das ist doch wieder typisch....heute steht in unserer heimatzeitung:
"„Druck“ durch Fördermittel
Werden die Weichen für das Einkaufszentrum noch in diesem Monat gestellt?
„Druck“ durch Fördermittel
So könnte es aussehen - vom Bernhardbrunnen aus betrachtet: Das geplante Einkaufszentrum am Güterbahnhof.
LIPPSTADT Jetzt kommt Zeitdruck in das Projekt: Wenn für das so viel diskutierte Einkaufszentrum am Güterbahnhof noch in diesem Jahr Landeszuschüsse aus dem Städtebauförderungstopf zur Brachflächen-Aktivierung beantragt werden sollen, dann muss bis Ende Oktober ein positiver Grundsatz-Beschluss des Rates vorliegen.„Sonst verlieren wir ein ganzes Jahr“, machte Wirtschaftsförderer Wilhelm Coprian gegenüber dem Patriot deutlich. Und der Erste Beigeordnete Rainer Strotmeier ließ erkennen, welch beträchtlichen Faktor diese Förderung darstellt. „Die Landesmittel liegen im guten siebenstelligen Bereich“ sagte er wörtlich. Das Geld soll dazu beitragen, das Gelände nördlich der Bahnlinie für das geplante Einkaufsprojekt „bebauungsfähig zu machen“.
Strotmeier räumte ein, dass dieser Zeitdruck unerfreulich sei und durchaus als Zumutung verstanden werden könne, doch es sei nun mal wichtig, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Bei den Politikern, so betonte er, habe er dafür Verständnis gefunden. Bereits in den nächsten Tagen wolle man in den Fraktionen darüber beraten.
Auch die Bürger werden in dieser entscheidenden Phase mit eingebunden. Am 17. Oktober findet in der Stadtsparkasse eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Und am Tag drauf die ebenfalls öffentliche Sitzung des Planungsausschusses. Am 29. 10. soll dann der Rat der Stadt entscheiden.
Ein paar Zahlen noch zur Information: Die gesamte überplante Fläche im bereich Bahnhofsstraße/Güterbahnhof liegt bei rund 21000 qm. Der größte Teil davon ist im Besitz der Bahn und privater Eigentümer. Der Anteil der städtischen Fläche beträgt etwa 5400 qm.
Für das Einkaufszentrum ist eine Verkaufsfläche von rund 12 500 qm vorgesehen, davon ca. 5000 qm für Kaufland und 3000 qm für Mediamarkt. "
super, so macht man bürgernahe politik. urplötzlich rückt der termin für die fördermittel näher...überraschend sozusagen. und nu muß alles wieder hopp hopp gehen, man braucht ja das geld. wußte man ja vorher offenbar nix von. und eingeräumt wird auch was, nämlich bedenken...aber das macht nix. da geht man dann locker drüber weg.
ist ja auch lachhaft - welche metropole macht schon stress wegen soner lapalie...
die taktik ist leider durchsichtig wie immer.
und damit das liebe stimmvieh nicht meckert, gibt es nochmal eine "bürgerbeteiligung" - ein infoabend. welch ein hohn! und noch nicht mal 14 tage später soll das alles im rat abgesegnet werden.
demokratie geht anders.
was denken unsere "entscheidungsträger" eigentlich, wer sie sind? irgendwie fällt mir da immer unser altbundeskannzler ein, der mit dem glücklichen gesichtsausdruck, der wollte auch immer alles "aussitzen" und dann doch seinen willen durchsetzen.
so, ich fahre nun nach köln und bilde mich in sachen leseförderung weiter. bis die tage.
Samstag, Oktober 06, 2007
Mittwoch, September 26, 2007
Mittwoch, September 19, 2007
lippstadts zukunft
diese vision einer glitzernden warenwunderwelt in lippstadt läßt mich ja nicht los. wie wird es sich wohl in der schönen lippestadt leben mit zwei neuen konsumtempeln? gestern nacht hatte ich dann eine vision....ich schwöre, es waren keine drogen im spiel.
seien wir doch mal konsequent. wenn die beiden neuen malls kommen, brauchen wir keine fußgängerzone mehr. und damit ist die lange straße wieder frei für den autoverkehr. wurde ja auch zeit, wo doch herr berger von der GMA weiß, dass der kunde bis vor das geschäft, ach, am besten rein fahren möchte.
also lassen wir den verkehr über die lange straße fließen, zweispurig als einbahnstraße. dann können die kunden, die aus der ganzen region, was rede ich: aus der ganzen republik zum einkaufen kommen, direkt bis zum südertor carre und zur altstadtmall durchfahren. über die cappelstraße und die woldemei lassen wir den verkehr dann wieder zweispurig abfließen. da sind dann ja eh nur noch altenwohnheime, obdachlosenasyle und so was.
was wir natürlich auch nicht mehr brauchen sind markt- und rathausplatz. die parade des schützenvereins, so es ihn dann noch gibt, findet eh am südertor carree statt. denn in der innenstadt hat man ja kein publikum mehr. rathausplatzfestival, lippstadt culinaire und der rest finden natürlich auch bei den malls oder in ihnen statt. man könnte da ja auch noch nen hippen überdachten platz, so ein forum halt, einrichten. dann wird auch kein schützenkönig mehr nass.
also machen wir aus den beiden plätzen große parkflächen. die bereiche neben der nördlichen lange straße auch noch dazu. die rathausstraße fällt dann ja weg...wo soll man denn noch hinfahren? alles parkplatz.
so, dann sagte herr berger ja, der kunde wolle es bequem. ok, kann er haben. der ganze bereich der ehemaligen fußgängerzone wird gläsern überdacht. dadrunter packen wir dann noch ein paar malls. ich denke da so an die "sommer-galerie", die "lott-mall" und natürlich an das "foru center". ausgehend von den megaparkflächen in der ehemaligen city könnte dann eine stylische schwebebahn die ehemalige lange straße entlangführen. unten autos, oben schweben. mit gläsernen fahrstühlen in die jeweiligen shopping paradiese hinein. central station wäre dann etwa in höhe mattenklodt. chice gleitbänder leiten die käufer dann in die malls wie schweine zur schlachtbank.
dann könnte das noch mit einem bahnhof kombiniert werden - auch in luftiger höhe. das hätte den vorteil, dass endlich das grottige bahnhofsgebäude verschwinden könnte. und schwupps wäre da wieder platz für ein konsum quartier. oh wunderschöne lippstädter warenwelt.
seien wir doch mal konsequent. wenn die beiden neuen malls kommen, brauchen wir keine fußgängerzone mehr. und damit ist die lange straße wieder frei für den autoverkehr. wurde ja auch zeit, wo doch herr berger von der GMA weiß, dass der kunde bis vor das geschäft, ach, am besten rein fahren möchte.
also lassen wir den verkehr über die lange straße fließen, zweispurig als einbahnstraße. dann können die kunden, die aus der ganzen region, was rede ich: aus der ganzen republik zum einkaufen kommen, direkt bis zum südertor carre und zur altstadtmall durchfahren. über die cappelstraße und die woldemei lassen wir den verkehr dann wieder zweispurig abfließen. da sind dann ja eh nur noch altenwohnheime, obdachlosenasyle und so was.
was wir natürlich auch nicht mehr brauchen sind markt- und rathausplatz. die parade des schützenvereins, so es ihn dann noch gibt, findet eh am südertor carree statt. denn in der innenstadt hat man ja kein publikum mehr. rathausplatzfestival, lippstadt culinaire und der rest finden natürlich auch bei den malls oder in ihnen statt. man könnte da ja auch noch nen hippen überdachten platz, so ein forum halt, einrichten. dann wird auch kein schützenkönig mehr nass.
also machen wir aus den beiden plätzen große parkflächen. die bereiche neben der nördlichen lange straße auch noch dazu. die rathausstraße fällt dann ja weg...wo soll man denn noch hinfahren? alles parkplatz.
so, dann sagte herr berger ja, der kunde wolle es bequem. ok, kann er haben. der ganze bereich der ehemaligen fußgängerzone wird gläsern überdacht. dadrunter packen wir dann noch ein paar malls. ich denke da so an die "sommer-galerie", die "lott-mall" und natürlich an das "foru center". ausgehend von den megaparkflächen in der ehemaligen city könnte dann eine stylische schwebebahn die ehemalige lange straße entlangführen. unten autos, oben schweben. mit gläsernen fahrstühlen in die jeweiligen shopping paradiese hinein. central station wäre dann etwa in höhe mattenklodt. chice gleitbänder leiten die käufer dann in die malls wie schweine zur schlachtbank.
dann könnte das noch mit einem bahnhof kombiniert werden - auch in luftiger höhe. das hätte den vorteil, dass endlich das grottige bahnhofsgebäude verschwinden könnte. und schwupps wäre da wieder platz für ein konsum quartier. oh wunderschöne lippstädter warenwelt.
Dienstag, September 18, 2007
"die fleischpreise werden steigen....."
sagt mal, wann hat das eigentlich angefangen? seit wochen höre und lese ich nur noch von steigenden lebensmittelpreisen. und die gründe sind hanbüchen wie nur sonst was. mal sind es die bösen asiaten, die plötzlich mehr milchprodukte brauchen, dann die steigenden futterkosten...oder auch die steigenden kosten für schieß-mich-tot.
man kann ja die uhr danach stellen.....jede woche eine neue nachricht. es reicht!!!!
weder verdiene ich plötzlich 10% mehr, noch habe ich im lotto gewonnen. wer soll das ganze zeug denn noch bezahlen?
man kann ja die uhr danach stellen.....jede woche eine neue nachricht. es reicht!!!!
weder verdiene ich plötzlich 10% mehr, noch habe ich im lotto gewonnen. wer soll das ganze zeug denn noch bezahlen?
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der tägliche wahnwitz
glitzerwelt altstadt-mall
i had a dream -
"wo vor jahren noch ein paar geschäfte und kneipen waren, rollt heute jeden samstag eine blechlawine. therese m., 86, bewohnerin des seniorenheims "zum abendrot", versucht seit einer halben stunde verzweifelt die cappelstraße zu queren. sie möchte in die innenstadt, um bei einem discounter ihre notwendigen medikamente zu kaufen.
keine chance. "jeden morgen um fünf kommen die anliefer-lkw. da ist an schlaf nicht mehr zu denken", erzählt sie. der regen prasselt auf den schirm, der an ihrem rollator festgebunden ist.
in der glitzerwelt der altsdtadt-mall tummeln sich derweil junge, finanzkräftige kunden. toby, 24, und charlene, 23, bummeln durch die ladenstraßen. sie kommen meist um die mittagszeit, nehmen beim "underground" ein kleines frühstück ein. dann trennen sich ihre wege. charlene geht ins basement zum naildesigner und facelifter aus china, während toby mit seinen kumpels in der bar die neusten spiele aus den usa anschaut. tabledance inklusive. den lästigen lebensmitteleinkauf erledigt schon ein profi-shopper für die beiden im "mauland". "wir finden es toll hier, so toby. auf die frage, ob er denn auch mal in die innenstadt geht, schaut er irritiert drein. "nee, da bin ich ja draußen. wir gehen nachher noch ins süder-carree, dann ins kino und später in die bar." wirkliche ausgänge gibt es ja auch gar nicht.
die altstadt-mall ist samstags-mittags richtig voll.
vom schlechten wetter merkt man hier nichts. angenehme 20 grad zum anstehenden weihnachtsfest. amerikanische christmas-songs dudeln aus den lautsprechern, über bildschirme flackert dauerwerbung. kein nervendes geschrei, denn die paar kinder, die es noch gibt, sind alle im "kids paradise" abegegeben worden. notfalls wird doch auch ritalin verabreicht, damit ruhe herrscht.
leise rieselt sanft der kunstschnee aus der glaskuppel. 50-cent-managerinnen springen im roten bikini mit weihnachtsmannmütze durch die galerie und verteilen lockgutscheine.
so auch christa, 24, die eigentlich biologie studiert hat: "hartz 6 reicht einfach nicht. also arbeite ich nun 50 h die woche hier. das bringt immerhin 250 euro." die schöne neue warenwelt kann sie sich nur sehnsüchtig anschauen. chice stiefel von "nespritt" für schlappe 300 euro sind für christa unerreichbar.
immer wieder sieht man schwarze sheriffs in den gängen. ihre aufgabe ist es, die vielen alten, obdachlosen und bettler aus der mall zu vertreiben. seit es in lippstadt keine nennenswerten arbeitgeber mehr gibt, haben auch viele bürger kein geld mehr für die heizung.
zur gleichen zeit auf der lange straße gähnende leere. die ruinen der ehemaligen modehäuser "luft" und "schenken" gammeln vor sich hin. das pflaster ist voller löcher. wer nach alternativen zur glitzernden mall-warenwelt sucht, ist hier verloren. nichtmal mehr 1-euro-läden gibt es hier. markt- und rathausplatz sind reine parkplätze mit shuttle-anschluß zu den malls geworden. der bürgermeister hat die stadt längst verlassen...."
hoffentlich nur ein albtraum
"wo vor jahren noch ein paar geschäfte und kneipen waren, rollt heute jeden samstag eine blechlawine. therese m., 86, bewohnerin des seniorenheims "zum abendrot", versucht seit einer halben stunde verzweifelt die cappelstraße zu queren. sie möchte in die innenstadt, um bei einem discounter ihre notwendigen medikamente zu kaufen.
keine chance. "jeden morgen um fünf kommen die anliefer-lkw. da ist an schlaf nicht mehr zu denken", erzählt sie. der regen prasselt auf den schirm, der an ihrem rollator festgebunden ist.
in der glitzerwelt der altsdtadt-mall tummeln sich derweil junge, finanzkräftige kunden. toby, 24, und charlene, 23, bummeln durch die ladenstraßen. sie kommen meist um die mittagszeit, nehmen beim "underground" ein kleines frühstück ein. dann trennen sich ihre wege. charlene geht ins basement zum naildesigner und facelifter aus china, während toby mit seinen kumpels in der bar die neusten spiele aus den usa anschaut. tabledance inklusive. den lästigen lebensmitteleinkauf erledigt schon ein profi-shopper für die beiden im "mauland". "wir finden es toll hier, so toby. auf die frage, ob er denn auch mal in die innenstadt geht, schaut er irritiert drein. "nee, da bin ich ja draußen. wir gehen nachher noch ins süder-carree, dann ins kino und später in die bar." wirkliche ausgänge gibt es ja auch gar nicht.
die altstadt-mall ist samstags-mittags richtig voll.
vom schlechten wetter merkt man hier nichts. angenehme 20 grad zum anstehenden weihnachtsfest. amerikanische christmas-songs dudeln aus den lautsprechern, über bildschirme flackert dauerwerbung. kein nervendes geschrei, denn die paar kinder, die es noch gibt, sind alle im "kids paradise" abegegeben worden. notfalls wird doch auch ritalin verabreicht, damit ruhe herrscht.
leise rieselt sanft der kunstschnee aus der glaskuppel. 50-cent-managerinnen springen im roten bikini mit weihnachtsmannmütze durch die galerie und verteilen lockgutscheine.
