen kleinen läden gemacht wird. tja, das ist ja eigentlich nicht ganz koscher, um es mal freundlich auszudrücken, aber verständlich, denn von hochwertiger archtitektur kann man bei diesem betonklotz wohl kaum reden.

mir persönlich stellen sich die kulturliebenden nackenhaare hoch, wenn ich an die drohende optik des ganzen denke. ein kastenförmiger nutzbau aus lebensbejahendem beton, architektonisch irgendwo zwischen bunker und billig-postmoderne anzusiedeln. da werfe man doch freundlichst mal einen blick in meine heimatstadt bonn, die sich gerade mit dem umbau der stadtbücherei beschäftigt. es geht auch anders.
wenn ich ehrlich bin, verdient dieser magnet nicht im mindesten die bezeichnung archtitektur: es ist nur umbauter verkaufsraum - sozusagen die konsequente fortführung der siebziger jahre. von attraktivität, ansprechender moderne, städtebaulichem wert keine spur...
wer kann nur ernsthaft daran interessiert sein (außer dem investor, der hier den schnellen euro machen will), solche eine optische beleidigung zu bauen?
lippstadt, quo vadis?
nachdem ich mich langsam von meiner diplomarbeit erhole, habe ich auch wieder zeit und nerven, mich mit meiner direkten umwelt zu beschäftigen. nach dem orangen grauen, das lippstadt erst letzthin verschandelte, ist ja nun wieder herbstwoche...wieder ein guter grund, die stadt weiträumigst zu umfahren. und was lese ich heute morgen auf der homepage des WDR? folgendes:
"Massenschlägerei auf der Lippstädter Herbstwoche
Auf der Lippstädter Herbstwoche ist es gestern Abend zu einer Massenschlägerei unter zwei verfeindeten Gruppen gekommen. Etwa 30 Personen hätten auf der Fläche eines Autoscooters aufeinander eingeschlagen, berichtete die Polizei. Sieben Personen kamen in Polizeigewahrsam, weil sie den Platzverweisen nicht folgten. Gegen die Anführer erging Anzeige wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs."
grusel...wo sind wir denn hier?
lippstadt, quo vadis? jedenfalls nicht in richtung lebens- und liebenswertes städtchen im neu ernannten südwestfalen. (das ist ja eh der hohn schlechthin).
ich mag schon gar nimmer hingucken: leerstände in der innenstadt ohne ende, ne angegammelte herbstwoche mit dem runtergekommenen charme ehemaligen glanzes, von kultur nur noch sporadisch spuren, jugendliche ohne perspektiven, stillstand aller orten...
dafür aber arrogante großkopferte, die offenbar mit scheuklappen durch die stadt laufen und die haltung des altkanzlers kohl völlig internalisiert haben.....aussitzen, aussitzen, aussitzen.....schönreden, schönreden....
vielleicht auch schöntrinken?
ist schon seltsam: wer in dieser stadt offenen auges die missstände sieht und auch anspricht, wird zum miesmacher abgestempelt, wer den bürgern bewußt sand in die augen streut, ist ein korrekter demokrat. verstehe das, wer will.
"Massenschlägerei auf der Lippstädter Herbstwoche
Auf der Lippstädter Herbstwoche ist es gestern Abend zu einer Massenschlägerei unter zwei verfeindeten Gruppen gekommen. Etwa 30 Personen hätten auf der Fläche eines Autoscooters aufeinander eingeschlagen, berichtete die Polizei. Sieben Personen kamen in Polizeigewahrsam, weil sie den Platzverweisen nicht folgten. Gegen die Anführer erging Anzeige wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs."
grusel...wo sind wir denn hier?
lippstadt, quo vadis? jedenfalls nicht in richtung lebens- und liebenswertes städtchen im neu ernannten südwestfalen. (das ist ja eh der hohn schlechthin).
ich mag schon gar nimmer hingucken: leerstände in der innenstadt ohne ende, ne angegammelte herbstwoche mit dem runtergekommenen charme ehemaligen glanzes, von kultur nur noch sporadisch spuren, jugendliche ohne perspektiven, stillstand aller orten...
dafür aber arrogante großkopferte, die offenbar mit scheuklappen durch die stadt laufen und die haltung des altkanzlers kohl völlig internalisiert haben.....aussitzen, aussitzen, aussitzen.....schönreden, schönreden....
vielleicht auch schöntrinken?
ist schon seltsam: wer in dieser stadt offenen auges die missstände sieht und auch anspricht, wird zum miesmacher abgestempelt, wer den bürgern bewußt sand in die augen streut, ist ein korrekter demokrat. verstehe das, wer will.
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der tägliche wahnwitz,
leben in lippstadt
Sonntag, September 14, 2008
lippstadt auf abwegen - das grauen ist orange
zunächst dachte ich ja, die bushaltestelle an der alten post wäre eine baustelle...oder vom einsturz gefährdet .... oder mit irgendwas ekligem kontaminiert. vielleicht auch der tatort eines abscheulichen verbrechens.... oder soll sie bei der nächsten müllabfuhr komplett beseitigt werden?
das gesamte architektonische meisterwerk moderner stadtplanung präsentierte sich mir in orangefarbene plastikstreifen eingewickelt. der dilettantismus dieser wicklungen ließ mich nicht im entferntesten an christo denken - keineswegs. also eher müll statt kunst. wobei müll ja manchmal auch kunst werden kann.
damit nicht genug, bei der kurzen fahrt durch lippstadt sah ich immer mehr dieser schockfarbenen schreckobjekte: umwickelte schildstangen, pöller, die nun aussehen, als ob sie einen stellpaltz für den umzugswagen freihalten, geschmacklose plastikschleifchen an blumenkastenhaltern...gruselig, billig, einfach entsetzend. als aufmerksame leserin der lokalen presse war mir natürlich nicht das event des monats entgangen: "lippstadt auf abwegen". schon alleine der titel dieser veranstaltung ist ein horror. kann man das nicht mal positiver formulieren? "lippstadt spinnt" war ja schon grandios daneben - aber auf abwegen ist kaum noch zu toppen. lippstadt auf dem absteigenden ast? abwegige entwicklungen? ebensolche gedanken? auf abwegen kam er zum ziel, abwegige motive trieben ihn? die stadt geriet hier eindeutig auf abwege. wer hat dieses motto bloß erfunden?
langer rede, kurzer sinn: diese orangen müllbänder, sinnbild für abriss, entsorgung, gefahr, gehören zu einem projekt eben dieser veranstaltung.dazu bist folgendes vermerkt: "EinWEG-Verpackung. Verpackung des neuen Altstadtrundganges.."
