Ach, würde ich mich doch nur mehr für das hiesige Schützenwesen interessieren, bekäme ich auch die Provinzskandale eher mit. Ich gestehe: Bis gestern hatte ich nicht die geringste Ahnung, dass beim diesjährigen Schützenfest der Sebastianer irgendwas schief gelaufen ist. Ok, ich war an den heißen Schützentagen nicht da, sondern in Südtirol. Und: Ich bin eine Frau und noch dazu aus dem sonnigen Rheinland zugezogen. Drei Dinge, die meine Unwissenheit begründen - denke ich.
Erst gestern kamen dann auch einige Gerüchte bei mir, sprich in meinem Garten an. Und heute lese ich dann auch davon in meiner geschätzten Heimatzeitung.
Was ist denn da los? Ich kenne mich ja wenig im Schützenwesen aus (für Aufklärung in diesem Brauchtumsbereich wäre ich durchaus dankbar - ich spende auch ein paar Bier. Terminabsprachen erwünscht.), aber offenbar hat jemand irgendwas wichtiges an dem Vogel abgeschossen und wollte dann nicht, wenn ich denn die Formulierung "weiterreichen" richtig verstanden habe. Geht das nicht? Und wenn das nicht geht, wusste der betreffende Schütze das nicht? Ich dachte immer, das wird vorher schon so halbwegs klargemacht, wer überhaupt König und so werden will. Ich habe mir ja sagen lassen, dass sei ein teures Vergnügen.
Auf der Homepage des Schützenvereines erfahre ich dann, das der gute Mann sein Missgeschick furchtbar bedauert und keineswegs dem "designierten" Kronkönigs-"Inhaber" (wie heißt das bloß?) den Spaß verderben wollte. Himmel, kann doch jedem mal passieren, dass was daneben geht - kein Grund ne Welle zu machen. Und dann lese ich schreckensstarr und voller Unverständnis, dass man dem armen Mann nun von verschiedenen Seiten die Hölle deswegen heiß gemacht hat. Von Leserbriefaktionen, wilden Einträgen ins Gästebuch und sogar einer Einmischung der Politik ist die Rede. Vertuschung wurde sogar meiner geliebten Heimatzeitung vorgeworfen (klar, es gibt viel, was da nicht steht, aber das Schützenwesen wird da sehr ernst genommen, ich schwöre) - ähm, ist das nicht alles ein wenig überzogen? Fehler gemacht, eingesehen, entschuldigt - gut iss in diesem Fall. Oder nicht? Ich dachte immer, beim Schützenwesen stehen Gemeinschaft, Brauchtum und auch Spaß im Vordergrund - offensichtlich nehmen die Westfalen das Schützenwesen ernster, als die Rheinländer den Karneval.Und auf diesem Terrain kenn ich mich glücklicherweise wieder richtig gut aus.
Na denn, Geseke, alaaf! Beim nächsten Schützenfest komme ich auch mal. Es müsste mir vorher nur jemand erklären, was wann wo läuft.
Donnerstag, Juli 23, 2009
Spenden für Frau Schickedanz
Es muss sich was ändern und zwar dringend. Wo kommt unser Land hin, wenn jetzt schon Millionäre beim Aldi shoppen müssen? Wie grausam! Die arme Frau lebt von 500-600 € im Monat. Wie macht die das bloß bei den hohen Nebenkosten für ihre bescheidenen Hütten? Und nun spart sie schon an der Kosmetik und betreibt Gemüseanbau im Garten.
Himmel, wie schlecht geht es unseren Reichen? Ich stelle mir grade vor, wie Frau Schickedanz morgens Katzenwäsche betreibt (Die Wasserkosten sind ja astronomisch hoch.), zum Frühstück gibts maximal ein paar Cornflakes bevor sie sich in ihr Outfit von TCM (natürlich aussem Sale)wirft. Später unterweist sie ihre zwei Dutzend Gärtner im Anbau von Kartoffeln und Rüben. Danach saust sie im Porsche zum Aldi um die Sonderangebote abzugreifen, Friseur ist nicht mehr und Klamotten kauft sie sicher bei KIK, ach, was sage ich, die bekommt sie vom Roten Kreuz. Und wenns am Monatsende ganz eng wird, speist die Familie bei der Tafel.
Wie schön, dass es noch Mitmenschen gibt, die angesichts der Wirtschaftskrise ein Herz für notleidende Millionäre haben. Die Quelle-Mitarbeiter sammeln schon Spenden für ihre aufopferungsvolle Chefin.
Himmel, wie schlecht geht es unseren Reichen? Ich stelle mir grade vor, wie Frau Schickedanz morgens Katzenwäsche betreibt (Die Wasserkosten sind ja astronomisch hoch.), zum Frühstück gibts maximal ein paar Cornflakes bevor sie sich in ihr Outfit von TCM (natürlich aussem Sale)wirft. Später unterweist sie ihre zwei Dutzend Gärtner im Anbau von Kartoffeln und Rüben. Danach saust sie im Porsche zum Aldi um die Sonderangebote abzugreifen, Friseur ist nicht mehr und Klamotten kauft sie sicher bei KIK, ach, was sage ich, die bekommt sie vom Roten Kreuz. Und wenns am Monatsende ganz eng wird, speist die Familie bei der Tafel.
Wie schön, dass es noch Mitmenschen gibt, die angesichts der Wirtschaftskrise ein Herz für notleidende Millionäre haben. Die Quelle-Mitarbeiter sammeln schon Spenden für ihre aufopferungsvolle Chefin.
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der tägliche wahnwitz
Mittwoch, Juli 15, 2009
Irrungen und Wirrungen in Lippstadts Baulandschaft
Ok, normalerweise lese ich das kostenlose Anzeigenblättchen ja nicht - zuviel pseudoreißerisches Geschreibsel, Hausfrauenthemen, getürkte Umfragen (wer trifft bitte schön völlig zufällig einen ehemaligen Wasserballtrainer auf der Straße, wenn es um das Kombibad geht?), überflüssige Kolumnen, Schützenfestbilder und überhaupt eigentlich nur Ausschlagmaterial für die Biotonne.
