Eigentlich fand ich die Idee dieser Casting-Show ganz witzig - die Sendung dann leider unglaublich langweilig und geradezu grottenschlecht.
Das Konzept erinnerte an die Eintopfrezepte von Oma:
Kühlschrank auf - rein gucken - los gehts.
Man nehme die üblichen Parteien, mehr Männer als Frauen, knackfrisches Junggemüse (der ach so engagierte Spinner mit der Second-hand-Tapete) und ein bissel was aussen Vorrat (der Ex-Sponti mit dem Piratentuch), dazu dann eine Prise Migrationshintergrund (die schnuckelige Deutsch-Türkin), ein bisschen was fürs Auge (der Pseudoobama), die Würze kommt durch die CSU (der gruselige Neo-Merz), schwitze alles kurz an und fülle mit gekörnter Brühe auf (die völlig belanglose Mutti). Nur nicht zu lange kochen, sonst wirds Matsche. Also vorsichtig umrühren - keine Fragen stellen. Und aufgewärmt schmeckts noch besser.
Aber der Knaller war defintiv die Jury. Allen voran Herr Scherf.
"Warum haben Sie denn noch keine Kinder?", fragt der Bewohner einer Alten-Wg den Polit-Piraten (welch grandios-kritische und gefährliche Frage). Danach schwadroniert der Herr dann über seine Familie und wie weit er beruflich denn in dem Alter schon gekommen sei....sehr schön, Herr Scherf.
Deutschlands Oberlehrer Jauch zieht die Augenbraue hoch und wirft sich in die Schlacht.
Aber natürlich fragt er Herrn Scherf nicht, was denn seine Frau eigentlich in der Zeit gemacht habe, als er an seiner Karriere bastelte....
Was wohl auch: Windeln wechseln, Nasen putzen, Wäsche waschen, Kochen, Saugen....
Sonntag, Juni 21, 2009
Mittwoch, Juni 10, 2009
Es wird spannend in Lippstadt - doch kein Stopp in Sachen FH?
Nachdem ich gestern noch sehr irritiert im Westen Antworten auf die drängenden FH-Standort-Fragen suchte, bin ich heute morgen schon etwas schlauer.
Aus Mülheim erfahre ich, dass es wohl doch keinen Stopp der Prohjekt gibt. Ja, was denn nun? Es muss doch irgendwo in diesem Innovationsministerium (was für ein grauenhafter Name) jemanden geben, der da Auskunft erteilen kann.
Ebenso lese ich in meiner geschätzten Heimatzeitung, dass es offenbar bei der Entscheidung für das sehr irdische "Himmelreich" zu einem Alleingang des designierten FH-Rektors gekommen sei.
Wie die SPD (die anscheinend über den Schlachtplattenrand zu schauen in der Lage ist) sehr richtig feststellt, hat es in den politischen Gremien der anderen neuen FH-Standorte durchaus erregte Diskussionen um die eben diese gegeben. Sowas nennt man Demokratie. Wobei ich mich ja frage, ob der neue FH-Rektor in Lippstadt da nicht gemeinsame Sache mit dem noch größten Arbeitgeber der Stadt zu machen gedachte. Es ist ja auch von Stiftungsprofessuren aus der Wirtschaft die Rede. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit für ein Unternehmen Arbeitskräfte zu outsourcen. Nach dem Motto: Du willst nicht gehen, na, dann wirste eben Prof.
Aber das nur am Rande.
Schon merkwürdig, dass die Lippstädter Kommunalpolitiker sich stumm die Zügel aus der Hand nehmen lassen. In anderen Städten läuft das kontroverser und engagierter ab. In letzter Zeit erinnern unsere Volksvertreter mich an das berühmte kalb, das sich willenlos zur Schlechtbank führen läßt.Aber wir kennen das ja:
Beim Güterbahnhofprojekt ließ man sich von einem Investor einlullen.Und was ist damit? Irgendwie nix.
Von eben diesem Investor hatte man sich schon beim Cineplexbau vorführen lassen.Dafür hat Lippstadt nun auch endlich einen Bunker.
In Sachen Freibad passiert auch nix.
Lediglich beim Projekt Gesamtschule zeigen die Kommunalpolitiker die Zähne. Warum auch immer.
Aus Mülheim erfahre ich, dass es wohl doch keinen Stopp der Prohjekt gibt. Ja, was denn nun? Es muss doch irgendwo in diesem Innovationsministerium (was für ein grauenhafter Name) jemanden geben, der da Auskunft erteilen kann.
Ebenso lese ich in meiner geschätzten Heimatzeitung, dass es offenbar bei der Entscheidung für das sehr irdische "Himmelreich" zu einem Alleingang des designierten FH-Rektors gekommen sei.
Wie die SPD (die anscheinend über den Schlachtplattenrand zu schauen in der Lage ist) sehr richtig feststellt, hat es in den politischen Gremien der anderen neuen FH-Standorte durchaus erregte Diskussionen um die eben diese gegeben. Sowas nennt man Demokratie. Wobei ich mich ja frage, ob der neue FH-Rektor in Lippstadt da nicht gemeinsame Sache mit dem noch größten Arbeitgeber der Stadt zu machen gedachte. Es ist ja auch von Stiftungsprofessuren aus der Wirtschaft die Rede. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit für ein Unternehmen Arbeitskräfte zu outsourcen. Nach dem Motto: Du willst nicht gehen, na, dann wirste eben Prof.