mal abgesehen davon, dass ich diese typografischen spielchen blöd finde, verstehe ich auch nicht, was verkehrschilder oder pöller oder bushaltestellen nun konkret mit dem altstadtrundgang zu tun haben. ich was bisher davon ausgegangen, dass es sich um interessante stationen oder häuser in lippstadt handelt. dazu zählen wohl kaum verkehrsschilder.
diese "verpackung", die eher eine verunstaltung ist, wirkt billig, dilettantisch und mal wieder, wie in lippstadt üblich, provinziell daneben gegriffen. durfte wohl nix kosten und sollte fix zu machen sein. ich werde diesen irrweg noch fotografieren und mich danach von lippstadt fernhalten bis das zeug wieder weg ist.
das gesamte architektonische meisterwerk moderner stadtplanung präsentierte sich mir in orangefarbene plastikstreifen eingewickelt. der dilettantismus dieser wicklungen ließ mich nicht im entferntesten an christo denken - keineswegs. also eher müll statt kunst. wobei müll ja manchmal auch kunst werden kann.
damit nicht genug, bei der kurzen fahrt durch lippstadt sah ich immer mehr dieser schockfarbenen schreckobjekte: umwickelte schildstangen, pöller, die nun aussehen, als ob sie einen stellpaltz für den umzugswagen freihalten, geschmacklose plastikschleifchen an blumenkastenhaltern...gruselig, billig, einfach entsetzend. als aufmerksame leserin der lokalen presse war mir natürlich nicht das event des monats entgangen: "lippstadt auf abwegen". schon alleine der titel dieser veranstaltung ist ein horror. kann man das nicht mal positiver formulieren? "lippstadt spinnt" war ja schon grandios daneben - aber auf abwegen ist kaum noch zu toppen. lippstadt auf dem absteigenden ast? abwegige entwicklungen? ebensolche gedanken? auf abwegen kam er zum ziel, abwegige motive trieben ihn? die stadt geriet hier eindeutig auf abwege. wer hat dieses motto bloß erfunden?
langer rede, kurzer sinn: diese orangen müllbänder, sinnbild für abriss, entsorgung, gefahr, gehören zu einem projekt eben dieser veranstaltung.dazu bist folgendes vermerkt: "EinWEG-Verpackung. Verpackung des neuen Altstadtrundganges.."
mal abgesehen davon, dass ich diese typografischen spielchen blöd finde, verstehe ich auch nicht, was verkehrschilder oder pöller oder bushaltestellen nun konkret mit dem altstadtrundgang zu tun haben. ich was bisher davon ausgegangen, dass es sich um interessante stationen oder häuser in lippstadt handelt. dazu zählen wohl kaum verkehrsschilder.
diese "verpackung", die eher eine verunstaltung ist, wirkt billig, dilettantisch und mal wieder, wie in lippstadt üblich, provinziell daneben gegriffen. durfte wohl nix kosten und sollte fix zu machen sein. ich werde diesen irrweg noch fotografieren und mich danach von lippstadt fernhalten bis das zeug wieder weg ist.
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leben in lippstadt
Samstag, August 02, 2008
wieder ein stück lippstädter kultur dahin
gestern erst schrieb ich vom ausverkauf der stadt - heute lese ich das das folgende in der zeitung: auch salvatore orrú macht dicht.
schade, echt schade, damit ist lippstadt um eine kulturelle institution ärmer. neben seiner malschule, die über jahre in lippstadt sehr beliebt war, betrieb salvatore auch eine kleine galerie in dem wüstromantischen hinterhaus.
besonders war es da immer: tolle atmosphäre, oft witzige leute, die man nicht bei jeder anderen ausstellung trifft - weniger halt die bildungs-kunst-betrachter, dafür mehr leben und viel dolce vita.
der mittelstand sei in lippstadt weggebrochen, meint salvatore. das geld sei nicht mehr da.
sehe ich auch so. und diejenigen, die wirklich noch genug finanzielle mittel haben, wollen in lippstadt nicht mehr leben und einkaufen. warum auch? ist doch total unattraktiv.
mal ehrlich: was sollte gutsituierte menschen im mittleren alter bewegen, in lippstadt zu leben? arbeiten ok, aber leben?
wenig bis gar nichts.
die fußgängerzone strahlt den monotonen charme der achtiziger jahre aus: lebensbejahendes grau, kein grün und erst recht keine kleinen plätze oder sitzbänke.
noch dazu ist es meistens ziemlich dreckig in der stadt.
das angebot der geschäfte ist auch sehr bescheiden - außer ketten fast nix mehr gewesen. was besonderes, anderes findet man kaum noch. kaum kleine boutiquen oder pfiffige läden - nur auf der poststraße und da machen sich ja auch die ketten breit.
wohnen in lippstadt ist extrem teuer im verhältnis zur wohn- und lebensqualität.
freizeitangebot? ok, viel sport. keine frage. der grüne winkel ist auch klasse, leider macht die stadt ja nix draus. die kneipenlandschaft ist recht überschaubar, ebenso die restaurants. die machen ja auch reihenweise dicht. kino? cineplex. das geht noch.
kulturelles leben? da wird es ganz, ganz eng. KWL, subventionierte vereine wie kunstverein, kunst im turm, musikverein, musikschule....und immer wieder dieses "ab in die mitte". das wars. viel geld wird da rausgeschmissen für eine kleine anzahl an interessenten.
kulturzentrum? fehlanzeige.
so könnte ich nun noch einige zeilen weitermachen - lohnt sich nicht.
blicken wir den dingen ins auge: lippstadt versinkt völlig im nebel. sozusagen der abstieg, fußballtechnisch ausgedrückt.
aber im gegensatz zu fußballvereinen denkt in lippstadt keiner dran, mal das management auszutauschen. hier gibts keinen neuen trainer. es wird noch nichtmal drüber nachgedacht, irgendwas am managementstil zu verändern.
nö, der alte macht genausoweiter, wie vorher auch: aussitzen, aussitzen, aussitzen.
aber was lamentiere ich. es wird ja alles besser, wenn endlich das kaufland-monstrum steht. dann wird auch die kunst in lippstadt wieder erblühen.
schade, echt schade, damit ist lippstadt um eine kulturelle institution ärmer. neben seiner malschule, die über jahre in lippstadt sehr beliebt war, betrieb salvatore auch eine kleine galerie in dem wüstromantischen hinterhaus.
besonders war es da immer: tolle atmosphäre, oft witzige leute, die man nicht bei jeder anderen ausstellung trifft - weniger halt die bildungs-kunst-betrachter, dafür mehr leben und viel dolce vita.
der mittelstand sei in lippstadt weggebrochen, meint salvatore. das geld sei nicht mehr da.