Aber bei der letzten Ausgabe stockte ich beim "Tütenbauen" (Nein, nicht solche Tüten!) und las dann doch den Artikel.
"Südertorcarree in neuer Hand - Rätselraten um Hellenthal" - was ist los? Leider konnte ich im Netz bisher keine näheren Infos finden.
Nach Recherchen des "Wochentip" liegen gegen Herrn Hellenthal diverse Anschuldigungen bis hin zu Haftanordnungen vor. Die Stadt Lippstadt wußte offenbar nichts von diesen Dingen. Wann wissen die eigentlich was? Oder besser: Was wollen sie wann und warum wissen?
Dieses ganze Geschmuddel in der Investorenwelt - offenbar das reinste Raubrittertum - juckt mich nur mäßig, was ich spannend finde, ist die Tatsache, das eben jener Hellenthal das Mattenklodt-Haus gekauft hat. Und genau auf jenem Grundstück soll ja (wir erinnern uns) die berühmte Ellipse, das Showobjekt des Güterbahnhof-Projektes, errichtet werden. Und wir erinnern uns auch, dass eigentlich diese Ellipse das einzig optisch ansprechende Objekt des Betonklotzes ist und dass nur diese Ellipse die Anbindung an die Innenstadt gewährleistet.
Und dabei fällt mir dann auch wieder ein, dass letztens noch meine geschätze Heimatzeitung einen großen euphemistischen Artikel über eben jenes Projekt veröffentlichte, in dem u.a. zu lesen stand, dass der Kauf genau dieses Grundstücks noch sehr in der Schwebe sei. Hingegen berichtet der "Wochentip" unter Angabe einer "sicheren Quelle", dass dieses Haus/Grundstück wieder zum Verkauf stünde.
Sorry, aber nun bin ich doch ein wenig verwirrt.
Wenn ich das richtig verstehe, dann bedeutet die Haftanordnung ja, dass der gute Herr Hellenthal (oder eben seine Firma) irgendwelchen Gläubigern noch ordentlich was schuldet und diese nun gewillt sind, ihre Forderungen notfalls durch Haft durchzusetzen. Und offensichtlich handelt es sich da nicht gerade um Summen in Höhe einer Portokasse.
Was mich auch erstaunt, ist mal wieder das "große Schweigen". Nichts, aber auch gar nichts passiert. Wenn die Stadt schon so mega-engagiert hinter den ganzen Projekten steht, warum erfahren wir nichts? Wo bleibt die Hintergrundrecherche?
Große Jubelartikel, in denen nur irgendwelche Aktenordner präsentiert werden, tragen wenig zur Erhellung der Situation bei.
Sonst heißt es nachher noch: "Patsch, Patsch - ins Wasser gefallen. So haben wir nicht gewettet. Das muss sich ändern." Ich weiß auch schon, an welcher Stelle im Blatt wir das goutieren dürfen.
Aber bei der letzten Ausgabe stockte ich beim "Tütenbauen" (Nein, nicht solche Tüten!) und las dann doch den Artikel.
"Südertorcarree in neuer Hand - Rätselraten um Hellenthal" - was ist los? Leider konnte ich im Netz bisher keine näheren Infos finden.
Nach Recherchen des "Wochentip" liegen gegen Herrn Hellenthal diverse Anschuldigungen bis hin zu Haftanordnungen vor. Die Stadt Lippstadt wußte offenbar nichts von diesen Dingen. Wann wissen die eigentlich was? Oder besser: Was wollen sie wann und warum wissen?
Dieses ganze Geschmuddel in der Investorenwelt - offenbar das reinste Raubrittertum - juckt mich nur mäßig, was ich spannend finde, ist die Tatsache, das eben jener Hellenthal das Mattenklodt-Haus gekauft hat. Und genau auf jenem Grundstück soll ja (wir erinnern uns) die berühmte Ellipse, das Showobjekt des Güterbahnhof-Projektes, errichtet werden. Und wir erinnern uns auch, dass eigentlich diese Ellipse das einzig optisch ansprechende Objekt des Betonklotzes ist und dass nur diese Ellipse die Anbindung an die Innenstadt gewährleistet.
Und dabei fällt mir dann auch wieder ein, dass letztens noch meine geschätze Heimatzeitung einen großen euphemistischen Artikel über eben jenes Projekt veröffentlichte, in dem u.a. zu lesen stand, dass der Kauf genau dieses Grundstücks noch sehr in der Schwebe sei. Hingegen berichtet der "Wochentip" unter Angabe einer "sicheren Quelle", dass dieses Haus/Grundstück wieder zum Verkauf stünde.
Sorry, aber nun bin ich doch ein wenig verwirrt.
Wenn ich das richtig verstehe, dann bedeutet die Haftanordnung ja, dass der gute Herr Hellenthal (oder eben seine Firma) irgendwelchen Gläubigern noch ordentlich was schuldet und diese nun gewillt sind, ihre Forderungen notfalls durch Haft durchzusetzen. Und offensichtlich handelt es sich da nicht gerade um Summen in Höhe einer Portokasse.
Was mich auch erstaunt, ist mal wieder das "große Schweigen". Nichts, aber auch gar nichts passiert. Wenn die Stadt schon so mega-engagiert hinter den ganzen Projekten steht, warum erfahren wir nichts? Wo bleibt die Hintergrundrecherche?
Große Jubelartikel, in denen nur irgendwelche Aktenordner präsentiert werden, tragen wenig zur Erhellung der Situation bei.
Sonst heißt es nachher noch: "Patsch, Patsch - ins Wasser gefallen. So haben wir nicht gewettet. Das muss sich ändern." Ich weiß auch schon, an welcher Stelle im Blatt wir das goutieren dürfen.
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der tägliche wahnwitz,
leben in lippstadt
Dolomiten - Tagblatt der Südtiroler
Als Zeitungsleserin aus Gewohnheit kann ich natürlich auch im Urlaub nicht von den Printmedien lassen. In Südtirol lag die "Dolomiten" auf dem Frühstückstisch. Ich bin ja völlig schmerzfrei, was Zeitungsnamen angeht, daher störte mich das in der Fremde auch nicht.