Aber das nur am Rande.
Schon merkwürdig, dass die Lippstädter Kommunalpolitiker sich stumm die Zügel aus der Hand nehmen lassen. In anderen Städten läuft das kontroverser und engagierter ab. In letzter Zeit erinnern unsere Volksvertreter mich an das berühmte kalb, das sich willenlos zur Schlechtbank führen läßt.Aber wir kennen das ja:
Beim Güterbahnhofprojekt ließ man sich von einem Investor einlullen.Und was ist damit? Irgendwie nix.
Von eben diesem Investor hatte man sich schon beim Cineplexbau vorführen lassen.Dafür hat Lippstadt nun auch endlich einen Bunker.
In Sachen Freibad passiert auch nix.
Lediglich beim Projekt Gesamtschule zeigen die Kommunalpolitiker die Zähne. Warum auch immer.
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Dienstag, Juni 09, 2009
Jetzt nun doch keine FH in Lippstadt?
Zunächst lasen wir ja geradezu frenetische Berichte über das neue Allheilmittel "FH" in unserer geschätzten Heimatzeitung: Von einem Anschub für unsere Stadt war da die Rede, von einem neuen Technologiezentrum im Herzen der westfälischen Steppe und auch die synergetischen Effekte (Lippstadts noch größtem Arbeitgeber sei gedankt) wurden gelobt. Alles Friede, Freude, Eierkuchen und endlich mal wieder strahlende Politikergesichter im Blatte. Wie schön, wenn ein Wahljahr so beginnen darf...
Die Diskussion um ein passendes Gelände fand per Ministeriumsabsegnung ein glückliches Ende: Das "Himmelreich" (wobei ich nicht weiß, was an diesem Gelände so himmlisch sein soll) wurde zum neuen Standort ausgerufen.
Und dann der Schock: Alles gestoppt! Die Standorte werden überprüft - das war dann dem Blatte am Samstag zwar nur eine kleine Meldung wert, aber immerhin. Bei Graf Bernhard durften wir dann die Mutmaßungen über die Gründe lesen: Es läge sicher alles an der langen Diskussion um den konkreten Standort in Lippstadt.
Merkwürdig, denn wir hatten ja schon erfahren, dass es da keine Diskussion mehr gäbe. Alles schon erledigt - und das Ministerium nickte dazu.
Also was denn nun? Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Frage des generellen Standortes (also Lippstadt/Hamm ja oder nein) zu einer Frage des regionalen Standortes degradiert wurde. Vielleicht hat der olle Graf da auch einfach ein Problem mit der Zeitgeschichte - think global, act local - aber nur, wenn die Kasse stimmt.
Wer hoffte nun baldmöglichst über die Hintergründe und vor allem die weitere Entwicklung aufgeklärt zu werden, suchte unsere geschätzte Heimatzeitung lange ab. Aber wer nach Infos sucht, muß einfach nur über den Schlachtplattenrand schauen.
Ein Blick zu den Nachbarn (auch den journalistischen) schafft Abhilfe (übrigens erfährt man auch zum Thema Gesamtschule im Netz durchaus interessante Dinge):
"Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”"
So zu lesen u.a. online bei "Der Westen".
Also werden offensichtlich nicht lächerliche regionale Detailfragen in Düsseldorf (da haben unsere Landtagsabgeordneten auch deutlich Sinnvolleres zu tun) gewälzt, sondern es geht um prinzipielle Fragen, nämlich um Wirtschaftlichkeit von Standorten. Upppps....
Sollte es so sein, dass einigen Abgeordneten nicht ganz klar ist, warum auch noch Lippstadt eine FH haben soll, wenn es doch in Soest schon eine gibt? Sollte es so sein, dass die Kohle nicht so locker sitzt? Immerhin hat NRW noch ein paar Sorgenkinder an der Brust.
Vielleicht gibt es ja auch nicht so viele lokale und finanziell potente Kooperationspartner, wie man uns weiß machen möchte?
Damit sind wir mal wieder bei der bestimmenden Frage: Quo vadis, Lippstadt?
Und warum wird diese doch existenzielle Fragstellung wie schon gewohnt so ins lokaljournalistische Abseits gestellt?
Wobei mir einfällt: Was ist denn nun mit dem Güterbahnhof?
Die Diskussion um ein passendes Gelände fand per Ministeriumsabsegnung ein glückliches Ende: Das "Himmelreich" (wobei ich nicht weiß, was an diesem Gelände so himmlisch sein soll) wurde zum neuen Standort ausgerufen.
Und dann der Schock: Alles gestoppt! Die Standorte werden überprüft - das war dann dem Blatte am Samstag zwar nur eine kleine Meldung wert, aber immerhin. Bei Graf Bernhard durften wir dann die Mutmaßungen über die Gründe lesen: Es läge sicher alles an der langen Diskussion um den konkreten Standort in Lippstadt.
Merkwürdig, denn wir hatten ja schon erfahren, dass es da keine Diskussion mehr gäbe. Alles schon erledigt - und das Ministerium nickte dazu.
Also was denn nun? Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Frage des generellen Standortes (also Lippstadt/Hamm ja oder nein) zu einer Frage des regionalen Standortes degradiert wurde. Vielleicht hat der olle Graf da auch einfach ein Problem mit der Zeitgeschichte - think global, act local - aber nur, wenn die Kasse stimmt.