sehe ich auch so. und diejenigen, die wirklich noch genug finanzielle mittel haben, wollen in lippstadt nicht mehr leben und einkaufen. warum auch? ist doch total unattraktiv.
mal ehrlich: was sollte gutsituierte menschen im mittleren alter bewegen, in lippstadt zu leben? arbeiten ok, aber leben?
wenig bis gar nichts.
die fußgängerzone strahlt den monotonen charme der achtiziger jahre aus: lebensbejahendes grau, kein grün und erst recht keine kleinen plätze oder sitzbänke.
noch dazu ist es meistens ziemlich dreckig in der stadt.
das angebot der geschäfte ist auch sehr bescheiden - außer ketten fast nix mehr gewesen. was besonderes, anderes findet man kaum noch. kaum kleine boutiquen oder pfiffige läden - nur auf der poststraße und da machen sich ja auch die ketten breit.
wohnen in lippstadt ist extrem teuer im verhältnis zur wohn- und lebensqualität.
freizeitangebot? ok, viel sport. keine frage. der grüne winkel ist auch klasse, leider macht die stadt ja nix draus. die kneipenlandschaft ist recht überschaubar, ebenso die restaurants. die machen ja auch reihenweise dicht. kino? cineplex. das geht noch.
kulturelles leben? da wird es ganz, ganz eng. KWL, subventionierte vereine wie kunstverein, kunst im turm, musikverein, musikschule....und immer wieder dieses "ab in die mitte". das wars. viel geld wird da rausgeschmissen für eine kleine anzahl an interessenten.
kulturzentrum? fehlanzeige.
so könnte ich nun noch einige zeilen weitermachen - lohnt sich nicht.
blicken wir den dingen ins auge: lippstadt versinkt völlig im nebel. sozusagen der abstieg, fußballtechnisch ausgedrückt.
aber im gegensatz zu fußballvereinen denkt in lippstadt keiner dran, mal das management auszutauschen. hier gibts keinen neuen trainer. es wird noch nichtmal drüber nachgedacht, irgendwas am managementstil zu verändern.
nö, der alte macht genausoweiter, wie vorher auch: aussitzen, aussitzen, aussitzen.
aber was lamentiere ich. es wird ja alles besser, wenn endlich das kaufland-monstrum steht. dann wird auch die kunst in lippstadt wieder erblühen.
Freitag, August 01, 2008
ausverkauf in lippstadt
regelmäßig suche ich den lippstädter buchhändler meines vertrauens auf und genauso regelmäßig erfahre ich dort neues über lippstadt. leider auch darüber, welcher laden in der stadt nun schon wieder schließt.
ehrlich. es grenzt ja schon an einen totentanz.
die cappelstraße gleicht einer brachfläche. das kann man sich nun gar nimmer angucken: lebensbejahende schotterflächen mit netten zäunen drum.
in der innenstadt stehen zig ladenlokale leer.....und nix passiert....gar nix. kaum zu fassen.
und dann lese ich in meiner sehr geschätzten heimatzeitung heute, dass die cdu sich schon in hinblick auf die drohende wahl formiert.
aber bedenkenswerterweise ist dort nicht davon die rede, dass nun mal was geschehen muss. völlig locker sitzen die herren da hemdsärmelig im grünen, diskutieren mögliche mitbewerber.....inhaltlich kommt wenig bis gar nix rüber.
ach, was ist denn nun eigentlich mit herrn petri? passiert da noch was? oder sitzt man das auch aus, so wie der niedergang der stadt ausgesessen wird?
der dauerbrenner "güterbahnhof" scheint zur glaubensfrage zu mutieren. irgendwie erinnert mich das an sandkastenspiele. und ich glaube auch nicht, dass ein großprojekt jenseits der cappelstraße, denn da soll der schandfleck hin, irgendwas für die innenstadt bringt. aber die herren stehen fest zu ihrem glauben.
naja, bis zur wahl werde ich noch oft meinen buchhändler besuchen und wohl noch oft zu hören bekommen: "weißte schon, wer auch zumacht?"
ehrlich. es grenzt ja schon an einen totentanz.
die cappelstraße gleicht einer brachfläche. das kann man sich nun gar nimmer angucken: lebensbejahende schotterflächen mit netten zäunen drum.
in der innenstadt stehen zig ladenlokale leer.....und nix passiert....gar nix. kaum zu fassen.
und dann lese ich in meiner sehr geschätzten heimatzeitung heute, dass die cdu sich schon in hinblick auf die drohende wahl formiert.
aber bedenkenswerterweise ist dort nicht davon die rede, dass nun mal was geschehen muss. völlig locker sitzen die herren da hemdsärmelig im grünen, diskutieren mögliche mitbewerber.....inhaltlich kommt wenig bis gar nix rüber.
ach, was ist denn nun eigentlich mit herrn petri? passiert da noch was? oder sitzt man das auch aus, so wie der niedergang der stadt ausgesessen wird?
der dauerbrenner "güterbahnhof" scheint zur glaubensfrage zu mutieren. irgendwie erinnert mich das an sandkastenspiele. und ich glaube auch nicht, dass ein großprojekt jenseits der cappelstraße, denn da soll der schandfleck hin, irgendwas für die innenstadt bringt. aber die herren stehen fest zu ihrem glauben.
naja, bis zur wahl werde ich noch oft meinen buchhändler besuchen und wohl noch oft zu hören bekommen: "weißte schon, wer auch zumacht?"
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der tägliche wahnwitz,
leben in lippstadt
Freitag, Juli 18, 2008
ein schatz!!!!!!!

ist doch erstaunlich, was man in alten gärten so finden kann. beim buddeln kam mir etwas in die finger, was ich erst als schnippstein für kinder identifizierte. aber nach dem abwischen der erdreste kam eine silbermünze zum vorschein.
ok, schon ein wenig oll.
auf der vorderseite steht:
30 einen thaler
1 silbergroschen
1841
scheidemünze.
hinten kann man ein wappen erahnen und den schriftzug kurfüstentum hessen (????).
wer die wohl mal verloren hat? ob sie einem pfaffen aus dem säckel gefallen ist? oder gar eine bezahlung für etwas war? immerhin gehörte geseke nicht zu hessen, sondern zu kurköln (westfalen war schon immer unser!). vielleicht war es eine verschwörung? oder ein flüchtling? oder subversive treffen im pfarrgarten?
vielleicht auch frühe fremdarbeiter für die gartenpflege?
schade, dass ich es nie herausfinden werde.