so auch christa, 24, die eigentlich biologie studiert hat: "hartz 6 reicht einfach nicht. also arbeite ich nun 50 h die woche hier. das bringt immerhin 250 euro." die schöne neue warenwelt kann sie sich nur sehnsüchtig anschauen. chice stiefel von "nespritt" für schlappe 300 euro sind für christa unerreichbar.
immer wieder sieht man schwarze sheriffs in den gängen. ihre aufgabe ist es, die vielen alten, obdachlosen und bettler aus der mall zu vertreiben. seit es in lippstadt keine nennenswerten arbeitgeber mehr gibt, haben auch viele bürger kein geld mehr für die heizung.
zur gleichen zeit auf der lange straße gähnende leere. die ruinen der ehemaligen modehäuser "luft" und "schenken" gammeln vor sich hin. das pflaster ist voller löcher. wer nach alternativen zur glitzernden mall-warenwelt sucht, ist hier verloren. nichtmal mehr 1-euro-läden gibt es hier. markt- und rathausplatz sind reine parkplätze mit shuttle-anschluß zu den malls geworden. der bürgermeister hat die stadt längst verlassen...."
hoffentlich nur ein albtraum
Dienstag, September 11, 2007
kanurennen auf dem alberssee
hochwasser kann so schön sein! und am alberssee ist es ja auch so schön. man muß halt ideen haben. buchbar sind solche schönen events bei gamann kanus.
und nächstes jahr...da machen wir dann ein rennen mit lippstädter teams auf dem alberssee.
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leben in lippstadt
Montag, September 10, 2007
angriff auf die city
es ist soweit......die nächste große veranstaltung der initiative lebendiges lippstadt steht an:
"Angriff auf die City-
Vortrags und Diskussionsveranstaltung der Initiative Lebendiges Lippstadt
Am Donnerstag, dem 13.09.2007, veranstaltet die Initiative Lebendiges Lippstadt einen weiteren Infoabend zum Thema Einkaufscentrum Südliche Altstadt. Unter der Überschrift „Angriff auf die City“ wird Dr. Holger Pump-Uhlmann, referieren. Pump-Uhlmann ist von Beruf Architekt und Architekturhistoriker und Author und Mitherausgeber des gleichnamigen Fachbuchs, das kritische Texte zur Konzeption, Planung und Wirkung von Einkaufscentern enthält. Im Zentrum seiner Darstellungen stehen dabei die Entwicklung der Einkaufscenter-Ansiedlungen in deutschen Städten, ihre kritischen Erfolgsbedingungen und vor allem die Strategien, mit denen Investoren und Center-Betreiber ihre Absichten durchsetzen. Das Buch hat sich seit seinem Erscheinen im letzten Jahr juristisch gegen mehrere Untersagungsverfügungen des Center-Entwicklers ECE erfolgreich durchgesetzt. Es ist ein Gemeinschaftswerk von Architekten, Center-Entwicklern, Soziologen, Geographen und Maklern.
Die Veranstaltung am 13.09. findet im Hülshoff statt und beginnt um 19:30 h. Hierzu sind auch Vertreter der Stadtverwaltung eingeladen. Im Anschluss an die Ausführungen von Dr. Pump-Uhlmann ist eine Frage- und Diskussionsrunde geplant, an der sich alle Anwesenden beteiligen können.
Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen."
"Angriff auf die City-
Vortrags und Diskussionsveranstaltung der Initiative Lebendiges Lippstadt
Am Donnerstag, dem 13.09.2007, veranstaltet die Initiative Lebendiges Lippstadt einen weiteren Infoabend zum Thema Einkaufscentrum Südliche Altstadt. Unter der Überschrift „Angriff auf die City“ wird Dr. Holger Pump-Uhlmann, referieren. Pump-Uhlmann ist von Beruf Architekt und Architekturhistoriker und Author und Mitherausgeber des gleichnamigen Fachbuchs, das kritische Texte zur Konzeption, Planung und Wirkung von Einkaufscentern enthält. Im Zentrum seiner Darstellungen stehen dabei die Entwicklung der Einkaufscenter-Ansiedlungen in deutschen Städten, ihre kritischen Erfolgsbedingungen und vor allem die Strategien, mit denen Investoren und Center-Betreiber ihre Absichten durchsetzen. Das Buch hat sich seit seinem Erscheinen im letzten Jahr juristisch gegen mehrere Untersagungsverfügungen des Center-Entwicklers ECE erfolgreich durchgesetzt. Es ist ein Gemeinschaftswerk von Architekten, Center-Entwicklern, Soziologen, Geographen und Maklern.
Die Veranstaltung am 13.09. findet im Hülshoff statt und beginnt um 19:30 h. Hierzu sind auch Vertreter der Stadtverwaltung eingeladen. Im Anschluss an die Ausführungen von Dr. Pump-Uhlmann ist eine Frage- und Diskussionsrunde geplant, an der sich alle Anwesenden beteiligen können.
Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen."
Samstag, September 08, 2007
aktive bürger als "bedenkenträger" - schönen gruß an die demokratie
es stand ja letztens zu lesen, dass ein vertreter einer lippstädter partei seinen unmut über das engagement lippstädter bürger geäußert hat. gut, das ist seine meinung und auf die hat er auch ein recht. kann und soll er auch äußern und publizieren - wobei das mit dem publizieren ja immer so eine sache ist.
bezogen hat der kommunalpolitiker sich auf bürgergruppen, die aktiv an entscheidungen, die unsere stadt betreffen, mitwirken möchten. "bei projekten wie dem grünen winkel und güterbahnhof richtete (..) darum eine warnung an jene, die er als bedenkenträger und unterschriftensammler bezeichnete."
puh, das ist ja nicht so nett. gewarnt wird man auch noch. hat meine mama auch immer gemacht, hat aber nix genutzt.der aktive bürger als "störenfried"? himmel, wessen frieden stört er denn? oder gehts nur um den versuch, kritik kleinzumachen?
ich reagiere ja bei solchen vorfällen immer höchst allergisch. warum denn andersdenkende gleich so abqualifizieren? das ist aber kein feiner zug und zeugt auch nicht gerade von demokratischer kultur.
naja, mag sein, dass es einigen leuten in dieser stadt auch einfach stinkt, dass nun bürger am start sind, die eben nicht alles so einfach hinnehmen, die sich einmischen, die sich gehör verschaffen. ist schon echt ärgerlich, wenn man plötzlich mit volkes wille konfrontiert wird - ging doch jahrzehntelang auch ohne eben diesen.
bezogen hat der kommunalpolitiker sich auf bürgergruppen, die aktiv an entscheidungen, die unsere stadt betreffen, mitwirken möchten. "bei projekten wie dem grünen winkel und güterbahnhof richtete (..) darum eine warnung an jene, die er als bedenkenträger und unterschriftensammler bezeichnete."
puh, das ist ja nicht so nett. gewarnt wird man auch noch. hat meine mama auch immer gemacht, hat aber nix genutzt.der aktive bürger als "störenfried"? himmel, wessen frieden stört er denn? oder gehts nur um den versuch, kritik kleinzumachen?
ich reagiere ja bei solchen vorfällen immer höchst allergisch. warum denn andersdenkende gleich so abqualifizieren? das ist aber kein feiner zug und zeugt auch nicht gerade von demokratischer kultur.
naja, mag sein, dass es einigen leuten in dieser stadt auch einfach stinkt, dass nun bürger am start sind, die eben nicht alles so einfach hinnehmen, die sich einmischen, die sich gehör verschaffen. ist schon echt ärgerlich, wenn man plötzlich mit volkes wille konfrontiert wird - ging doch jahrzehntelang auch ohne eben diesen.
südertor ost - statt kaufland?
et iss wie et iss, et kütt wie et kütt und et hät no immer jot jejang - sagt man im sonnigen rheinland. das gilt aber auch für lippstadt.
wie heute morgen in miner sehr geschätzten heimatzeitung zu lesen stand, kommt bewegung in die stadt. vielleicht aber eine art von bewegung, die einigen nicht so ganz paßt - würde mich nicht wundern. nicht nur die "bedenkenträger" und "unterschriftensammler" machen alteingeschworenen bündnissen das leben schwer, nein, da ist auch ein neuer investor am start.
"südertor-carree" - wunderbar, davon sprach die initiative lebendiges lippstadt doch schon lange. 5000 qm verkaufsfläche sollen endlich auf lippstadts 4-wheel-drive-in entstehen. ankermieter wird ein lebensmittelladen sein.
prima, damit ist die kaufland.-monstrosität wohl endlich vom tisch. es spricht einfach eine menge für einen neubau am südertor: es könnte der versprochene tor-charakter entstehen, wir hätten einen lebensmittelladen in der innenstadt, es wäre raum für andere geschäfte da - reichlich raum. parkplätze auch. der bebauungsplan ist auch schon da.
vor lauter begeisterung köpfte ich äußerst energisch mein bio-frühstücksei bei der lektüre. auf seite 3 unserer geschätzten presse fiel mir dann aber die semmel aus dem mund.
"verkaufsflächen (am südertor) tangieren pläne für güterbahnhof laut gma-gutachten nicht"
bitte? gehts noch? es war doch immer die rede davon, dass unbedingt ein lebensmittelheini in die stadt kommen soll - haben wir doch dann am südertor.
warum brauchen wir nun plötzlich zwei dieser läden?
gibbet urplötzlich zig hunderte kunden mehr? wer soll denn in beiden zentren dann einkaufen?
ich habe da einen ganz anderen verdacht: wohlmöglich sind in sachen güterbahnhof schon dinge/absprachen/vorverträge gelaufen, von denen wir bürger keine ahnung haben. würde mich auch nicht wundern. und nun können unsere entscheidungsträger nicht mehr zurück? oder wollen sie nicht? oder sind sie einfach unflexibel?
wie heute morgen in miner sehr geschätzten heimatzeitung zu lesen stand, kommt bewegung in die stadt. vielleicht aber eine art von bewegung, die einigen nicht so ganz paßt - würde mich nicht wundern. nicht nur die "bedenkenträger" und "unterschriftensammler" machen alteingeschworenen bündnissen das leben schwer, nein, da ist auch ein neuer investor am start.
"südertor-carree" - wunderbar, davon sprach die initiative lebendiges lippstadt doch schon lange. 5000 qm verkaufsfläche sollen endlich auf lippstadts 4-wheel-drive-in entstehen. ankermieter wird ein lebensmittelladen sein.
prima, damit ist die kaufland.-monstrosität wohl endlich vom tisch. es spricht einfach eine menge für einen neubau am südertor: es könnte der versprochene tor-charakter entstehen, wir hätten einen lebensmittelladen in der innenstadt, es wäre raum für andere geschäfte da - reichlich raum. parkplätze auch. der bebauungsplan ist auch schon da.
vor lauter begeisterung köpfte ich äußerst energisch mein bio-frühstücksei bei der lektüre. auf seite 3 unserer geschätzten presse fiel mir dann aber die semmel aus dem mund.
"verkaufsflächen (am südertor) tangieren pläne für güterbahnhof laut gma-gutachten nicht"
bitte? gehts noch? es war doch immer die rede davon, dass unbedingt ein lebensmittelheini in die stadt kommen soll - haben wir doch dann am südertor.
warum brauchen wir nun plötzlich zwei dieser läden?
gibbet urplötzlich zig hunderte kunden mehr? wer soll denn in beiden zentren dann einkaufen?
ich habe da einen ganz anderen verdacht: wohlmöglich sind in sachen güterbahnhof schon dinge/absprachen/vorverträge gelaufen, von denen wir bürger keine ahnung haben. würde mich auch nicht wundern. und nun können unsere entscheidungsträger nicht mehr zurück? oder wollen sie nicht? oder sind sie einfach unflexibel?
Montag, August 20, 2007
eine fachhochschule für lippstadt?
letztens blödelte ich noch mit freunden herum, dass unser geschätzter bürgermeister sicher bald auf die idee mit einer fachhochschule für lippstadt käme. ich sollte eine zulassung als wahrsagerin oder augurin beantragen oder mich direkt beim psi-corps melden. logisch, genau das alles ist geschehen. manchmal bin ich mir selbst unheimlich.
da lese ich also dann in unserer wohl informierten heimatzeitung, dass nun lippstadt in sachen historischem wettstreit mit soest (warum eigentlich immer?) auf die sensationelle idee mit der fachhochschule gekommen ist. und natürlich will man einen standort für igenieurwissenschaften haben. himmel, was soll das?
by the way: da gibts doch paderborn (http://www.uni-paderborn.de/fakultaeten). die bilden schon ingenieure aus. und ein blick auf die homepage von soest (http://www3.fh-swf.de/soest/) zeigt uns: auch hier gibbet das.
warum muß nun auch lippstadt unbedingt ings. ausbilden? warum sollten junge leute, die studieren wollen, nach lippstadt kommen?
soest hat gerade mächtig aufgerüstet in sachen ausbildung:
"Fachhochschule
Südwestfalen
Hochschule für
Technik und Wirtschaft
Agrarwirtschaft
Ingenieurwissenschaften
Der Standort Soest bietet seinen Studierenden Diplom-, Bachelor- und Master-Abschlüsse.
Hier finden Sie die Internetseiten der Fachbereiche Agrarwirtschaft, Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik sowie Informationen rund um den Standort Soest."
liebe leute, der zug ist doch abgefahren - falls die bahn mal fährt und nicht bestreikt wird.
irgendwie wirkt das ganze leicht kindisch auf mich: die anderen hier drumherum haben das - also wollen wir lippstädter das auch. völlig schnurz, ob es sinnvoll ist. soest hat nen kaufland - wollen wir auch. soest hat nen mediamarkt - wollen wir auch. soest hat die fh - wollen wir auch.
mal ehrlich: wer will denn schon in lipperbruch in der ollen kaserne hocken und büffeln? da gibbet doch nettere orte. und wenn das ding steht, haben wir eh schon wieder zu viele ings.
und wenn ich dann lese, dass unsere kommunalvertreter damit punkten wollen, dass sie ja seit 1975 ach so schlecht behandelt werden.... ist ja wie im sandkasten.
was wäre sinnvoll? sinnvoll wäre die überlegung, wie man lippstadt wirklich nach vorne bringen kann - was können wir hier einrichten, was es noch nicht in direkter nachbarschaft gibt?
ok, man könnte z.b. eine fh für sozialwissenschaften einrichten - ausrichtung auf den bereich einer älter werdenden gesellschaft oder für erziehungswissenschaften mit schwerpunkt sonder/heilpädagogik und reformpädagogik. eine montessorischule für lippstadt - gibts hier nirgendwo - mit angeschlossener ausbildungseinrichtung.
vielleicht solten die lippstädter nicht immer danach schielen, was die anderen haben und dann "ich auch" brüllen, sondern überlegen, was sie machen können, was die anderen nicht haben.
die idee mit der neuen wildwasserstrecke finde ich da schon sinnvoller. das könnte, in kombination mit einer kanustation in grünen winkel, unsere stadt echt nach vorne bringen.
da lese ich also dann in unserer wohl informierten heimatzeitung, dass nun lippstadt in sachen historischem wettstreit mit soest (warum eigentlich immer?) auf die sensationelle idee mit der fachhochschule gekommen ist. und natürlich will man einen standort für igenieurwissenschaften haben. himmel, was soll das?