Wer hoffte nun baldmöglichst über die Hintergründe und vor allem die weitere Entwicklung aufgeklärt zu werden, suchte unsere geschätzte Heimatzeitung lange ab. Aber wer nach Infos sucht, muß einfach nur über den Schlachtplattenrand schauen.
Ein Blick zu den Nachbarn (auch den journalistischen) schafft Abhilfe (übrigens erfährt man auch zum Thema Gesamtschule im Netz durchaus interessante Dinge):
"Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”"
So zu lesen u.a. online bei "Der Westen".
Also werden offensichtlich nicht lächerliche regionale Detailfragen in Düsseldorf (da haben unsere Landtagsabgeordneten auch deutlich Sinnvolleres zu tun) gewälzt, sondern es geht um prinzipielle Fragen, nämlich um Wirtschaftlichkeit von Standorten. Upppps....
Sollte es so sein, dass einigen Abgeordneten nicht ganz klar ist, warum auch noch Lippstadt eine FH haben soll, wenn es doch in Soest schon eine gibt? Sollte es so sein, dass die Kohle nicht so locker sitzt? Immerhin hat NRW noch ein paar Sorgenkinder an der Brust.
Vielleicht gibt es ja auch nicht so viele lokale und finanziell potente Kooperationspartner, wie man uns weiß machen möchte?
Damit sind wir mal wieder bei der bestimmenden Frage: Quo vadis, Lippstadt?
Und warum wird diese doch existenzielle Fragstellung wie schon gewohnt so ins lokaljournalistische Abseits gestellt?
Wobei mir einfällt: Was ist denn nun mit dem Güterbahnhof?
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Samstag, Mai 16, 2009
Finger weg von Erasco-Dosen
Vielleicht sollte man (falls man sowas überhaupt isst) in nächster Zeit die Erasco-Dosen besser im Regal stehen lassen. Wer weiß schon noch, was da wirklich drin ist.
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Donnerstag, Mai 14, 2009
Beim Ausmisten des Bücherregals....
So, ich bin ja nun angeregt durch den Grundschullehrerverband beim Ausmisten:
Alle Fantasy-Literatur ist schon raus. Alle Verschwörungsthriller (Illuminati und Co.) natürlich auch...bei "Herr der Ringe" habe ich nun erkannt, dass es zutiefst rassistisch ist.
Alle Klassiker von Preussler, Lindgren, Twain, Cooper (Lederstrumpf - igitt), Funke und natürlich sämtliche Starwars-Bände - weg.
Alle Marvel-Comics gleich hinterher. Silversurfer, Batman...ganz schrecklich.
Die Klassiker haben es auch nicht überlebt. Bei der Bibel bin ich noch unschlüssig. Geht das Alte Testament noch durch? Aber auf jeden Fall fliegen sämtliche mittalterlichen Sachen raus: Siegfried auf den Schrotthaufen der politisch unkorrekten Literatur. Parzival, Tristan und Co. gleich hinterher. Und die Edda auch. Ende im Gelände...
Endlich Platz in den Regalen und nur noch politisch korrekte Bücher - also eigentlich nur noch Fachbücher oder eben keine mehr.
Alle Fantasy-Literatur ist schon raus. Alle Verschwörungsthriller (Illuminati und Co.) natürlich auch...bei "Herr der Ringe" habe ich nun erkannt, dass es zutiefst rassistisch ist.
Alle Klassiker von Preussler, Lindgren, Twain, Cooper (Lederstrumpf - igitt), Funke und natürlich sämtliche Starwars-Bände - weg.
Alle Marvel-Comics gleich hinterher. Silversurfer, Batman...ganz schrecklich.
Die Klassiker haben es auch nicht überlebt. Bei der Bibel bin ich noch unschlüssig. Geht das Alte Testament noch durch? Aber auf jeden Fall fliegen sämtliche mittalterlichen Sachen raus: Siegfried auf den Schrotthaufen der politisch unkorrekten Literatur. Parzival, Tristan und Co. gleich hinterher. Und die Edda auch. Ende im Gelände...
Endlich Platz in den Regalen und nur noch politisch korrekte Bücher - also eigentlich nur noch Fachbücher oder eben keine mehr.
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Sind Piratengeschichten noch politisch korrekt?
Bei der morgendlichen Lektüre von Spiegel Online widme ich mich auch immer sehr gerne dem Schulspiegel. Hier erfährt man wissenswertes über Deutschlands Schüler und Studenten, über angeblich neue Erziehungsstile (siehe Herr Bueb) oder die drohende Verdummung unserer Hochschulabsolventen.
Was ich aber heute hier lesen musste, hat mich stutzig gemacht.
Vera (Vergleicharbeiten 3.Klasse in Deutsch und Mathe) hat in den vergangenen Tagen wieder zugeschlagen. Viele Eltern können eine Elegie zum Thema dauernde Testungen in der Grundschule schreiben und viele Kinder haben vor lauter Tests und Arbeiten keine regulären Stunden mehr.
Nun, am Dienstag war es soweit: Vera im Fach Deutsch stand an. Die Kiddies bekommen dann einen Text, sollen dazu Verständnisfragen beantworten und selbst einen kleinen Text schreiben . Richtig, es geht um Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten.
In diesem Jahr handelte der Text von Piraten. Wunderbar, dachte ich, naiv wie ich manchmal bin. Immerhin finden Jungs Piraten auch mal cool - eine gute Alternative zu den ständigen pinkfarbenen Lillifee-Texten in den Schulbüchern. Doch was passiert? Der Grundschullehrerverband regt sich auf, der Text sei politisch nicht korrekt. Sowas können man angesichts der Piratenattacken vor Somalia nicht nehmen.
