Es gibt Samstage an denen ich MGH mit sehr gemischten Gefühlen zur Kenntnis nehme. So auch heute wieder, als ich beim Morgenkaffee diesen Artikel las.
Nun ist also schon von frühestens 2012 als Baubeginn für das unsägliche Güterbahnhofprojekt die Rede. Es wird immer kurioser, unverständlicher und verwirrender.
Der Bürgermeister drückt sich um klare Antworten:
"Auf die Frage dieser Zeitung, ob die Verwaltung denn im Lichte neuer Gerichtsurteile von ihrer Auffassung abgerückt sei, dass für das Großprojekt am Güterbahnhof eine europaweite Ausschreibung erforderlich sei, gab Sommer nur eine ausweichende Antwort."
Der mögliche Investor wedelt mit der Gebetsmühle, bekundet sein Interesse, gibt aber zu, dass der großartige Ankermieter Mediamarkt dann vielleicht gar nicht mehr will:
"Diese Vorgehensweise der Stadt Lippstadt wirft den bisher einzigen Partner für das Projekt am Güterbahnhof nicht aus der Bahn. „Wir hatten das erwartet“, erklärte Christian Diesen, Geschäftsführer des Investors HLG aus Münster. An dem Willen, das Millionen-Projekt in Lippstadt zu realisieren, habe sich dadurch aber nichts geändert. „Unser Interesse ist nach wie vor vorhanden. Und darum werden wir uns an dem Ausschreibungsverfahren beteiligen.
Auf die Frage, ob Mediamarkt dann immer noch als Ankermieter für das Einkaufszentrum bereitstehe, konnte Diesen jedoch keine Antwort geben. Das könne er nicht beurteilen, denn da rede man ja jetzt über eine Zeitachse von zwei bis drei Jahren."
Sorry, aber irgendwie fühlt man sich als Bürger doch langsam veräppelt. Was soll das Gehampel? Kann nicht mal einer der Verantwortlichen in klaren Worten den wirklichen Stand des Prtojektes benennen? Was soll diese unnötige Ausschreibung? Warum das Versteckspiel?
Ich glaube, dass dieses Projekt schon lange, lange den Bach runtergegangen ist. Immerhin redet dieser schweigsame Bürgermeister ja angeblich schon seit zig jahren mit den Grundstückseigentümern, ach, nee, das war doch angelich alles schon geklärt, oder? Und nu doch wieder? Warum?
Das ganze Affentheater wirkt lächerlich. Ud seien wir mal ehrlich: Wer daran glaubt, dass nach der Bebauung des Südertors noch weiterer Bedarf an Lebensmittelmärkten in der Innenstadt besteht, das glaubt auch an Area 51.
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Samstag, Oktober 30, 2010
Samstag, September 04, 2010
schonende Vorbereitung auf das Debakel
Fand sich der Hinweis auf den drohenden Untergang des Güterbahnhofprojektes noch vor einigen Tagen am Ende des Artikels, werden nun langsam größere Geschütze aufgefahren.
In MGH heißt es heute auch Seite 3 ganz offen am Artikelanfang:
"Die Chancen für eine Realisierung des geplanten Einkaufszentrum(sic) auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs werden zunehmend geringer."
Ok, die Katze ist nun fast aus dem Sack. Zwar redet der Bürgermeister noch vom Gegenteil, aber das glaubt ja eh keiner mehr. Klar ist für Herrn Sommer, dass eine Erschließung stattfindet. Naja, damit hat er ja nicht gesagt, was konkret denn nun auf dem Gelände passieren soll. Und mir kann keiner erzählen, dass noch irgendein Lebensmittelladen an den Güterbahnhof geht, wenn vorne am Südertor schon einer steht. Wer soll denn die ganzen Lebensmittel kaufen? Leiden wir momentan Hunger? Müssen sich die Lippstädter um Brot und Milch prügeln?
Ich vermute mal eher, dass in den nächsten Wochen immer häufiger fein lancierte Artikel das Ende des Betonkastens Häppchen für Häppchen unter die Bürger bringen sollen. Und am Ende wird es heißen, dass die besonnenen Lippstädter Politiker sich nun gegen den bösen Investor entschieden haben und nun lieber ein neues Stadthaus bauen wollen.
Wäre ja auch soooo praktisch für die Angestellten der Stadt. Immerhin können sie dann ihre Mittagspause nett im Cafe verbringen.
In MGH heißt es heute auch Seite 3 ganz offen am Artikelanfang:
"Die Chancen für eine Realisierung des geplanten Einkaufszentrum(sic) auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs werden zunehmend geringer."
Ok, die Katze ist nun fast aus dem Sack. Zwar redet der Bürgermeister noch vom Gegenteil, aber das glaubt ja eh keiner mehr. Klar ist für Herrn Sommer, dass eine Erschließung stattfindet. Naja, damit hat er ja nicht gesagt, was konkret denn nun auf dem Gelände passieren soll. Und mir kann keiner erzählen, dass noch irgendein Lebensmittelladen an den Güterbahnhof geht, wenn vorne am Südertor schon einer steht. Wer soll denn die ganzen Lebensmittel kaufen? Leiden wir momentan Hunger? Müssen sich die Lippstädter um Brot und Milch prügeln?
Ich vermute mal eher, dass in den nächsten Wochen immer häufiger fein lancierte Artikel das Ende des Betonkastens Häppchen für Häppchen unter die Bürger bringen sollen. Und am Ende wird es heißen, dass die besonnenen Lippstädter Politiker sich nun gegen den bösen Investor entschieden haben und nun lieber ein neues Stadthaus bauen wollen.
Wäre ja auch soooo praktisch für die Angestellten der Stadt. Immerhin können sie dann ihre Mittagspause nett im Cafe verbringen.
Donnerstag, September 02, 2010
Güterbahnhof - Stadthaus statt Mediamarkt?
Ich gebe zu, dieser Sommer war klimatisch eher regnerisch (er war nun wirklich nicht heiß - nur der Frühsommer), doch zaubert mir ein anderer, ein politischer Sommer ein Lächeln ins Gesicht. Ok, es ist nicht nur ein Lächeln - genauer gesagt eine Mischung aus völliger Fassungslosigkeit, diebischer Freude und hohem Spaßfaktor.
Wir erinnern uns: Die Irrungen und Wirrungen um den ehemaligen Güterbahnhof nahmen im Laufe des Jahres schon kafkaeske Züge an. Kaufland kommt, Kaufland übernimmt den alten Hit, Kaufland baut noch einen zweiten Markt, nee, nun doch nicht, aber Mediamarkt kommt sicher. Die Grundstücke sind gekauft, aber irgendwie auch nicht, jedenfalls nicht alle - und Baubeginn war eigentlich schon längst.
Dann wäre da auch noch das Kombibad, der Zustand des Bahnhofs, das Projekt am Südertor....
Der geneigte Bürger mutiert angesichts dieser Sachlage zum zappelnden Käfer.
Nun lese ich heute in meiner geschätzen Heimatzeitung mal wieder von einem weiteren Lieblingskind der Lippstädter Kommunalpolitiker: die bedrückende Enge des Stadthauses. Neubau oder Erweiterung?
„Der Zustand in dem Gebäude ist nicht mehr erträglich“, sprach der Lippstädter Verwaltungschef in dieser Woche im Rahmen eines „Sommergesprächs“ Klartext. Unmissverständlich formulierte der Bürgermeister im Café Nölke vor der Presse seine Forderung nach einer Verbesserung der Situation für die Bediensteten der Stadt - und für die Lippstädter Bürger."
Hmm, für wen ist der Zustand denn in erster Linie so angeblich unerträglich? Wohl weniger für den Bürger, der sich dort ja lediglich zeitweise aufhält. Die Bezeichnung Stadthaus ist ja irreführend. Stadtverwaltersitz wäre treffender, aber das nur am Rande.
Viel faszinierender finde ich die Tatsache, dass man ausgerechnet jetzt damit mal wieder um die Kommunikationsecke kommt. Frei nach dem bekannten Politikermotto: Droht dir Unbill durch stagnierende Projekte, nicht eingehaltene Versprechungen oder gar dem kritischen Bürger, schaffe schnell ein neues Schlachtfeld.
Ist so wie mit dem quengelnden Kind an der Kasse, dem die Mama mal fix nen Ü-Ei kauft, damit es still ist.
Bürger, komm bloß nicht auf die Idee die Stadtverwalter zu nerven. Hier, nimm das Schokoei "Stadthausneubau", ist nur für dich und halt die Backen damit Papa Sommer in Ruhe dösen kann.
Schlicht fassungslos werde ich am Ende des wenig kurzweiligen Artikels:
"Bei den „anderen Optionen“ kommt das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Gespräch, wenn sich für das Einkaufszentrum nicht die erforderlichen Mieter finden. Auch am Südertor gibt es bekanntlich noch größere Flächenreserven. Beim Bürgerbüro will der Verwaltungschef jetzt Vollgas geben, beim Stadthaus-Anbau oder Neubau dauere es wohl noch „ein paar Jahre“, räumte Sommer ein."
Was macht diese Nachricht am Ende dieses Artikels? Warum steht das nicht am Anfang? Warum lese ich davon nichts in der Headline? Wäre ich ein böswilliger Mensch, könnte ich auf die Idee kommen, dass es Absicht ist.
Im Klartext: Nix ist es mit den angeblich so sicheren Mietern für das Megabetonprojekt. Nix ist es mit den angeblich so wasserdichten Verträgen, die uns in höchst dubiosen Aktenordnern bidlich immer wieder vor die Nase gehalten wurden.
Nebelbomben (passend zum heutigen Wetter) werden geworfen: angeblich dringend erforderliche Ausschreibungen, angeblich zähe Verhandlungen etc.
Und nun schwenken unsere Stadtverzörgerer völlig schmerzfrei um.....Still und leise wird es dem Bürger, falls er nicht die Lektüre des vorliegenden Artikels längst wegen Langeweile abgebrochen hat, schon mal vor die Nase gehalten.
Bedenklich ist dabei auch, dass sich lokale Medien offenbar derart vor den Karren spannen lassen, aber das ist eine andere Geschichte.
Der interessierte Bürger blickt wie Kafkas Landvermesser in die scheinbare Leere.
Wir erinnern uns: Die Irrungen und Wirrungen um den ehemaligen Güterbahnhof nahmen im Laufe des Jahres schon kafkaeske Züge an. Kaufland kommt, Kaufland übernimmt den alten Hit, Kaufland baut noch einen zweiten Markt, nee, nun doch nicht, aber Mediamarkt kommt sicher. Die Grundstücke sind gekauft, aber irgendwie auch nicht, jedenfalls nicht alle - und Baubeginn war eigentlich schon längst.
Dann wäre da auch noch das Kombibad, der Zustand des Bahnhofs, das Projekt am Südertor....
Der geneigte Bürger mutiert angesichts dieser Sachlage zum zappelnden Käfer.