by the way: da gibts doch paderborn (http://www.uni-paderborn.de/fakultaeten). die bilden schon ingenieure aus. und ein blick auf die homepage von soest (http://www3.fh-swf.de/soest/) zeigt uns: auch hier gibbet das.
warum muß nun auch lippstadt unbedingt ings. ausbilden? warum sollten junge leute, die studieren wollen, nach lippstadt kommen?
soest hat gerade mächtig aufgerüstet in sachen ausbildung:
"Fachhochschule
Südwestfalen
Hochschule für
Technik und Wirtschaft
Agrarwirtschaft
Ingenieurwissenschaften
Der Standort Soest bietet seinen Studierenden Diplom-, Bachelor- und Master-Abschlüsse.
Hier finden Sie die Internetseiten der Fachbereiche Agrarwirtschaft, Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik sowie Informationen rund um den Standort Soest."
liebe leute, der zug ist doch abgefahren - falls die bahn mal fährt und nicht bestreikt wird.
irgendwie wirkt das ganze leicht kindisch auf mich: die anderen hier drumherum haben das - also wollen wir lippstädter das auch. völlig schnurz, ob es sinnvoll ist. soest hat nen kaufland - wollen wir auch. soest hat nen mediamarkt - wollen wir auch. soest hat die fh - wollen wir auch.
mal ehrlich: wer will denn schon in lipperbruch in der ollen kaserne hocken und büffeln? da gibbet doch nettere orte. und wenn das ding steht, haben wir eh schon wieder zu viele ings.
und wenn ich dann lese, dass unsere kommunalvertreter damit punkten wollen, dass sie ja seit 1975 ach so schlecht behandelt werden.... ist ja wie im sandkasten.
was wäre sinnvoll? sinnvoll wäre die überlegung, wie man lippstadt wirklich nach vorne bringen kann - was können wir hier einrichten, was es noch nicht in direkter nachbarschaft gibt?
ok, man könnte z.b. eine fh für sozialwissenschaften einrichten - ausrichtung auf den bereich einer älter werdenden gesellschaft oder für erziehungswissenschaften mit schwerpunkt sonder/heilpädagogik und reformpädagogik. eine montessorischule für lippstadt - gibts hier nirgendwo - mit angeschlossener ausbildungseinrichtung.
vielleicht solten die lippstädter nicht immer danach schielen, was die anderen haben und dann "ich auch" brüllen, sondern überlegen, was sie machen können, was die anderen nicht haben.
die idee mit der neuen wildwasserstrecke finde ich da schon sinnvoller. das könnte, in kombination mit einer kanustation in grünen winkel, unsere stadt echt nach vorne bringen.
Donnerstag, August 16, 2007
hochbegabung und lrs
hochbegabung ist ja voll im trend. aber das es so schlimm ist, hatte ich nicht gedacht.eine freundin erzählte mir gestern, was da so abgeht. nur mal zur erklärung:
"Wie viele Hochbegabte gibt es?
Im Bereich von IQ 85 - 115 liegen etwas mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Einen IQ über 130 haben nur noch rund zwei Prozent der Deutschen. In der gesamten Bundesrepublik kann von rund 300.000 hoch begabten Kindern und Jugendlichen ausgegangen werden."
(http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/hochbegabung/definition.xml)
ähnliche zahlen findet man auch auf weiteren seiten in netz und in entsprechender fachliteratur. ok. also kann es wohl kaum sein, dass plötzlich tausende von hochbegabten kindern auftauchen.
jene freundin erzählte mir gestern auch, dass viele eltern, angefixt durch dusselige ratgeber, der meinung sind, dass ihr kind nur weil es möglicherweise eine (nicht diagnostizierte) lrs hat auch automatisch hochbegabt sei, grusel.
dazu: etwa 6% aller kinder haben wirklich eine legasthenie/lrs. der rest hat einfach schwierigkeiten beim erwerb der schriftsprache, aber keine umschriebene störung im sinne der ICD-10 der WHO.
genausowenig, wie legasthenie etwas mit dummheit zu tun hat, hat sie etwas mit überdurchschnittlicher intelligenz zu tun.
liebe eltern, ihr tut euren kindern mit einer "stigmatisierung" keinen gefallen. wer unsicher ist, sollte sein kind testen lassen, entweder der K-ABC oder der HAWIK-test. danach weiß man bescheid. und wer dann noch möchte kann einen lese- rechtschreibtest machen lassen. aber bitte einen normierten mit einer großen testgruppe.
und liebe eltern, wenn das kind dann eben nicht hochbegabt ist, seid nicht sauer - freut euch.
"Wie viele Hochbegabte gibt es?
Im Bereich von IQ 85 - 115 liegen etwas mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Einen IQ über 130 haben nur noch rund zwei Prozent der Deutschen. In der gesamten Bundesrepublik kann von rund 300.000 hoch begabten Kindern und Jugendlichen ausgegangen werden."
(http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/hochbegabung/definition.xml)
ähnliche zahlen findet man auch auf weiteren seiten in netz und in entsprechender fachliteratur. ok. also kann es wohl kaum sein, dass plötzlich tausende von hochbegabten kindern auftauchen.
jene freundin erzählte mir gestern auch, dass viele eltern, angefixt durch dusselige ratgeber, der meinung sind, dass ihr kind nur weil es möglicherweise eine (nicht diagnostizierte) lrs hat auch automatisch hochbegabt sei, grusel.
dazu: etwa 6% aller kinder haben wirklich eine legasthenie/lrs. der rest hat einfach schwierigkeiten beim erwerb der schriftsprache, aber keine umschriebene störung im sinne der ICD-10 der WHO.
genausowenig, wie legasthenie etwas mit dummheit zu tun hat, hat sie etwas mit überdurchschnittlicher intelligenz zu tun.
liebe eltern, ihr tut euren kindern mit einer "stigmatisierung" keinen gefallen. wer unsicher ist, sollte sein kind testen lassen, entweder der K-ABC oder der HAWIK-test. danach weiß man bescheid. und wer dann noch möchte kann einen lese- rechtschreibtest machen lassen. aber bitte einen normierten mit einer großen testgruppe.
und liebe eltern, wenn das kind dann eben nicht hochbegabt ist, seid nicht sauer - freut euch.
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der tägliche wahnwitz
Montag, August 13, 2007
Sonntag, August 12, 2007
Samstag, August 11, 2007
klüngeln
nun hab ich ja blut geleckt, ich geb es zu. mich läßt diese thematik nicht los. vor allem getrieben durch den aufklärungsbedarf des westfälischen liebsten google ich mich so durchs netz.
sehr logisch erscheint mir die ableitung des rheinischen wortes klüngel aus einem althochdeutschen wort für "knäuel". das kommt sicher hin. aber ich werde das noch genau recherchieren.
sehr interessant finde ich die betrachtungen vieler web-nutzer zum thema klüngeln in der nachkriegszeit. nun ja, es ist halt wie mit dem "fringsen", also dem kirchlich erlaubten organisieren von gütern nach dem krieg.
das rheinland, vor allem köln, war ja vom krieg, sprich von den bombardements, recht stark betroffen. fotos von der völlig zerstörten kölner innenstadt kann man sich überall in köln angucken.
das ist auch so ein unterschied zum westfälischen landstrich. die westfalen haben ihre innenstädte erst danach verhunzt.
mag sein, dass das klüngeln in dieser zeit einfach eine notwendigkeit des überlebens war. frei nch adenauer: man kennt sich, man hilft sich.
ich werde dran bleiben.
sehr logisch erscheint mir die ableitung des rheinischen wortes klüngel aus einem althochdeutschen wort für "knäuel". das kommt sicher hin. aber ich werde das noch genau recherchieren.
sehr interessant finde ich die betrachtungen vieler web-nutzer zum thema klüngeln in der nachkriegszeit. nun ja, es ist halt wie mit dem "fringsen", also dem kirchlich erlaubten organisieren von gütern nach dem krieg.
das rheinland, vor allem köln, war ja vom krieg, sprich von den bombardements, recht stark betroffen. fotos von der völlig zerstörten kölner innenstadt kann man sich überall in köln angucken.
das ist auch so ein unterschied zum westfälischen landstrich. die westfalen haben ihre innenstädte erst danach verhunzt.
mag sein, dass das klüngeln in dieser zeit einfach eine notwendigkeit des überlebens war. frei nch adenauer: man kennt sich, man hilft sich.
ich werde dran bleiben.
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der tägliche wahnwitz,
leben in lippstadt
lippstädter powerfrauenstammtisch
seit donnerstag gibt es ihn nun, den lippstädter powerfrauenstammtisch.
zugegeben, eine recht provokante formulierung, die bei der männerwelt sicherlich zu einigen reaktionen führt, was aber durchaus beabsichtigt ist.
entstanden ist diese gruppe aus einer veranstaltung im cartec, bei der es um klüngeln ging.
meine erste reaktion: komisch, warum macht man dazu eine offizielle veranstaltung? ist doch völlig normal. dazu muß der geneigte westfale wissen: im rheinland ist klüngeln absolut nichts negatives. keinesfalls ist das mit vetternwirtschaft oder filz zu übersetzen.
so schreibt der kölner stadtanzeiger:
"„Klüngel“, so übersetzt er, ist die Umsetzung des Prinzips: „Wir kennen uns, wir helfen uns.“ Und das ist gut so. „Der Klüngel“, und da zitiert er seinen Böll mal ganz gerne „ist die Form des Seid-nett-zueinanders“. Eine Forderung, die kölschem Selbstverständnis entspricht und folglich gerne in Kneipen umgesetzt wird: Drink doch eine mit.
Soweit kommt man im Schatten des Domes mit dem Klüngel klar - übrigens seit 1782, denn seit dem gibt es dieses Wort, das andernorts fälschlicherweise mit Filz, Seilschaft, Kumpanei und Amigo übersetzt wird. Dabei ist Klüngel doch vielmehr, Klüngel ist all dies zusammen - so es dem guten Zwecke dient. Sagt der gute Kölner."
(http://www.ksta.de/html/artikel/1015442771859.shtml)
klüngeln ist teil der rheinischen mentalität und dient allen. sozusagen der ursprung des neudeutschen "netzwerkens".
ich wurde dann aufgeklärt, dass der begriff des klüngelns in westfalen einen sehr negativen beigeschmack hat. hmmm, verwunderlich. nun gut, ich bin ja tolerant.
nur: welche chancen entgehen den menschen im alltag, wenn sie nicht klüngeln? massig, wie der kölner sagen würde.
nun gut, auch in lippstadt wird nun geklüngelt, das ist gut so, da bin ich dabei, auch ohne kölsch und pinte.
12 frauen bekennen sich nun zum klüngeln und treffen sich dazu viermal im jahr. neue mitglieder sind gerne gesehen, schließlich soll ein netzwerk unterschiedlicher interessen und berufe entstehen. unter den teilnehmerinnen sind frauen aus der wirtschaft, aus freien berufen, soziales oder auch ehrenamt sind vertreten.
gerade die bunte mischung macht den klüngel ja aus.
an den klassischen orten des rheinischen klüngels - der theke oder dem küchentisch - sind ja auch alle versammelt. da ist der rheinländer sehr demokratisch.
drink doch eene mit oder eben: verzäll mal, wat maachste so. wer lust dazu hat, melde sich bei mir.
zugegeben, eine recht provokante formulierung, die bei der männerwelt sicherlich zu einigen reaktionen führt, was aber durchaus beabsichtigt ist.
entstanden ist diese gruppe aus einer veranstaltung im cartec, bei der es um klüngeln ging.
meine erste reaktion: komisch, warum macht man dazu eine offizielle veranstaltung? ist doch völlig normal. dazu muß der geneigte westfale wissen: im rheinland ist klüngeln absolut nichts negatives. keinesfalls ist das mit vetternwirtschaft oder filz zu übersetzen.
so schreibt der kölner stadtanzeiger:
"„Klüngel“, so übersetzt er, ist die Umsetzung des Prinzips: „Wir kennen uns, wir helfen uns.“ Und das ist gut so. „Der Klüngel“, und da zitiert er seinen Böll mal ganz gerne „ist die Form des Seid-nett-zueinanders“. Eine Forderung, die kölschem Selbstverständnis entspricht und folglich gerne in Kneipen umgesetzt wird: Drink doch eine mit.
Soweit kommt man im Schatten des Domes mit dem Klüngel klar - übrigens seit 1782, denn seit dem gibt es dieses Wort, das andernorts fälschlicherweise mit Filz, Seilschaft, Kumpanei und Amigo übersetzt wird. Dabei ist Klüngel doch vielmehr, Klüngel ist all dies zusammen - so es dem guten Zwecke dient. Sagt der gute Kölner."
(http://www.ksta.de/html/artikel/1015442771859.shtml)
klüngeln ist teil der rheinischen mentalität und dient allen. sozusagen der ursprung des neudeutschen "netzwerkens".
ich wurde dann aufgeklärt, dass der begriff des klüngelns in westfalen einen sehr negativen beigeschmack hat. hmmm, verwunderlich. nun gut, ich bin ja tolerant.
nur: welche chancen entgehen den menschen im alltag, wenn sie nicht klüngeln? massig, wie der kölner sagen würde.
nun gut, auch in lippstadt wird nun geklüngelt, das ist gut so, da bin ich dabei, auch ohne kölsch und pinte.
12 frauen bekennen sich nun zum klüngeln und treffen sich dazu viermal im jahr. neue mitglieder sind gerne gesehen, schließlich soll ein netzwerk unterschiedlicher interessen und berufe entstehen. unter den teilnehmerinnen sind frauen aus der wirtschaft, aus freien berufen, soziales oder auch ehrenamt sind vertreten.
gerade die bunte mischung macht den klüngel ja aus.
an den klassischen orten des rheinischen klüngels - der theke oder dem küchentisch - sind ja auch alle versammelt. da ist der rheinländer sehr demokratisch.
drink doch eene mit oder eben: verzäll mal, wat maachste so. wer lust dazu hat, melde sich bei mir.
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leben in lippstadt
und die lippe steigt und steigt...
die lippe und ihr sogenanntes hochwasser gehören ja zu meinen lieblingsthemen in dieser stadt. vorweg: ich ernte immmer wieder eigenartige blicke, wenn ich äußere, dass man angeichts der lippe wohl kaum von einem fluss sprechen kann und das hochwasser hier ist für mich auch eher ein kurzes aufbegehren des wassers.
nunja, ich komme eben aus dem schönen rheinland - da ist der mensch in sachen hochwasser einiges gewöhnt. ich erinnere mich an nächtelange kellerausräumaktionen, an venezianische nächte auf meinem balkon in beuel (ja, so heißt dieser stadtteil wirklich - nicht lachen)...und unter uns tuckerte romantisch das schlauchboot des thw (ich liebe diese organisation) vorbei...wohlgemerkt, dort, wo eigentlich eine straße ist. sehr schön auch meine erinnerung an zahlreiche schulstunden in denen bücher getrocknet wurden (mit dem föhn der hausmutter) oder ruderboote durch die gegend geschleppt wurden...hach.
aber zurück zur lippe. ok, ich gebe zu ....nun ist wirklich viel wasser drin. dieses bild habe ich gestern in der nähe der friedrichschule gemacht. dort, wo eigentlich ein wehr ca. 2 meter wasserstand ausgleicht, ist nun eine ebene fläche.

