Freitag, September 15, 2006

tiere helfen kindern


da fiel mir doch gerade im auto fast die schoki aus dem mund. mit jeder packung "thunfisch an pasta" - "rinderfilet in gourmetaspik" für die dusseligen katzen spendet der dosenöffner nun 1 sekunde (sic!) zeit für kinder. wow. eine sekunde.
wahnsinn! mal nebenbei: im deutschen tierschutzbund sind rund 800.000 menschen organisiert. im kinderschutzbund nur 50.000.
also sind all die blöden katzen und die zugegebenermassen niedlichen tölen den deutschen mehr wert als kinder?
offensichtlich ja.
es ist ja pervers genug, dass zig kinder in deutschland an der absoluten armutsgrenze leben oder besser vegetieren und diese idiotischen katzen mit gourmet-futter verwöhnt werden. noch schnell ein bissi petersilie drangelegt, denn katzen sind bekanntermassen verwöhnte viecher.
ganz einfach: kümmert euch mehr um die kinder in diesem land. verbessert die schulen, die ausbildung, sorgt für ausreichend essen, kleidung, liebe....die katzen kommen auch so klar. sollen sie doch mäuse fangen.

Kommentare:

Kirsten hat gesagt…

Ich erinnere mich an einen Dialog hier, als bei der Reiter-WM in Aachen ein Pferd gestorben ist:

Ich: "Sicher ist das traurig, aber vielleicht kann man da auch etwas weniger Gewese drum machen."

Jemand anders: "Aber ... aber ... da ist ein PFERD gestorben ..."

Ich: "Ja. Und kein MENSCH."

Schweigen.

Ich mag Tiere auch, aber man sollte die Prioritäten im Auge behalten.

annalog hat gesagt…

genau, kiki. in deutschland sind jeder katzenterrorist, jedes mastschwein, jede kröte besser geschützt, als kinder. ich sage nur krötenwanderung: zig grüngekleidete gutmenschen in mammut-outdoorjacken (hergestellt von kindern in china oder indien) tragen kröten über die straße und machen den larry. aber die schülerlotsen an gefährlichen kreuzungen sollen eingespart werden; ebenso schulbusse.

Wieze hat gesagt…

Hallo, ich hab sehr lange über deinen Post nachgedacht dieses Wochenende. Ich gebe zu: Ich liebe Katzen. Aber du hast natürlich irgendwie recht. Aber es ist wirklich schwer, wenn man was tun möchte. Ich hab mich letztes Jahr mal nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit hier in Köln umgesehen. Ich wollte was für Menschen tun. Im Angebot war beispielsweise Analphabeten unterrichten. Ich habe mich bei mehreren Organisationen gemeldet und angefragt. Eine !!!! hat geantwortet und mich dann abgelehnt, weil ich dreisterweise tagsüber - bis 16 Uhr - arbeite. Es war mir nicht möglich trotz mehrerer Versuche, mich zu engagieren. Und was mache ich nun: Ich bin beim Katzenschutzbund.

Und zum Schluss: Ich habe ein Katze, weil diese Katze mir gut tut. Sie ist da, wenn ich nach Hause komme. Das ist schön.

Das praktische an Katzen ist, dass man sie sich ganz ohne männliche Unterstützung zulegen kann.

Leider erklärte sich bisher kein Mann bereit, sich mit mir zusammenzutun, um vielleicht das eine oder andere Kind in die Welt zu setzen. So. Die wollen alle nur üben.