Nun lese ich heute in meiner geschätzen Heimatzeitung mal wieder von einem weiteren Lieblingskind der Lippstädter Kommunalpolitiker: die bedrückende Enge des Stadthauses. Neubau oder Erweiterung?
„Der Zustand in dem Gebäude ist nicht mehr erträglich“, sprach der Lippstädter Verwaltungschef in dieser Woche im Rahmen eines „Sommergesprächs“ Klartext. Unmissverständlich formulierte der Bürgermeister im Café Nölke vor der Presse seine Forderung nach einer Verbesserung der Situation für die Bediensteten der Stadt - und für die Lippstädter Bürger."
Hmm, für wen ist der Zustand denn in erster Linie so angeblich unerträglich? Wohl weniger für den Bürger, der sich dort ja lediglich zeitweise aufhält. Die Bezeichnung Stadthaus ist ja irreführend. Stadtverwaltersitz wäre treffender, aber das nur am Rande.
Viel faszinierender finde ich die Tatsache, dass man ausgerechnet jetzt damit mal wieder um die Kommunikationsecke kommt. Frei nach dem bekannten Politikermotto: Droht dir Unbill durch stagnierende Projekte, nicht eingehaltene Versprechungen oder gar dem kritischen Bürger, schaffe schnell ein neues Schlachtfeld.
Ist so wie mit dem quengelnden Kind an der Kasse, dem die Mama mal fix nen Ü-Ei kauft, damit es still ist.
Bürger, komm bloß nicht auf die Idee die Stadtverwalter zu nerven. Hier, nimm das Schokoei "Stadthausneubau", ist nur für dich und halt die Backen damit Papa Sommer in Ruhe dösen kann.
Schlicht fassungslos werde ich am Ende des wenig kurzweiligen Artikels:
"Bei den „anderen Optionen“ kommt das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Gespräch, wenn sich für das Einkaufszentrum nicht die erforderlichen Mieter finden. Auch am Südertor gibt es bekanntlich noch größere Flächenreserven. Beim Bürgerbüro will der Verwaltungschef jetzt Vollgas geben, beim Stadthaus-Anbau oder Neubau dauere es wohl noch „ein paar Jahre“, räumte Sommer ein."
Was macht diese Nachricht am Ende dieses Artikels? Warum steht das nicht am Anfang? Warum lese ich davon nichts in der Headline? Wäre ich ein böswilliger Mensch, könnte ich auf die Idee kommen, dass es Absicht ist.
Im Klartext: Nix ist es mit den angeblich so sicheren Mietern für das Megabetonprojekt. Nix ist es mit den angeblich so wasserdichten Verträgen, die uns in höchst dubiosen Aktenordnern bidlich immer wieder vor die Nase gehalten wurden.
Nebelbomben (passend zum heutigen Wetter) werden geworfen: angeblich dringend erforderliche Ausschreibungen, angeblich zähe Verhandlungen etc.
Und nun schwenken unsere Stadtverzörgerer völlig schmerzfrei um.....Still und leise wird es dem Bürger, falls er nicht die Lektüre des vorliegenden Artikels längst wegen Langeweile abgebrochen hat, schon mal vor die Nase gehalten.
Bedenklich ist dabei auch, dass sich lokale Medien offenbar derart vor den Karren spannen lassen, aber das ist eine andere Geschichte.
Der interessierte Bürger blickt wie Kafkas Landvermesser in die scheinbare Leere.
Mittwoch, Februar 03, 2010
Vom Saulus zum Paulus ? - die Wendemanöver der BG in Lippstadt
Es freut mich ja, dass der normale Bürger durchaus noch ein gutes Gedächtnis hat. So meldete MHG am 2.Februar, dass die BG in der Absage von Kaufland neue Chancen sehe und nun sogar die Möglichkeit bestünde, kleinteiliger zu bauen.
Wie der Forumsteilnehmer richtig feststellt, können wir hier eine gar wundersame Wendung live verfolgen, denn vor noch nicht allzu langer Zeit trötete die BG in ein ganz anderes Horn.
Im März 2007 galt der klotzige RKW-Entwurf bei der BG noch als "das im Vergleich beste Modell". Vom heutigen Gerede von Kleinteiligkeit keine Spur. Kaufland wurde als notwendiges Übel hingenommen.
Im Mai 2008 hörte es sich dann schon ein wenig anders an.
"Der Gedanke für die BG ist, dass wir mit „Kaufland“ einen der kostengünstigsten Anbieter
aus der Lebensmittelbranche in die Innenstadt holen. Insbesondere Personenkreise mit
geringeren Einkommen werden hiervon profitieren."
Aha, dann also doch unbedingt Kaufland? Das folgende, damals modische, Gefasel über den "heißen Sommer" und die "ach so böse Initiative" hatte ich ja bis heute gar nicht gelesen. Schon lustig, war ja gar nicht Hannilein allein.
Bei den Empfehlungen zum Bürgerentscheid bezog die BG damals auch eindeutig Position:
Für einen großflächigen Bau nach Vorgaben von RKW, für Kaufland und ganz eindeutig gegen andere Entwürfe und Nutzungsideen. Was ist eigentlich aus dem damaligen liebsten Kind der BG geworden? Also aus dem Bürgerzentrum, was die BG doch so dringend wollte?
Und nun? Nun ja die BG propagiert ein "weiter so" - eigentlich egal wie - Hauptsache eben "weiter so". Kaufland ist doch nicht mehr so wichtig, kleinteiliger bauen ist nun auch ok (ähm, wie soll das gehen, wenn nicht mehr diskutiert werden soll), aber eben auf jeden Fall soll da was hin. Anscheinend recht egal was - eben irgendwas.
Wie der Forumsteilnehmer richtig feststellt, können wir hier eine gar wundersame Wendung live verfolgen, denn vor noch nicht allzu langer Zeit trötete die BG in ein ganz anderes Horn.
Im März 2007 galt der klotzige RKW-Entwurf bei der BG noch als "das im Vergleich beste Modell". Vom heutigen Gerede von Kleinteiligkeit keine Spur. Kaufland wurde als notwendiges Übel hingenommen.
Im Mai 2008 hörte es sich dann schon ein wenig anders an.
"Der Gedanke für die BG ist, dass wir mit „Kaufland“ einen der kostengünstigsten Anbieter
aus der Lebensmittelbranche in die Innenstadt holen. Insbesondere Personenkreise mit
geringeren Einkommen werden hiervon profitieren."
Aha, dann also doch unbedingt Kaufland? Das folgende, damals modische, Gefasel über den "heißen Sommer" und die "ach so böse Initiative" hatte ich ja bis heute gar nicht gelesen. Schon lustig, war ja gar nicht Hannilein allein.
Bei den Empfehlungen zum Bürgerentscheid bezog die BG damals auch eindeutig Position:
Für einen großflächigen Bau nach Vorgaben von RKW, für Kaufland und ganz eindeutig gegen andere Entwürfe und Nutzungsideen. Was ist eigentlich aus dem damaligen liebsten Kind der BG geworden? Also aus dem Bürgerzentrum, was die BG doch so dringend wollte?
Und nun? Nun ja die BG propagiert ein "weiter so" - eigentlich egal wie - Hauptsache eben "weiter so". Kaufland ist doch nicht mehr so wichtig, kleinteiliger bauen ist nun auch ok (ähm, wie soll das gehen, wenn nicht mehr diskutiert werden soll), aber eben auf jeden Fall soll da was hin. Anscheinend recht egal was - eben irgendwas.
Samstag, Januar 30, 2010
Was kümmert unsere Kommunalpolitiker ihr Geschwätz von gestern?
Nichts kümmert es sie. Und das Erstaunliche: Es fällt keinem auf oder wird totgeschwiegen.
Ich habe mich heute nachmittag nochmal in die "Güterbahnhof Files" vertieft und sitze nun verwirrt und auch ein wenig entnervt im romantischen Geseke.
Wir erinnern uns (fällt nicht schwer, stand ja erst heute in MGH):
"Der Investor geht allerdings davon aus, dass sich die Verkaufsfläche durch einen anderen Anbieter verkleinern könnte. Wichtig sei aber weiterhin, „dass neben dem gesetzten Elektromarkt auch ein echter weiterer Ankermieter vorhanden ist.“
Aus Sicht der Stadt Lippstadt könnten eine kleinere Verkaufsfläche und damit eine Verringerung der Pkw-Stellplätze einige Problembereiche deutlich entschärfen. So wirke sich das geringere Bauvolumen positiv auf die städtebauliche Entwicklung aus. Möglicherweise könne sogar auf die Parkebene auf dem Dach des geplanten Einkaufszentrums verzichtet werden. Das wäre nach Meinung der Stadt im Hinblick auf die Lärmproblematik sogar von Vorteil."
Merkwürdig nur, dass im "heißen Lippstädter Sommer" immer die Rede davon war, dass es verkehrstechnisch keinerlei Probleme geben könnte. Jetzt also doch? Versteh ich nicht.
Von der Initiative wurde stets auf den drohenden Kollaps und die Lärmbelästigung der Anwohner hingewiesen. Diese Punkte wischten Investor und Kommunalpolitiker ständig lässig vom Tisch. Nun also gibt es doch eine Lärmproblematik? Ja, woher kommt die denn so plötzlich?
Äußerst eigenartig ist auch die Tatsache, dass nun offenbar nichts am Ankermieter Kaufland hängt. Dabei äußerte der BEG-Mensch bei einem der Bürgergespräche doch, dass "es entweder mit Kaufland gemacht würde oder gar nicht."
Ja was denn nun?
Was mich auch sehr irritiert ist die Tatsache, dass es nun auch kein Problem mehr sein soll, wenn das "Center" viel kleiner ausfällt, als ursprünglich geplant. Dabei kann man auf den offiziellen Lippstadt Seiten noch das damalige Gutachten finden, in dem ganz klar steht, dass es mindestens die Größe sein müsste. Als Argumente wurden der Sogeffekt auf die Nachbarstädte usw. genannt. Eine kleinere Bauweise sei nicht möglich, hieß es damals, was zur letztendlichen Absegnung des "Betonklotzes" führte.
Gilt dieses Gutachten nun nicht mehr? Damals wurde dieses Pamphlet als absolutes Nonplusultra bezeichnet. Nun ist es das wohl nicht mehr.
Warum habe ich nur den sehr deutlichen Eindruck, dass hier Wendehälse am Werke sind?
Erinnern sich Herr Sommer und Co. nicht mehr an ihre Aussagen der letzten Jahre? Beginnende Demenz oder politisches Kalkül?
(Nebenbei: Kommt ja irgenwie auch ganz schlecht, dass unser Bürgermeister noch nix so richtig reißen konnte. An der FH sind auch erst 85 Studenten eingeschrieben, das Allwetterbad gibts nicht, dafür massenhaft Kurzarbeit. Zig Läden in der Innenstadt machen dicht - hoffentlich, wirklich hoffentlich kommt wenigstens H&M...ehrlich)
Ach ja, dann ist da noch das Thema Media-Markt. So ganz zuversichtlich bin ich nicht, dass eine solche Filiale bald in Lippstadt eröffnet.