und so sah es flussabwärts aus. auch nicht schlecht. das entspricht dann schon eher meinen vorstellungen von viel wasser.

bedrohlich ist das alles dank des hochwasserschutzes nicht. außer ein paar nassen kellern und gärten passiert ja nichts.
nunja, ich komme eben aus dem schönen rheinland - da ist der mensch in sachen hochwasser einiges gewöhnt. ich erinnere mich an nächtelange kellerausräumaktionen, an venezianische nächte auf meinem balkon in beuel (ja, so heißt dieser stadtteil wirklich - nicht lachen)...und unter uns tuckerte romantisch das schlauchboot des thw (ich liebe diese organisation) vorbei...wohlgemerkt, dort, wo eigentlich eine straße ist. sehr schön auch meine erinnerung an zahlreiche schulstunden in denen bücher getrocknet wurden (mit dem föhn der hausmutter) oder ruderboote durch die gegend geschleppt wurden...hach.
aber zurück zur lippe. ok, ich gebe zu ....nun ist wirklich viel wasser drin. dieses bild habe ich gestern in der nähe der friedrichschule gemacht. dort, wo eigentlich ein wehr ca. 2 meter wasserstand ausgleicht, ist nun eine ebene fläche.
und so sah es flussabwärts aus. auch nicht schlecht. das entspricht dann schon eher meinen vorstellungen von viel wasser.
bedrohlich ist das alles dank des hochwasserschutzes nicht. außer ein paar nassen kellern und gärten passiert ja nichts.
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leben in lippstadt
Samstag, August 04, 2007
ein positives beispiel
letzthin habe ich mal wieder meine heimat, die nördlichste stadt italiens besucht. also bonn, das kleinod am rhein.
und dort speziell natürlich das viertel, rheinisch veedel (ich hasse den ausdruck quartier), in dem ich aufgewachsen bin - bad godesberg.
da gibt es seit den siebzigern eine füßgängerzone, die in den letzten jahren acuh durchaus ihre probleme hatte. wir erinnern uns: bärlin (wer will da schon hin?) ist wieder hauptstadt - bonn nicht mehr. nun gut, es zogen viele leute weg, besonders die finaziell potenten politiker und diplomaten. die pleitewelle rollte, hertie machte dicht.
aber die godesberger haben es geschafft, die innenstadt zu beleben. als erstes wurde mal an der optik gearbeitet: zahlreiche bänke für die älter werdenden bürger, bäume, beete - das sieht einfach netter aus.
ein obststand, ein blumenstand, mal ein fliegender händler.
die einzelhändler haben mit angepackt und dekorieren ihre eingangsbereiche mit blumen.
hertie wurde saniert und es entstand eine kleine mall mit h&m, schuhläden, dm usw. das ganze aber nicht als klotz, sondern mit einem geschwungenen vorbau in blau.
und was passierte`? es gibt viele, kleine geschäfte mit unterschiedlichstem angebot - nicht nut ketten, wie in lippstadt. minilädchen neben schreibwarengeschäften, ansprechende buchläden, kleine fachgeschäfte - ohja, in godesberg kann man noch regenschirme, hüte und eisenwaren kaufen. es gibt bioläden und reformhäuser, sportartikel in großer auswahl. und immer wieder dazwischen cafes, ein nordseerestaurant mit strandkorb, einen kleinen weinhändler mit verkostung. warum schauen sich die lippstädter da nicht mal was ab?
und dort speziell natürlich das viertel, rheinisch veedel (ich hasse den ausdruck quartier), in dem ich aufgewachsen bin - bad godesberg.
da gibt es seit den siebzigern eine füßgängerzone, die in den letzten jahren acuh durchaus ihre probleme hatte. wir erinnern uns: bärlin (wer will da schon hin?) ist wieder hauptstadt - bonn nicht mehr. nun gut, es zogen viele leute weg, besonders die finaziell potenten politiker und diplomaten. die pleitewelle rollte, hertie machte dicht.
aber die godesberger haben es geschafft, die innenstadt zu beleben. als erstes wurde mal an der optik gearbeitet: zahlreiche bänke für die älter werdenden bürger, bäume, beete - das sieht einfach netter aus.
ein obststand, ein blumenstand, mal ein fliegender händler.
die einzelhändler haben mit angepackt und dekorieren ihre eingangsbereiche mit blumen.
hertie wurde saniert und es entstand eine kleine mall mit h&m, schuhläden, dm usw. das ganze aber nicht als klotz, sondern mit einem geschwungenen vorbau in blau.
und was passierte`? es gibt viele, kleine geschäfte mit unterschiedlichstem angebot - nicht nut ketten, wie in lippstadt. minilädchen neben schreibwarengeschäften, ansprechende buchläden, kleine fachgeschäfte - ohja, in godesberg kann man noch regenschirme, hüte und eisenwaren kaufen. es gibt bioläden und reformhäuser, sportartikel in großer auswahl. und immer wieder dazwischen cafes, ein nordseerestaurant mit strandkorb, einen kleinen weinhändler mit verkostung. warum schauen sich die lippstädter da nicht mal was ab?
chance für neue gedanken zur stadtentwicklung
wie heute morgen in unserer sehr geschätzten heimatzeitung zu lesen stand, sieht es mit dem geplanten großprojekt am güterbahnhof aus sicht der befürworter nicht so rosig aus. ein teil der grundstückseigentümer ist offensichtlich nicht bereit, für nen appel und nen ei zu verkaufen. nun, ich erinnere mich, dass dieser punkt von der initiative lebendiges lippstadt bereits im januar als kritisch bezeichnet wurde. mag auch sein, dass manche eigentümer sich schlichtweg übergangen fühlten durch die flotte planung der stadt, die dann mal eben so als gegeben dahingestellt wurde.
viele menschen sind offenbar nicht mehr bereit, den politikern alles durchgehen zu lassen.
weiter lese ich in dem artikel, dass nun über ein "alternativmodell" nachgedacht werde, bei dem die beiden ankermieter in einem "möglichst kompakten gebäude" untergebracht werden sollen.
na, da bestätigen sich doch alle meine befürchtungen: ein neuer bunker a la cineplex mitten in der südlichen altstadt? nein danke, ich finde einer dieser bauten reicht völlig.
vom "leuchtturmgebäude" auf dem alten mattenklodtgrundstück ist überhaupt nicht mehr die rede. wie soll dann bitte die fußläufige, attraktive anbindung an die innenstadt erreicht werden? was ist mit den tollen geschäften wie mango und h&m, die vom chef der werbegemeinschaft immer als argument für den neubau angeführt werden? gar nix mehr, fürchte ich. aber vielleicht finden sich für diese unternhemen ja andere standorte in der city. platz ist da genug.
ohne diese anbindung wird es auch keine belebung der lange straße geben, keine synergie-effekte für den traditionellen einzelhandel. tja, damit dürfte sich dieses argument wohl erledigt haben.
denken wir doch mal die idee mit dem solitärgebäude zu ende: recht zentral in unserer schönen stadt steht dann ein betonbunker mit kaufland und mediamarkt, drumherum parkplätze. sonst nix. wer will das denn?
warum setzt man diesen neuen komplex nicht auf die östliche seite vom cineplex? die parkplätze dort mit offroad-feeling sind kein hingucker und könnten so endlich verschwinden, bzw. verbessert werden. möglicherweise würde dann auch die grausige verkehrssituation dort geändert. schon mal versucht mit einer horde kinder auf dem weg zum kino die straße zu überqueren? das grenzt an abenteuerurlaub.
müssen wir denn wirklich die altstadt verschandeln?
sehen wir doch die neusten entwicklungen positiv. es gibt eine menge zu tun in unserer stadt. wir haben da noch einige hausaufgaben zu machen. was ist mit den lehrständen in der innenstadt? wie beleben wir die fußgängerzone? was ist mit der aufbaurealschule? der stadtbücherei? dem rathausplatz?
und was ist endlich mit einem kulturzentrum? bürgernah - generationenübergreifend - lebendig. lippstadt hat nun die chance, all das anzupacken. und nicht in einem übereilten tempo, sondern besonnen und durchdacht. mal nebenbei: dann könnten endlich auch alle bevölkerungsgruppen in die entscheidungen eingebunden werden. ist nicht bald auch wieder wahl?
warum nicht mal über wohnen in der innenstadt nachdenken? darüber, wie wir wieder familien in die stadt bekommen? und mit kindern und ihren eltern wächst auch wieder mehr leben in der stadt. vielleicht sollten einige händler und politiker auch mal begreifen, dass es nicht immer nur um kaufen, kaufen, kaufen geht.
stellt euch doch mal vor, lippstadt besteht nur noch aus geschäften und betonklötzen. will man da echt zum flanieren und gucken, zum kaufen und genießen hin? mit sicherheit nicht.
die bürger zahlen fleissig und brav ihre steuern in dieser stadt. also haben sie auch das anrecht auf ein gutes wohnumfeld.
eigentlich können wir doch froh sein. nun haben wir alle, bürger und politiker, die chance mal grundsätzlich über die entwicklung lippstadts nachzudenken. wunderbar. das sehen ja offensichtlich einige kommunalpolitiker auch so. noch besser. ich hoffe, dass wir spannende und fruchtbare wochen erleben.
viele menschen sind offenbar nicht mehr bereit, den politikern alles durchgehen zu lassen.
weiter lese ich in dem artikel, dass nun über ein "alternativmodell" nachgedacht werde, bei dem die beiden ankermieter in einem "möglichst kompakten gebäude" untergebracht werden sollen.
na, da bestätigen sich doch alle meine befürchtungen: ein neuer bunker a la cineplex mitten in der südlichen altstadt? nein danke, ich finde einer dieser bauten reicht völlig.
vom "leuchtturmgebäude" auf dem alten mattenklodtgrundstück ist überhaupt nicht mehr die rede. wie soll dann bitte die fußläufige, attraktive anbindung an die innenstadt erreicht werden? was ist mit den tollen geschäften wie mango und h&m, die vom chef der werbegemeinschaft immer als argument für den neubau angeführt werden? gar nix mehr, fürchte ich. aber vielleicht finden sich für diese unternhemen ja andere standorte in der city. platz ist da genug.
ohne diese anbindung wird es auch keine belebung der lange straße geben, keine synergie-effekte für den traditionellen einzelhandel. tja, damit dürfte sich dieses argument wohl erledigt haben.
denken wir doch mal die idee mit dem solitärgebäude zu ende: recht zentral in unserer schönen stadt steht dann ein betonbunker mit kaufland und mediamarkt, drumherum parkplätze. sonst nix. wer will das denn?
warum setzt man diesen neuen komplex nicht auf die östliche seite vom cineplex? die parkplätze dort mit offroad-feeling sind kein hingucker und könnten so endlich verschwinden, bzw. verbessert werden. möglicherweise würde dann auch die grausige verkehrssituation dort geändert. schon mal versucht mit einer horde kinder auf dem weg zum kino die straße zu überqueren? das grenzt an abenteuerurlaub.
müssen wir denn wirklich die altstadt verschandeln?
sehen wir doch die neusten entwicklungen positiv. es gibt eine menge zu tun in unserer stadt. wir haben da noch einige hausaufgaben zu machen. was ist mit den lehrständen in der innenstadt? wie beleben wir die fußgängerzone? was ist mit der aufbaurealschule? der stadtbücherei? dem rathausplatz?
und was ist endlich mit einem kulturzentrum? bürgernah - generationenübergreifend - lebendig. lippstadt hat nun die chance, all das anzupacken. und nicht in einem übereilten tempo, sondern besonnen und durchdacht. mal nebenbei: dann könnten endlich auch alle bevölkerungsgruppen in die entscheidungen eingebunden werden. ist nicht bald auch wieder wahl?
warum nicht mal über wohnen in der innenstadt nachdenken? darüber, wie wir wieder familien in die stadt bekommen? und mit kindern und ihren eltern wächst auch wieder mehr leben in der stadt. vielleicht sollten einige händler und politiker auch mal begreifen, dass es nicht immer nur um kaufen, kaufen, kaufen geht.
stellt euch doch mal vor, lippstadt besteht nur noch aus geschäften und betonklötzen. will man da echt zum flanieren und gucken, zum kaufen und genießen hin? mit sicherheit nicht.
die bürger zahlen fleissig und brav ihre steuern in dieser stadt. also haben sie auch das anrecht auf ein gutes wohnumfeld.
eigentlich können wir doch froh sein. nun haben wir alle, bürger und politiker, die chance mal grundsätzlich über die entwicklung lippstadts nachzudenken. wunderbar. das sehen ja offensichtlich einige kommunalpolitiker auch so. noch besser. ich hoffe, dass wir spannende und fruchtbare wochen erleben.
Donnerstag, August 02, 2007
trauerspiel alme - nix mehr mit fischen
als jahreskarteninhaberin der oberen almstrecke bin ich nun langsam recht angesäuert.
bei saisonbeginn waren noch einige fische vorhanden, nicht viele, aber immerhin. es werde eingesetzt, hieß es. komisch, den termin muß ich wohl verpaßt haben oder es haben innerhalb von zwei tagen alle eingesetzten fische den weg in die bratpfanne gefunden.
in ein- bis zweiwöchigem abstand warern wir am fluss - nix.
und am letzten wochenende ist mir dann endgültig die hutschnur geplatzt. irgendwelche leute haben dorch ernsthaft die alme "ausgebaggert". keinkraut mehr, kein vernünftiges flussbett! ja gehts denn noch? schon mal an die brutplätze gedacht? schon mal an die babyforellen gedacht? neben der alme liegt kniehoch der aushub und damit natürlich auch alle insektenlarven, puppen - eben einfach alles, was forellen so fressen.
es reicht.
bei saisonbeginn waren noch einige fische vorhanden, nicht viele, aber immerhin. es werde eingesetzt, hieß es. komisch, den termin muß ich wohl verpaßt haben oder es haben innerhalb von zwei tagen alle eingesetzten fische den weg in die bratpfanne gefunden.
in ein- bis zweiwöchigem abstand warern wir am fluss - nix.
und am letzten wochenende ist mir dann endgültig die hutschnur geplatzt. irgendwelche leute haben dorch ernsthaft die alme "ausgebaggert". keinkraut mehr, kein vernünftiges flussbett! ja gehts denn noch? schon mal an die brutplätze gedacht? schon mal an die babyforellen gedacht? neben der alme liegt kniehoch der aushub und damit natürlich auch alle insektenlarven, puppen - eben einfach alles, was forellen so fressen.
es reicht.
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fliegenfischen
Donnerstag, Juli 26, 2007
fliegenfischen - zwickauer mulde und co.
gefischt haben wir im urlaub an der zwickauer mulde, der zschopau und dem schwarzwasser.
mein favorit ist dabei eindeutig die zwickauer mulde. rieselstrecken, gumpen, viele steine, ruhige strecken - alles, was das fliegenfischer herz begehrt ist vorhanden. gut, will man die wirklich interessanten stellen erreichen, muss man schon recht gut zu fuß sein und auch mal ein bisschen klettern. es geht kein weg am fluß entlang und oft kommt man nur durch waten ans ziel. das waten ist aber generell kein problem, da die mulde nicht tief ist und steinigen grund hat. und wer die viel befischten stellen verläßt, hat die chance auf reichlich fisch. gefangen haben wir hier bach- und regenbogenforellen in allen größen, was für die substanz der mulde spricht. die bachsaiblinge, von denen man uns sagte, sie seien eingesetzt, vermehren sich offensichtlich auch munter, denn wir fingen auch viele kleinere exemplare.