Geht es denen noch gut? Was soll das? Dürfen Kinder keine phantasievollen Abenteuergeschichten mehr lesen? Legen nun Lehrer fest, was geht und was nicht? Wollen die Filme wie "Fluch der Karibik" sofort verbieten? "Schweinchen Babe" als Aggressionspotential für muslimische Kinder?
Ok, mit solchen hanebüchenen Statements kann man natürlich einen ganzen Kanon an Kinder- und Jugendliteratur wegfegen.
Pipi Langstrumpf fördert eine anarchistische Grundhaltung
Michel aus Lönneberga propagiert dissoziale Verhaltensweisen,
Krabat zeigt ein antichristliches, archaisches Weltbild,
Karl May ist frauenfeindlich und geradezu faschistoid,
Moby Dick und Tom Sawyer gehen dann auch nicht mehr, könnten vielleicht Amokläufer inspirieren. Sind eindeutig macho und überhaupt viel zu wild.
Sämtliche Abenteuergeschichten sind politisch völlig unkorrekt, da garantiert gegen das Gender Mainstreaming gerichtet
Raus aus den Regalen mit "Der Kurier des Zaren", den Artusgeschichten, "Ivanhoe".
Zu kritisieren sind natürlich auch Bücher wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" (wobei das geht vielleicht noch, weil hier ein Mädel die Hauptperson ist), denn hier werden Kinder auf sträflichste Weise angeregt, in eine Phantasiewelt einzutauchen. Pfui Deibel.
Und bloß die Finger weg von den Klassikern der Weltliteratur: "Faust" geht gar nicht. Ein geiler, alter Bock, der ein junges, unschuldiges Mädel missbraucht. Ekelhaft.Missbrauch.
"Effi Briest" - auch ganz furchtbar. Ein armes, junges, unterdrücktes Ding scheitert an den gesellschaftlichen Normen.Auffiorderung zum Suizid? Ach nee, das ist ja "Emilia Galotti". "Nathan der Weise" gehtn irgendwie auch nicht mehr, könnte ja die Gefühle Andersgläubiger verletzen, also von den Kindern, die z.b. Buddhisten sind.
Und die "Ilias" verstecken wir ganz hinten im Schrank....nicht auszudenken, welchen Schaden das Kind nehmen könnte. Immer diese Kriege....
Sollte solch krudes Gedankengut, wie das des Grundschullehrerverbandes, sich durchsetzen, werden wir hier in Geseke eine kleine subversive Zelle der freien Lektüre gründen. Begeisterte Leser von politisch völlig unkorrekten Büchern sind willkommen.
Was ich aber heute hier lesen musste, hat mich stutzig gemacht.
Vera (Vergleicharbeiten 3.Klasse in Deutsch und Mathe) hat in den vergangenen Tagen wieder zugeschlagen. Viele Eltern können eine Elegie zum Thema dauernde Testungen in der Grundschule schreiben und viele Kinder haben vor lauter Tests und Arbeiten keine regulären Stunden mehr.
Nun, am Dienstag war es soweit: Vera im Fach Deutsch stand an. Die Kiddies bekommen dann einen Text, sollen dazu Verständnisfragen beantworten und selbst einen kleinen Text schreiben . Richtig, es geht um Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten.
In diesem Jahr handelte der Text von Piraten. Wunderbar, dachte ich, naiv wie ich manchmal bin. Immerhin finden Jungs Piraten auch mal cool - eine gute Alternative zu den ständigen pinkfarbenen Lillifee-Texten in den Schulbüchern. Doch was passiert? Der Grundschullehrerverband regt sich auf, der Text sei politisch nicht korrekt. Sowas können man angesichts der Piratenattacken vor Somalia nicht nehmen.
Geht es denen noch gut? Was soll das? Dürfen Kinder keine phantasievollen Abenteuergeschichten mehr lesen? Legen nun Lehrer fest, was geht und was nicht? Wollen die Filme wie "Fluch der Karibik" sofort verbieten? "Schweinchen Babe" als Aggressionspotential für muslimische Kinder?
Ok, mit solchen hanebüchenen Statements kann man natürlich einen ganzen Kanon an Kinder- und Jugendliteratur wegfegen.
Pipi Langstrumpf fördert eine anarchistische Grundhaltung
Michel aus Lönneberga propagiert dissoziale Verhaltensweisen,
Krabat zeigt ein antichristliches, archaisches Weltbild,
Karl May ist frauenfeindlich und geradezu faschistoid,
Moby Dick und Tom Sawyer gehen dann auch nicht mehr, könnten vielleicht Amokläufer inspirieren. Sind eindeutig macho und überhaupt viel zu wild.
Sämtliche Abenteuergeschichten sind politisch völlig unkorrekt, da garantiert gegen das Gender Mainstreaming gerichtet
Raus aus den Regalen mit "Der Kurier des Zaren", den Artusgeschichten, "Ivanhoe".
Zu kritisieren sind natürlich auch Bücher wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" (wobei das geht vielleicht noch, weil hier ein Mädel die Hauptperson ist), denn hier werden Kinder auf sträflichste Weise angeregt, in eine Phantasiewelt einzutauchen. Pfui Deibel.