Dem Netz entnehme ich, dass Media-Markt offensichtlich eher in China expandieren möchte und dort sogar ein zweites Standbein erreichen wolle. In diesem Jahr soll es damit losgehen, dann können die Chinesen das, was sie schon lange produzieren, auch ganz easy in ihrem eigenen Land kaufen. Gute Idee und vor allem auch ökologisch korrekt.
In Deutschland hingegen sollen nur bis zu acht neue Märkte entstehen. Irgendwie kann ich nicht ganz glauben, dass ausgerechnet Lippstadt einer der Standorte sein soll.
Es wurde doch auch immer behauptet, Media-Markt käme nur in Kombi mit Kaufland. Kaufland kommt, aber nicht in das neue Center. Also warum sollte dann doch noch der Media-Markt in das Center am Güterbahnhof ziehen?
Ich vermute mal fast, dass das gesamte Projekt so tot ist, wie ein abgeschmückter Weihnachtsbaum Anfang Februar am Straßenrand, der auf die Abfuhr wartet. Ein paar vergessene Lamettafäden flattern noch am nadellosen Gerippe und die Hundekerle heben ihr Beinchen dran. Das braucht keiner mehr - also ab damit.
Ich habe mich heute nachmittag nochmal in die "Güterbahnhof Files" vertieft und sitze nun verwirrt und auch ein wenig entnervt im romantischen Geseke.
Wir erinnern uns (fällt nicht schwer, stand ja erst heute in MGH):
"Der Investor geht allerdings davon aus, dass sich die Verkaufsfläche durch einen anderen Anbieter verkleinern könnte. Wichtig sei aber weiterhin, „dass neben dem gesetzten Elektromarkt auch ein echter weiterer Ankermieter vorhanden ist.“
Aus Sicht der Stadt Lippstadt könnten eine kleinere Verkaufsfläche und damit eine Verringerung der Pkw-Stellplätze einige Problembereiche deutlich entschärfen. So wirke sich das geringere Bauvolumen positiv auf die städtebauliche Entwicklung aus. Möglicherweise könne sogar auf die Parkebene auf dem Dach des geplanten Einkaufszentrums verzichtet werden. Das wäre nach Meinung der Stadt im Hinblick auf die Lärmproblematik sogar von Vorteil."
Merkwürdig nur, dass im "heißen Lippstädter Sommer" immer die Rede davon war, dass es verkehrstechnisch keinerlei Probleme geben könnte. Jetzt also doch? Versteh ich nicht.
Von der Initiative wurde stets auf den drohenden Kollaps und die Lärmbelästigung der Anwohner hingewiesen. Diese Punkte wischten Investor und Kommunalpolitiker ständig lässig vom Tisch. Nun also gibt es doch eine Lärmproblematik? Ja, woher kommt die denn so plötzlich?
Äußerst eigenartig ist auch die Tatsache, dass nun offenbar nichts am Ankermieter Kaufland hängt. Dabei äußerte der BEG-Mensch bei einem der Bürgergespräche doch, dass "es entweder mit Kaufland gemacht würde oder gar nicht."
Ja was denn nun?
Was mich auch sehr irritiert ist die Tatsache, dass es nun auch kein Problem mehr sein soll, wenn das "Center" viel kleiner ausfällt, als ursprünglich geplant. Dabei kann man auf den offiziellen Lippstadt Seiten noch das damalige Gutachten finden, in dem ganz klar steht, dass es mindestens die Größe sein müsste. Als Argumente wurden der Sogeffekt auf die Nachbarstädte usw. genannt. Eine kleinere Bauweise sei nicht möglich, hieß es damals, was zur letztendlichen Absegnung des "Betonklotzes" führte.
Gilt dieses Gutachten nun nicht mehr? Damals wurde dieses Pamphlet als absolutes Nonplusultra bezeichnet. Nun ist es das wohl nicht mehr.
Warum habe ich nur den sehr deutlichen Eindruck, dass hier Wendehälse am Werke sind?
Erinnern sich Herr Sommer und Co. nicht mehr an ihre Aussagen der letzten Jahre? Beginnende Demenz oder politisches Kalkül?
(Nebenbei: Kommt ja irgenwie auch ganz schlecht, dass unser Bürgermeister noch nix so richtig reißen konnte. An der FH sind auch erst 85 Studenten eingeschrieben, das Allwetterbad gibts nicht, dafür massenhaft Kurzarbeit. Zig Läden in der Innenstadt machen dicht - hoffentlich, wirklich hoffentlich kommt wenigstens H&M...ehrlich)
Ach ja, dann ist da noch das Thema Media-Markt. So ganz zuversichtlich bin ich nicht, dass eine solche Filiale bald in Lippstadt eröffnet.
Dem Netz entnehme ich, dass Media-Markt offensichtlich eher in China expandieren möchte und dort sogar ein zweites Standbein erreichen wolle. In diesem Jahr soll es damit losgehen, dann können die Chinesen das, was sie schon lange produzieren, auch ganz easy in ihrem eigenen Land kaufen. Gute Idee und vor allem auch ökologisch korrekt.
In Deutschland hingegen sollen nur bis zu acht neue Märkte entstehen. Irgendwie kann ich nicht ganz glauben, dass ausgerechnet Lippstadt einer der Standorte sein soll.
Es wurde doch auch immer behauptet, Media-Markt käme nur in Kombi mit Kaufland. Kaufland kommt, aber nicht in das neue Center. Also warum sollte dann doch noch der Media-Markt in das Center am Güterbahnhof ziehen?
Ich vermute mal fast, dass das gesamte Projekt so tot ist, wie ein abgeschmückter Weihnachtsbaum Anfang Februar am Straßenrand, der auf die Abfuhr wartet. Ein paar vergessene Lamettafäden flattern noch am nadellosen Gerippe und die Hundekerle heben ihr Beinchen dran. Das braucht keiner mehr - also ab damit.
Augen zu und durch
Seit 7.00 Uhr höre ich schon die regen Nachbarn Schnee schippen. Da es ja immer weiter schneit, nehme ich persönlich Abstand von diesem sinnlosen Unterfangen und widme mich lieber den Wirrungen der Stadt Lippstadt.
Ja, ich habe mich gestern königinnenlich gefreut, als ich las, dass es nun doch keinen Kaufland-Markt am Güterbahnhof geben wird. Merkwürdig, dass es eigentlich alle schon längst wussten - nur die Kommunalpolitiker anscheinend nicht. Oder sie wollten es für sich behalten. Warum auch immer. Hmm, fällt den Leuten eigtentlich nicht auf, wie unglaublich lächerlich sie sich damit machen?
Meine geschätzte Heimatzeitung meint lediglich, es sei in bestimmten Kreisen vermutet worden. Huch, so kann man das auch bezeichnen.Offenbar gehört der Lippstädter Bürgermeister nicht zu diesen Kreisen der Stadt. Jedenfalls ließ er ja noch vor Monaten verlauteten, dass alles ganz klar sei und Kaufland den Markt beziehen werde.
"Bürgermeister und Investor versicherten am Freitag außerdem, dass die Firma Kaufland beim
Einkaufszentrum Südliche Altstadt weiter mit im Boot sein werde, auch wenn das Unternehmen
inzwischen an der Planckstraße eine weitere Filiale einrichten wolle. Christian Diesen räumte ein,
dass man von dem Kaufland-Coup überrascht gewesen sei, doch auch Bürgermeister Sommer
versicherte, dass die Verantwortlichen von Kaufland sofort nach Bekanntwerden der Pläne an der
Planckstraße mitgeteilt hätten, dass man an dem Projekt in der City ebenfalls festhalten wolle."
(Dank an die Kollegen von Lebendiges Lippstadt für die vorbildliche Archivarbeit.)
Vor einem Jahr zeigten sich Stadt und Wirtschaftsförderung noch siegessicher.
"Außerdem: Das Unternehmen habe schließlich mit dem Investor HLG aus Münster einen Mietvertrag abgeschlossen. „Der wird auch eingehalten“, so Coprian.
Der Wirtschaftsförderer räumte ein, dass die Realisierung des Projekts am Güterbahnhof schwierig sei. Insbesondere meinte er damit die Freistellung des Bahngeländes. Er gehe aber davon aus, dass 2010 begonnen werden könne. Die Bauzeit taxierte Coprian auf 15 bis 18 Monate."
Ok, nun halt doch nicht. War wohl nix mit den wasserdichten Verträgen und so. Ähm, hat mal einer bei Mediamarkt nachgefragt, ob die denn nun noch wollen? Ich meine, wäre ja mal ein Ansatz, sonst muss ich nachher noch lesen, dass auch Mediamarkt das wirtschaftlich lukrativere Weite gesucht hat. Andere Städte haben auch schöne Grundstücke. Angesichts des fortgeschrittenen Niedergangs der Stadt (Lehrstände, Billigläden etc.) wäre das kein Wunder. Was macht eigentlich der Wirtschaftsförderer aktuell?
Erstaunt lese ich, dass die HLG nun "neue Möglichkeiten" sehe. Achja? Alte Möglichkeiten gibt es ja auch nicht mehr. 5000 qm sollte der Kaufland belegen. Das ist ja nun mal ein Tante-Emma-Laden (Solche Läden sind ja zugunsten des Megaprojektes erfolgreich aus der Innenstadt verbannt worden)
Wie ich mich gut erinnere, äußerte Herr Sommer im letzten Jahr, es gebe keinen Plan B. War wohl doch ein Fehler, sich so naiv auf das Gefasel des Investors zu verlassen. Ein Plan B tut not - ein paar weitere Ideen C oder D (bloß nicht bis U) wären auch nicht schlecht. Denn das Dilemma ist da: Die Stadt musste das Gelände kaufen - war ja vorher klar, dass es so läuft. Gabs ja im Sonderangebot, wie wir wissen.
Mit dem Problem, dass man nicht alles kaufen sollte, was auf dem Grabbeltisch liegt.
Sehr faszinierend finde ich auch die neuesten Bekenntnisse zur angestrebten Größe des neuen Marktes. Offenbar geht keiner mehr von den 5000 qm aus. Dann passen ja wohl auch die schönen Pläne des Architekten mit Betonfetischismus nicht mehr. Was nun?
Kein Problem für die Macher. Flugs wenden wir das Mäntelchen.