im hotel trafen wir drei andere fliegenfischer, die sich über zu kleine und zu wenige fische beklagt haben. diesen eindruck können wir nicht bestätigen. klar, es kommt auf den zeitpunkt, den ort, die fliege und die präsentation an, doch wir haben sehr schöne stunden mit auch sehr willigen forellen erlebt. streamer gingen gar nicht, aber emerger und nymphen führten zum erfolg.
helle loop-wing-emerger mit crystal hair (in Anlehnung an das Muster von Thomas Wölfle) erwiesen sich als äußerst fängig.
gefischt haben an der zwickauer mulde ab neidhardtstal (direkt unterhalb der talsperre) bis einige kilometer unterhalb von bockau.

solche stellen waren immer für größere fische gut. hinter jedem stein standen forellen.
auf der suche nach den angeblich existenten äschen fuhren wir an die zschopau, doch hier waren wir wenig erfolgreich. leider. ein schöner fluss, wunderbare augenblicke, doch äußerst zickige äschen. an dieser stelle wimmelte es nur so von äschen, die auch stiegen - teilweise direkt neben uns. bis zum gewitter fischten wir unverdrossen mit der trockenfliege, doch die äschen erwisen sich als äußerst selektiv. was sie wirklich gefressen haben, konnten wir bis zum abend nicht herausbekommen.

das schwarzwasser war nicht so mein ding. besonders im städtischen bereich ist der fluss recht verschmutzt, da offenbar viele anwohner ihn als müllkippe benutzen. schade, denn auch hier könnte ein tolles gewässer entstehen. äschen haben wir hier keine gefangen - nur bachsaiblinge. den tipp direkt im stadtgebiet von aue, wo schwarzwasser und mulde zusammen fließen, zu fischen, haben wir nicht befolgt. es war uns dann doch zu nervig direkt neben einer der hochwasserschutz-baustellen zu stehen.
der hochwasserschutz ist überhaupt ein thema im erzgebirge. wie uns einheimische fischer erzählten, sind die folgen nicht unbedingt positiv: direkt nach dem hochwasser wurde der fluss von den baggern wie eine straße benutzt. viele laichhabitate und gumpen wurden zerstört, was zu einem zusammenbruch des fischbestandes führte. auch heute noch sind baustellen häufig, meist am schwarzwasser, wo zur zeit eine fischtreppe gebaut wird.
es wird wohl noch eine zeit dauern, bis der fluss sich regeneriert hat.
mein favorit ist dabei eindeutig die zwickauer mulde. rieselstrecken, gumpen, viele steine, ruhige strecken - alles, was das fliegenfischer herz begehrt ist vorhanden. gut, will man die wirklich interessanten stellen erreichen, muss man schon recht gut zu fuß sein und auch mal ein bisschen klettern. es geht kein weg am fluß entlang und oft kommt man nur durch waten ans ziel. das waten ist aber generell kein problem, da die mulde nicht tief ist und steinigen grund hat. und wer die viel befischten stellen verläßt, hat die chance auf reichlich fisch. gefangen haben wir hier bach- und regenbogenforellen in allen größen, was für die substanz der mulde spricht. die bachsaiblinge, von denen man uns sagte, sie seien eingesetzt, vermehren sich offensichtlich auch munter, denn wir fingen auch viele kleinere exemplare.
im hotel trafen wir drei andere fliegenfischer, die sich über zu kleine und zu wenige fische beklagt haben. diesen eindruck können wir nicht bestätigen. klar, es kommt auf den zeitpunkt, den ort, die fliege und die präsentation an, doch wir haben sehr schöne stunden mit auch sehr willigen forellen erlebt. streamer gingen gar nicht, aber emerger und nymphen führten zum erfolg.
helle loop-wing-emerger mit crystal hair (in Anlehnung an das Muster von Thomas Wölfle) erwiesen sich als äußerst fängig.
gefischt haben an der zwickauer mulde ab neidhardtstal (direkt unterhalb der talsperre) bis einige kilometer unterhalb von bockau.
solche stellen waren immer für größere fische gut. hinter jedem stein standen forellen.
auf der suche nach den angeblich existenten äschen fuhren wir an die zschopau, doch hier waren wir wenig erfolgreich. leider. ein schöner fluss, wunderbare augenblicke, doch äußerst zickige äschen. an dieser stelle wimmelte es nur so von äschen, die auch stiegen - teilweise direkt neben uns. bis zum gewitter fischten wir unverdrossen mit der trockenfliege, doch die äschen erwisen sich als äußerst selektiv. was sie wirklich gefressen haben, konnten wir bis zum abend nicht herausbekommen.
das schwarzwasser war nicht so mein ding. besonders im städtischen bereich ist der fluss recht verschmutzt, da offenbar viele anwohner ihn als müllkippe benutzen. schade, denn auch hier könnte ein tolles gewässer entstehen. äschen haben wir hier keine gefangen - nur bachsaiblinge. den tipp direkt im stadtgebiet von aue, wo schwarzwasser und mulde zusammen fließen, zu fischen, haben wir nicht befolgt. es war uns dann doch zu nervig direkt neben einer der hochwasserschutz-baustellen zu stehen.
der hochwasserschutz ist überhaupt ein thema im erzgebirge. wie uns einheimische fischer erzählten, sind die folgen nicht unbedingt positiv: direkt nach dem hochwasser wurde der fluss von den baggern wie eine straße benutzt. viele laichhabitate und gumpen wurden zerstört, was zu einem zusammenbruch des fischbestandes führte. auch heute noch sind baustellen häufig, meist am schwarzwasser, wo zur zeit eine fischtreppe gebaut wird.
es wird wohl noch eine zeit dauern, bis der fluss sich regeneriert hat.
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fliegenfischen
Mittwoch, Juli 25, 2007
dyslexietherapeut? den beruf gibts nicht....
das arbeitsamt, meine weiterbildung und ich..eine neverending-story.
mal wieder erhielt ich eine aufforderung des amtes mich zu melden. mal wieder war es eine völlig andere sachbearbeiterin als vorher. nun gut, ich packte meine unterlagen und machte mich auf den weg.
die dame erschien zunächst recht nett, wenn auch distanziert. die erste frage: "also sie sind da in dieser maßnahme - was ist das genau?" "dyslexietherapeutin" "ahja...." angestrengt blickte sie auf ihren monitor und verstummte.
nur nebenbei, ich mache das nun schon seit einem halben jahr. also nicht erst seit gestern. und bewillgt ist das alles schon seit einem jahr.
"hm, dyslexiethrapeutin...was issen das?" ich hub mal wieder an, das berufsbild, die ausbildungsinhalte usw. zu beschreiben, zog gewand meine aufstellung der seminare und ihrer inhalte hervor und überreichte sie freundlich lächelnd der guten frau. natürlich auch die kopie des zertifikates, das ich nicht abschluß erhalten werde.
völlige irritation zeigte sich auf ihrem gesicht, hektisches tippen auf der tastatur.
"also, sie werden logopädin?" "Neiiiiiin." panik ergriff mich langsam. "also kann man sagen, das ist ne art ergotherapie?" "Neiiiiiin". "na, dann ist das kein beruf. das hab ich hier nicht."
wie bitte? seit einem jahr ist die weiterbildung bewilligt und der beruf ist nicht erfaßt?
schlagartig wurde mir alles klar: die ewigen briefe vom amt, die termine, das wirrwarr.
im klartext. der beruf des dyslexietherapeuten ist neu und offensichtlich noch nicht zentral erfaßt. das sollte aber irgendeinem mitarbeiter im letzten jahr mal aufgefallen sein. aber anscheinend hat sich keiner bemüßigt gefühlt, das zentral zu melden. nein, stattdessen landete mein vorgang auf wiedervorlage und ich damit bei der nächsten sachbearbeiterin. ja kann das denn sein?
nun, da auch noch andere daten fehlerhaft erfaßt waren, habe ich der dame dann vorgeschlagen, doch erstmal ordung in das ganze zu bringen, habe ihr meine kompletten unterlagen in kopie dagelassen und bin gegangen.
schallend lachend verließ ich das arbeitsamt. sieht man wohl auch selten....
mal wieder erhielt ich eine aufforderung des amtes mich zu melden. mal wieder war es eine völlig andere sachbearbeiterin als vorher. nun gut, ich packte meine unterlagen und machte mich auf den weg.
die dame erschien zunächst recht nett, wenn auch distanziert. die erste frage: "also sie sind da in dieser maßnahme - was ist das genau?" "dyslexietherapeutin" "ahja...." angestrengt blickte sie auf ihren monitor und verstummte.
nur nebenbei, ich mache das nun schon seit einem halben jahr. also nicht erst seit gestern. und bewillgt ist das alles schon seit einem jahr.
"hm, dyslexiethrapeutin...was issen das?" ich hub mal wieder an, das berufsbild, die ausbildungsinhalte usw. zu beschreiben, zog gewand meine aufstellung der seminare und ihrer inhalte hervor und überreichte sie freundlich lächelnd der guten frau. natürlich auch die kopie des zertifikates, das ich nicht abschluß erhalten werde.
völlige irritation zeigte sich auf ihrem gesicht, hektisches tippen auf der tastatur.
"also, sie werden logopädin?" "Neiiiiiin." panik ergriff mich langsam. "also kann man sagen, das ist ne art ergotherapie?" "Neiiiiiin". "na, dann ist das kein beruf. das hab ich hier nicht."
wie bitte? seit einem jahr ist die weiterbildung bewilligt und der beruf ist nicht erfaßt?
schlagartig wurde mir alles klar: die ewigen briefe vom amt, die termine, das wirrwarr.
im klartext. der beruf des dyslexietherapeuten ist neu und offensichtlich noch nicht zentral erfaßt. das sollte aber irgendeinem mitarbeiter im letzten jahr mal aufgefallen sein. aber anscheinend hat sich keiner bemüßigt gefühlt, das zentral zu melden. nein, stattdessen landete mein vorgang auf wiedervorlage und ich damit bei der nächsten sachbearbeiterin. ja kann das denn sein?
nun, da auch noch andere daten fehlerhaft erfaßt waren, habe ich der dame dann vorgeschlagen, doch erstmal ordung in das ganze zu bringen, habe ihr meine kompletten unterlagen in kopie dagelassen und bin gegangen.
schallend lachend verließ ich das arbeitsamt. sieht man wohl auch selten....
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Samstag, Juli 21, 2007
fliegenfischen an der zwickauer mulde
zunächst waren wir wir verwirrt durch die höchst widersprüchlichen infos, die man über die pachtverhältnisse erfährt. aktueller stand der dinge: der angelverein sachsen süd vergibt tageskarten, völlig unkompliziert und sehr flexibel. ein lob an herrn just, dem betreiber des angelshops in aue, der trotz unserer pannebedingten verspätung noch um 17h in seinen laden kam um uns die karten auszustellen.
die preise sind sehr angenehm. wir haben 70 euro für eine woche bezahlt. betrachtet man die länge der strecken, die man damit befischen kann, wirklich ein preiswertes vergnügen: zwickauer mulde, schwarzwasser, preßnitz, flöha und zschopau...das schafft keiner in einer woche. ein eldorado für fliegenfischer.
und die flüsse sind einfach wunderschön. wer bereit ist, ein wenig zu klettern und sich auch mal durch wirklich hohe uferbewucherung schlagen will, ist hier gut aufgehoben. auch wenn man oft gegenteilige meinungen hört.
an unserem hotel, das nur für wirklich humorvolle menschen mit einem hang zum urigen zum empfehlen ist (hotel forelle in blauental) trafen wir drei fliegenfischer aus bonn, die ein wenig den kopf hängen ließen. zu kleine fische, zu wenig...und überhaupt.
dieses urteil können wir nicht bestätigen. ok, klar, dass es in solchen flüssen nicht die riesen fische hagelt.. woher auch? ab er wir haben viele fische gefangen, die durch die bank gesund und extrem schön waren. auch einige größere waren dabei, der größte hatte 37 cm. das ist doch schon mal was.
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"entschuldigung, wie kommen wir hier nach....?" - ein hoch auf die sachsen
ungelogen, das war DER satz unseres urlaubs. wir waren für eine woche zum fliegenfischen ins erzgebirge gefahren, natürlich versorgt mit einer entsprechenden karte. (leider war die von 1993, wie sich später bei genauer prüfung zeigte.)
das erzgebirge ist schön, wirklich. wir haben viel gesehen, wenn auch meistens unfreiwillig, was nicht an den freundlichen sachsen lag, nein, sondern möglicherweise an ihrem äußerst sadistisch veranlagtem verkehrsplaner in dresden.
wer glaubt, die beschilderung an den straßen würde nach gut bekanner westdeutscher gründlichkeit ablaufen, wird schnell eines besseren belehrt. so fuhren wir durch elterlein und suchten die straße nach geyer. an sich nicht so besonders abenteuerlich, liegen die beiden netten orte doch fast nebeneinander. nun, es gab auch ein hinweisschild - irgendwo an anfang des ortes -, doch kein hinweis, wann denn nun abzubiegen sei. es gab einfach überhaupt keine beschilderung, nirgendswohin. es gab dann am ortsende ein schild, das den weg nach chemnitz wies, aber das ist 1. irre weit weg und lag 2. nun so gar nicht in unserer anvisierten richtung. wir bogen irgendwann recht fassungs- und orientierungslos ab. nach mehreren kilometern erreichten wir eine neue, sehr komfortable umgehungsstraße, natürlich auch ohne ausreichende beschilderung und noch dazu mit einem weiteren phänomen der erzgebirgischen straßenmeisterei: ein kryptisches schild mit dem hinweis auf eine kommende komplettsperrung eben dieser straße. diese schilder sind wohl der renner im freistaat. man findet sie überall, immer an unmöglichen straßenstellen, wo man nicht halten kann. sie sind immer für ortunkundige unverständlich. und meistens kombiniert mit einem sackgassenschild und dem hinweis "keine wendemöglichkeit".
also wieder zurück nach elterlein. dort haben wir dann das gemacht, was wir eigentlich schon vorher hätten tun sollen: neben zwei passanten angehalten und gefragt. sehr nette menschen, diese sachsen: kontaktfreudig, freundlich, witzig, gut gelaunt, sprachlich gewandt. man erhält nicht nur detaillierte auskunft, nebenbei erfährt man eine menge über land und leute, sichtweisen auf dinge, wird auf veränderungen hingewiesen: "wo kommen sie denn her? achsooo. ja, also damals, vor der wende....aber nun...fahren se mal..."
auf dem nachhauseweg kam mir ein gedanke: was, wenn hinter diesem schildermangel nicht die straßenmeisterei steckt? könnte es nicht sein, dass die sachsen einfach lieber persönlich auskunft geben? offensichtlich sind diese menschen so begeisterte kommunizierer, dass sie sich diese gute alte sitte (womöglich noch aus ddr-zeiten stammend) nicht nehmen lassen wollten. jedenfalls halten wir jetzt einfach direkt an, fragen und erzählen dabei ein bisschen.
das erzgebirge ist schön, wirklich. wir haben viel gesehen, wenn auch meistens unfreiwillig, was nicht an den freundlichen sachsen lag, nein, sondern möglicherweise an ihrem äußerst sadistisch veranlagtem verkehrsplaner in dresden.
wer glaubt, die beschilderung an den straßen würde nach gut bekanner westdeutscher gründlichkeit ablaufen, wird schnell eines besseren belehrt. so fuhren wir durch elterlein und suchten die straße nach geyer. an sich nicht so besonders abenteuerlich, liegen die beiden netten orte doch fast nebeneinander. nun, es gab auch ein hinweisschild - irgendwo an anfang des ortes -, doch kein hinweis, wann denn nun abzubiegen sei. es gab einfach überhaupt keine beschilderung, nirgendswohin. es gab dann am ortsende ein schild, das den weg nach chemnitz wies, aber das ist 1. irre weit weg und lag 2. nun so gar nicht in unserer anvisierten richtung. wir bogen irgendwann recht fassungs- und orientierungslos ab. nach mehreren kilometern erreichten wir eine neue, sehr komfortable umgehungsstraße, natürlich auch ohne ausreichende beschilderung und noch dazu mit einem weiteren phänomen der erzgebirgischen straßenmeisterei: ein kryptisches schild mit dem hinweis auf eine kommende komplettsperrung eben dieser straße. diese schilder sind wohl der renner im freistaat. man findet sie überall, immer an unmöglichen straßenstellen, wo man nicht halten kann. sie sind immer für ortunkundige unverständlich. und meistens kombiniert mit einem sackgassenschild und dem hinweis "keine wendemöglichkeit".
also wieder zurück nach elterlein. dort haben wir dann das gemacht, was wir eigentlich schon vorher hätten tun sollen: neben zwei passanten angehalten und gefragt. sehr nette menschen, diese sachsen: kontaktfreudig, freundlich, witzig, gut gelaunt, sprachlich gewandt. man erhält nicht nur detaillierte auskunft, nebenbei erfährt man eine menge über land und leute, sichtweisen auf dinge, wird auf veränderungen hingewiesen: "wo kommen sie denn her? achsooo. ja, also damals, vor der wende....aber nun...fahren se mal..."
auf dem nachhauseweg kam mir ein gedanke: was, wenn hinter diesem schildermangel nicht die straßenmeisterei steckt? könnte es nicht sein, dass die sachsen einfach lieber persönlich auskunft geben? offensichtlich sind diese menschen so begeisterte kommunizierer, dass sie sich diese gute alte sitte (womöglich noch aus ddr-zeiten stammend) nicht nehmen lassen wollten. jedenfalls halten wir jetzt einfach direkt an, fragen und erzählen dabei ein bisschen.
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Freitag, Juli 13, 2007
ich bin dann mal weg....
und widme mich der schönsten nebensache der welt - dem fliegenfischen. es geht ins westliche erzgebirge: zwickauer mulde, flöha usw. keine sorge, ich werde dann die fliegenfischerwelt mit fotos und berichten beglücken. der rest liest es ja gott sei dank dann eh nicht.
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fliegenfischen
Dienstag, Juni 19, 2007
unser schönes, historisches lippstadt
die kinder sollen ja was lernen, auch wenn es um einen ausflug geht. also buchten wir bei sonja gellrich - "historicum" eine stadtführung für kinder. treffen war am metzgeramtshaus. auch wir erwachsenen haben im laufe des vormittags eine menge über unsere schöne lippestadt gelernt. was es mit der dunklen halle auf sich hat und mit der hellen. warum die helle halle so krumm ist, wo lippstadts kleinstes haus steht, was die pilger mit dem grafen bernhard zu tun hatten.....und...und...und