Und bloß die Finger weg von den Klassikern der Weltliteratur: "Faust" geht gar nicht. Ein geiler, alter Bock, der ein junges, unschuldiges Mädel missbraucht. Ekelhaft.Missbrauch.
"Effi Briest" - auch ganz furchtbar. Ein armes, junges, unterdrücktes Ding scheitert an den gesellschaftlichen Normen.Auffiorderung zum Suizid? Ach nee, das ist ja "Emilia Galotti". "Nathan der Weise" gehtn irgendwie auch nicht mehr, könnte ja die Gefühle Andersgläubiger verletzen, also von den Kindern, die z.b. Buddhisten sind.
Und die "Ilias" verstecken wir ganz hinten im Schrank....nicht auszudenken, welchen Schaden das Kind nehmen könnte. Immer diese Kriege....
Sollte solch krudes Gedankengut, wie das des Grundschullehrerverbandes, sich durchsetzen, werden wir hier in Geseke eine kleine subversive Zelle der freien Lektüre gründen. Begeisterte Leser von politisch völlig unkorrekten Büchern sind willkommen.
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Mittwoch, Mai 13, 2009
Immer diese unreflektierte Häme....
Der gute Andreas, der auf lippstadt-blog.de am bloggen ist, hat deutliche Tendenzen zum Lokalpatriotismus. Scheint übrigens eine nichtansteckende, aber im westfälischen Niemandsland verbreitete Sache zu sein.
Komischerweise werden hier regionale Grenzen gezogen, die selbst einen Rheinländer neidvoll erblassen lassen. Kann mir mal jemand erklären, warum man schon fast den Eindruck haben muss, Geseke gehöre zu einem anderen Kulturkreis? Wenn ich in Bonn von Jodesberch ins Musikerviertel fahre (Bonner Norden), bin ich länger unterwegs als zwischen Lippstadt und Geseke.
Egal, jedenfalls wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch Lippstadt am Anfang eines jeden Jahres in der Lage wäre, eine Printvariante des Veranstaltungskalenders auf den Rathausplatz zu werfen. Dann entstünden solche Veranstaltungsmassierungen, wie sie am kommenden Wochenende mal wieder drohen, erst gar nicht.
Außerdem wundern mich doch manche Eintragungen im Online-Kalender der Stadt. Der arme Mensch spricht offenbar jeden Freitagabend über Harry Potter - und das bis in den September.
Komischerweise werden hier regionale Grenzen gezogen, die selbst einen Rheinländer neidvoll erblassen lassen. Kann mir mal jemand erklären, warum man schon fast den Eindruck haben muss, Geseke gehöre zu einem anderen Kulturkreis? Wenn ich in Bonn von Jodesberch ins Musikerviertel fahre (Bonner Norden), bin ich länger unterwegs als zwischen Lippstadt und Geseke.
Egal, jedenfalls wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch Lippstadt am Anfang eines jeden Jahres in der Lage wäre, eine Printvariante des Veranstaltungskalenders auf den Rathausplatz zu werfen. Dann entstünden solche Veranstaltungsmassierungen, wie sie am kommenden Wochenende mal wieder drohen, erst gar nicht.
Außerdem wundern mich doch manche Eintragungen im Online-Kalender der Stadt. Der arme Mensch spricht offenbar jeden Freitagabend über Harry Potter - und das bis in den September.
Hundeleckereien - Kauhufe und Co.
Was unser Hund hier so hingebungsvoll beknabbert ist tatsächlich ein Kuhhuf. Fährt sie voll drauf ab, bewahrt meinen Schreibtisch vor Kauattacken und hält echt lange - so ein Huf. Nach mehreren Tagen intensiver künstlerischer Auseinandersetzung (im Sinne einer weitestgehenden Reduktion) mit dem Huf bleibt nur noch ein Fitzelchen übrig.
Und Kuhhufe sind noch recht gewöhnlich. Völlig heiß begeht sind diese winzigen Dingerchen:
Einziger Nachteil (wie auch bei Lunge und Co.): Sie stinken unglaublich.
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Hundeleben
Lob der Provinz
Als Exilbonnerin mit langjähriger Provinzerfahrung in Lippstadt habe ich mich ja bekanntermaßen für einen weiteren Lebensabschnitt durchs Hintertürchen der Provinz in die noch tiefere selbige verzogen.
Wer nun denkt, in Geseke sei alles noch beschaulicher, täuscht sich gewaltig. Nicht nur wird hier permanent etwas geboten, wie die Gösselkirmes, das Hexenstadtfest, der Geseker Freitag, nein, das Ganze ist sogar recht professionell organisiert.
Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter - kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist. Ok, manches ist nur für Randgruppen von Relevanz(davon gibt es bekanntlich reichlich), aber immerhin, jeder potentielle Veranstalter kann sich so sein Plätzchen suchen. Die Ferientermine sind auch notiert.
Vorbildlich, liebe Geseker! Man braucht zwar ab 35 eine Lesebrille, aber die PDF-Version im Netz ist auch für frühergraute Menschen wie mich gut lesbar.
Wer nun denkt, in Geseke sei alles noch beschaulicher, täuscht sich gewaltig. Nicht nur wird hier permanent etwas geboten, wie die Gösselkirmes, das Hexenstadtfest, der Geseker Freitag, nein, das Ganze ist sogar recht professionell organisiert.
Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter - kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist. Ok, manches ist nur für Randgruppen von Relevanz(davon gibt es bekanntlich reichlich), aber immerhin, jeder potentielle Veranstalter kann sich so sein Plätzchen suchen. Die Ferientermine sind auch notiert.