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der tägliche wahnwitz
Samstag, Juli 05, 2008
wieso sind die lippstädter "honoratioren" so stimmlos?
die geseker st.sebastianer haben mich heute morgen mit tschingbumm aus dem schlaf geholt (kann mir mal jemand erklären, warum schützenfeste immer im morgengrauen beginnen? das heißt nicht umsonst morgengrauen: alles ist noch grau und außerdem graut mir bei dem gedanken und sechs schon durch die straßen zu laufen), die sonne scheint, alles ist gut. jedenfalls in geseke.
in lippstadt sieht das anders aus. zwar finde ich heute morgen in meiner überaus geschätzten heimatzeitung wieder einen leserbrief zum thema "petri und teutonia", aber irgendwie habe ich langsam ein komisches gefühl. aber zu meinen gefühlen später.
die autoren des leserbriefes haben meine völlige zustimmung.und sie bringen auch das wesentliche auf den punkt:
"Menschen wie Herr Petri, die den Holocaust leugnen, gehören nicht in einen Sportverein, in dem ausländische und deutsche Jugendliche in Frieden miteinander trainieren. Niemand einer solchen Couleur gehört weder heute noch morgen in eine öffentliche Position.
Nochmal zur Erinnerung: Herr Petri kandidierte für die NPD bei der Bundestagswahl 2005 in Rheinland-Pfalz."
eben! ein sportverein steht allen offen, dient der jugendarbeit und integration, sport soll verbinden, nicht trennen. wie paßt das denn mit einer rechtsradikalen gesinnung zusammen? bekommen sportvereine nicht sogar städtische zuwendungen? muß mal ich mal recherchieren.
mal so gefragt: warum ist der mann denn noch im amt? warum geht kein beben duch den verein? warum wird das stillschweigend einfach mal wieder nach guter lippstädter art in die lippe gekehrt?
und da sind wir bei meinem komischen gefühl.
wo sind die stellungnahmen unserer kommunalpolitiker? außer den grünen und "die linken" hat es keiner bisher für nötig gehalten, in irgeneiner form zu reagieren. was soll das?
spielen da leute "häschen in der grube"? will man die sache aussitzen, weil man angst vor möglichen folgen hat? ist es einfach zu unangenehm, mal offen stellung zu beziehen? oder glauben manche gar, der wähler werde das schon bald wieder vergessen und alles wäre beim alten?
ich möchte gerne wissen, ob denn die verantwortlichen in politik und wirtschaft (herr petri war ja auch vorsitzender der mittelstandsvereinigung) das "alles nicht gewußt haben", ob sie es wußten, ihn aber geduldet haben oder ob es ihnen einfach völlig egal ist, wes geistes kind der herr ist?
da werden mahnmale gegen die judenverfolgung installiert, die psychiatrie arbeitet die nazizeit auf, es gibt einen gedenkstein für die opfer des faschismus, die hella kg arbeitet die unrühmliche zeit der zwangsarbeiter auf. es gibt noch viele beispiele, wie an die schrecklichen zeit des nationalsozilsimus gemahnt wird.alles gute, begrüßenswerte aktionen.
und was ist nun mit dem aktuellen rechtsradikalismus? da guckt man dann weg?
in lippstadt sieht das anders aus. zwar finde ich heute morgen in meiner überaus geschätzten heimatzeitung wieder einen leserbrief zum thema "petri und teutonia", aber irgendwie habe ich langsam ein komisches gefühl. aber zu meinen gefühlen später.
die autoren des leserbriefes haben meine völlige zustimmung.und sie bringen auch das wesentliche auf den punkt:
"Menschen wie Herr Petri, die den Holocaust leugnen, gehören nicht in einen Sportverein, in dem ausländische und deutsche Jugendliche in Frieden miteinander trainieren. Niemand einer solchen Couleur gehört weder heute noch morgen in eine öffentliche Position.
Nochmal zur Erinnerung: Herr Petri kandidierte für die NPD bei der Bundestagswahl 2005 in Rheinland-Pfalz."
eben! ein sportverein steht allen offen, dient der jugendarbeit und integration, sport soll verbinden, nicht trennen. wie paßt das denn mit einer rechtsradikalen gesinnung zusammen? bekommen sportvereine nicht sogar städtische zuwendungen? muß mal ich mal recherchieren.
mal so gefragt: warum ist der mann denn noch im amt? warum geht kein beben duch den verein? warum wird das stillschweigend einfach mal wieder nach guter lippstädter art in die lippe gekehrt?
und da sind wir bei meinem komischen gefühl.
wo sind die stellungnahmen unserer kommunalpolitiker? außer den grünen und "die linken" hat es keiner bisher für nötig gehalten, in irgeneiner form zu reagieren. was soll das?
spielen da leute "häschen in der grube"? will man die sache aussitzen, weil man angst vor möglichen folgen hat? ist es einfach zu unangenehm, mal offen stellung zu beziehen? oder glauben manche gar, der wähler werde das schon bald wieder vergessen und alles wäre beim alten?
ich möchte gerne wissen, ob denn die verantwortlichen in politik und wirtschaft (herr petri war ja auch vorsitzender der mittelstandsvereinigung) das "alles nicht gewußt haben", ob sie es wußten, ihn aber geduldet haben oder ob es ihnen einfach völlig egal ist, wes geistes kind der herr ist?
da werden mahnmale gegen die judenverfolgung installiert, die psychiatrie arbeitet die nazizeit auf, es gibt einen gedenkstein für die opfer des faschismus, die hella kg arbeitet die unrühmliche zeit der zwangsarbeiter auf. es gibt noch viele beispiele, wie an die schrecklichen zeit des nationalsozilsimus gemahnt wird.alles gute, begrüßenswerte aktionen.
und was ist nun mit dem aktuellen rechtsradikalismus? da guckt man dann weg?
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Dienstag, Juli 01, 2008
von "bösen" kommunisten und "guten" rechten
kaum regt sich in lippstadt mal der demokratische verstand, muss ich nach köln. naja, kann man ja ein segen alles nachlesen. was mich aber mal wieder völlig von den socken haut, ist der leserbrief einer gewissen hella r., man munkelt, sie sei bei den reps.
die dame hat ein höchst einfaches weltbild.