War zur heißen Zeit der Diskussion noch die Rede davon, dass man keinesfalls kleinteilig bauen können (wir erinnern uns), sieht es nun offenbar ganz anders aus. Völlig sprachlos lese ich:
"Der Investor geht allerdings davon aus, dass sich die Verkaufsfläche durch einen anderen Anbieter verkleinern könnte. Wichtig sei aber weiterhin, „dass neben dem gesetzten Elektromarkt auch ein echter weiterer Ankermieter vorhanden ist.“
Aus Sicht der Stadt Lippstadt könnten eine kleinere Verkaufsfläche und damit eine Verringerung der Pkw-Stellplätze einige Problembereiche deutlich entschärfen. So wirke sich das geringere Bauvolumen positiv auf die städtebauliche Entwicklung aus. Möglicherweise könne sogar auf die Parkebene auf dem Dach des geplanten Einkaufszentrums verzichtet werden. Das wäre nach Meinung der Stadt im Hinblick auf die Lärmproblematik sogar von Vorteil."
Da kann man nur staunen, wie geschickt und mit welcher Leichtigkeit, die Dinge umgedreht und schön geredet werden. Wahnsinn, die Stadt wollte eigentlich immer kleiner bauen....Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Damals war doch von gewollten "Maßstabsbrüchen" die Rede, die unbedingt nötig seien, um das Projekt zu realisieren. Ein Riesenbau müsse her um die nötige Qudratmeterzahl zu bringen.....usw. Früher gabs ein Wort für solche Leute: Wendehälse.
Ja, ich habe mich gestern königinnenlich gefreut, als ich las, dass es nun doch keinen Kaufland-Markt am Güterbahnhof geben wird. Merkwürdig, dass es eigentlich alle schon längst wussten - nur die Kommunalpolitiker anscheinend nicht. Oder sie wollten es für sich behalten. Warum auch immer. Hmm, fällt den Leuten eigtentlich nicht auf, wie unglaublich lächerlich sie sich damit machen?
Meine geschätzte Heimatzeitung meint lediglich, es sei in bestimmten Kreisen vermutet worden. Huch, so kann man das auch bezeichnen.Offenbar gehört der Lippstädter Bürgermeister nicht zu diesen Kreisen der Stadt. Jedenfalls ließ er ja noch vor Monaten verlauteten, dass alles ganz klar sei und Kaufland den Markt beziehen werde.
"Bürgermeister und Investor versicherten am Freitag außerdem, dass die Firma Kaufland beim
Einkaufszentrum Südliche Altstadt weiter mit im Boot sein werde, auch wenn das Unternehmen
inzwischen an der Planckstraße eine weitere Filiale einrichten wolle. Christian Diesen räumte ein,
dass man von dem Kaufland-Coup überrascht gewesen sei, doch auch Bürgermeister Sommer
versicherte, dass die Verantwortlichen von Kaufland sofort nach Bekanntwerden der Pläne an der
Planckstraße mitgeteilt hätten, dass man an dem Projekt in der City ebenfalls festhalten wolle."
(Dank an die Kollegen von Lebendiges Lippstadt für die vorbildliche Archivarbeit.)
Vor einem Jahr zeigten sich Stadt und Wirtschaftsförderung noch siegessicher.
"Außerdem: Das Unternehmen habe schließlich mit dem Investor HLG aus Münster einen Mietvertrag abgeschlossen. „Der wird auch eingehalten“, so Coprian.
Der Wirtschaftsförderer räumte ein, dass die Realisierung des Projekts am Güterbahnhof schwierig sei. Insbesondere meinte er damit die Freistellung des Bahngeländes. Er gehe aber davon aus, dass 2010 begonnen werden könne. Die Bauzeit taxierte Coprian auf 15 bis 18 Monate."
Ok, nun halt doch nicht. War wohl nix mit den wasserdichten Verträgen und so. Ähm, hat mal einer bei Mediamarkt nachgefragt, ob die denn nun noch wollen? Ich meine, wäre ja mal ein Ansatz, sonst muss ich nachher noch lesen, dass auch Mediamarkt das wirtschaftlich lukrativere Weite gesucht hat. Andere Städte haben auch schöne Grundstücke. Angesichts des fortgeschrittenen Niedergangs der Stadt (Lehrstände, Billigläden etc.) wäre das kein Wunder. Was macht eigentlich der Wirtschaftsförderer aktuell?
Erstaunt lese ich, dass die HLG nun "neue Möglichkeiten" sehe. Achja? Alte Möglichkeiten gibt es ja auch nicht mehr. 5000 qm sollte der Kaufland belegen. Das ist ja nun mal ein Tante-Emma-Laden (Solche Läden sind ja zugunsten des Megaprojektes erfolgreich aus der Innenstadt verbannt worden)
Wie ich mich gut erinnere, äußerte Herr Sommer im letzten Jahr, es gebe keinen Plan B. War wohl doch ein Fehler, sich so naiv auf das Gefasel des Investors zu verlassen. Ein Plan B tut not - ein paar weitere Ideen C oder D (bloß nicht bis U) wären auch nicht schlecht. Denn das Dilemma ist da: Die Stadt musste das Gelände kaufen - war ja vorher klar, dass es so läuft. Gabs ja im Sonderangebot, wie wir wissen.
Mit dem Problem, dass man nicht alles kaufen sollte, was auf dem Grabbeltisch liegt.
Sehr faszinierend finde ich auch die neuesten Bekenntnisse zur angestrebten Größe des neuen Marktes. Offenbar geht keiner mehr von den 5000 qm aus. Dann passen ja wohl auch die schönen Pläne des Architekten mit Betonfetischismus nicht mehr. Was nun?
Kein Problem für die Macher. Flugs wenden wir das Mäntelchen.
War zur heißen Zeit der Diskussion noch die Rede davon, dass man keinesfalls kleinteilig bauen können (wir erinnern uns), sieht es nun offenbar ganz anders aus. Völlig sprachlos lese ich:
"Der Investor geht allerdings davon aus, dass sich die Verkaufsfläche durch einen anderen Anbieter verkleinern könnte. Wichtig sei aber weiterhin, „dass neben dem gesetzten Elektromarkt auch ein echter weiterer Ankermieter vorhanden ist.“
Aus Sicht der Stadt Lippstadt könnten eine kleinere Verkaufsfläche und damit eine Verringerung der Pkw-Stellplätze einige Problembereiche deutlich entschärfen. So wirke sich das geringere Bauvolumen positiv auf die städtebauliche Entwicklung aus. Möglicherweise könne sogar auf die Parkebene auf dem Dach des geplanten Einkaufszentrums verzichtet werden. Das wäre nach Meinung der Stadt im Hinblick auf die Lärmproblematik sogar von Vorteil."
Da kann man nur staunen, wie geschickt und mit welcher Leichtigkeit, die Dinge umgedreht und schön geredet werden. Wahnsinn, die Stadt wollte eigentlich immer kleiner bauen....Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Damals war doch von gewollten "Maßstabsbrüchen" die Rede, die unbedingt nötig seien, um das Projekt zu realisieren. Ein Riesenbau müsse her um die nötige Qudratmeterzahl zu bringen.....usw. Früher gabs ein Wort für solche Leute: Wendehälse.
Freitag, Januar 29, 2010
Ach nee, also doch kein Kaufland am Güterbahnhof?
Gerade flatterte diese PR-Nachricht in mein Postfach:
"Pressemitteilung von Freitag, 29. Januar 2010
Stadt Lippstadt
Kaufland und HLG beenden Zusammenarbeit beim Projekt Güterbahnhof
Lippstadt. Die Firma Kaufland wird kein SB-Warenhaus auf dem Güterbahnhofsgelände in Lippstadt errichten. Dies teilte heute der Investor für das Projekt Güterbahnhof, die HLG aus Münster, gegenüber der Stadt mit.
Die Geschäftsführung von Kaufland habe der HLG schriftlich mitgeteilt, dass sie von den Plänen, einen Einkaufsmarkt mit ca. 5.000 qm Verkaufsfläche am Güterbahnhof zu errichten, Abstand nehme.
Entgegen anderer Äußerungen aus der Vergangenheit will sich Kaufland jetzt doch nur auf einen Standort in Lippstadt konzentrieren. Wie bereits gemeldet, wird Kaufland im Laufe des Jahres in der Erwitter Straße den bisherigen HIT-Markt übernehmen, umbauen und als Kaufland neu eröffnen.
Nach Aussage des HLG-Geschäftsführers Dirk Brockmann eröffnen sich durch die neue Situation Möglichkeiten für andere Lebensmittel-Anbieter, die bereits in der Vergangenheit Interesse am Standort bekundet hätten. Der Investor geht allerdings davon aus, dass sich die Verkaufsfläche durch einen anderen Anbieter verkleinern könnte. Wichtig sei aber weiterhin, „dass neben dem gesetzten Elektromarkt auch ein echter weiterer Ankermieter vorhanden ist.“
Aus Sicht der Stadt Lippstadt könnten eine kleinere Verkaufsfläche und die damit verbundene Verringerung der PKW-Stellplätze einige Problembereiche deutlich entschärfen. So wirke sich das geringere Bauvolumen positiv auf die städtebauliche Entwicklung aus. Möglicherweise könne sogar auf eine Parkebene verzichtet werden, was von Vorteil im Hinblick auf die Lärmproblematik wäre.
HLG-Geschäftsführer Brockmann sieht die Realisierung des Gesamtprojektes weiterhin als gesichert an: „Die wesentliche Grundlage für die Realisierung des Projektes hat die Stadt Lippstadt bereits Ende vergangenen Jahres per Ratsbeschluss geschaffen: Die Stadt hat die notwendigen Bahnflächen des Güterbahnhofs erworben und die Förderung des Landes für die Erschließung steht.“"
Ok, es erstaunt mich nicht - war ja klar, dass es so kommt, auch wenn die Stadtverordneten gebetsmühlenmäßig immer wieder die Kaufland-Litanei beteten. Ganz so blöd ist der Bürger halt nicht.
Sehr niedlich ist ja die neueste Argumentation: Klein ist besser.
Bei Bürgervotum hieß es noch: Think big.
Irgewndwie alles sehr unglaubwürdig - ich wette, auch aus den neuen Plänen wird nix.
Wie lange wird es wohl dauern, bis die Kommunalpolitiker merken, dass sie sich einfach nur noch lächerlich machen?
Apropos lächerlich....
Was läuft eigentlich in der CDU? Was macht Hannilein denn so? Und was wird denn nun mit dem anderen Südertorbauprojekt?
"Pressemitteilung von Freitag, 29. Januar 2010
Stadt Lippstadt
Kaufland und HLG beenden Zusammenarbeit beim Projekt Güterbahnhof
Lippstadt. Die Firma Kaufland wird kein SB-Warenhaus auf dem Güterbahnhofsgelände in Lippstadt errichten. Dies teilte heute der Investor für das Projekt Güterbahnhof, die HLG aus Münster, gegenüber der Stadt mit.
Die Geschäftsführung von Kaufland habe der HLG schriftlich mitgeteilt, dass sie von den Plänen, einen Einkaufsmarkt mit ca. 5.000 qm Verkaufsfläche am Güterbahnhof zu errichten, Abstand nehme.