Und siehe da: Ein erstaunlich modernes und interessantes Blatt. Optisch modern aufgemacht, durchgehend vierfarbig und gut strukturiert. Da könnte sich meine geschätzte Heimatzeitung so einiges abgucken.
Der geneigete Dolomiten-Leser findet auf seiner lokalen Seite (geordnet nach Regionen, Tälern eben) alle Infos, die ihn interessieren könnten: Kultur, Politik, Wirtschaft und den Rest. So gefällt mir das.
Und siehe da: Ein erstaunlich modernes und interessantes Blatt. Optisch modern aufgemacht, durchgehend vierfarbig und gut strukturiert. Da könnte sich meine geschätzte Heimatzeitung so einiges abgucken.
Der geneigete Dolomiten-Leser findet auf seiner lokalen Seite (geordnet nach Regionen, Tälern eben) alle Infos, die ihn interessieren könnten: Kultur, Politik, Wirtschaft und den Rest. So gefällt mir das.
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Urlaub
Dienstag, Juli 14, 2009
Montag, Juli 13, 2009
Sonntag, Juni 21, 2009
Ich kann Kanzler - besser nicht.....
Eigentlich fand ich die Idee dieser Casting-Show ganz witzig - die Sendung dann leider unglaublich langweilig und geradezu grottenschlecht.
Das Konzept erinnerte an die Eintopfrezepte von Oma:
Kühlschrank auf - rein gucken - los gehts.
Man nehme die üblichen Parteien, mehr Männer als Frauen, knackfrisches Junggemüse (der ach so engagierte Spinner mit der Second-hand-Tapete) und ein bissel was aussen Vorrat (der Ex-Sponti mit dem Piratentuch), dazu dann eine Prise Migrationshintergrund (die schnuckelige Deutsch-Türkin), ein bisschen was fürs Auge (der Pseudoobama), die Würze kommt durch die CSU (der gruselige Neo-Merz), schwitze alles kurz an und fülle mit gekörnter Brühe auf (die völlig belanglose Mutti). Nur nicht zu lange kochen, sonst wirds Matsche. Also vorsichtig umrühren - keine Fragen stellen. Und aufgewärmt schmeckts noch besser.
Aber der Knaller war defintiv die Jury. Allen voran Herr Scherf.
"Warum haben Sie denn noch keine Kinder?", fragt der Bewohner einer Alten-Wg den Polit-Piraten (welch grandios-kritische und gefährliche Frage). Danach schwadroniert der Herr dann über seine Familie und wie weit er beruflich denn in dem Alter schon gekommen sei....sehr schön, Herr Scherf.
Deutschlands Oberlehrer Jauch zieht die Augenbraue hoch und wirft sich in die Schlacht.
Aber natürlich fragt er Herrn Scherf nicht, was denn seine Frau eigentlich in der Zeit gemacht habe, als er an seiner Karriere bastelte....
Was wohl auch: Windeln wechseln, Nasen putzen, Wäsche waschen, Kochen, Saugen....
Das Konzept erinnerte an die Eintopfrezepte von Oma:
Kühlschrank auf - rein gucken - los gehts.
Man nehme die üblichen Parteien, mehr Männer als Frauen, knackfrisches Junggemüse (der ach so engagierte Spinner mit der Second-hand-Tapete) und ein bissel was aussen Vorrat (der Ex-Sponti mit dem Piratentuch), dazu dann eine Prise Migrationshintergrund (die schnuckelige Deutsch-Türkin), ein bisschen was fürs Auge (der Pseudoobama), die Würze kommt durch die CSU (der gruselige Neo-Merz), schwitze alles kurz an und fülle mit gekörnter Brühe auf (die völlig belanglose Mutti). Nur nicht zu lange kochen, sonst wirds Matsche. Also vorsichtig umrühren - keine Fragen stellen. Und aufgewärmt schmeckts noch besser.
Aber der Knaller war defintiv die Jury. Allen voran Herr Scherf.
"Warum haben Sie denn noch keine Kinder?", fragt der Bewohner einer Alten-Wg den Polit-Piraten (welch grandios-kritische und gefährliche Frage). Danach schwadroniert der Herr dann über seine Familie und wie weit er beruflich denn in dem Alter schon gekommen sei....sehr schön, Herr Scherf.
Deutschlands Oberlehrer Jauch zieht die Augenbraue hoch und wirft sich in die Schlacht.
Aber natürlich fragt er Herrn Scherf nicht, was denn seine Frau eigentlich in der Zeit gemacht habe, als er an seiner Karriere bastelte....
Was wohl auch: Windeln wechseln, Nasen putzen, Wäsche waschen, Kochen, Saugen....
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der tägliche wahnwitz
Mittwoch, Juni 10, 2009
Es wird spannend in Lippstadt - doch kein Stopp in Sachen FH?
Nachdem ich gestern noch sehr irritiert im Westen Antworten auf die drängenden FH-Standort-Fragen suchte, bin ich heute morgen schon etwas schlauer.
Aus Mülheim erfahre ich, dass es wohl doch keinen Stopp der Prohjekt gibt. Ja, was denn nun? Es muss doch irgendwo in diesem Innovationsministerium (was für ein grauenhafter Name) jemanden geben, der da Auskunft erteilen kann.
Ebenso lese ich in meiner geschätzten Heimatzeitung, dass es offenbar bei der Entscheidung für das sehr irdische "Himmelreich" zu einem Alleingang des designierten FH-Rektors gekommen sei.
Wie die SPD (die anscheinend über den Schlachtplattenrand zu schauen in der Lage ist) sehr richtig feststellt, hat es in den politischen Gremien der anderen neuen FH-Standorte durchaus erregte Diskussionen um die eben diese gegeben. Sowas nennt man Demokratie. Wobei ich mich ja frage, ob der neue FH-Rektor in Lippstadt da nicht gemeinsame Sache mit dem noch größten Arbeitgeber der Stadt zu machen gedachte. Es ist ja auch von Stiftungsprofessuren aus der Wirtschaft die Rede. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit für ein Unternehmen Arbeitskräfte zu outsourcen. Nach dem Motto: Du willst nicht gehen, na, dann wirste eben Prof.