"Gratulation zur kommunistischen Einheitsfront zwischen Grünen und den Linken, sie scheinen sich gefunden zu haben. Dass sich gerade die Linken anmaßen, auf Demokratie zu pochen, ist sehr suspekt, haben sie doch über 40 Jahre die Knute der Diktatur über die Menschen in der DDR geschwungen."
klar, kommunistische einheitsfront - solche begriffe habe ich seit meiner arbeit über brecht nicht mehr gelesen, wow.und vor allem zwischen grünen und linken - slao tut man den grünen nun wirklich unrecht. so einfach kann man sich das nicht machen, aber frau hella liebt ja die einfachen begrifflichkeiten. vor allem weil man so schön die stimmung aufheizen kann mit der drohung "die kommunisten sind da" - fast so gut wie "der russe kommt". die dame vergißt dabei auch recht gerne, dass auch die sog. linken (wen genau meint sie eigtentlich?) diejenigen waren, die widerstand gegen hitler leisteten.
richtig krass, wird es ja zum ende des briefes:
"Ich kann nur hoffen, dass sich weder die Repräsentanten der Stadt noch die Teutonen erpressen lassen und Rechtsanwalt Petri noch viele Jahre den Teutonen als Vorsitzender erhalten bleibt. Die NPD ist eine in Deutschland zugelassene Partei, wie die Grünen und die Linken."
oh nein, frau hella. die npd ist minichten eine partei, die in einem atmenzug mit demokratischen parteien genannt werden kann und darf. schon mal gar nicht mit den grünen. dieser versuch, eine verfassungsfeindliche partei salonfähig zu machen, ist äußerst mies. warum nennt die dame denn nicht ross und reiter?
aber klar, wenn es erstmal wieder soweit ist, dass die npd als "ganz normale partei" angesehen wird, dann haben die rechten einen großen sieg errungen. dann ist es nämlich auch wieder völlig ok, dieses rechte gesindel zu wählen.
die npd ist viel, aber nicht demokratisch, nicht tolerant und schon mal gar nicht verfassungstreu.
die dame hat ein höchst einfaches weltbild.
"Gratulation zur kommunistischen Einheitsfront zwischen Grünen und den Linken, sie scheinen sich gefunden zu haben. Dass sich gerade die Linken anmaßen, auf Demokratie zu pochen, ist sehr suspekt, haben sie doch über 40 Jahre die Knute der Diktatur über die Menschen in der DDR geschwungen."
klar, kommunistische einheitsfront - solche begriffe habe ich seit meiner arbeit über brecht nicht mehr gelesen, wow.und vor allem zwischen grünen und linken - slao tut man den grünen nun wirklich unrecht. so einfach kann man sich das nicht machen, aber frau hella liebt ja die einfachen begrifflichkeiten. vor allem weil man so schön die stimmung aufheizen kann mit der drohung "die kommunisten sind da" - fast so gut wie "der russe kommt". die dame vergißt dabei auch recht gerne, dass auch die sog. linken (wen genau meint sie eigtentlich?) diejenigen waren, die widerstand gegen hitler leisteten.
richtig krass, wird es ja zum ende des briefes:
"Ich kann nur hoffen, dass sich weder die Repräsentanten der Stadt noch die Teutonen erpressen lassen und Rechtsanwalt Petri noch viele Jahre den Teutonen als Vorsitzender erhalten bleibt. Die NPD ist eine in Deutschland zugelassene Partei, wie die Grünen und die Linken."
oh nein, frau hella. die npd ist minichten eine partei, die in einem atmenzug mit demokratischen parteien genannt werden kann und darf. schon mal gar nicht mit den grünen. dieser versuch, eine verfassungsfeindliche partei salonfähig zu machen, ist äußerst mies. warum nennt die dame denn nicht ross und reiter?
aber klar, wenn es erstmal wieder soweit ist, dass die npd als "ganz normale partei" angesehen wird, dann haben die rechten einen großen sieg errungen. dann ist es nämlich auch wieder völlig ok, dieses rechte gesindel zu wählen.
die npd ist viel, aber nicht demokratisch, nicht tolerant und schon mal gar nicht verfassungstreu.
Freitag, Juni 27, 2008
zivilcourage und klare worte in der provinz
wir stehen im finale, die fans verschiedener nationen feiern gemeinsam in unserer stadt, alles wird gut.ja, offenbar wird wirklich einiges mal gut...
was mich gestern abend schon vor dem finale in völlige hochstimmung versetzte, war der grandiose, auf den punkt gebrachte kommentar des chefredakteurs in unserer geschätzten heimatzeitung.
chapeau! das trifft es auf den kopf.
ein leserbrief zeigt deutlich die notwendigen konsequenzen, die sowohl der spielverein, als auch die politiker ziehen müssen. die frage, ob bürger mit einer derartigen politischen auffassung in offizieller funktion tragbar sind, ist legitim und eine Antwort tut not.
wer, wie herr petri, über jahrzehnte rechtsextremes gedankengut vertritt und sogar auf dem zweiten listenplatz der npd in rheinland-pfalz kandidiert, kann kein aufrechter demokrat sein. wer in dieser funktion die kruden, staatsfeindlichen ideen dieser partei teilt und sich dafür bewirbt, diese vorstellungen im bundestag zu vertreten, kann nicht auf dem boden unserer verfassung stehen. und herr petri wird ja nicht aus einer bierlaune heraus seine kanditatur zugesagt haben.
ich finde es äußerst bemerkenswert und beispielhaft, wie sich in unserer stadt zivilcourage und demokratische grundüberzeugungen zeigen. mehr davon!
was mich gestern abend schon vor dem finale in völlige hochstimmung versetzte, war der grandiose, auf den punkt gebrachte kommentar des chefredakteurs in unserer geschätzten heimatzeitung.
chapeau! das trifft es auf den kopf.
ein leserbrief zeigt deutlich die notwendigen konsequenzen, die sowohl der spielverein, als auch die politiker ziehen müssen. die frage, ob bürger mit einer derartigen politischen auffassung in offizieller funktion tragbar sind, ist legitim und eine Antwort tut not.
wer, wie herr petri, über jahrzehnte rechtsextremes gedankengut vertritt und sogar auf dem zweiten listenplatz der npd in rheinland-pfalz kandidiert, kann kein aufrechter demokrat sein. wer in dieser funktion die kruden, staatsfeindlichen ideen dieser partei teilt und sich dafür bewirbt, diese vorstellungen im bundestag zu vertreten, kann nicht auf dem boden unserer verfassung stehen. und herr petri wird ja nicht aus einer bierlaune heraus seine kanditatur zugesagt haben.
ich finde es äußerst bemerkenswert und beispielhaft, wie sich in unserer stadt zivilcourage und demokratische grundüberzeugungen zeigen. mehr davon!