Entgegen anderer Äußerungen aus der Vergangenheit will sich Kaufland jetzt doch nur auf einen Standort in Lippstadt konzentrieren. Wie bereits gemeldet, wird Kaufland im Laufe des Jahres in der Erwitter Straße den bisherigen HIT-Markt übernehmen, umbauen und als Kaufland neu eröffnen.
Nach Aussage des HLG-Geschäftsführers Dirk Brockmann eröffnen sich durch die neue Situation Möglichkeiten für andere Lebensmittel-Anbieter, die bereits in der Vergangenheit Interesse am Standort bekundet hätten. Der Investor geht allerdings davon aus, dass sich die Verkaufsfläche durch einen anderen Anbieter verkleinern könnte. Wichtig sei aber weiterhin, „dass neben dem gesetzten Elektromarkt auch ein echter weiterer Ankermieter vorhanden ist.“
Aus Sicht der Stadt Lippstadt könnten eine kleinere Verkaufsfläche und die damit verbundene Verringerung der PKW-Stellplätze einige Problembereiche deutlich entschärfen. So wirke sich das geringere Bauvolumen positiv auf die städtebauliche Entwicklung aus. Möglicherweise könne sogar auf eine Parkebene verzichtet werden, was von Vorteil im Hinblick auf die Lärmproblematik wäre.
HLG-Geschäftsführer Brockmann sieht die Realisierung des Gesamtprojektes weiterhin als gesichert an: „Die wesentliche Grundlage für die Realisierung des Projektes hat die Stadt Lippstadt bereits Ende vergangenen Jahres per Ratsbeschluss geschaffen: Die Stadt hat die notwendigen Bahnflächen des Güterbahnhofs erworben und die Förderung des Landes für die Erschließung steht.“"
Ok, es erstaunt mich nicht - war ja klar, dass es so kommt, auch wenn die Stadtverordneten gebetsmühlenmäßig immer wieder die Kaufland-Litanei beteten. Ganz so blöd ist der Bürger halt nicht.
Sehr niedlich ist ja die neueste Argumentation: Klein ist besser.
Bei Bürgervotum hieß es noch: Think big.
Irgewndwie alles sehr unglaubwürdig - ich wette, auch aus den neuen Plänen wird nix.
Wie lange wird es wohl dauern, bis die Kommunalpolitiker merken, dass sie sich einfach nur noch lächerlich machen?
Apropos lächerlich....
Was läuft eigentlich in der CDU? Was macht Hannilein denn so? Und was wird denn nun mit dem anderen Südertorbauprojekt?
Donnerstag, April 30, 2009
Und der Güterbahnhof?
So vor ca. 8 Wochen stand noch groß im Blatt, dass massig Fördergelder in das Mammutprojekt Güterbahnhof fließen sollen.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Und merkwürdigerweise ist nun davon nicht mehr im Blatte die Rede....an keiner Stelle...nirgends. Das Geld fließt nun in andere Projekte. davon wird volmundig berichtet.
Warum ist auch hier wieder nur Schweigen im Blätterwald?
Aussitzen als Handlungsmotto? Lippstadt, die Schweigende?
Irgendwie glaube ich nicht mehr an das ganze Projekt.
Sonntag, April 19, 2009
Hurra, Güterbahnhof?
So rosig, wie es uns die angeblichen Lippstädter Freunde und Förderer der Wirtschaft immer wieder gebetsmühlenartig vorleiern, sieht es wohl nicht aus. Oder besser gesagt: Wie man es sieht, denn die Gegner des (zurecht) umstrittenen Einkaufszentrums am Güterbahnhof sind anscheinend ohne ihr eigenes Zutun auf der Zielgeraden.
Das Geraschel im Blätterwald ist merkwürdig still verklungen. Was ist nun mit dem vormals so vollmundig angekündigten quasi sofortigen Baubeginn? Was ist mit der viel beschworenen Signalwirkung? Wo sind die Bagger, die LKWs, die Räumkomandos? Jedenfalls nicht am Lippstädter Güterbahnhof.
Was ist mit dem Bürgermeister? Er schweigt.
Was ist mit dem Wirtschaftsförderer? Wo ist er überhaupt?
Was ist mit der Allianz der Lippstädter Einzelhändler? Auch hier nur Schweigen.
Kaufland geht in den alten Hit. Von Mediamarkt hört man nichts mehr. Kein Wunder, dass die Umfrage meiner geschätzten Heimatzeitung so ausgeht: 83% glauben nicht mehr an das Projekt.
Ich auch nicht.
Das Geraschel im Blätterwald ist merkwürdig still verklungen. Was ist nun mit dem vormals so vollmundig angekündigten quasi sofortigen Baubeginn? Was ist mit der viel beschworenen Signalwirkung? Wo sind die Bagger, die LKWs, die Räumkomandos? Jedenfalls nicht am Lippstädter Güterbahnhof.
Was ist mit dem Bürgermeister? Er schweigt.
Was ist mit dem Wirtschaftsförderer? Wo ist er überhaupt?
Was ist mit der Allianz der Lippstädter Einzelhändler? Auch hier nur Schweigen.
Kaufland geht in den alten Hit. Von Mediamarkt hört man nichts mehr. Kein Wunder, dass die Umfrage meiner geschätzten Heimatzeitung so ausgeht: 83% glauben nicht mehr an das Projekt.
Ich auch nicht.
Dienstag, Februar 10, 2009
Nun doch kein Megamarkt?
Nein, nein, ich mag es nicht, wenn ich immer recht habe...oder doch ein bisschen. Da plauderte ich heute morgen noch so nebenbei über die aktuelle Schieflage (oder besser Talfahrt) Lippstadts und was muss ich da auf der Homepage meiner geschätzten Heimatzeitung lesen? Meine Vermutungen, die (zugegebenermaßen) eher ein Produkt des gesunden Menschenverstandes und basaler Kenntnisse der Wirtschaft waren, entpuppten sich als blanke Realität. Upps...
Kaufland will wohl eher schnelle und kleinere Brötchen backen. Wen wundert es auch? Die Lage des "Hit" ist ok, Parkplätze sind ausreichend vorhanden, Getränkemarkt, Lidl und Aldi in direkter Nachbarschaft, die Sache kostet kaum was und man kann für wenig Kohle ein bissi was abschöpfen. Warum sollte man auch noch ein paar Jahre warten (nach Aussagen DES Wirtschaftsförderers ja immerhin so ca. 3 - 3,5 Jahre) bis man endlich an die Pfefferminzchen der Lippstädter kommt? Schnelles Geld ist gutes Geld. Nimm was du kriegen kannst, denn was du hast, das hast du.
Und gut rheinisch: fott ess fott.
Mal ernsthaft: Wer außer DEM Wirtschaftsförderer und DEM Bürgermeister glaubt nach diesen Nachrichten noch, dass Kaufland ernsthaft erwägen könnte 2 !! Geschäfte in Lippstadt zu eröffnen und auf längere Sicht auch wirtschaftlich (d.h. gewinnbringend, Herr Wirtschaftsförderer) zu betreiben? Kaufland ist ja nicht die Caritas, wie ich schon erwähnte, als es um das Projekt am Güterbahnhof ging. Die wollen Geld verdienen und das besser gestern und heute als morgen oder irgendwann. Und wer weiß, ob angesichts der Kurzarbeit, der Entwicklungen in der Automobilbranche, der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in drei Jahren überhaupt noch genug finanziell potente Käufer in der Lippestadt leben? Irgendwie ja keiner.
Ich sag nun nix. Sonst habe ich noch recht und es steht übermorgen in der Zeitung, dass nicht etwa 1.500 Studenten durch die FH nach Lippstadt kommen sondern nur schlappe 500 (und die sind noch aus der Gegend und wohnen im Hotel Mama).
Kaufland will wohl eher schnelle und kleinere Brötchen backen. Wen wundert es auch? Die Lage des "Hit" ist ok, Parkplätze sind ausreichend vorhanden, Getränkemarkt, Lidl und Aldi in direkter Nachbarschaft, die Sache kostet kaum was und man kann für wenig Kohle ein bissi was abschöpfen. Warum sollte man auch noch ein paar Jahre warten (nach Aussagen DES Wirtschaftsförderers ja immerhin so ca. 3 - 3,5 Jahre) bis man endlich an die Pfefferminzchen der Lippstädter kommt? Schnelles Geld ist gutes Geld. Nimm was du kriegen kannst, denn was du hast, das hast du.
Und gut rheinisch: fott ess fott.
Mal ernsthaft: Wer außer DEM Wirtschaftsförderer und DEM Bürgermeister glaubt nach diesen Nachrichten noch, dass Kaufland ernsthaft erwägen könnte 2 !! Geschäfte in Lippstadt zu eröffnen und auf längere Sicht auch wirtschaftlich (d.h. gewinnbringend, Herr Wirtschaftsförderer) zu betreiben? Kaufland ist ja nicht die Caritas, wie ich schon erwähnte, als es um das Projekt am Güterbahnhof ging. Die wollen Geld verdienen und das besser gestern und heute als morgen oder irgendwann. Und wer weiß, ob angesichts der Kurzarbeit, der Entwicklungen in der Automobilbranche, der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in drei Jahren überhaupt noch genug finanziell potente Käufer in der Lippestadt leben? Irgendwie ja keiner.
Ich sag nun nix. Sonst habe ich noch recht und es steht übermorgen in der Zeitung, dass nicht etwa 1.500 Studenten durch die FH nach Lippstadt kommen sondern nur schlappe 500 (und die sind noch aus der Gegend und wohnen im Hotel Mama).
Montag, November 10, 2008
Lippstadts Aufbruch in die Postmoderne?
Wie wir alle heute morgern unserer geschätzten Heimatzeitung entnehmen konnten, hat der Bürgerentscheid nicht genügend "Ja"-Stimmen gegen das bahnbrechende Einkaufs-Projekt der "hochwertigen Architektur" gebracht. (Die Unsinnigkeit der Fragestellung wird mit Sicherheit in die Geschichte eingehen.)
Nun in katatonische Starre oder gar Frustration zu verfallen, ist weder sinnvoll noch angemessen. Es ist viel erreicht worden. Noch vor einigen Monaten wären solch sinnlose Entscheidungen wie die, für den Betonkasten, in Lippstadt widerstandslos durchgekommen, wie schon beim Cineplex geschehen. Nun nimmt der Bürger aktiv an der Gestaltung der Stadt teil und verschafft sich Gehör, was bei manchem Verantwortlichen sicher ein fieses Ohrenklingeln hervorruft.
Nach dem 09.11. ist in Lippstadt nichts mehr, wie es vorher war: vorbei die Zeiten dämmrigen Dornröschenschlafes, vorbei die Zeiten des kommunalen Regierens ohne den Bürger - und eigentlich sind wir damit schon mitten im Kommunalwahlkampf. Und an diesen wird so mancher der Kommunalpolitiker leicht irritiert gedacht haben, als ihm klar wurde, dass über 8.000 Bürger dieser Stadt nicht mehr zum "Durchwinken" bereit sind.