Vorbildlich, liebe Geseker! Man braucht zwar ab 35 eine Lesebrille, aber die PDF-Version im Netz ist auch für frühergraute Menschen wie mich gut lesbar.
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Leben in Geseke,
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Montag, Mai 11, 2009
Sonntag, Mai 10, 2009
Geseker Gösselkirmes - Festumzug
Ich habe ja einen Logenplatz im Abo, sozusagen Abo 1 all inklusiiiiiv.Daher hier nun die Fotos vom diesjährigen Umzug.







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Leben in Geseke
Freitag, Mai 01, 2009
Grenzen der Mediengesellschaft - NTV
Gestern Mittag zappte ich rein infohungrig ins Programm von NTV. Was ich dann sah, hat mich doch betroffen und wütend gemacht. Es wurden Live-Bilder der Verletzten der "Amokfahrt" in den Niederlanden gezeigt. Irrerweise ist das Ganze auch jetzt noch als Videostram bei NTV zu sehen. Verlinkung spare ich mir hier nun.
Man konnte via Glotze verfolgen, wie Menschen versuchten die Verletzten zu reanimieren: Herzmassage, Beatmung...gehts noch?
Wo sind wir gelandet? Schämen diese Redakteure sich nicht, mit sowas auf Sendung zu gehen? Sorry, ich finde das unmöglich.
Klar, Kinder könnten das sehen und super geschockt sein, aber das ist nicht das Thema. Ich finde es hochgradig pietätlos, wenn im TV zu sehen ist, wie jemand real auf der Straße stirbt. Der Voyeurismus ist wohl grenzenlos. Da fällt mir echt nix mehr ein.
Meinetwegen sollen sich junge Hüpfer als Models auseinandernehmen lassen - die machen das freiwillig. Es ist auch ok, wenn Leute sich von Dieter Bohlen beleidigen lassen - ist auch freiwillig. Mich belustigt es auch extrem, wie sich Z-Promis für ein bisschen Fame zum Dschungel-Affen machen.
Aber keineswegs haben die Opfer des Anschlages (oder was auch immer) zugestimmt, dass ihr Sterben dokumentiert und in alle Welt gesendet wird. NTV fliegt von der Senderliste.
Man konnte via Glotze verfolgen, wie Menschen versuchten die Verletzten zu reanimieren: Herzmassage, Beatmung...gehts noch?
Wo sind wir gelandet? Schämen diese Redakteure sich nicht, mit sowas auf Sendung zu gehen? Sorry, ich finde das unmöglich.
Klar, Kinder könnten das sehen und super geschockt sein, aber das ist nicht das Thema. Ich finde es hochgradig pietätlos, wenn im TV zu sehen ist, wie jemand real auf der Straße stirbt. Der Voyeurismus ist wohl grenzenlos. Da fällt mir echt nix mehr ein.
Meinetwegen sollen sich junge Hüpfer als Models auseinandernehmen lassen - die machen das freiwillig. Es ist auch ok, wenn Leute sich von Dieter Bohlen beleidigen lassen - ist auch freiwillig. Mich belustigt es auch extrem, wie sich Z-Promis für ein bisschen Fame zum Dschungel-Affen machen.
Aber keineswegs haben die Opfer des Anschlages (oder was auch immer) zugestimmt, dass ihr Sterben dokumentiert und in alle Welt gesendet wird. NTV fliegt von der Senderliste.
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Donnerstag, April 30, 2009
Und der Güterbahnhof?
So vor ca. 8 Wochen stand noch groß im Blatt, dass massig Fördergelder in das Mammutprojekt Güterbahnhof fließen sollen.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Terrorszenario am Lippstädter Bahnhof
Aus meiner morgendlichen Lethargie wurde ich heute unsanft gerissen. Vollkommen schockiert nahm ich in meiner geschätzten Heimatzeitung zur Kenntnis, dass Lippstadt offenbar direkt von Terroranschlägen bedoht ist.
Mein Gott, kann es denn wahr sein? Terrordrohungen in Lippstadt? " ....dann fliegt der ganze Bahnhof in die Luft"...Bomben am Bahnhof? Und noch dazu "ein Sicherheitsproblem". Wurden schon dubiose Kofferträger gesichtet? Wo sind die Spürhunde, das Sonderkommando, GSG9?
Geht da bloß alle nicht mehr hin - fahrt nicht mehr mit dem Zug - meidet das Gelände weiträumig, wenn euch euer Leben lieb ist. Ich hoffe, dass bald Entwarnung gegeben wird.
Schreckensstarr lese ich weiter ...... und bin verwundert. Keine Bomben - keine Bedrohung. Alles ganz anders....puh. Aber woher kommt dann dieses Schreckensgespenst?
Im letzten Drittel des Artikels wird dann alles klar:
Meine geliebte Hannelore Bartmann-Salmen ist Urheberin dieses Szenarios - das Orakel von Lippstadt.
Da fragt man sich doch, was bei der guten Dame so vorgeht - also rein phantasietechnisch.
Vielleicht am Abend vorher noch ein Verschwörungsbuch gelesen? War wohl schlechter Stoff........
Mein Gott, kann es denn wahr sein? Terrordrohungen in Lippstadt? " ....dann fliegt der ganze Bahnhof in die Luft"...Bomben am Bahnhof? Und noch dazu "ein Sicherheitsproblem". Wurden schon dubiose Kofferträger gesichtet? Wo sind die Spürhunde, das Sonderkommando, GSG9?