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Donnerstag, Juni 26, 2008
was haben eva herman, petri und die teutonen gemeinsam?
gestern noch standen die türkischen und deutschen fußballprofis auf dem platz und bezogen stellung gegen rassimus, heute lese ich, dass ein deutscher provinzverein einen vorsitzenden mit brauner vergangenheit und gegenwart völlig legitim findet.
bass erstaunt nahm ich heute morgen den leserbrief der teutonia, lippstadt, zur frage der politischen und öffentlichen tragbarkeit ihres ersten vorsitzenden zur kenntnis. erstaunt deswegen, weil das sich hier zeigende verständnis von meinungsfreiheit, demokratie und sport doch reichlich bedenkenswert ist.
dort ist von "empörung", "geschmacklosigkeit", "anmaßung" und "schlechtem stil" die rede. sport und politik dürften nicht vermischt werden, lesen wir da. ja, holla. das kommt mir doch sehr bekannt vor.
"Für uns Sportler zählt n u r seine jahrzehntelange, unermüdliche und erfolgreiche Arbeit als Vereinsvorsitzender von Teutonia 08!"
warum fällt mir da nur eva herman ein? wahrscheinlich, weil die herren von teutonia sich in diesem leserbrief als ähnlich naiv outen. wenn es nicht an ihrer naivität liegt, muss es weitaus erschreckendere gründe für solche statements geben, aber das will ich ja mal nicht annehmen.
wir erinnern uns: der gute herr petri fiel schon 1957 wegen seiner braunen gesinnung auf, dann war er jahrelang ein guter, strammer christdemokrat, bis er seine liebe zu den republikanern und letztendlich für die npd (wieder)entdeckte. die teutonen beschönigen das als frühere politische einstellung des herren, dabei war die kanditatur des herrn petri doch erst bei der letzten bundestagswahl. naja, zeit ist eben ein relativer begriff, ich weiß. aber so relativ ja nun auch wieder nicht. mag ja sein, dass er als vorsitzender gute arbeit geleistet hat, will ich nicht in abrede stellen, aber entscheidend ist ja wohl, wes geistes kind der mann ist. und: es handelt sich dabei nicht um eine einstellung, die auf dem boden unserer demokratie fußt.
die npd ist, man möge sich informieren, rassistisch, selbsterklärt verfassungsfeindlich, fordert die rückverschiebung der staatsgrenzen auf den stand von 1937; sie fordert die "umschreibung" der deutschen geschichte, will die parlamentarische demokratie beseitigen.....alles nachzulesen im verfassungsschutzbericht. das steht auch:
"Verlautbarungen der Partei belegen zudem eine ausgeprägte Affinität der NPD zur Ideologie des Nationalsozialismus. Die Agitation der Partei ist darüber hinaus rassistisch, antisemitisch, revisionistisch und verunglimpft die demokratische und rechtsstaatliche Ordnung des Grundgesetzes."
und das alles ist den herren teutonen völlig schnuppe? da fällt mir der kaffee aus dem gesicht. es ist also völlig in ordnung und über jede kritik erhaben, wenn jemand, der offen (als kandidat nämlich) sich zu einer solchen einstellung unserem staat gegenüber bekennt, als vorsitzender eines provinzsportvereines tätig ist?
sorry, das sehe ich anders.
die krönung folgt noch:
"Zum Schluss sei gesagt: Wir Teutonen lassen uns von niemandem vorschreiben, wen wir zu unserem 1. Vorsitzenden wählen und werden uns auf gar keinen Fall nach dieser Grünen-Attacke von ihm trennen, ungeachtet unserer unterschiedlichsten politischen Vorstellungen.
Wir Sportler verlangen auch nicht i h r e n Rücktritt, wenn die Politiker falsch liegen. Mischen Sie sich in Zukunft nicht in sportliche vereinsinterne Dinge ein!
Finger weg vom Spielverein Teutonia 08 und dessen 1. Vorsitzenden Klaus Petri!"
ohje, arme republik. es geht nicht darum, ob herr petri irgendwann mal falsch lag. es geht darum, das er für die npd kandidierte und wes geistes kind diese "partei" ist. der gute mann hat nicht mal eben einen kleinen fehler innerhalb unserer demokratischen ordnung begangen. nein, er steht auf einer mehr als fragwürdigen politischen seite. und dann ist eben dienst nicht dienst und schnaps nicht schnaps.
um den bogen zu unseren jungs zu schlagen. was nützen öffentliche absagen an den rassismus, wenns in der provinz so finster ausschaut?
bass erstaunt nahm ich heute morgen den leserbrief der teutonia, lippstadt, zur frage der politischen und öffentlichen tragbarkeit ihres ersten vorsitzenden zur kenntnis. erstaunt deswegen, weil das sich hier zeigende verständnis von meinungsfreiheit, demokratie und sport doch reichlich bedenkenswert ist.
dort ist von "empörung", "geschmacklosigkeit", "anmaßung" und "schlechtem stil" die rede. sport und politik dürften nicht vermischt werden, lesen wir da. ja, holla. das kommt mir doch sehr bekannt vor.
"Für uns Sportler zählt n u r seine jahrzehntelange, unermüdliche und erfolgreiche Arbeit als Vereinsvorsitzender von Teutonia 08!"
warum fällt mir da nur eva herman ein? wahrscheinlich, weil die herren von teutonia sich in diesem leserbrief als ähnlich naiv outen. wenn es nicht an ihrer naivität liegt, muss es weitaus erschreckendere gründe für solche statements geben, aber das will ich ja mal nicht annehmen.
wir erinnern uns: der gute herr petri fiel schon 1957 wegen seiner braunen gesinnung auf, dann war er jahrelang ein guter, strammer christdemokrat, bis er seine liebe zu den republikanern und letztendlich für die npd (wieder)entdeckte. die teutonen beschönigen das als frühere politische einstellung des herren, dabei war die kanditatur des herrn petri doch erst bei der letzten bundestagswahl. naja, zeit ist eben ein relativer begriff, ich weiß. aber so relativ ja nun auch wieder nicht. mag ja sein, dass er als vorsitzender gute arbeit geleistet hat, will ich nicht in abrede stellen, aber entscheidend ist ja wohl, wes geistes kind der mann ist. und: es handelt sich dabei nicht um eine einstellung, die auf dem boden unserer demokratie fußt.
die npd ist, man möge sich informieren, rassistisch, selbsterklärt verfassungsfeindlich, fordert die rückverschiebung der staatsgrenzen auf den stand von 1937; sie fordert die "umschreibung" der deutschen geschichte, will die parlamentarische demokratie beseitigen.....alles nachzulesen im verfassungsschutzbericht. das steht auch:
"Verlautbarungen der Partei belegen zudem eine ausgeprägte Affinität der NPD zur Ideologie des Nationalsozialismus. Die Agitation der Partei ist darüber hinaus rassistisch, antisemitisch, revisionistisch und verunglimpft die demokratische und rechtsstaatliche Ordnung des Grundgesetzes."
und das alles ist den herren teutonen völlig schnuppe? da fällt mir der kaffee aus dem gesicht. es ist also völlig in ordnung und über jede kritik erhaben, wenn jemand, der offen (als kandidat nämlich) sich zu einer solchen einstellung unserem staat gegenüber bekennt, als vorsitzender eines provinzsportvereines tätig ist?
sorry, das sehe ich anders.
die krönung folgt noch:
"Zum Schluss sei gesagt: Wir Teutonen lassen uns von niemandem vorschreiben, wen wir zu unserem 1. Vorsitzenden wählen und werden uns auf gar keinen Fall nach dieser Grünen-Attacke von ihm trennen, ungeachtet unserer unterschiedlichsten politischen Vorstellungen.