Aber das nur am Rande.
Schon merkwürdig, dass die Lippstädter Kommunalpolitiker sich stumm die Zügel aus der Hand nehmen lassen. In anderen Städten läuft das kontroverser und engagierter ab. In letzter Zeit erinnern unsere Volksvertreter mich an das berühmte kalb, das sich willenlos zur Schlechtbank führen läßt.Aber wir kennen das ja:
Beim Güterbahnhofprojekt ließ man sich von einem Investor einlullen.Und was ist damit? Irgendwie nix.
Von eben diesem Investor hatte man sich schon beim Cineplexbau vorführen lassen.Dafür hat Lippstadt nun auch endlich einen Bunker.
In Sachen Freibad passiert auch nix.
Lediglich beim Projekt Gesamtschule zeigen die Kommunalpolitiker die Zähne. Warum auch immer.
Aus Mülheim erfahre ich, dass es wohl doch keinen Stopp der Prohjekt gibt. Ja, was denn nun? Es muss doch irgendwo in diesem Innovationsministerium (was für ein grauenhafter Name) jemanden geben, der da Auskunft erteilen kann.
Ebenso lese ich in meiner geschätzten Heimatzeitung, dass es offenbar bei der Entscheidung für das sehr irdische "Himmelreich" zu einem Alleingang des designierten FH-Rektors gekommen sei.
Wie die SPD (die anscheinend über den Schlachtplattenrand zu schauen in der Lage ist) sehr richtig feststellt, hat es in den politischen Gremien der anderen neuen FH-Standorte durchaus erregte Diskussionen um die eben diese gegeben. Sowas nennt man Demokratie. Wobei ich mich ja frage, ob der neue FH-Rektor in Lippstadt da nicht gemeinsame Sache mit dem noch größten Arbeitgeber der Stadt zu machen gedachte. Es ist ja auch von Stiftungsprofessuren aus der Wirtschaft die Rede. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit für ein Unternehmen Arbeitskräfte zu outsourcen. Nach dem Motto: Du willst nicht gehen, na, dann wirste eben Prof.
Aber das nur am Rande.
Schon merkwürdig, dass die Lippstädter Kommunalpolitiker sich stumm die Zügel aus der Hand nehmen lassen. In anderen Städten läuft das kontroverser und engagierter ab. In letzter Zeit erinnern unsere Volksvertreter mich an das berühmte kalb, das sich willenlos zur Schlechtbank führen läßt.Aber wir kennen das ja:
Beim Güterbahnhofprojekt ließ man sich von einem Investor einlullen.Und was ist damit? Irgendwie nix.
Von eben diesem Investor hatte man sich schon beim Cineplexbau vorführen lassen.Dafür hat Lippstadt nun auch endlich einen Bunker.
In Sachen Freibad passiert auch nix.
Lediglich beim Projekt Gesamtschule zeigen die Kommunalpolitiker die Zähne. Warum auch immer.
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leben in lippstadt
Dienstag, Juni 09, 2009
Jetzt nun doch keine FH in Lippstadt?
Zunächst lasen wir ja geradezu frenetische Berichte über das neue Allheilmittel "FH" in unserer geschätzten Heimatzeitung: Von einem Anschub für unsere Stadt war da die Rede, von einem neuen Technologiezentrum im Herzen der westfälischen Steppe und auch die synergetischen Effekte (Lippstadts noch größtem Arbeitgeber sei gedankt) wurden gelobt. Alles Friede, Freude, Eierkuchen und endlich mal wieder strahlende Politikergesichter im Blatte. Wie schön, wenn ein Wahljahr so beginnen darf...
Die Diskussion um ein passendes Gelände fand per Ministeriumsabsegnung ein glückliches Ende: Das "Himmelreich" (wobei ich nicht weiß, was an diesem Gelände so himmlisch sein soll) wurde zum neuen Standort ausgerufen.
Und dann der Schock: Alles gestoppt! Die Standorte werden überprüft - das war dann dem Blatte am Samstag zwar nur eine kleine Meldung wert, aber immerhin. Bei Graf Bernhard durften wir dann die Mutmaßungen über die Gründe lesen: Es läge sicher alles an der langen Diskussion um den konkreten Standort in Lippstadt.
Merkwürdig, denn wir hatten ja schon erfahren, dass es da keine Diskussion mehr gäbe. Alles schon erledigt - und das Ministerium nickte dazu.
Also was denn nun? Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Frage des generellen Standortes (also Lippstadt/Hamm ja oder nein) zu einer Frage des regionalen Standortes degradiert wurde. Vielleicht hat der olle Graf da auch einfach ein Problem mit der Zeitgeschichte - think global, act local - aber nur, wenn die Kasse stimmt.
Wer hoffte nun baldmöglichst über die Hintergründe und vor allem die weitere Entwicklung aufgeklärt zu werden, suchte unsere geschätzte Heimatzeitung lange ab. Aber wer nach Infos sucht, muß einfach nur über den Schlachtplattenrand schauen.
Ein Blick zu den Nachbarn (auch den journalistischen) schafft Abhilfe (übrigens erfährt man auch zum Thema Gesamtschule im Netz durchaus interessante Dinge):
"Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”"
So zu lesen u.a. online bei "Der Westen".
Also werden offensichtlich nicht lächerliche regionale Detailfragen in Düsseldorf (da haben unsere Landtagsabgeordneten auch deutlich Sinnvolleres zu tun) gewälzt, sondern es geht um prinzipielle Fragen, nämlich um Wirtschaftlichkeit von Standorten. Upppps....
Sollte es so sein, dass einigen Abgeordneten nicht ganz klar ist, warum auch noch Lippstadt eine FH haben soll, wenn es doch in Soest schon eine gibt? Sollte es so sein, dass die Kohle nicht so locker sitzt? Immerhin hat NRW noch ein paar Sorgenkinder an der Brust.