Spannend wird für mich nun die Frage, wie es am Güterbahnhof weitergehen soll und wie hier die kommende Entscheidungen getroffen werden. Lernt der Rat der Stadt nun und macht das weitere Procedere transparent? Werden die Versprechungen z.B. hinsichtlich der Anbindung an die Lange Straße eingehalten? Können alle nötigen Grundstücke erworben werden? Wird das alles wirklich die erhofften Effekte bringen? Wird der "Soest-Knick" vermieden oder stehen wir in 10 Jahren mit einem leeren Betinkarton da? Bekommen wir nun wirklich "hochwertige Architektur" oder doch nur LIDL-Niveau? Und stürmen dann bald massenweise potente Käufer von außerhalb die Innenstadt um die Geschäfte leerzukaufen? Hier sind nun die Politiker gefordert, die so vehement für das Projekt eingetreten sind. An ihren Früchten werden sie gemessen. Ich freu mich schon auf die Erntezeit.
Nun in katatonische Starre oder gar Frustration zu verfallen, ist weder sinnvoll noch angemessen. Es ist viel erreicht worden. Noch vor einigen Monaten wären solch sinnlose Entscheidungen wie die, für den Betonkasten, in Lippstadt widerstandslos durchgekommen, wie schon beim Cineplex geschehen. Nun nimmt der Bürger aktiv an der Gestaltung der Stadt teil und verschafft sich Gehör, was bei manchem Verantwortlichen sicher ein fieses Ohrenklingeln hervorruft.
Nach dem 09.11. ist in Lippstadt nichts mehr, wie es vorher war: vorbei die Zeiten dämmrigen Dornröschenschlafes, vorbei die Zeiten des kommunalen Regierens ohne den Bürger - und eigentlich sind wir damit schon mitten im Kommunalwahlkampf. Und an diesen wird so mancher der Kommunalpolitiker leicht irritiert gedacht haben, als ihm klar wurde, dass über 8.000 Bürger dieser Stadt nicht mehr zum "Durchwinken" bereit sind.
Spannend wird für mich nun die Frage, wie es am Güterbahnhof weitergehen soll und wie hier die kommende Entscheidungen getroffen werden. Lernt der Rat der Stadt nun und macht das weitere Procedere transparent? Werden die Versprechungen z.B. hinsichtlich der Anbindung an die Lange Straße eingehalten? Können alle nötigen Grundstücke erworben werden? Wird das alles wirklich die erhofften Effekte bringen? Wird der "Soest-Knick" vermieden oder stehen wir in 10 Jahren mit einem leeren Betinkarton da? Bekommen wir nun wirklich "hochwertige Architektur" oder doch nur LIDL-Niveau? Und stürmen dann bald massenweise potente Käufer von außerhalb die Innenstadt um die Geschäfte leerzukaufen? Hier sind nun die Politiker gefordert, die so vehement für das Projekt eingetreten sind. An ihren Früchten werden sie gemessen. Ich freu mich schon auf die Erntezeit.
Montag, November 03, 2008
Kommentar von Frau Bartmann-Salmen
Nur zur Erläuterung: Beim Folgenden handelt es sich um einen Kommentar, den Frau Bartmann-Salmen in diesen Blog stellte und auf den ich doch gerne antworte:
"Anonym hat gesagt...
Nun mal Klartext ,liebe Herren ! Warum nennt Ihr keine Namen ? Herr Mikoleit rief bei mir sehr nett und freundlich an ,um mich zu fragen ,ob die CDU die Anzeigenkampagne bezahle? Schade ,dass er es offensichtlich mit den Ohren hat (oder Sie) denn sonst hätte er verstanden ,dass ich ihm sagte ,daß wir uns als Fraktion finanziell an den besagten Anzeigen gar nicht beteiligen dürfen ! Verdrehen Sie nun oder Verstehen Sie nur schlecht?Herzliche Grüsse an Herrn Mikoleit ! H.Bartmann-Salmen"
Guten Morgen Frau Bartmann-Salmen,
Zeit für eine freundliche Begrüßung sollte ja wohl sein. Auch wenn ich kein "Herr" bin, nehme ich mal an, dass Sie mich meinen, wenn Sie schon einen Kommentar in meinem Blog hinterlassen. Und danke, meinen Ohren geht es sehr gut. Ich verstehe nicht ganz Ihre Aufregung, denn nichts anders als das von Ihnen hier angemahnte steht in diesem Blog:
"ANRUF 2: Der Mann rief bei Frau Bartmann-Salmen, CDU, an. Diese teilte ihm mit, sie sei ja als Befürworterin des Einkaufscenters bekannt, aber nicht verantwortlich für die Kampagne, dafür habe die CDU kein Geld und dürfe sich im Übrigen auch gar nicht in die politische Diskussion im Vorfeld des Bürgerentscheides einmischen. (Aha???)"
Also hat Herr Mikeleit Sie doch sehr wohl verstanden. Die CDU darf/kann/will (wie auch immer) sich nicht (finanziell) einmischen. Wobei das ja nun eine Sache der Perspektive ist. Alleine das Statement Ihrer Fraktion auf dem Flyer ist ja eine Position, die finanziert wurde. (Der Drucker will ja auch leben) Ebenso wie es gradezu irrwitzig ist, welche Geldsummen die Stadt Lippstadt in die Werbung für das Projekt steckt. Wenn ich mich recht erinnere sind auch Mitglieder Ihrer Fraktion vor Ort, wenn es um die "Ortsbesichtigungen" geht. Sie gestatten schon, dass ich es als Bürgerin ein wenig eigen finde, dass hier u.a. auch Steuergelder ausgegeben werden. Oder finanzieren die Fraktionen diese Auftritte selbst? Wer bezahlte eigentlich die Referenten, die Ihre Podiumsveranstaltungen schmückten? Machte der Herr von der BEG das für Gotteslohn?
Und im Übrigen möchte ich Sie doch recht gerne an Ihre Wort von den Krawallmachern und Steinewerfern erinnern, die Sie im Sommer so vollmundig zu Gehör brachten. Wie war das mit dem Verdrehen und Nicht-Verstehen (wollen)?
"Anonym hat gesagt...
Nun mal Klartext ,liebe Herren ! Warum nennt Ihr keine Namen ? Herr Mikoleit rief bei mir sehr nett und freundlich an ,um mich zu fragen ,ob die CDU die Anzeigenkampagne bezahle? Schade ,dass er es offensichtlich mit den Ohren hat (oder Sie) denn sonst hätte er verstanden ,dass ich ihm sagte ,daß wir uns als Fraktion finanziell an den besagten Anzeigen gar nicht beteiligen dürfen ! Verdrehen Sie nun oder Verstehen Sie nur schlecht?Herzliche Grüsse an Herrn Mikoleit ! H.Bartmann-Salmen"
Guten Morgen Frau Bartmann-Salmen,
Zeit für eine freundliche Begrüßung sollte ja wohl sein. Auch wenn ich kein "Herr" bin, nehme ich mal an, dass Sie mich meinen, wenn Sie schon einen Kommentar in meinem Blog hinterlassen. Und danke, meinen Ohren geht es sehr gut. Ich verstehe nicht ganz Ihre Aufregung, denn nichts anders als das von Ihnen hier angemahnte steht in diesem Blog:
"ANRUF 2: Der Mann rief bei Frau Bartmann-Salmen, CDU, an. Diese teilte ihm mit, sie sei ja als Befürworterin des Einkaufscenters bekannt, aber nicht verantwortlich für die Kampagne, dafür habe die CDU kein Geld und dürfe sich im Übrigen auch gar nicht in die politische Diskussion im Vorfeld des Bürgerentscheides einmischen. (Aha???)"
Also hat Herr Mikeleit Sie doch sehr wohl verstanden. Die CDU darf/kann/will (wie auch immer) sich nicht (finanziell) einmischen. Wobei das ja nun eine Sache der Perspektive ist. Alleine das Statement Ihrer Fraktion auf dem Flyer ist ja eine Position, die finanziert wurde. (Der Drucker will ja auch leben) Ebenso wie es gradezu irrwitzig ist, welche Geldsummen die Stadt Lippstadt in die Werbung für das Projekt steckt. Wenn ich mich recht erinnere sind auch Mitglieder Ihrer Fraktion vor Ort, wenn es um die "Ortsbesichtigungen" geht. Sie gestatten schon, dass ich es als Bürgerin ein wenig eigen finde, dass hier u.a. auch Steuergelder ausgegeben werden. Oder finanzieren die Fraktionen diese Auftritte selbst? Wer bezahlte eigentlich die Referenten, die Ihre Podiumsveranstaltungen schmückten? Machte der Herr von der BEG das für Gotteslohn?
Und im Übrigen möchte ich Sie doch recht gerne an Ihre Wort von den Krawallmachern und Steinewerfern erinnern, die Sie im Sommer so vollmundig zu Gehör brachten. Wie war das mit dem Verdrehen und Nicht-Verstehen (wollen)?
Freitag, Oktober 31, 2008
vorstellung des konzeptes zum kulturdreieck
Bei Interesse an der Sache konnte sich der mündige Bürger gestern abend über die Alternativplanung der Bürgerinitiative zum Thema Güterbahnhof/Südliche Altstadt informieren. Interesse hatten viele - das ist gut so. Den gebetsmühligenartig geäußerten Vorwurf der Unfinanzierbarkeit ihrer Ideen hat die Bürger-Ini gestern eindrucksvoll vom Tisch gewischt, leider war je keiner der Beton-Liebhaber am Start. Demokratie in Lippstadt heißt eben nicht, dass man sich auch mal die Meinung Andersdenkender anhört - wo kämen wir da auch hin. Villeicht in die Bürgernähe?
Demokratie war übrigens ein wichtiges Stichwort am gestrigen Abend: Wie recht hatte doch der Bürger, der sich von den Satdtvertretern und der BEG regelrecht ver...... fühlt. Kann ich nachvollziehen. Ist irgenwie auch so.
Nein, eigentlich ist es noch schlimmer. Wie erinnern uns an den Satz des BEG-Vertreters, es werden nur Kaufland gebaut und sonst nix. Das ist einfach und schlicht Erpressung mit einer Drohung garniert. Im Klartext heißt das: So, du dusseliger Bürger, halt den Mund und muck nicht auf oder denke gar selbst. Wir wollen das...und basta. Und wenn du dich trotzig wie ein kleines Kind aufführst, dann drohe ich dir eben mit Spielzeugverbot oder halt mit der üblen Vision einer Brache. früher hat man Kinder mit Geschichten vom bösen schwarzen Mann gefügig machen wollen - ähm.