los gings mit den historischen kostümen. vom bürgermeister über die patriziern bis hin zu den verschiedenen zünften fehlte nichts. nach kurzen erklärungen zu den zünften, den kleidersitten, dem mausikantenboden im metzgeramtshaus, dem schlachten in der fleischhauerstraße gings dann ab nach draußen.

sowas, da staunten die kiddies nicht schlecht. die helle halle ist ja total schief und krumm. warum? damit man sich hinter den ecken verstecken konnte. waren ja unsichere zeiten damals.
und das hier ist lippstadts kleinstes haus. wie soll da eine mittelalterliche familie mit ihren 12 kindern bloß gewohnt haben? und wo haben die alle geschlafen?

und abergläubisch waren die leute im mittelalter auch noch. die schlangen sollten die häuser und ihre bewohner schützen. impfungen gab es noch nicht und die naturwissenschaft stand noch in den kinderschuhen. naja, heute versuchen manche menschen das mit feng-shui oder mit anderen dingen.


an der marienkirche wurde auch klar, was der graf bernhard nun mit den pilgern des jakobsweges zu tun hatte. er war nämlich selbst mal einer, wie das relief über der tür zeigt. links ist der graf noch recht fußlahm auf dem pilgerweg, rechts ist er dann glücklich geheilt. viele konnte eben im mittelalter nicht lesen, da war ein solcher "comic" leichter nachzuvollziehen.

früher war der friedhof halt an der kirche. viel platz war innerhalb der stadtmauern nicht und die toten ruhten so in geweihtem boden. wer weiß schon, über wessen gebeine man da grade so läuft? und hier steht auch die lippstädter fríedenseiche. hoffentlich auch noch lange.

los gings mit den historischen kostümen. vom bürgermeister über die patriziern bis hin zu den verschiedenen zünften fehlte nichts. nach kurzen erklärungen zu den zünften, den kleidersitten, dem mausikantenboden im metzgeramtshaus, dem schlachten in der fleischhauerstraße gings dann ab nach draußen.
sowas, da staunten die kiddies nicht schlecht. die helle halle ist ja total schief und krumm. warum? damit man sich hinter den ecken verstecken konnte. waren ja unsichere zeiten damals.
und das hier ist lippstadts kleinstes haus. wie soll da eine mittelalterliche familie mit ihren 12 kindern bloß gewohnt haben? und wo haben die alle geschlafen?
und abergläubisch waren die leute im mittelalter auch noch. die schlangen sollten die häuser und ihre bewohner schützen. impfungen gab es noch nicht und die naturwissenschaft stand noch in den kinderschuhen. naja, heute versuchen manche menschen das mit feng-shui oder mit anderen dingen.
an der marienkirche wurde auch klar, was der graf bernhard nun mit den pilgern des jakobsweges zu tun hatte. er war nämlich selbst mal einer, wie das relief über der tür zeigt. links ist der graf noch recht fußlahm auf dem pilgerweg, rechts ist er dann glücklich geheilt. viele konnte eben im mittelalter nicht lesen, da war ein solcher "comic" leichter nachzuvollziehen.
früher war der friedhof halt an der kirche. viel platz war innerhalb der stadtmauern nicht und die toten ruhten so in geweihtem boden. wer weiß schon, über wessen gebeine man da grade so läuft? und hier steht auch die lippstädter fríedenseiche. hoffentlich auch noch lange.
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leben in lippstadt
das knochenkonzept
da schreibt andreas im lippstadt blog (http://lippstadt-blog.de/) zum thema knochenkonzept:
"Jetzt sagten einige Besucher gestern, dass Leute von Außerhalb wegen der tollen Innenstadt nach Lippstadt kämen, und wegen des Einkaufsflairs, das die vielen kleinen Läden hier verström(t)en. Andere sagten, dass Lippstädter sich aufmachen, Geld für Sprit oder Bahn ausgeben und nach Paderborn oder Soest düsen, um sich ihre Klamotten dort bei H&M, Zara oder im Mediamarkt zu holen.
So getz’ ma aufgepasst, da kommt die janz schlaue Frage:
Wenn die Einen kommen wegen der Innenstadt, die anderen bleiben weil “coole” Läden an der Bahn angesiedelt sind, und keiner das jeweils andere sieht … wegen der großen Entfernung und fehlender Magnetwirkung und so… wo genau ist das Problem? (und wie wär´s zur Abwechslung bitte mit einer unaufgeregten und sachlichen Antwort?)"
so, ich war ja auch bei der veranstaltung in der galerie orru und verstehe die verwirrung, die sich bei andreas breit machte.
1. es ist bisher weder von h&m, noch von zara oder mango die rede. die rede ist definitiv vom neubau eines supermarktes und eines mediamarktes mit insges. um 13.000 qm verkaufsfläche. die modeläden und ihre angeblichen niederlassungen in lippstadt sind lediglich eine erfindung des geschäftsführers eines lippstädter filialisten. in den plänen steht davon gar nix.
meiner meinung nach will der gute herr damit nur eine positive stimmung für den neubau am güterbahnhof evozieren.
2. h&m, zara und mango bevorzugen 1a-lagen, keine randlagen. diese firmen gehen wenn dann mitten in die fußgängerzone.
3. wir diskutieren also immer noch über die frage, ob da son ein klotz hin soll mit einem kaufland und einem mediamarkt, oder nicht. über nix anderes.der sogenannte leuchtturm, mit dem immer fein geworben wird, gegenüber von beumer & wicker wird wenn überhaupt erst ganz am schluß realisiert. und - wenn überhaupt - wäre da platz für einen laden marke h&m.
4. nun ergibt sich die frage, ob ein mediamarkt und ein kaufland (das ist sicher kein gourmettempel) das gewünschte zahlungskräftige und- willige publikum nach lippstadt bringt. und eben da scheiden sich die geister.
5. und es entsteht die frage, wie die innenstadt den verkehr bewältigen soll/kann oder auch will, denn laufkundschaft wird da ja wohl kaum den großteil ausmachen.
6. und es ist ebenfalls fraglich, ob menschen gewillt sein werden, erst eine shoppingtour durch lippstadt zu machen und dann noch den wochenendeinkauf im kaufland.
"Jetzt sagten einige Besucher gestern, dass Leute von Außerhalb wegen der tollen Innenstadt nach Lippstadt kämen, und wegen des Einkaufsflairs, das die vielen kleinen Läden hier verström(t)en. Andere sagten, dass Lippstädter sich aufmachen, Geld für Sprit oder Bahn ausgeben und nach Paderborn oder Soest düsen, um sich ihre Klamotten dort bei H&M, Zara oder im Mediamarkt zu holen.
So getz’ ma aufgepasst, da kommt die janz schlaue Frage:
Wenn die Einen kommen wegen der Innenstadt, die anderen bleiben weil “coole” Läden an der Bahn angesiedelt sind, und keiner das jeweils andere sieht … wegen der großen Entfernung und fehlender Magnetwirkung und so… wo genau ist das Problem? (und wie wär´s zur Abwechslung bitte mit einer unaufgeregten und sachlichen Antwort?)"
so, ich war ja auch bei der veranstaltung in der galerie orru und verstehe die verwirrung, die sich bei andreas breit machte.
1. es ist bisher weder von h&m, noch von zara oder mango die rede. die rede ist definitiv vom neubau eines supermarktes und eines mediamarktes mit insges. um 13.000 qm verkaufsfläche. die modeläden und ihre angeblichen niederlassungen in lippstadt sind lediglich eine erfindung des geschäftsführers eines lippstädter filialisten. in den plänen steht davon gar nix.
meiner meinung nach will der gute herr damit nur eine positive stimmung für den neubau am güterbahnhof evozieren.
2. h&m, zara und mango bevorzugen 1a-lagen, keine randlagen. diese firmen gehen wenn dann mitten in die fußgängerzone.
3. wir diskutieren also immer noch über die frage, ob da son ein klotz hin soll mit einem kaufland und einem mediamarkt, oder nicht. über nix anderes.der sogenannte leuchtturm, mit dem immer fein geworben wird, gegenüber von beumer & wicker wird wenn überhaupt erst ganz am schluß realisiert. und - wenn überhaupt - wäre da platz für einen laden marke h&m.
4. nun ergibt sich die frage, ob ein mediamarkt und ein kaufland (das ist sicher kein gourmettempel) das gewünschte zahlungskräftige und- willige publikum nach lippstadt bringt. und eben da scheiden sich die geister.
5. und es entsteht die frage, wie die innenstadt den verkehr bewältigen soll/kann oder auch will, denn laufkundschaft wird da ja wohl kaum den großteil ausmachen.
6. und es ist ebenfalls fraglich, ob menschen gewillt sein werden, erst eine shoppingtour durch lippstadt zu machen und dann noch den wochenendeinkauf im kaufland.
Donnerstag, Juni 14, 2007
vorstellung des "knochenkonzeptes"
ohje, ich bin spät dran.
heute, um 19.30h findet in der galerie orrú eine veranstaltung der initiative "lebendiges Lippstadt" statt. thema ist das "knochenkonzept", das eien sinnvolle alternative/ergänzung zum bisherigen gedankengut in sachen belebung der innenstadt bietet.
mal ganz grob vorneweg:
was ein knochen ist, wissen wir alle (hoffe ich): oben ein dicker gelenkknubbel, unten auch, dazwischen eine mehr oder minder lange strecke. schon das bild legt nahe, worum es geht: denken wir uns die lange straße als mittleren teil des knochens und z.b. den bernhardbbrunnen als unteren knubbel und den rathausplatz als oberen.
alles klar? nur wenn es attraktiv ist, beide knubbel, also plätze aufzusuchen, findet auch eine völkerwanderung/käuferwanderung auf dem mittleren teil statt.
weiteres dazu heute abend. kommt zahlreich, stellt fragen - es ist unsere stadt!
heute, um 19.30h findet in der galerie orrú eine veranstaltung der initiative "lebendiges Lippstadt" statt. thema ist das "knochenkonzept", das eien sinnvolle alternative/ergänzung zum bisherigen gedankengut in sachen belebung der innenstadt bietet.
mal ganz grob vorneweg:
was ein knochen ist, wissen wir alle (hoffe ich): oben ein dicker gelenkknubbel, unten auch, dazwischen eine mehr oder minder lange strecke. schon das bild legt nahe, worum es geht: denken wir uns die lange straße als mittleren teil des knochens und z.b. den bernhardbbrunnen als unteren knubbel und den rathausplatz als oberen.
alles klar? nur wenn es attraktiv ist, beide knubbel, also plätze aufzusuchen, findet auch eine völkerwanderung/käuferwanderung auf dem mittleren teil statt.
weiteres dazu heute abend. kommt zahlreich, stellt fragen - es ist unsere stadt!
Mittwoch, Juni 13, 2007
fragile - ein kunstwerk für jedermann
der hansetag ist schon lange vorbei, aber die kunstkisten sind wunderbarer weise noch da.leider nur noch bis mitte juni.
als die berüchtigten holztore aufgestellt wurden, war ich auch zunächst irritiert. wird das noch enthüllt? ist da was drin?
erst in zusammenhang mit den kunstkisten wurde mir der zugrundeliegende gedankengang klar.
Ein kurzes kaffeetrinken mit manfred feith-umbehr, dem organisator und kreativem kopf hinter den kisten, brachte dann endgültig licht in die angelegenheit.
kunst für jedermann - kunst, die im weg steht, am wegesrand lauert. gute idee. 14 kleine "musentempel" mit teilweise wirklich erstaunlichen und faszinierenden arbeiten. das paßt doch gut zur lichtpromenade, zur entdeckungstour durch unsere stadt. und endlich ist es mal nicht eine "schöne", also ordentliche, und totsubventionierte kunst, die keinen mehr stört und schon fein dokumentiert ist.
die kisten sind eine lebendige sache. sie stören, sie stehen im weg. sie machen keinen platz.
wer möchte, kann hineinsehen. und da gibts wirklich gute sachen zu sehen.
meine persönlichen favoriten:
die voluminösen plastiken von marga bles, das schräge abendmahl von hans molzberger und die zwerge von iwona liegmann. Zum projekt ist ein katalog erschienen, den es in der kulturinformation gibt.
wäre schön, wenn wir sowas öfter in unserer stadt hätten. jedenfalls ist es direkter, öffentlicher, lebendiger und reizender als die ewigen ausstellungen von "schon-gesehenem" im kunstverein (ich kann farbmmalerei nicht mehr ab) oder die teilweise links-dilletantischen versuche im alten flagturm im lippstädter süden.
und gut ist auch, dass sich an dem ganzen projekt die gemüter so erhitzt haben. diskussion fördert den ausstausch, mindert die agonie und bringt leben in die bude.
apropos: geförderte kunst in lippstadt.
das nervt mich ja schon lange. der kunstverein zeigt meist museale kunst. das kann ich mir auch alles in berlin, hamburg oder bonn ansehen. mal ganz abgesehen von den endlos langweiliigen einführungen des dr.franz. (der raum, die leere, der dialog....recht abgedroschen)
die leute von "kunst im turm" zeigen nur das, was ihnen gefällt, und das sind meist ihre eigenen arbeiten. naja, dazu kann man nun stehen wie man will.
die rathausgalerie, kastriert wie sie nun ist, hängt an den vorgaben der stadt. auch wenn hier noch manchmal wirklich gute schauen zu sehen sind. dank sei den engagierten machern.
und sonst? wo ist die junge regionale kunst? wo sind die lippstädter künnstler, die frei arbeiten? wo sind die wilden der region?
wenn überhaupt, kann man die in liesborn sehen. schade.
Donnerstag, Juni 07, 2007
g 8 auch in lippstadt
ok, lippstadt ist nun wahrlich nicht der nabel der welt. eher ein kleines, verschlafenes nest im westlichen ost-westfalen (gruß an harry rowohlt - der kampf geht weiter) oder im südlichen westfalen oder im östlichen ruhrgebiet oder wie auch immer.
alleine die tatsache, dass keiner so genau sagen kann, wo lippstadt denn nun dazu gehört, spricht ja schon bände. ich habe da ja meine eigene theorie - aber das ist eine andere geschichte.
egal, auch hier mitten in der deutschesten provinz lebt politisches bewußtsein, das durchaus über das schützenfestbierglas hinaus schaut. das nimmt mich ja wieder für diese stadt ein. manchmal kommt dieses politische bewußtsein sogar als katholisches event getarnt daher. so geschehen heute am fronleichnamstag.
rein neugierig schleppte ich mich in der drückenden frühhitze zur prozession. ich gebe zu: ja, ich hatte vorurteile. von wegen böld katholisch, langweilig, furchtbar heilig. leute, ich nehme das zurück.
die predigt erstaunte mich völlig. plötzlich war da vom demonstrieren die rede. davon, dass es so nicht weiter ginge, dass christen verantwortung übernehmen sollen. holla, klasse. globalisierungskritik mitten in der pampa. das läßt mich hoffen.
ebenso die aktion am mittwochabend in der marienkirche. da war der ton noch schärfer. wer hätte das gedacht? ich nicht.
weiter so, find ich gut.
alleine die tatsache, dass keiner so genau sagen kann, wo lippstadt denn nun dazu gehört, spricht ja schon bände. ich habe da ja meine eigene theorie - aber das ist eine andere geschichte.
egal, auch hier mitten in der deutschesten provinz lebt politisches bewußtsein, das durchaus über das schützenfestbierglas hinaus schaut. das nimmt mich ja wieder für diese stadt ein. manchmal kommt dieses politische bewußtsein sogar als katholisches event getarnt daher. so geschehen heute am fronleichnamstag.
rein neugierig schleppte ich mich in der drückenden frühhitze zur prozession. ich gebe zu: ja, ich hatte vorurteile. von wegen böld katholisch, langweilig, furchtbar heilig. leute, ich nehme das zurück.
die predigt erstaunte mich völlig. plötzlich war da vom demonstrieren die rede. davon, dass es so nicht weiter ginge, dass christen verantwortung übernehmen sollen. holla, klasse. globalisierungskritik mitten in der pampa. das läßt mich hoffen.
ebenso die aktion am mittwochabend in der marienkirche. da war der ton noch schärfer. wer hätte das gedacht? ich nicht.
weiter so, find ich gut.
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leben in lippstadt
Mittwoch, Mai 30, 2007
sie spielen wieder...
oh, wie geil ist das.....ein blick in meine geliebte heimatzeitung heute morgen und es ging mit gut, richtig gut. der aufmacher auf dem titel - police spielt wieder. zwar noch in den usa, aber bald, bald auch in deutschland.
den unverwechselbaren sound hat fast jeder meiner nun schon angegrauten generation noch im ohr.und irgendwie sind sie schnuckelig wie eh und je.
ok, es ist nicht zu übersehen, dass die band und ihre fans gemeinsam alt geworden sind. who cares?
jedenfalls ein guter tag, um im auto mal wieder die alten songs zu dröhnen.
und an meiner pinnwand hängen schon die karten für das konzert im oktober.
den unverwechselbaren sound hat fast jeder meiner nun schon angegrauten generation noch im ohr.und irgendwie sind sie schnuckelig wie eh und je.
ok, es ist nicht zu übersehen, dass die band und ihre fans gemeinsam alt geworden sind. who cares?
jedenfalls ein guter tag, um im auto mal wieder die alten songs zu dröhnen.
und an meiner pinnwand hängen schon die karten für das konzert im oktober.
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der tägliche wahnwitz
Dienstag, Mai 29, 2007
hehlerware gelber sack
jeder lippstädter kennt das problem: wie kommt man an die heiß umkämpften gelben säcke um pflichtschuldigst seinen plastikmüll ökologisch korrekt zu entsorgen?
tja, da hilft nur der weg in die stadt.
eigentlich gib es ja auf anfrage nur eine rolle pro haushalt. fast wie im leben des brian. mit ein bisschen geschick und einer guten geschichte kann man den verteilenden damen auch mal zwei rollen aus der schublade leiern.
aber:
was nix kostet, taugt nix, sagte meine oma immer. recht hat sie. diese dinger taugen echt nix.