Vielleicht gibt es ja auch nicht so viele lokale und finanziell potente Kooperationspartner, wie man uns weiß machen möchte?
Damit sind wir mal wieder bei der bestimmenden Frage: Quo vadis, Lippstadt?
Und warum wird diese doch existenzielle Fragstellung wie schon gewohnt so ins lokaljournalistische Abseits gestellt?
Wobei mir einfällt: Was ist denn nun mit dem Güterbahnhof?
Die Diskussion um ein passendes Gelände fand per Ministeriumsabsegnung ein glückliches Ende: Das "Himmelreich" (wobei ich nicht weiß, was an diesem Gelände so himmlisch sein soll) wurde zum neuen Standort ausgerufen.
Und dann der Schock: Alles gestoppt! Die Standorte werden überprüft - das war dann dem Blatte am Samstag zwar nur eine kleine Meldung wert, aber immerhin. Bei Graf Bernhard durften wir dann die Mutmaßungen über die Gründe lesen: Es läge sicher alles an der langen Diskussion um den konkreten Standort in Lippstadt.
Merkwürdig, denn wir hatten ja schon erfahren, dass es da keine Diskussion mehr gäbe. Alles schon erledigt - und das Ministerium nickte dazu.
Also was denn nun? Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Frage des generellen Standortes (also Lippstadt/Hamm ja oder nein) zu einer Frage des regionalen Standortes degradiert wurde. Vielleicht hat der olle Graf da auch einfach ein Problem mit der Zeitgeschichte - think global, act local - aber nur, wenn die Kasse stimmt.
Wer hoffte nun baldmöglichst über die Hintergründe und vor allem die weitere Entwicklung aufgeklärt zu werden, suchte unsere geschätzte Heimatzeitung lange ab. Aber wer nach Infos sucht, muß einfach nur über den Schlachtplattenrand schauen.
Ein Blick zu den Nachbarn (auch den journalistischen) schafft Abhilfe (übrigens erfährt man auch zum Thema Gesamtschule im Netz durchaus interessante Dinge):
"Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”"
So zu lesen u.a. online bei "Der Westen".
Also werden offensichtlich nicht lächerliche regionale Detailfragen in Düsseldorf (da haben unsere Landtagsabgeordneten auch deutlich Sinnvolleres zu tun) gewälzt, sondern es geht um prinzipielle Fragen, nämlich um Wirtschaftlichkeit von Standorten. Upppps....
Sollte es so sein, dass einigen Abgeordneten nicht ganz klar ist, warum auch noch Lippstadt eine FH haben soll, wenn es doch in Soest schon eine gibt? Sollte es so sein, dass die Kohle nicht so locker sitzt? Immerhin hat NRW noch ein paar Sorgenkinder an der Brust.
Vielleicht gibt es ja auch nicht so viele lokale und finanziell potente Kooperationspartner, wie man uns weiß machen möchte?
Damit sind wir mal wieder bei der bestimmenden Frage: Quo vadis, Lippstadt?
Und warum wird diese doch existenzielle Fragstellung wie schon gewohnt so ins lokaljournalistische Abseits gestellt?
Wobei mir einfällt: Was ist denn nun mit dem Güterbahnhof?
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leben in lippstadt
Samstag, Mai 16, 2009
Finger weg von Erasco-Dosen
Vielleicht sollte man (falls man sowas überhaupt isst) in nächster Zeit die Erasco-Dosen besser im Regal stehen lassen. Wer weiß schon noch, was da wirklich drin ist.
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der tägliche wahnwitz
Donnerstag, Mai 14, 2009
Beim Ausmisten des Bücherregals....
So, ich bin ja nun angeregt durch den Grundschullehrerverband beim Ausmisten:
Alle Fantasy-Literatur ist schon raus. Alle Verschwörungsthriller (Illuminati und Co.) natürlich auch...bei "Herr der Ringe" habe ich nun erkannt, dass es zutiefst rassistisch ist.
Alle Klassiker von Preussler, Lindgren, Twain, Cooper (Lederstrumpf - igitt), Funke und natürlich sämtliche Starwars-Bände - weg.
Alle Marvel-Comics gleich hinterher. Silversurfer, Batman...ganz schrecklich.
Die Klassiker haben es auch nicht überlebt. Bei der Bibel bin ich noch unschlüssig. Geht das Alte Testament noch durch? Aber auf jeden Fall fliegen sämtliche mittalterlichen Sachen raus: Siegfried auf den Schrotthaufen der politisch unkorrekten Literatur. Parzival, Tristan und Co. gleich hinterher. Und die Edda auch. Ende im Gelände...
Endlich Platz in den Regalen und nur noch politisch korrekte Bücher - also eigentlich nur noch Fachbücher oder eben keine mehr.
Alle Fantasy-Literatur ist schon raus. Alle Verschwörungsthriller (Illuminati und Co.) natürlich auch...bei "Herr der Ringe" habe ich nun erkannt, dass es zutiefst rassistisch ist.
Alle Klassiker von Preussler, Lindgren, Twain, Cooper (Lederstrumpf - igitt), Funke und natürlich sämtliche Starwars-Bände - weg.
Alle Marvel-Comics gleich hinterher. Silversurfer, Batman...ganz schrecklich.
Die Klassiker haben es auch nicht überlebt. Bei der Bibel bin ich noch unschlüssig. Geht das Alte Testament noch durch? Aber auf jeden Fall fliegen sämtliche mittalterlichen Sachen raus: Siegfried auf den Schrotthaufen der politisch unkorrekten Literatur. Parzival, Tristan und Co. gleich hinterher. Und die Edda auch. Ende im Gelände...
Endlich Platz in den Regalen und nur noch politisch korrekte Bücher - also eigentlich nur noch Fachbücher oder eben keine mehr.
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Sind Piratengeschichten noch politisch korrekt?
Bei der morgendlichen Lektüre von Spiegel Online widme ich mich auch immer sehr gerne dem Schulspiegel. Hier erfährt man wissenswertes über Deutschlands Schüler und Studenten, über angeblich neue Erziehungsstile (siehe Herr Bueb) oder die drohende Verdummung unserer Hochschulabsolventen.