Geht da bloß alle nicht mehr hin - fahrt nicht mehr mit dem Zug - meidet das Gelände weiträumig, wenn euch euer Leben lieb ist. Ich hoffe, dass bald Entwarnung gegeben wird.
Schreckensstarr lese ich weiter ...... und bin verwundert. Keine Bomben - keine Bedrohung. Alles ganz anders....puh. Aber woher kommt dann dieses Schreckensgespenst?
Im letzten Drittel des Artikels wird dann alles klar:
Meine geliebte Hannelore Bartmann-Salmen ist Urheberin dieses Szenarios - das Orakel von Lippstadt.
Da fragt man sich doch, was bei der guten Dame so vorgeht - also rein phantasietechnisch.
Vielleicht am Abend vorher noch ein Verschwörungsbuch gelesen? War wohl schlechter Stoff........
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Dienstag, April 21, 2009
Was ist mit dem Südertor-Ost? Und dem Freibad?
Nachdem nun die Verkalkung des Brunnens hinreichend und ausgiebig thematisiert wurde, final geklärt ist, dass "Weißi" (die Katze aus Cappel) keinem bösen Tierquäler zum Opfer fiel und auch das "Angrillen" geregelt wurde, könnte man sich ja wieder echten Themen zuwenden.
Was ist denn nun mit dem Projekt am Südertor-Ost?
Kommt das noch? Es hieß doch, dort solle schnellstmöglichst begonnen werden. Ich habe da noch so ein nettes Architektenbild vor Augen mit Büroräumen und einem Edeka-Markt. Die Quadratur des Kreises ist ja schon mal gelungen und man kann nun halbwegs sicher das Kino erreichen (hat ja auch lange genug gedauert). Also könnte man doch dort loslegen. Oder hab ich was überlesen?
Und was gibt es eigentlich Neues in Sachen Freibad und Hallenbad?
Kommt nun das Allwetterbad? Oder sone Kombi-Sache?
Was ist denn nun mit dem Projekt am Südertor-Ost?
Kommt das noch? Es hieß doch, dort solle schnellstmöglichst begonnen werden. Ich habe da noch so ein nettes Architektenbild vor Augen mit Büroräumen und einem Edeka-Markt. Die Quadratur des Kreises ist ja schon mal gelungen und man kann nun halbwegs sicher das Kino erreichen (hat ja auch lange genug gedauert). Also könnte man doch dort loslegen. Oder hab ich was überlesen?
Und was gibt es eigentlich Neues in Sachen Freibad und Hallenbad?
Kommt nun das Allwetterbad? Oder sone Kombi-Sache?
Stillstand ist Rückschritt
Mit derartig knackigen Formulierungen wurde im letzten Jahr die Werbetrommel für Lippstädter "Großprojekte" gerührt. Wenn es nach dem Motto der damals Werbenden geht, befindet sich Lippstadt mit Siebenmeilenstiefeln (Ich liebe diesen Begriff!) auf dem Weg zurück in die Vergangenheit.
Leider deckt sich dieser Eindruck mit dem Alltag der Lippestadt.
Cafe Peters? Weg. Nordhorn? Auch bald zu. Die gute alle Woole? Auf dem Grabbeltisch gelandet. Der nette kleine Laden mit italienischer Feinkost in der Marktstraße? Da gibts nun Wasserpfeifen. Überhaupt "Marktstraße"? Viel Straße, wenig Läden. Ach, man mag schon gar nicht mehr hingucken.Ich will nun auch gar nicht vom Lippstädter Wochenmarkt, von den vielen Leerständen in der Stadt usw. reden - das deprimiert mich nur.
Was mich aber freute, war dieses nette Bildchen beim Stadt-TV.
Vielleicht sollten die aktuellen Themen der Stadt generalstabsmäßig vom Stadtmarketing vorgegeben werden. Das fände ich zielorientiert.
Leider deckt sich dieser Eindruck mit dem Alltag der Lippestadt.
Cafe Peters? Weg. Nordhorn? Auch bald zu. Die gute alle Woole? Auf dem Grabbeltisch gelandet. Der nette kleine Laden mit italienischer Feinkost in der Marktstraße? Da gibts nun Wasserpfeifen. Überhaupt "Marktstraße"? Viel Straße, wenig Läden. Ach, man mag schon gar nicht mehr hingucken.Ich will nun auch gar nicht vom Lippstädter Wochenmarkt, von den vielen Leerständen in der Stadt usw. reden - das deprimiert mich nur.
Was mich aber freute, war dieses nette Bildchen beim Stadt-TV.
Vielleicht sollten die aktuellen Themen der Stadt generalstabsmäßig vom Stadtmarketing vorgegeben werden. Das fände ich zielorientiert.
Montag, April 20, 2009
Was ist eigentlich mit der Gesamtschule?
Auch so ein merkwürdiger Fall von Schweigen in der Lippestadt.
Ich erinnere mich noch genau daran, dass eine Befragung der Eltern von Grundschülern als Ergebnis den ausdrücklichen Wunsch nach Errichtung einer Gesamtschule erbrachte. Danach gab es dann noch einiges an professionellem Gezetere in der Stadt. Es war von einer Bedrohung der funktionierenden Schullandschaft die Rede, von der Unfinanzierbarkeit dieser Schule, von einer Beschränkung auf ein Halbtagsangebot usw.