diese dinger sind wirklich mist! schon beim auseinanderzuppeln muß man höllisch aufpassen, sonst reißt diese dusselig dünne folie ein.
und vorm befüllen sollte man sich einen stauplan machen. also: kantige dinge, wie tetrapacks immer in die mitte, umgeben von weichen folienresten. sollte man also tunlichst sammeln. dafür eignen sich die verpackungen von aldi-getränken hervorragend.
und bloß nicht diesen bescheuerten sack wirklich komplett befüllen. reißt garantiert. spätestens wenn man das ding zuzurren möchte. ratsch....und der blöde beutel zerlegt sich. mit dem wunderbaren effekt, dass der gesamte inhalt auf dem fußboden verteilt ist. toll, ganz toll....
tja, da hilft nur der weg in die stadt.
eigentlich gib es ja auf anfrage nur eine rolle pro haushalt. fast wie im leben des brian. mit ein bisschen geschick und einer guten geschichte kann man den verteilenden damen auch mal zwei rollen aus der schublade leiern.
aber:
was nix kostet, taugt nix, sagte meine oma immer. recht hat sie. diese dinger taugen echt nix.
diese dinger sind wirklich mist! schon beim auseinanderzuppeln muß man höllisch aufpassen, sonst reißt diese dusselig dünne folie ein.
und vorm befüllen sollte man sich einen stauplan machen. also: kantige dinge, wie tetrapacks immer in die mitte, umgeben von weichen folienresten. sollte man also tunlichst sammeln. dafür eignen sich die verpackungen von aldi-getränken hervorragend.
und bloß nicht diesen bescheuerten sack wirklich komplett befüllen. reißt garantiert. spätestens wenn man das ding zuzurren möchte. ratsch....und der blöde beutel zerlegt sich. mit dem wunderbaren effekt, dass der gesamte inhalt auf dem fußboden verteilt ist. toll, ganz toll....
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leben in lippstadt
fliegenfischen an der diemel - teil II
weiter unten verläuft die strecke durch die stadt marsberg. watklamotten sollte man auf jeden fall tragen (trotz des watverbotes bis mitte juni), da das gras teilweise sehr hochsteht. wer will schon zecken? besonders reizvoll waren die bereiche nach der innenstadt in einem kleinen waldstück. nach 18 h haben wir eine wirklich schöne fischerei erlebt.

die fische gingen wie verrückt auf eine knapp unter der wasseroberfläche geführte fliege. darunter erstaunlicherweise auch wieder einige äschen und größere forellen.

der sonntag war leider eher verregnet. nach kurzer zeit war das wasser trüb. aber wir kommen bestimmt wieder.
die fische gingen wie verrückt auf eine knapp unter der wasseroberfläche geführte fliege. darunter erstaunlicherweise auch wieder einige äschen und größere forellen.
der sonntag war leider eher verregnet. nach kurzer zeit war das wasser trüb. aber wir kommen bestimmt wieder.
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Montag, Mai 28, 2007
fliegenfischen an der diemel bei marsberg
eigentlich wollten wir über pfingsten ja an die wenne, aber da war schon alles im voraus von holländern besetzt. angesichts doch einer eher knappe kasse am monatsende entschlossn wir uns dann, etwas zu suchen, was ortsnäher ist. die wahl fiel auf die diemel bei marsberg. um diesen schönen kleinen fluß ist es schon längere zeit rein printtechnisch sehr ruhig geworden.
ok, die strecke ist nicht lauschig in mitten der freien natur gelegen. die obere strecke - nur für fliegenfischer - geht teilweise mitten durch den kleinen ort. erst am ende der strecke hat man etwas mehr entfernung zu den häusern. dennoch hat man seine ruhe und fühlt sich wenig bedrängt.

hier ist die fischereigrenze. erkennbar am schild und dem kleinen gewässer, das dort einfließt.