Was ich aber heute hier lesen musste, hat mich stutzig gemacht.
Vera (Vergleicharbeiten 3.Klasse in Deutsch und Mathe) hat in den vergangenen Tagen wieder zugeschlagen. Viele Eltern können eine Elegie zum Thema dauernde Testungen in der Grundschule schreiben und viele Kinder haben vor lauter Tests und Arbeiten keine regulären Stunden mehr.
Nun, am Dienstag war es soweit: Vera im Fach Deutsch stand an. Die Kiddies bekommen dann einen Text, sollen dazu Verständnisfragen beantworten und selbst einen kleinen Text schreiben . Richtig, es geht um Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten.
In diesem Jahr handelte der Text von Piraten. Wunderbar, dachte ich, naiv wie ich manchmal bin. Immerhin finden Jungs Piraten auch mal cool - eine gute Alternative zu den ständigen pinkfarbenen Lillifee-Texten in den Schulbüchern. Doch was passiert? Der Grundschullehrerverband regt sich auf, der Text sei politisch nicht korrekt. Sowas können man angesichts der Piratenattacken vor Somalia nicht nehmen.
Geht es denen noch gut? Was soll das? Dürfen Kinder keine phantasievollen Abenteuergeschichten mehr lesen? Legen nun Lehrer fest, was geht und was nicht? Wollen die Filme wie "Fluch der Karibik" sofort verbieten? "Schweinchen Babe" als Aggressionspotential für muslimische Kinder?
Ok, mit solchen hanebüchenen Statements kann man natürlich einen ganzen Kanon an Kinder- und Jugendliteratur wegfegen.
Pipi Langstrumpf fördert eine anarchistische Grundhaltung
Michel aus Lönneberga propagiert dissoziale Verhaltensweisen,
Krabat zeigt ein antichristliches, archaisches Weltbild,
Karl May ist frauenfeindlich und geradezu faschistoid,
Moby Dick und Tom Sawyer gehen dann auch nicht mehr, könnten vielleicht Amokläufer inspirieren. Sind eindeutig macho und überhaupt viel zu wild.
Sämtliche Abenteuergeschichten sind politisch völlig unkorrekt, da garantiert gegen das Gender Mainstreaming gerichtet
Raus aus den Regalen mit "Der Kurier des Zaren", den Artusgeschichten, "Ivanhoe".
Zu kritisieren sind natürlich auch Bücher wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" (wobei das geht vielleicht noch, weil hier ein Mädel die Hauptperson ist), denn hier werden Kinder auf sträflichste Weise angeregt, in eine Phantasiewelt einzutauchen. Pfui Deibel.
Und bloß die Finger weg von den Klassikern der Weltliteratur: "Faust" geht gar nicht. Ein geiler, alter Bock, der ein junges, unschuldiges Mädel missbraucht. Ekelhaft.Missbrauch.
"Effi Briest" - auch ganz furchtbar. Ein armes, junges, unterdrücktes Ding scheitert an den gesellschaftlichen Normen.Auffiorderung zum Suizid? Ach nee, das ist ja "Emilia Galotti". "Nathan der Weise" gehtn irgendwie auch nicht mehr, könnte ja die Gefühle Andersgläubiger verletzen, also von den Kindern, die z.b. Buddhisten sind.
Und die "Ilias" verstecken wir ganz hinten im Schrank....nicht auszudenken, welchen Schaden das Kind nehmen könnte. Immer diese Kriege....
Sollte solch krudes Gedankengut, wie das des Grundschullehrerverbandes, sich durchsetzen, werden wir hier in Geseke eine kleine subversive Zelle der freien Lektüre gründen. Begeisterte Leser von politisch völlig unkorrekten Büchern sind willkommen.
Was ich aber heute hier lesen musste, hat mich stutzig gemacht.
Vera (Vergleicharbeiten 3.Klasse in Deutsch und Mathe) hat in den vergangenen Tagen wieder zugeschlagen. Viele Eltern können eine Elegie zum Thema dauernde Testungen in der Grundschule schreiben und viele Kinder haben vor lauter Tests und Arbeiten keine regulären Stunden mehr.
Nun, am Dienstag war es soweit: Vera im Fach Deutsch stand an. Die Kiddies bekommen dann einen Text, sollen dazu Verständnisfragen beantworten und selbst einen kleinen Text schreiben . Richtig, es geht um Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten.
In diesem Jahr handelte der Text von Piraten. Wunderbar, dachte ich, naiv wie ich manchmal bin. Immerhin finden Jungs Piraten auch mal cool - eine gute Alternative zu den ständigen pinkfarbenen Lillifee-Texten in den Schulbüchern. Doch was passiert? Der Grundschullehrerverband regt sich auf, der Text sei politisch nicht korrekt. Sowas können man angesichts der Piratenattacken vor Somalia nicht nehmen.
Geht es denen noch gut? Was soll das? Dürfen Kinder keine phantasievollen Abenteuergeschichten mehr lesen? Legen nun Lehrer fest, was geht und was nicht? Wollen die Filme wie "Fluch der Karibik" sofort verbieten? "Schweinchen Babe" als Aggressionspotential für muslimische Kinder?
Ok, mit solchen hanebüchenen Statements kann man natürlich einen ganzen Kanon an Kinder- und Jugendliteratur wegfegen.
Pipi Langstrumpf fördert eine anarchistische Grundhaltung
Michel aus Lönneberga propagiert dissoziale Verhaltensweisen,
Krabat zeigt ein antichristliches, archaisches Weltbild,
Karl May ist frauenfeindlich und geradezu faschistoid,
Moby Dick und Tom Sawyer gehen dann auch nicht mehr, könnten vielleicht Amokläufer inspirieren. Sind eindeutig macho und überhaupt viel zu wild.
Sämtliche Abenteuergeschichten sind politisch völlig unkorrekt, da garantiert gegen das Gender Mainstreaming gerichtet
Raus aus den Regalen mit "Der Kurier des Zaren", den Artusgeschichten, "Ivanhoe".