Es gab ein wildes Gerangel zwischen Stadt und INI, das sogar angeblich bis nach Arnsberg führte und offenbar von deutlichen Differenzen geprägt war.
Klar war danach nur: Die Eltern wollen eine Gesamtschule - die Lippstädter Kommunalpolitiker der regierenden Fraktion nicht.
Und nun herrscht mal wieder Schweigen, beredetes Schweigen geradezu.
Von den ganzen Meldungen, die zum Thema Gesamtschule durch den Blätterwald von NRW rauschen, liest man bei uns in der Provinz nichts. Merkwürdig nur, dass die Provinz hier durchaus vorkommt, wenn auch als eher negatives Beispiel.
Warum liest man in meiner geschätzten Heimatzeitung Geschichten vom kurzarbeitenden Osterhasen aber nicht von der gewünschten Gesamtschule?
Fast habe ich (wie so oft) den Eindruck, dass hier nach bester Kohlscher Tradition ausgesessen werden soll, was einfach nicht in den Kram passt. Frei nach dem Motto: Decken wir das furchtbare Thema mit dem Mäntelchen des Schweigens zu - irgendwann hat der dumme Bürger es vergessen.
Und das Blatt kann man ja bald wieder mit Schützenfesten, altbekannten Marketingaktionen und Moonlight-Shopping füllen.
Ich erinnere mich noch genau daran, dass eine Befragung der Eltern von Grundschülern als Ergebnis den ausdrücklichen Wunsch nach Errichtung einer Gesamtschule erbrachte. Danach gab es dann noch einiges an professionellem Gezetere in der Stadt. Es war von einer Bedrohung der funktionierenden Schullandschaft die Rede, von der Unfinanzierbarkeit dieser Schule, von einer Beschränkung auf ein Halbtagsangebot usw.
Es gab ein wildes Gerangel zwischen Stadt und INI, das sogar angeblich bis nach Arnsberg führte und offenbar von deutlichen Differenzen geprägt war.
Klar war danach nur: Die Eltern wollen eine Gesamtschule - die Lippstädter Kommunalpolitiker der regierenden Fraktion nicht.
Und nun herrscht mal wieder Schweigen, beredetes Schweigen geradezu.
Von den ganzen Meldungen, die zum Thema Gesamtschule durch den Blätterwald von NRW rauschen, liest man bei uns in der Provinz nichts. Merkwürdig nur, dass die Provinz hier durchaus vorkommt, wenn auch als eher negatives Beispiel.
Warum liest man in meiner geschätzten Heimatzeitung Geschichten vom kurzarbeitenden Osterhasen aber nicht von der gewünschten Gesamtschule?
Fast habe ich (wie so oft) den Eindruck, dass hier nach bester Kohlscher Tradition ausgesessen werden soll, was einfach nicht in den Kram passt. Frei nach dem Motto: Decken wir das furchtbare Thema mit dem Mäntelchen des Schweigens zu - irgendwann hat der dumme Bürger es vergessen.
Und das Blatt kann man ja bald wieder mit Schützenfesten, altbekannten Marketingaktionen und Moonlight-Shopping füllen.
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der tägliche wahnwitz,
leben in lippstadt
Sonntag, April 19, 2009
Hurra, Güterbahnhof?
So rosig, wie es uns die angeblichen Lippstädter Freunde und Förderer der Wirtschaft immer wieder gebetsmühlenartig vorleiern, sieht es wohl nicht aus. Oder besser gesagt: Wie man es sieht, denn die Gegner des (zurecht) umstrittenen Einkaufszentrums am Güterbahnhof sind anscheinend ohne ihr eigenes Zutun auf der Zielgeraden.
Das Geraschel im Blätterwald ist merkwürdig still verklungen. Was ist nun mit dem vormals so vollmundig angekündigten quasi sofortigen Baubeginn? Was ist mit der viel beschworenen Signalwirkung? Wo sind die Bagger, die LKWs, die Räumkomandos? Jedenfalls nicht am Lippstädter Güterbahnhof.
Was ist mit dem Bürgermeister? Er schweigt.
Was ist mit dem Wirtschaftsförderer? Wo ist er überhaupt?
Was ist mit der Allianz der Lippstädter Einzelhändler? Auch hier nur Schweigen.
Kaufland geht in den alten Hit. Von Mediamarkt hört man nichts mehr. Kein Wunder, dass die Umfrage meiner geschätzten Heimatzeitung so ausgeht: 83% glauben nicht mehr an das Projekt.
Ich auch nicht.
Das Geraschel im Blätterwald ist merkwürdig still verklungen. Was ist nun mit dem vormals so vollmundig angekündigten quasi sofortigen Baubeginn? Was ist mit der viel beschworenen Signalwirkung? Wo sind die Bagger, die LKWs, die Räumkomandos? Jedenfalls nicht am Lippstädter Güterbahnhof.
Was ist mit dem Bürgermeister? Er schweigt.
Was ist mit dem Wirtschaftsförderer? Wo ist er überhaupt?
Was ist mit der Allianz der Lippstädter Einzelhändler? Auch hier nur Schweigen.
Kaufland geht in den alten Hit. Von Mediamarkt hört man nichts mehr. Kein Wunder, dass die Umfrage meiner geschätzten Heimatzeitung so ausgeht: 83% glauben nicht mehr an das Projekt.
Ich auch nicht.
Donnerstag, April 16, 2009
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