Nun stellt sich die Frage: Akzpetieren die Lippstädter diese bahngewollte und politisch unterstützte Rolle oder machen sie das einzig Richtige? Die Zeche zahlen müssen sie so oder so....ob Kaufland oder nicht. Aber wenn ich schon die Zeche zahlen muss, dann will ich dafür auch einen schönen Abend mit gutem Essen haben - oder eben ein Kulturdreieck und keinen Billig-Supermarkt im Betonklotz.
Demokratie war übrigens ein wichtiges Stichwort am gestrigen Abend: Wie recht hatte doch der Bürger, der sich von den Satdtvertretern und der BEG regelrecht ver...... fühlt. Kann ich nachvollziehen. Ist irgenwie auch so.
Nein, eigentlich ist es noch schlimmer. Wie erinnern uns an den Satz des BEG-Vertreters, es werden nur Kaufland gebaut und sonst nix. Das ist einfach und schlicht Erpressung mit einer Drohung garniert. Im Klartext heißt das: So, du dusseliger Bürger, halt den Mund und muck nicht auf oder denke gar selbst. Wir wollen das...und basta. Und wenn du dich trotzig wie ein kleines Kind aufführst, dann drohe ich dir eben mit Spielzeugverbot oder halt mit der üblen Vision einer Brache. früher hat man Kinder mit Geschichten vom bösen schwarzen Mann gefügig machen wollen - ähm.
Nun stellt sich die Frage: Akzpetieren die Lippstädter diese bahngewollte und politisch unterstützte Rolle oder machen sie das einzig Richtige? Die Zeche zahlen müssen sie so oder so....ob Kaufland oder nicht. Aber wenn ich schon die Zeche zahlen muss, dann will ich dafür auch einen schönen Abend mit gutem Essen haben - oder eben ein Kulturdreieck und keinen Billig-Supermarkt im Betonklotz.
Donnerstag, Oktober 30, 2008
presse und meinungsbildung

mediendemokratie, freie presse, meinungsbildung, werbekunden, auflagen...wer da ins schwimmen kommt, dem kann geholfen werden.
guckst du hier....
Montag, Oktober 27, 2008
lippstadts magneten
bei diesem blog stieß ich netterweise auf die pdf-version eines artikels, der letzthin im "kulturspiegel" erschienen ist. nun, in lippstadt geht es ja gar nicht um ein shoppingcenter, wie hier vorgestellt. einzige mieter werden ja kaufland und mediamarkt sein....die üblichen bäcker, metzger, schlüsseldienste, floristen zählen kaum. aber viele argumente, die von betreibern großer center benutzt werden, führen auch unsere kommunalpolitiker im munde. so auch die litaneimäßig wiederholte vernetzung mit dem umfeld - konkret mit der lange straße. dazu ein zitat aus dem text:
„Die oft geforderte
Vernetzung mit dem Umfeld widerspricht dem Prinzip
Mall“, sagt Dörhöfer. Und selbst Thomas Binder von Sonae
Sierra gesteht: „Es gleicht der Quadratur des Kreises, ein Shopping-
Center nach außen zu öffnen, etwa mit großen Fenstern
oder Schaufenstern.“
Sind die Kunden einmal drin, halten die Center sie mit allerlei
Klimbim bei Laune: mit den unvermeidlichen Springbrunnen
und Immergrün-Pflanzen, mit Zeichnungen von Wahrzeichen
wie am Limbecker Platz in Essen, mit buntgemusterten Epoxidharzböden
und goldenen Zickezacke-Skulpturen wie im Berliner
Alexa. Es sind Ornamente für die Massen."
upppppps....oha.....von öffnungen nach außen ist bei dem betonklotz nie die rede gewesen. auch nie die rede in den öffentlichen werbeveranstaltungen zum neuen center (die übrigens von den bürgern via steuern gezahlt werden, mal nebenbei) ist von möglichen grundlegenden fehlern in der planung:
"Die Verkaufsklötze, sagt Pump-
Uhlmann, sollten möglichst nicht über
das größte Parkhaus der Innenstadt verfügen,
sie sollten sich in die Blockstrukturen
einfügen und sich dem
öffentlichen Raum öffnen, sie sollten
möglichst zentral statt nur am Rand des
Zentrums liegen, sie sollten nicht mehr
als 15 Prozent der innerstädtischen Einkaufsfläche
umfassen und auch in
Großstädten nicht über mehr als 18 000
Quadratmeter verfügen, sie sollten den
vorhandenen Branchenmix ergänzen
statt duplizieren und außerdem multifunktional
sein, das heißt neben Läden
auch Wohnungen, Büros und Kultureinrichtungen
aufnehmen."
hmmm, das klingt bei dem menschen von der BEG immer ganz anders.
schauen wir mal genau hier: zentral liegt das neue monster sicher nicht. die verkaufsfläche ist ziemlich riesig, wenn ich das recht sehe, von 10.000 qm ist da in den planungen die rede. recht viel angesichts der qm-zahl des einzelhandels in lippstadt. eine ergänzung ist es kaum, gibt es doch genug möglichkeiten zum lebensmitteleinkauf. und multifunktional ist das ding mit sicherheit auch nicht.
mir gruselt es.
„Die oft geforderte
Vernetzung mit dem Umfeld widerspricht dem Prinzip
Mall“, sagt Dörhöfer. Und selbst Thomas Binder von Sonae
Sierra gesteht: „Es gleicht der Quadratur des Kreises, ein Shopping-
Center nach außen zu öffnen, etwa mit großen Fenstern
oder Schaufenstern.“
Sind die Kunden einmal drin, halten die Center sie mit allerlei
Klimbim bei Laune: mit den unvermeidlichen Springbrunnen
und Immergrün-Pflanzen, mit Zeichnungen von Wahrzeichen
wie am Limbecker Platz in Essen, mit buntgemusterten Epoxidharzböden
und goldenen Zickezacke-Skulpturen wie im Berliner
Alexa. Es sind Ornamente für die Massen."
upppppps....oha.....von öffnungen nach außen ist bei dem betonklotz nie die rede gewesen. auch nie die rede in den öffentlichen werbeveranstaltungen zum neuen center (die übrigens von den bürgern via steuern gezahlt werden, mal nebenbei) ist von möglichen grundlegenden fehlern in der planung:
"Die Verkaufsklötze, sagt Pump-
Uhlmann, sollten möglichst nicht über
das größte Parkhaus der Innenstadt verfügen,
sie sollten sich in die Blockstrukturen
einfügen und sich dem
öffentlichen Raum öffnen, sie sollten
möglichst zentral statt nur am Rand des
Zentrums liegen, sie sollten nicht mehr
als 15 Prozent der innerstädtischen Einkaufsfläche
umfassen und auch in
Großstädten nicht über mehr als 18 000
Quadratmeter verfügen, sie sollten den
vorhandenen Branchenmix ergänzen
statt duplizieren und außerdem multifunktional
sein, das heißt neben Läden
auch Wohnungen, Büros und Kultureinrichtungen
aufnehmen."
hmmm, das klingt bei dem menschen von der BEG immer ganz anders.
schauen wir mal genau hier: zentral liegt das neue monster sicher nicht. die verkaufsfläche ist ziemlich riesig, wenn ich das recht sehe, von 10.000 qm ist da in den planungen die rede. recht viel angesichts der qm-zahl des einzelhandels in lippstadt. eine ergänzung ist es kaum, gibt es doch genug möglichkeiten zum lebensmitteleinkauf. und multifunktional ist das ding mit sicherheit auch nicht.
mir gruselt es.
Samstag, Oktober 25, 2008
lippstadts neue südliche altstadt?
wenn die jungens von RKW fwertig sind, wird es ja keine altstadt in diesem bereich mehr geben. das schon mal vorneweg. ich finde solche euphemistischen formulierungen, wie sie auch die stadt lippstadt benutzt, einfach nur grob volksverdummend.
also: von der altstadt, wie sie gewachsen da steht, bleibt nix. gucken wir uns dach mal den plan des neuen "magneten" an:

der kleine graue legostein unten ist das cineplex. damit dürfte die bauliche und damit auch räumliche dimension des neuen "magneten" klar sein. sicher ist bis jetzt nur, dass das areal für kaufland und mediamarkt gebaut werden soll. von den kleinen geschäften, die die anbindung in die lange straße bilden sollen, ist ja gar nicht mehr so direkt die rede. wundert auch keinen aufmerksamen bürger. merkwürdig ist nur, dass auf der lippstädter homepage in diversen variation werbbung mit eben diesen kleinen läden gemacht wird. tja, das ist ja eigentlich nicht ganz koscher, um es mal freundlich auszudrücken, aber verständlich, denn von hochwertiger archtitektur kann man bei diesem betonklotz wohl kaum reden.

mir persönlich stellen sich die kulturliebenden nackenhaare hoch, wenn ich an die drohende optik des ganzen denke. ein kastenförmiger nutzbau aus lebensbejahendem beton, architektonisch irgendwo zwischen bunker und billig-postmoderne anzusiedeln. da werfe man doch freundlichst mal einen blick in meine heimatstadt bonn, die sich gerade mit dem umbau der stadtbücherei beschäftigt. es geht auch anders.
wenn ich ehrlich bin, verdient dieser magnet nicht im mindesten die bezeichnung archtitektur: es ist nur umbauter verkaufsraum - sozusagen die konsequente fortführung der siebziger jahre. von attraktivität, ansprechender moderne, städtebaulichem wert keine spur...
wer kann nur ernsthaft daran interessiert sein (außer dem investor, der hier den schnellen euro machen will), solche eine optische beleidigung zu bauen?
also: von der altstadt, wie sie gewachsen da steht, bleibt nix. gucken wir uns dach mal den plan des neuen "magneten" an:

der kleine graue legostein unten ist das cineplex. damit dürfte die bauliche und damit auch räumliche dimension des neuen "magneten" klar sein. sicher ist bis jetzt nur, dass das areal für kaufland und mediamarkt gebaut werden soll. von den kleinen geschäften, die die anbindung in die lange straße bilden sollen, ist ja gar nicht mehr so direkt die rede. wundert auch keinen aufmerksamen bürger. merkwürdig ist nur, dass auf der lippstädter homepage in diversen variation werbbung mit eben diesen kleinen läden gemacht wird. tja, das ist ja eigentlich nicht ganz koscher, um es mal freundlich auszudrücken, aber verständlich, denn von hochwertiger archtitektur kann man bei diesem betonklotz wohl kaum reden.

mir persönlich stellen sich die kulturliebenden nackenhaare hoch, wenn ich an die drohende optik des ganzen denke. ein kastenförmiger nutzbau aus lebensbejahendem beton, architektonisch irgendwo zwischen bunker und billig-postmoderne anzusiedeln. da werfe man doch freundlichst mal einen blick in meine heimatstadt bonn, die sich gerade mit dem umbau der stadtbücherei beschäftigt. es geht auch anders.
wenn ich ehrlich bin, verdient dieser magnet nicht im mindesten die bezeichnung archtitektur: es ist nur umbauter verkaufsraum - sozusagen die konsequente fortführung der siebziger jahre. von attraktivität, ansprechender moderne, städtebaulichem wert keine spur...
wer kann nur ernsthaft daran interessiert sein (außer dem investor, der hier den schnellen euro machen will), solche eine optische beleidigung zu bauen?