Zu kritisieren sind natürlich auch Bücher wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" (wobei das geht vielleicht noch, weil hier ein Mädel die Hauptperson ist), denn hier werden Kinder auf sträflichste Weise angeregt, in eine Phantasiewelt einzutauchen. Pfui Deibel.
Und bloß die Finger weg von den Klassikern der Weltliteratur: "Faust" geht gar nicht. Ein geiler, alter Bock, der ein junges, unschuldiges Mädel missbraucht. Ekelhaft.Missbrauch.
"Effi Briest" - auch ganz furchtbar. Ein armes, junges, unterdrücktes Ding scheitert an den gesellschaftlichen Normen.Auffiorderung zum Suizid? Ach nee, das ist ja "Emilia Galotti". "Nathan der Weise" gehtn irgendwie auch nicht mehr, könnte ja die Gefühle Andersgläubiger verletzen, also von den Kindern, die z.b. Buddhisten sind.
Und die "Ilias" verstecken wir ganz hinten im Schrank....nicht auszudenken, welchen Schaden das Kind nehmen könnte. Immer diese Kriege....
Sollte solch krudes Gedankengut, wie das des Grundschullehrerverbandes, sich durchsetzen, werden wir hier in Geseke eine kleine subversive Zelle der freien Lektüre gründen. Begeisterte Leser von politisch völlig unkorrekten Büchern sind willkommen.
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Mittwoch, Mai 13, 2009
Immer diese unreflektierte Häme....
Der gute Andreas, der auf lippstadt-blog.de am bloggen ist, hat deutliche Tendenzen zum Lokalpatriotismus. Scheint übrigens eine nichtansteckende, aber im westfälischen Niemandsland verbreitete Sache zu sein.
Komischerweise werden hier regionale Grenzen gezogen, die selbst einen Rheinländer neidvoll erblassen lassen. Kann mir mal jemand erklären, warum man schon fast den Eindruck haben muss, Geseke gehöre zu einem anderen Kulturkreis? Wenn ich in Bonn von Jodesberch ins Musikerviertel fahre (Bonner Norden), bin ich länger unterwegs als zwischen Lippstadt und Geseke.
Egal, jedenfalls wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch Lippstadt am Anfang eines jeden Jahres in der Lage wäre, eine Printvariante des Veranstaltungskalenders auf den Rathausplatz zu werfen. Dann entstünden solche Veranstaltungsmassierungen, wie sie am kommenden Wochenende mal wieder drohen, erst gar nicht.
Außerdem wundern mich doch manche Eintragungen im Online-Kalender der Stadt. Der arme Mensch spricht offenbar jeden Freitagabend über Harry Potter - und das bis in den September.
Komischerweise werden hier regionale Grenzen gezogen, die selbst einen Rheinländer neidvoll erblassen lassen. Kann mir mal jemand erklären, warum man schon fast den Eindruck haben muss, Geseke gehöre zu einem anderen Kulturkreis? Wenn ich in Bonn von Jodesberch ins Musikerviertel fahre (Bonner Norden), bin ich länger unterwegs als zwischen Lippstadt und Geseke.
Egal, jedenfalls wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch Lippstadt am Anfang eines jeden Jahres in der Lage wäre, eine Printvariante des Veranstaltungskalenders auf den Rathausplatz zu werfen. Dann entstünden solche Veranstaltungsmassierungen, wie sie am kommenden Wochenende mal wieder drohen, erst gar nicht.
Außerdem wundern mich doch manche Eintragungen im Online-Kalender der Stadt. Der arme Mensch spricht offenbar jeden Freitagabend über Harry Potter - und das bis in den September.
Hundeleckereien - Kauhufe und Co.
Was unser Hund hier so hingebungsvoll beknabbert ist tatsächlich ein Kuhhuf. Fährt sie voll drauf ab, bewahrt meinen Schreibtisch vor Kauattacken und hält echt lange - so ein Huf. Nach mehreren Tagen intensiver künstlerischer Auseinandersetzung (im Sinne einer weitestgehenden Reduktion) mit dem Huf bleibt nur noch ein Fitzelchen übrig.
Und Kuhhufe sind noch recht gewöhnlich. Völlig heiß begeht sind diese winzigen Dingerchen:
Einziger Nachteil (wie auch bei Lunge und Co.): Sie stinken unglaublich.
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Lob der Provinz
Als Exilbonnerin mit langjähriger Provinzerfahrung in Lippstadt habe ich mich ja bekanntermaßen für einen weiteren Lebensabschnitt durchs Hintertürchen der Provinz in die noch tiefere selbige verzogen.
Wer nun denkt, in Geseke sei alles noch beschaulicher, täuscht sich gewaltig. Nicht nur wird hier permanent etwas geboten, wie die Gösselkirmes, das Hexenstadtfest, der Geseker Freitag, nein, das Ganze ist sogar recht professionell organisiert.
Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter - kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist. Ok, manches ist nur für Randgruppen von Relevanz(davon gibt es bekanntlich reichlich), aber immerhin, jeder potentielle Veranstalter kann sich so sein Plätzchen suchen. Die Ferientermine sind auch notiert.
Vorbildlich, liebe Geseker! Man braucht zwar ab 35 eine Lesebrille, aber die PDF-Version im Netz ist auch für frühergraute Menschen wie mich gut lesbar.
Wer nun denkt, in Geseke sei alles noch beschaulicher, täuscht sich gewaltig. Nicht nur wird hier permanent etwas geboten, wie die Gösselkirmes, das Hexenstadtfest, der Geseker Freitag, nein, das Ganze ist sogar recht professionell organisiert.
Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter - kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist. Ok, manches ist nur für Randgruppen von Relevanz(davon gibt es bekanntlich reichlich), aber immerhin, jeder potentielle Veranstalter kann sich so sein Plätzchen suchen. Die Ferientermine sind auch notiert.
Vorbildlich, liebe Geseker! Man braucht zwar ab 35 eine Lesebrille, aber die PDF-Version im Netz ist auch für frühergraute Menschen wie mich gut lesbar.