Wir Sportler verlangen auch nicht i h r e n Rücktritt, wenn die Politiker falsch liegen. Mischen Sie sich in Zukunft nicht in sportliche vereinsinterne Dinge ein!
Finger weg vom Spielverein Teutonia 08 und dessen 1. Vorsitzenden Klaus Petri!"
ohje, arme republik. es geht nicht darum, ob herr petri irgendwann mal falsch lag. es geht darum, das er für die npd kandidierte und wes geistes kind diese "partei" ist. der gute mann hat nicht mal eben einen kleinen fehler innerhalb unserer demokratischen ordnung begangen. nein, er steht auf einer mehr als fragwürdigen politischen seite. und dann ist eben dienst nicht dienst und schnaps nicht schnaps.
um den bogen zu unseren jungs zu schlagen. was nützen öffentliche absagen an den rassismus, wenns in der provinz so finster ausschaut?
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Freitag, Juni 20, 2008
Mittwoch, Juni 18, 2008
die verstrickungen des herrn Petri
der lippstädter spielverein teutonia 08 e.v. feierte sein 100 jähriges jubiläum und alle kamen: der bürgermeister sommer von der cdu, ein herr vom fußball-verband und andere "honoratioren" lippstadts waren da. auch von meiner seite einen herzlichen glückwunsch. doch die sache hat einen sehr üblen beigeschmack.
vorsitzender von teutonia ist herr klaus petri. in lippstadt kein unbekannter, wenn auch in letzter zeit eher ein umstrittener zeitgenosse.im archiv der berliner zeitung vom 08.05.2000 lesen wir:
"Nach einer Mitteilung der Berliner Bundesgeschäftsstelle der rechtsextremen Partei seien erste Übertritte aus der CDU wegen der Spendenaffäre zu den Reps zu vermelden; so habe sich der langjährige CDU-Funktionär Klaus Petri aus Lippstadt/Westfalen den Republikanern angeschlossen. Schon seit langer Zeit hätten die Reps nicht mehr so viele Anfragen erhalten wie in den letzten Wochen; ein Ausfransen des rechten Flügels der Christdemokraten sei immer deutlicher zu beobachten, hieß es von Seiten der Republikaner."
nun, es pfeifen ja in lippstadt die tauben von den dächern, dass petri ehemals strammer cdu-ler war, der dann plötzlich (wirklich?) seine liebe zu den rechten entdeckte. vorher war der mann noch chef der mittelstandsvereinigung in lippstadt. also mit sicherheit kein stilles wässerchen im politischen strom.
im zuge des teutonia-jubiläums weisen die lippstädter grünen nun zu recht auf petris verstrickungen mit der npd hin:
"Aber es ist unverständlich, einen Bürger, der auf der Landesliste der NPD in Rheinland-Pfalz gestanden hat, öffentlich zu hofieren. Der Ortsverband der Grünen hält es eigentlich nicht mehr für nötig, die Öffentlichkeit daran zu erinnern, wer die NPD ist.
Eine Partei, die Hass gegen gesellschaftliche Minderheiten jeder Art schürt und ihnen mit Gewalt begegnet, die die Demokratie schnellst möglich zerstören will und jetzt schon sogenannte befreite Nationale Zonen errichtet sowie die Verbrechen des NS Regimes und die Existenz der Todesfabrik von Auschwitz vehement leugnet, und deren Sympathisanten sollten in Lippstadt keine Achtung erfahren. „Wusste Bürgermeister Chr. Sommer nicht, wie Herr Petri politisch denkt, als er sich mit ihm und den anderen Repräsentanten des Lippstädter Sports öffentlich ablichten ließ?“ fragt OV Sprecherin Anja Walecki. Hat der Vorsitzende eines Sportvereins nicht eine Vorbildfunktion, insbesondere für seine jugendlichen Mitglieder? Oder ist Herr Petri als Sponsor unverzichtbar, dass auf moralische Werte verzichtet werden könnte? Für die Lippstädter Grünen stellt die NPD nicht nur eine Gefahr für das Grundgesetz und die demokratische Ordnung dar, sondern auch ein Bürger „aus der Mitte unserer Gesellschaft“, der einer solchen oder ähnlichen Ideologie anhängt. Was nützt ein Tag der Begegnung der Kulturen, der doch helfen soll, das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Hautfarbe, Religionen und demokratischer Überzeugungen fördern soll, wenn an anderer Stelle ein NPD- Sympathisant in der Mitte der Gesellschaft geehrt wird? Was würde ein aufrechter Demokrat wie der langjährige Bürgermeister und Vorstandsmitglied von Teutonia, Jakob Koenen zu einer solchen Entwicklung sagen?
Wir fordern den 1. Vorsitzenden von SV 08 Herrn Dr. Madjlessi auf, darüber nachzudenken, ob noch eine Zusammenarbeit mit Herrn Petri möglich ist."
upps, der mann war also nicht nur bei den rep´s, nein er war sogar bei der npd? ist er es wohl möglich noch immer? das kann man ja recherchieren. und es ist wahr, wie die offiziellen listen beweisen:
herr petri kandidierte bei der bundestagswahl 2005 auf listenplatz 2 der npd in rheinland-pfalz.
tja, da haben die grünen eindeutig recht!
aber die sache wird ja noch pikanter:
herr petri und seine gesinnung sind schon viel früher aufgefallen. so ist die genaue politische haltung des herrn einem spiegel-artikel von 1957 zu entnehmen. unter dem titel "das wort der alten herren" findet sich eine schier unglaubliche story über böswillige geschichtsverdrehung, leugnung und tiefer rechter gesinnung:
Ich bin durchaus der Meinung", proklamierte Germane Petri im Bonner Studentenblatt, "daß die nationalsozialistischen Konzentrationslager ... als politische Maßnahme am Platze waren ... Ich akzeptiere die nationalsozialistischen Maßnahmen, weil sie dem heißen Wunsch der damaligen Führung entsprangen, des deutschen Volkes Einigkeit und Recht und Freiheit zurückzugewinnen. Diesem großen Ziel mußte die persönliche individuelle Freiheit einiger weniger untergeordnet werden, denen man dadurch die Möglichkeit nahm, in Versammlungen oder Journaille für ihre ... dem Nationalsozialismus feindlichen Ziele zu werben."