Samstag, August 02, 2008
wieder ein stück lippstädter kultur dahin
gestern erst schrieb ich vom ausverkauf der stadt - heute lese ich das das folgende in der zeitung: auch salvatore orrú macht dicht.
schade, echt schade, damit ist lippstadt um eine kulturelle institution ärmer. neben seiner malschule, die über jahre in lippstadt sehr beliebt war, betrieb salvatore auch eine kleine galerie in dem wüstromantischen hinterhaus.
besonders war es da immer: tolle atmosphäre, oft witzige leute, die man nicht bei jeder anderen ausstellung trifft - weniger halt die bildungs-kunst-betrachter, dafür mehr leben und viel dolce vita.
der mittelstand sei in lippstadt weggebrochen, meint salvatore. das geld sei nicht mehr da.
sehe ich auch so. und diejenigen, die wirklich noch genug finanzielle mittel haben, wollen in lippstadt nicht mehr leben und einkaufen. warum auch? ist doch total unattraktiv.
mal ehrlich: was sollte gutsituierte menschen im mittleren alter bewegen, in lippstadt zu leben? arbeiten ok, aber leben?
wenig bis gar nichts.
die fußgängerzone strahlt den monotonen charme der achtiziger jahre aus: lebensbejahendes grau, kein grün und erst recht keine kleinen plätze oder sitzbänke.
noch dazu ist es meistens ziemlich dreckig in der stadt.
das angebot der geschäfte ist auch sehr bescheiden - außer ketten fast nix mehr gewesen. was besonderes, anderes findet man kaum noch. kaum kleine boutiquen oder pfiffige läden - nur auf der poststraße und da machen sich ja auch die ketten breit.
wohnen in lippstadt ist extrem teuer im verhältnis zur wohn- und lebensqualität.
freizeitangebot? ok, viel sport. keine frage. der grüne winkel ist auch klasse, leider macht die stadt ja nix draus. die kneipenlandschaft ist recht überschaubar, ebenso die restaurants. die machen ja auch reihenweise dicht. kino? cineplex. das geht noch.
kulturelles leben? da wird es ganz, ganz eng. KWL, subventionierte vereine wie kunstverein, kunst im turm, musikverein, musikschule....und immer wieder dieses "ab in die mitte". das wars. viel geld wird da rausgeschmissen für eine kleine anzahl an interessenten.
kulturzentrum? fehlanzeige.
so könnte ich nun noch einige zeilen weitermachen - lohnt sich nicht.
blicken wir den dingen ins auge: lippstadt versinkt völlig im nebel. sozusagen der abstieg, fußballtechnisch ausgedrückt.
aber im gegensatz zu fußballvereinen denkt in lippstadt keiner dran, mal das management auszutauschen. hier gibts keinen neuen trainer. es wird noch nichtmal drüber nachgedacht, irgendwas am managementstil zu verändern.
nö, der alte macht genausoweiter, wie vorher auch: aussitzen, aussitzen, aussitzen.
aber was lamentiere ich. es wird ja alles besser, wenn endlich das kaufland-monstrum steht. dann wird auch die kunst in lippstadt wieder erblühen.
schade, echt schade, damit ist lippstadt um eine kulturelle institution ärmer. neben seiner malschule, die über jahre in lippstadt sehr beliebt war, betrieb salvatore auch eine kleine galerie in dem wüstromantischen hinterhaus.
besonders war es da immer: tolle atmosphäre, oft witzige leute, die man nicht bei jeder anderen ausstellung trifft - weniger halt die bildungs-kunst-betrachter, dafür mehr leben und viel dolce vita.
der mittelstand sei in lippstadt weggebrochen, meint salvatore. das geld sei nicht mehr da.
sehe ich auch so. und diejenigen, die wirklich noch genug finanzielle mittel haben, wollen in lippstadt nicht mehr leben und einkaufen. warum auch? ist doch total unattraktiv.
mal ehrlich: was sollte gutsituierte menschen im mittleren alter bewegen, in lippstadt zu leben? arbeiten ok, aber leben?
wenig bis gar nichts.
die fußgängerzone strahlt den monotonen charme der achtiziger jahre aus: lebensbejahendes grau, kein grün und erst recht keine kleinen plätze oder sitzbänke.
noch dazu ist es meistens ziemlich dreckig in der stadt.
das angebot der geschäfte ist auch sehr bescheiden - außer ketten fast nix mehr gewesen. was besonderes, anderes findet man kaum noch. kaum kleine boutiquen oder pfiffige läden - nur auf der poststraße und da machen sich ja auch die ketten breit.
wohnen in lippstadt ist extrem teuer im verhältnis zur wohn- und lebensqualität.
freizeitangebot? ok, viel sport. keine frage. der grüne winkel ist auch klasse, leider macht die stadt ja nix draus. die kneipenlandschaft ist recht überschaubar, ebenso die restaurants. die machen ja auch reihenweise dicht. kino? cineplex. das geht noch.
kulturelles leben? da wird es ganz, ganz eng. KWL, subventionierte vereine wie kunstverein, kunst im turm, musikverein, musikschule....und immer wieder dieses "ab in die mitte". das wars. viel geld wird da rausgeschmissen für eine kleine anzahl an interessenten.
kulturzentrum? fehlanzeige.
so könnte ich nun noch einige zeilen weitermachen - lohnt sich nicht.
blicken wir den dingen ins auge: lippstadt versinkt völlig im nebel. sozusagen der abstieg, fußballtechnisch ausgedrückt.
aber im gegensatz zu fußballvereinen denkt in lippstadt keiner dran, mal das management auszutauschen. hier gibts keinen neuen trainer. es wird noch nichtmal drüber nachgedacht, irgendwas am managementstil zu verändern.
nö, der alte macht genausoweiter, wie vorher auch: aussitzen, aussitzen, aussitzen.
aber was lamentiere ich. es wird ja alles besser, wenn endlich das kaufland-monstrum steht. dann wird auch die kunst in lippstadt wieder erblühen.
Mittwoch, Mai 28, 2008
sprachterrorismus bei der cdu
ach, ich war heute morgen echt noch zu nett gestimmt - besser gesagt: ich war sehr belustigt über das, was frau bartmann-salmen da zu papier bringen ließ.
kaum kam die sonne raus, kam auch meine migräne und damit eine sich verstärkende schlechte laune. und dann auch noch die unsägliche berichterstattung im lokalradio.
nicht etwa, dass es frau bartmann-salmen peinlich wäre, was sie da verzapft hat (der guten dame ist wohl nichts peinlich oder sie sich für nichts zu schade), nein, sie trötet mitsamt ihrer fraktion auch noch weiter in das horn der diffamierung.
(mein sohn fragte übrigens, ob es denn in unserem staate noch eine instanz gebe, die sich solcher schmutzkampagnen annehme. - leider nicht, mein sohn. vielleicht schafft es ja deine generation. wäre gut.)
da höre ich dann schier überwältigt, der "heiße sommer" stünde allgemein für krawallmachen....wo denn bitte? bei der cdu-fraktion? oh mennno, seid doch lieb zueinander.wir wissen doch alle, dass ihr euch gegenseitig ständig gruben grabt.
ach, nein, die meinen damit die initiative.
ein netter versuch, die engagierten menschen in direkte nähe zu autonomen zu stellen.der brave bürger wittert da natürlich wieder so linke krawallheinis, hafenstraße in lippstadt, vermummte steinewerfer...oh schreck. aber das ist ja wohl von der cdu beabsichtigt - wenn auch sehr durchsichtig.
hier zur info, was es mit dem gemeinten "heißen herbst" auf sich hat. und ich kann mich noch gut daran erinnern. so...und nun will die parteiunke das alles in einen topf werfen und flugs den politischen gegner runtermachen?
offenbar gleicht der bau des centers dem nato-doppelbeschluss. und der umbau der cappelstraße der startbahn west? jo, bald haben wir bestimmt einen lippstädter kessel. und die jungs von der initaitive werden mit 5 stunden dauerbedröhnung durch die emsperlen schachmatt gesetzt.
hui. damals hieß es "wir wollen sonne statt reagan" nun wohl lieber "wir wollen konzerte statt kommerz".
so witzig das alles nun klingt, ist es leider nicht.
frau bartmann-salmen und ihre parteifreunde befleissigen sich da eines gewissen sprachterrorismus. igitt. und das gibt ein dickes daumen-runter.
kaum kam die sonne raus, kam auch meine migräne und damit eine sich verstärkende schlechte laune. und dann auch noch die unsägliche berichterstattung im lokalradio.
nicht etwa, dass es frau bartmann-salmen peinlich wäre, was sie da verzapft hat (der guten dame ist wohl nichts peinlich oder sie sich für nichts zu schade), nein, sie trötet mitsamt ihrer fraktion auch noch weiter in das horn der diffamierung.
(mein sohn fragte übrigens, ob es denn in unserem staate noch eine instanz gebe, die sich solcher schmutzkampagnen annehme. - leider nicht, mein sohn. vielleicht schafft es ja deine generation. wäre gut.)
da höre ich dann schier überwältigt, der "heiße sommer" stünde allgemein für krawallmachen....wo denn bitte? bei der cdu-fraktion? oh mennno, seid doch lieb zueinander.wir wissen doch alle, dass ihr euch gegenseitig ständig gruben grabt.
ach, nein, die meinen damit die initiative.
ein netter versuch, die engagierten menschen in direkte nähe zu autonomen zu stellen.der brave bürger wittert da natürlich wieder so linke krawallheinis, hafenstraße in lippstadt, vermummte steinewerfer...oh schreck. aber das ist ja wohl von der cdu beabsichtigt - wenn auch sehr durchsichtig.
hier zur info, was es mit dem gemeinten "heißen herbst" auf sich hat. und ich kann mich noch gut daran erinnern. so...und nun will die parteiunke das alles in einen topf werfen und flugs den politischen gegner runtermachen?
offenbar gleicht der bau des centers dem nato-doppelbeschluss. und der umbau der cappelstraße der startbahn west? jo, bald haben wir bestimmt einen lippstädter kessel. und die jungs von der initaitive werden mit 5 stunden dauerbedröhnung durch die emsperlen schachmatt gesetzt.
hui. damals hieß es "wir wollen sonne statt reagan" nun wohl lieber "wir wollen konzerte statt kommerz".
so witzig das alles nun klingt, ist es leider nicht.
frau bartmann-salmen und ihre parteifreunde befleissigen sich da eines gewissen sprachterrorismus. igitt. und das gibt ein dickes daumen-runter.
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