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Montag, Mai 11, 2009
Sonntag, Mai 10, 2009
Geseker Gösselkirmes - Festumzug
Ich habe ja einen Logenplatz im Abo, sozusagen Abo 1 all inklusiiiiiv.Daher hier nun die Fotos vom diesjährigen Umzug.







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Freitag, Mai 01, 2009
Grenzen der Mediengesellschaft - NTV
Gestern Mittag zappte ich rein infohungrig ins Programm von NTV. Was ich dann sah, hat mich doch betroffen und wütend gemacht. Es wurden Live-Bilder der Verletzten der "Amokfahrt" in den Niederlanden gezeigt. Irrerweise ist das Ganze auch jetzt noch als Videostram bei NTV zu sehen. Verlinkung spare ich mir hier nun.
Man konnte via Glotze verfolgen, wie Menschen versuchten die Verletzten zu reanimieren: Herzmassage, Beatmung...gehts noch?
Wo sind wir gelandet? Schämen diese Redakteure sich nicht, mit sowas auf Sendung zu gehen? Sorry, ich finde das unmöglich.
Klar, Kinder könnten das sehen und super geschockt sein, aber das ist nicht das Thema. Ich finde es hochgradig pietätlos, wenn im TV zu sehen ist, wie jemand real auf der Straße stirbt. Der Voyeurismus ist wohl grenzenlos. Da fällt mir echt nix mehr ein.
Meinetwegen sollen sich junge Hüpfer als Models auseinandernehmen lassen - die machen das freiwillig. Es ist auch ok, wenn Leute sich von Dieter Bohlen beleidigen lassen - ist auch freiwillig. Mich belustigt es auch extrem, wie sich Z-Promis für ein bisschen Fame zum Dschungel-Affen machen.
Aber keineswegs haben die Opfer des Anschlages (oder was auch immer) zugestimmt, dass ihr Sterben dokumentiert und in alle Welt gesendet wird. NTV fliegt von der Senderliste.
Man konnte via Glotze verfolgen, wie Menschen versuchten die Verletzten zu reanimieren: Herzmassage, Beatmung...gehts noch?
Wo sind wir gelandet? Schämen diese Redakteure sich nicht, mit sowas auf Sendung zu gehen? Sorry, ich finde das unmöglich.
Klar, Kinder könnten das sehen und super geschockt sein, aber das ist nicht das Thema. Ich finde es hochgradig pietätlos, wenn im TV zu sehen ist, wie jemand real auf der Straße stirbt. Der Voyeurismus ist wohl grenzenlos. Da fällt mir echt nix mehr ein.
Meinetwegen sollen sich junge Hüpfer als Models auseinandernehmen lassen - die machen das freiwillig. Es ist auch ok, wenn Leute sich von Dieter Bohlen beleidigen lassen - ist auch freiwillig. Mich belustigt es auch extrem, wie sich Z-Promis für ein bisschen Fame zum Dschungel-Affen machen.
Aber keineswegs haben die Opfer des Anschlages (oder was auch immer) zugestimmt, dass ihr Sterben dokumentiert und in alle Welt gesendet wird. NTV fliegt von der Senderliste.
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Donnerstag, April 30, 2009
Und der Güterbahnhof?
So vor ca. 8 Wochen stand noch groß im Blatt, dass massig Fördergelder in das Mammutprojekt Güterbahnhof fließen sollen.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Terrorszenario am Lippstädter Bahnhof
Aus meiner morgendlichen Lethargie wurde ich heute unsanft gerissen. Vollkommen schockiert nahm ich in meiner geschätzten Heimatzeitung zur Kenntnis, dass Lippstadt offenbar direkt von Terroranschlägen bedoht ist.
Mein Gott, kann es denn wahr sein? Terrordrohungen in Lippstadt? " ....dann fliegt der ganze Bahnhof in die Luft"...Bomben am Bahnhof? Und noch dazu "ein Sicherheitsproblem". Wurden schon dubiose Kofferträger gesichtet? Wo sind die Spürhunde, das Sonderkommando, GSG9?
Geht da bloß alle nicht mehr hin - fahrt nicht mehr mit dem Zug - meidet das Gelände weiträumig, wenn euch euer Leben lieb ist. Ich hoffe, dass bald Entwarnung gegeben wird.
Schreckensstarr lese ich weiter ...... und bin verwundert. Keine Bomben - keine Bedrohung. Alles ganz anders....puh. Aber woher kommt dann dieses Schreckensgespenst?
Im letzten Drittel des Artikels wird dann alles klar:
Meine geliebte Hannelore Bartmann-Salmen ist Urheberin dieses Szenarios - das Orakel von Lippstadt.
Da fragt man sich doch, was bei der guten Dame so vorgeht - also rein phantasietechnisch.
Vielleicht am Abend vorher noch ein Verschwörungsbuch gelesen? War wohl schlechter Stoff........
Mein Gott, kann es denn wahr sein? Terrordrohungen in Lippstadt? " ....dann fliegt der ganze Bahnhof in die Luft"...Bomben am Bahnhof? Und noch dazu "ein Sicherheitsproblem". Wurden schon dubiose Kofferträger gesichtet? Wo sind die Spürhunde, das Sonderkommando, GSG9?
Geht da bloß alle nicht mehr hin - fahrt nicht mehr mit dem Zug - meidet das Gelände weiträumig, wenn euch euer Leben lieb ist. Ich hoffe, dass bald Entwarnung gegeben wird.
Schreckensstarr lese ich weiter ...... und bin verwundert. Keine Bomben - keine Bedrohung. Alles ganz anders....puh. Aber woher kommt dann dieses Schreckensgespenst?
Im letzten Drittel des Artikels wird dann alles klar:
Meine geliebte Hannelore Bartmann-Salmen ist Urheberin dieses Szenarios - das Orakel von Lippstadt.
Da fragt man sich doch, was bei der guten Dame so vorgeht - also rein phantasietechnisch.
Vielleicht am Abend vorher noch ein Verschwörungsbuch gelesen? War wohl schlechter Stoff........
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