wer es aushält, kann den artikel gerne komplett lesen und möge sich sein urteil bilden.
vorsitzender von teutonia ist herr klaus petri. in lippstadt kein unbekannter, wenn auch in letzter zeit eher ein umstrittener zeitgenosse.im archiv der berliner zeitung vom 08.05.2000 lesen wir:
"Nach einer Mitteilung der Berliner Bundesgeschäftsstelle der rechtsextremen Partei seien erste Übertritte aus der CDU wegen der Spendenaffäre zu den Reps zu vermelden; so habe sich der langjährige CDU-Funktionär Klaus Petri aus Lippstadt/Westfalen den Republikanern angeschlossen. Schon seit langer Zeit hätten die Reps nicht mehr so viele Anfragen erhalten wie in den letzten Wochen; ein Ausfransen des rechten Flügels der Christdemokraten sei immer deutlicher zu beobachten, hieß es von Seiten der Republikaner."
nun, es pfeifen ja in lippstadt die tauben von den dächern, dass petri ehemals strammer cdu-ler war, der dann plötzlich (wirklich?) seine liebe zu den rechten entdeckte. vorher war der mann noch chef der mittelstandsvereinigung in lippstadt. also mit sicherheit kein stilles wässerchen im politischen strom.
im zuge des teutonia-jubiläums weisen die lippstädter grünen nun zu recht auf petris verstrickungen mit der npd hin:
"Aber es ist unverständlich, einen Bürger, der auf der Landesliste der NPD in Rheinland-Pfalz gestanden hat, öffentlich zu hofieren. Der Ortsverband der Grünen hält es eigentlich nicht mehr für nötig, die Öffentlichkeit daran zu erinnern, wer die NPD ist.
Eine Partei, die Hass gegen gesellschaftliche Minderheiten jeder Art schürt und ihnen mit Gewalt begegnet, die die Demokratie schnellst möglich zerstören will und jetzt schon sogenannte befreite Nationale Zonen errichtet sowie die Verbrechen des NS Regimes und die Existenz der Todesfabrik von Auschwitz vehement leugnet, und deren Sympathisanten sollten in Lippstadt keine Achtung erfahren. „Wusste Bürgermeister Chr. Sommer nicht, wie Herr Petri politisch denkt, als er sich mit ihm und den anderen Repräsentanten des Lippstädter Sports öffentlich ablichten ließ?“ fragt OV Sprecherin Anja Walecki. Hat der Vorsitzende eines Sportvereins nicht eine Vorbildfunktion, insbesondere für seine jugendlichen Mitglieder? Oder ist Herr Petri als Sponsor unverzichtbar, dass auf moralische Werte verzichtet werden könnte? Für die Lippstädter Grünen stellt die NPD nicht nur eine Gefahr für das Grundgesetz und die demokratische Ordnung dar, sondern auch ein Bürger „aus der Mitte unserer Gesellschaft“, der einer solchen oder ähnlichen Ideologie anhängt. Was nützt ein Tag der Begegnung der Kulturen, der doch helfen soll, das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Hautfarbe, Religionen und demokratischer Überzeugungen fördern soll, wenn an anderer Stelle ein NPD- Sympathisant in der Mitte der Gesellschaft geehrt wird? Was würde ein aufrechter Demokrat wie der langjährige Bürgermeister und Vorstandsmitglied von Teutonia, Jakob Koenen zu einer solchen Entwicklung sagen?
Wir fordern den 1. Vorsitzenden von SV 08 Herrn Dr. Madjlessi auf, darüber nachzudenken, ob noch eine Zusammenarbeit mit Herrn Petri möglich ist."
upps, der mann war also nicht nur bei den rep´s, nein er war sogar bei der npd? ist er es wohl möglich noch immer? das kann man ja recherchieren. und es ist wahr, wie die offiziellen listen beweisen:
herr petri kandidierte bei der bundestagswahl 2005 auf listenplatz 2 der npd in rheinland-pfalz.
tja, da haben die grünen eindeutig recht!
aber die sache wird ja noch pikanter:
herr petri und seine gesinnung sind schon viel früher aufgefallen. so ist die genaue politische haltung des herrn einem spiegel-artikel von 1957 zu entnehmen. unter dem titel "das wort der alten herren" findet sich eine schier unglaubliche story über böswillige geschichtsverdrehung, leugnung und tiefer rechter gesinnung:
Ich bin durchaus der Meinung", proklamierte Germane Petri im Bonner Studentenblatt, "daß die nationalsozialistischen Konzentrationslager ... als politische Maßnahme am Platze waren ... Ich akzeptiere die nationalsozialistischen Maßnahmen, weil sie dem heißen Wunsch der damaligen Führung entsprangen, des deutschen Volkes Einigkeit und Recht und Freiheit zurückzugewinnen. Diesem großen Ziel mußte die persönliche individuelle Freiheit einiger weniger untergeordnet werden, denen man dadurch die Möglichkeit nahm, in Versammlungen oder Journaille für ihre ... dem Nationalsozialismus feindlichen Ziele zu werben."
wer es aushält, kann den artikel gerne komplett lesen und möge sich sein urteil bilden.
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Montag, Juni 09, 2008
police-konzert in düsseldorf

ja, es war einfach phänomenal. reichlich sentimental irgendwie, aber dennoch einfach bombastisch.
ok, die jungs sehen bis auf sting schon recht ältlich aus. sting sieht definitiv besser aus, als zu alten police-zeiten. lecker anzugucken. das foto haut nicht so ganz hin, wenn man ehrlich ist. aber egal.
und: sie haben alles gespielt. gott sei dank haben die drei auf irgendwelche neubearbeitungen verzichtet und die songs lieber "klassisch" inszeniert. genau das wollte ich ja auch hören. keine wilde bühnenshow, alles recht minimalistisch. ok, sie sind eben alte hasen und wissen, dass die leute so oder so kommen. und alle wollen die hits hören, sting sehen und sonst nix. meine freundin könnte ja schwören, dass er kein höschen drunter hatte, kann gut sein.
was mich gewundert hat: es waren recht viele junge hüpfer da. die können police allerhöchstens durch die cd-sammlung ihrer eltern kennen. aber auch ganze familien waren am start.
und die mucke ist immer noch so irre, wie vor ...ähm....naja, wie damals halt eben.
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