es war wirklich warm am pfingstsamstag. geparkt haben wir am sportplatz, der direkt an der diemel liegt. als wir dann glücklich zu fuß am ende der strecke angekommen waren, standen wir wir schon reichlich im schweiß. die strecke ist schön, sehr abwechslungsreich. schnell, flache regionen wechseln sich mit ruhigeren und auch tieferen strecken ab.
was uns sehr gefallen hat, war die gute durchsetzung mit fischen unterschiedlichen alters und unterschiedlicher größe: brutfischchen, babyforellen und - äschen und auch wirklich gute, große fische.
leider hat auch die diemel in den letzten wintern sehr unter dem kormoran zu leiden gehabt. wenn die umliegenden talsperren und seen zufrieren, kommt der gefräßige vogel gerne hier hin. das hat natürlich dem äschenbestand nicht gerade gutgetan. daher müssen äschen prinzipiell zurückgesetzt werden. macht ja auch nichts. wir haben einige kleinere und auch größere äschen gefangen. bleibt zu hoffen, dass der bestand sich nun erholt.
ok, die strecke ist nicht lauschig in mitten der freien natur gelegen. die obere strecke - nur für fliegenfischer - geht teilweise mitten durch den kleinen ort. erst am ende der strecke hat man etwas mehr entfernung zu den häusern. dennoch hat man seine ruhe und fühlt sich wenig bedrängt.
hier ist die fischereigrenze. erkennbar am schild und dem kleinen gewässer, das dort einfließt.
es war wirklich warm am pfingstsamstag. geparkt haben wir am sportplatz, der direkt an der diemel liegt. als wir dann glücklich zu fuß am ende der strecke angekommen waren, standen wir wir schon reichlich im schweiß. die strecke ist schön, sehr abwechslungsreich. schnell, flache regionen wechseln sich mit ruhigeren und auch tieferen strecken ab.
was uns sehr gefallen hat, war die gute durchsetzung mit fischen unterschiedlichen alters und unterschiedlicher größe: brutfischchen, babyforellen und - äschen und auch wirklich gute, große fische.
leider hat auch die diemel in den letzten wintern sehr unter dem kormoran zu leiden gehabt. wenn die umliegenden talsperren und seen zufrieren, kommt der gefräßige vogel gerne hier hin. das hat natürlich dem äschenbestand nicht gerade gutgetan. daher müssen äschen prinzipiell zurückgesetzt werden. macht ja auch nichts. wir haben einige kleinere und auch größere äschen gefangen. bleibt zu hoffen, dass der bestand sich nun erholt.
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fliegenfischen
Samstag, Mai 26, 2007
Freitag, Mai 25, 2007
"Edit: Wie erwartet, wurde nicht nachgefragt, sondern direkt mal blind behauptet…
diesmal soll die IBS “Geschäftspartner” von WDS sein *kopfschüttel* Da kommen ledeglich die Chefs her. Da mal drauf hinzuweisen, ist dasselbe, als würde ich ‘ne Aktion von der Uni Paderborn toll finden und hier drüber berichten. Und - weil es zu Missverständnissen geführt hat: Wenn der Andi *brüll* schreibt, dann lacht er grade laut. So, jetzt mach’ ich aber auch fein die Klappe zu."
der junge kann nicht lesen.....
"nur mal nebenher: im sog. lippstadt-blog wurde die ama/ibs abgefeiert. wer nachschaut entdeckt sehr fix, dass offensichtlich die agentur wds in zusammenhang mit eben jenem institut steht. kann man auf der ehemaligenseite nachsehen. so viel zum thema keine werbung für andere unternehmen. tja, mir fehlt da echt der glaube."
himmel, nirgends steht da was von geschäftspartner...bist du blind? tomaten auf den augen? die interpretation schon im hirn, bevor die information der wörter selbiges erreicht hat? offensichtlich. oder du bist nicht im stande einen text zu verstehen....ganz, ganz schlecht.
diesmal soll die IBS “Geschäftspartner” von WDS sein *kopfschüttel* Da kommen ledeglich die Chefs her. Da mal drauf hinzuweisen, ist dasselbe, als würde ich ‘ne Aktion von der Uni Paderborn toll finden und hier drüber berichten. Und - weil es zu Missverständnissen geführt hat: Wenn der Andi *brüll* schreibt, dann lacht er grade laut. So, jetzt mach’ ich aber auch fein die Klappe zu."
der junge kann nicht lesen.....
"nur mal nebenher: im sog. lippstadt-blog wurde die ama/ibs abgefeiert. wer nachschaut entdeckt sehr fix, dass offensichtlich die agentur wds in zusammenhang mit eben jenem institut steht. kann man auf der ehemaligenseite nachsehen. so viel zum thema keine werbung für andere unternehmen. tja, mir fehlt da echt der glaube."
himmel, nirgends steht da was von geschäftspartner...bist du blind? tomaten auf den augen? die interpretation schon im hirn, bevor die information der wörter selbiges erreicht hat? offensichtlich. oder du bist nicht im stande einen text zu verstehen....ganz, ganz schlecht.
Donnerstag, Mai 24, 2007
ein denkmal für hattu
ein virtuelles denkmal für hattu brand, den wahren graf bernhard, der nun die kutte an die wand hängt. schade, hattu, du bist und bleibst mir der liebste bernhard. und das nicht nur, weil du einfach immer ghut drauf warst.
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leben in lippstadt
schönreden als grundhaltung
"Frau X, nun seien sie doch nicht immer so kritisch"...wie oft habe ich das schon gehört. komischerweise immer von leuten, denen viel daran gelegen zu sein scheint, dass man alles positiv bewertet, egal, wie beschissen es auch ist.
entweder diese leute sind selbst völlig unkritisch oder sie haben ein interesse daran, dass der bürger/kunde alles schluckt oder sie waren selbst nicht in der lage es besser zu machen. oder sie sind nicht informiert.
liebster andreas, der du immer so nett kommentierst: das mattenklodt-haus wird abgerissen, wenn das projekt südliche altstadt durchkommt. es gibt keinen nachfolger für das cafe und die inhaber bauen darauf, dass sie verkaufen können...zu einem guten kurs versteht sich. und nicht nur das mattenklodt-haus wird dran glauben müssen. leider.ein großer teil der blumenstraße ebenfalls. auf der seite der initiative www.lebendiges-lippstadt.de kannst du dir ja mal ansehen, was da passieren soll.
damit wären wir mit einem leichten schlenker wieder beim punkt:
lippstadt hat wunderschöne seiten und dazu gehören grade die alten häuser, die engen gassen, der charme einer historischen altstadt. andere städte (u.a. meine geliebte heimatstadt) lassen sich den erhalt solcher viertel echt was kosten. durch die südstadt fahren heute touri-busse mit knipsenden japanern. und wohnen kann man da auch super. geht doch.
und lippstadt? anstatt sich endlich mal auf sich selbst zu besinnen und die vorteile dieser stadt zu sehen, brüllen manche nach blindem aktionismus. kunden sollen her, parkplätze, riesen neubauten....super. hmm, vielleicht liegt es ja auch am angebot der lippstädter händler, dass es nicht fluppt? möglicherweise geht ja qualität vor quantität.
meine werte mutter, die ja nun wieder im sonnigen rheinland weilt, war ein wenig erschrocken, wie schmal die angebotspalette in lippstadt geworden ist. recht hat sie. aber muß es denn ein kaufland sein? wollen wir das wirklich?
ich persönlich sehe da noch immer nicht den positiven effekt für die lange straße.
und was tobt alles im moment in unserer stadt:
hähnchenmastanlage im süden - igitt, ich kann die anwohner verstehen. mal abgesehen davon, dass ich keine eier oder hühner aus kz-haltung kaufe, es stinkt wirklich meist zum himmel, was da so produziert wird.
projekt südliche altstadt - häßliche großbauten, kaufland und mediamarkt, blechlawinen in der innenstadt, lärmbelastung für die anwohner...wer geht mit TK-kost im auto schon noch shoppen?
der grüne winkel - lippstadts schönster naturpark. da passiert nix, einfach nix. wie wäre es da mit einer schönen kanustation?
das unendliche thema tangenten steht auch noch aus.
leerstände in der innenstadt - papenbreer. was passiert da eigentlich? oder mit den ganzen anderen kleinen und großen läden? gerdau macht leider dicht. andere, von mir sehr geliebte einzelkämpfer stehen mit dem rücken an der wand. in der cappelstraße machen sich merkwürdige kleckser-ateliers oder "show-rooms" breit. in diesem falle läßt sich noch nicht mal mehr über die qualität der malerischen machwerke streiten.
ach, ist doch alles ganz toll. am besten lehnen wir uns entspannt zurück, legen für die nächsten 20 jahre wieder ein päuschen ein.....
entweder diese leute sind selbst völlig unkritisch oder sie haben ein interesse daran, dass der bürger/kunde alles schluckt oder sie waren selbst nicht in der lage es besser zu machen. oder sie sind nicht informiert.
liebster andreas, der du immer so nett kommentierst: das mattenklodt-haus wird abgerissen, wenn das projekt südliche altstadt durchkommt. es gibt keinen nachfolger für das cafe und die inhaber bauen darauf, dass sie verkaufen können...zu einem guten kurs versteht sich. und nicht nur das mattenklodt-haus wird dran glauben müssen. leider.ein großer teil der blumenstraße ebenfalls. auf der seite der initiative www.lebendiges-lippstadt.de kannst du dir ja mal ansehen, was da passieren soll.
damit wären wir mit einem leichten schlenker wieder beim punkt:
lippstadt hat wunderschöne seiten und dazu gehören grade die alten häuser, die engen gassen, der charme einer historischen altstadt. andere städte (u.a. meine geliebte heimatstadt) lassen sich den erhalt solcher viertel echt was kosten. durch die südstadt fahren heute touri-busse mit knipsenden japanern. und wohnen kann man da auch super. geht doch.
und lippstadt? anstatt sich endlich mal auf sich selbst zu besinnen und die vorteile dieser stadt zu sehen, brüllen manche nach blindem aktionismus. kunden sollen her, parkplätze, riesen neubauten....super. hmm, vielleicht liegt es ja auch am angebot der lippstädter händler, dass es nicht fluppt? möglicherweise geht ja qualität vor quantität.
meine werte mutter, die ja nun wieder im sonnigen rheinland weilt, war ein wenig erschrocken, wie schmal die angebotspalette in lippstadt geworden ist. recht hat sie. aber muß es denn ein kaufland sein? wollen wir das wirklich?
ich persönlich sehe da noch immer nicht den positiven effekt für die lange straße.
und was tobt alles im moment in unserer stadt:
hähnchenmastanlage im süden - igitt, ich kann die anwohner verstehen. mal abgesehen davon, dass ich keine eier oder hühner aus kz-haltung kaufe, es stinkt wirklich meist zum himmel, was da so produziert wird.
projekt südliche altstadt - häßliche großbauten, kaufland und mediamarkt, blechlawinen in der innenstadt, lärmbelastung für die anwohner...wer geht mit TK-kost im auto schon noch shoppen?
der grüne winkel - lippstadts schönster naturpark. da passiert nix, einfach nix. wie wäre es da mit einer schönen kanustation?
das unendliche thema tangenten steht auch noch aus.
leerstände in der innenstadt - papenbreer. was passiert da eigentlich? oder mit den ganzen anderen kleinen und großen läden? gerdau macht leider dicht. andere, von mir sehr geliebte einzelkämpfer stehen mit dem rücken an der wand. in der cappelstraße machen sich merkwürdige kleckser-ateliers oder "show-rooms" breit. in diesem falle läßt sich noch nicht mal mehr über die qualität der malerischen machwerke streiten.
ach, ist doch alles ganz toll. am besten lehnen wir uns entspannt zurück, legen für die nächsten 20 jahre wieder ein päuschen ein.....
Mittwoch, Mai 23, 2007
servicewüste lippstädter kneipen
wie ich ja schon erwähnte, weilt meine mutter derzeit in unserer stadt. nachdem wir gestern erst beim schreibwarenhändler meines vertrauens (ich rede vom einzigen dieser händler in lippstadt von koch) hefte für mein wohlgeratenes kind erworben hatten, wollten wir noch einen kaffee trinken.
wie bekannt ist, sonnt es sich auf der terrasse des cafe einstein besonders gut. naja, der rest ist weniger gut.
zunächst tauchte keine kellnerin und auch kein kellner auf. ein blick in den innenraum zeigte jedoch, dass da eine servicekraft vorhanden war. nach schlappen 15 minuten fühlte die junge frau sich dann bemüßigt, unsere bestellung aufzunehmen. ok, ich gebe zu: wir haben nicht viel bestellt, eben nur getränke, aber das ist sicher kein grund für ein schnippisches mäulchen der kellnerin.
dann hieß es wieder warten...warten....warten. endlich kamen kaffee und milchshake. wunderbar. meine mutter hatte schon geblickt, wie lahm die bedienung war (kein wunder, lag ja deutlich auf der hand) und wollte direkt zahlen.
das ging natürlich nicht. wie denn auch...die jungen frau verzog sich erstmal wieder hinter den tresen. nach schlappen 15 minuten kam sie wieder raus uns kassierte süße 10,50 euro für drei getränke.
da da dachtwe ich mir: stopp mal! das kann nicht sein. der blick in die karte bestätigte meinen verdacht. die gute hatte uns mal eben 4 euro zuviel berechnet.
wenn der prophet nicht zum berg kommt, dann...ich ging also in die kneipe hinaien und machte das frollein auf den fehler aufmerksam. und was geschah? eigentlich nix. keine entschuldigung...nö. sie brummelte irgendwas von "war noch ne cola drauf" und drückte mir schmollend meine 4 euro in die hand.
gehts noch? will die gute zicke gar nicht arbeiten? soll sie es doch lassen. die sehen mich so schnell nicht wieder...sonnenplätzchen hin oder her. ich bleib lieber in meiner stammkneipe.
wie bekannt ist, sonnt es sich auf der terrasse des cafe einstein besonders gut. naja, der rest ist weniger gut.
zunächst tauchte keine kellnerin und auch kein kellner auf. ein blick in den innenraum zeigte jedoch, dass da eine servicekraft vorhanden war. nach schlappen 15 minuten fühlte die junge frau sich dann bemüßigt, unsere bestellung aufzunehmen. ok, ich gebe zu: wir haben nicht viel bestellt, eben nur getränke, aber das ist sicher kein grund für ein schnippisches mäulchen der kellnerin.
dann hieß es wieder warten...warten....warten. endlich kamen kaffee und milchshake. wunderbar. meine mutter hatte schon geblickt, wie lahm die bedienung war (kein wunder, lag ja deutlich auf der hand) und wollte direkt zahlen.
das ging natürlich nicht. wie denn auch...die jungen frau verzog sich erstmal wieder hinter den tresen. nach schlappen 15 minuten kam sie wieder raus uns kassierte süße 10,50 euro für drei getränke.
da da dachtwe ich mir: stopp mal! das kann nicht sein. der blick in die karte bestätigte meinen verdacht. die gute hatte uns mal eben 4 euro zuviel berechnet.
wenn der prophet nicht zum berg kommt, dann...ich ging also in die kneipe hinaien und machte das frollein auf den fehler aufmerksam. und was geschah? eigentlich nix. keine entschuldigung...nö. sie brummelte irgendwas von "war noch ne cola drauf" und drückte mir schmollend meine 4 euro in die hand.
gehts noch? will die gute zicke gar nicht arbeiten? soll sie es doch lassen. die sehen mich so schnell nicht wieder...sonnenplätzchen hin oder her. ich bleib lieber in meiner stammkneipe.
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der tägliche wahnwitz,
leben in lippstadt
güterbahnhof - innen und außen
hier der link zu einer fotogalerie von sascha. besonders interessant sind die innenansichten. wer das betrachtet, wird schnell feststellen, dass wir es hier keineswegs mit einem schandfleck zu tun haben.
http://picasaweb.google.com/SaschaTschorn/GTerbahnhof02?authkey=-Pusff9QhMg
http://picasaweb.google.com/SaschaTschorn/GTerbahnhof02?authkey=-Pusff9QhMg
Samstag, Mai 19, 2007
hansetag in lippstadt - die endlosschleife
schön wars auch im nicolaiweg. ach, der ist ja immer schön.


es gab ja auch ne menge schöne momente. solche wie diesen:
das war das konzert von harmony central am freitagabend auf dem rathausplatz.
es gab ja auch ne menge schöne momente. solche wie diesen:
das war das konzert von harmony central am freitagabend auf dem rathausplatz.
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leben in lippstadt
kultur - nein danke
meine mutter war auf "bildungsreise" im harz und weilt nun ein paar tage im schönen lippstadt. gestern präsentierte sie dann stolz all die prospekte, die sie im harz gesammelt hat. wir wollen ja im sommer auch da hin, wenn auch aus anderen gründen.
meine mutter schwärmte in höchsten tönen von der wahnsinns kulturlandschaft da, den kirchen (hat sie natürlich alle gesehen) und überhaupt..folgender dialog entstand:
mutter: "kind, da mußte unbedingt hin! soviel kultur! und die kirchen!"
ich: "mutter, ich kann keine kultur mehr sehen.davon hab ich echt die schnauze voll."
mutter: "was? damit verdienst du doch dein geld!"
ich: "eben. wenn ich damit mal geld verdienen würde."
tsts, wenn so mancher wüßte, wie sehr mir die dusselige kultur manchmal auf die nerven geht.
grade steht meine mutter übrigens auf der waage. ihr einziger kommentar: scheiße! alles klar.
meine mutter schwärmte in höchsten tönen von der wahnsinns kulturlandschaft da, den kirchen (hat sie natürlich alle gesehen) und überhaupt..folgender dialog entstand:
mutter: "kind, da mußte unbedingt hin! soviel kultur! und die kirchen!"
ich: "mutter, ich kann keine kultur mehr sehen.davon hab ich echt die schnauze voll."
mutter: "was? damit verdienst du doch dein geld!"
ich: "eben. wenn ich damit mal geld verdienen würde."
tsts, wenn so mancher wüßte, wie sehr mir die dusselige kultur manchmal auf die nerven geht.
grade steht meine mutter übrigens auf der waage. ihr einziger kommentar: scheiße! alles klar.
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der tägliche wahnwitz
Montag, Mai 14, 2007
hansetag in lippstadt...ein fest der superlative?
nu isses vorbei, das "jahrhundertereignis", das "fest der superlative".
naja, es kamen nicht die angesagten 400.000 besucher. auch die 200.000, die kolportiert werden, halte ich für eher unwahrscheinlich. wie haben die denn gezählt? ok, am sonntag habe ich vor der tür keinen parkplatz gefunden. der unnnette mensch, der sich dahinstellte, hatte keinen anwohnerausweis und war insgesamt recht zickig. naja, manche sind eben einfach ätzend.
aber von riesenstaus, blechlawinen, besuchermassen keine spur.
und in den kenipen saßen die leute rum, die da immer sitzen.
gut, die konzerte auf dem rathausplatz waren voll. das ist ja schon mal was.
war auch ne nette stimmung in der stadt, aber irgendwie habe ich den eindruck, dass es alles nicht ganz so international war, wie es einige gerne hätten.
der größte teil der besucher kam rein autokennzeichentechnisch aus der region.
der hansemarkt war ne riesenenttäuschung. himmel, warum müssen denn die büdchen alle gleich sein? wirkte auf mich eher wie ne werbeveranstaltung für ferien in deutschland.
werbeveranstaltung ist das richtige wort: moonlightshopping, verkaufsoffener dies und das....gehts denn immer nur darum, den leuten die kohle aus der tasche zu fischen? also ich habe jedenfalls kein "hansetagsgeld" bekommen und konnte ergo auch nicht mehr ausgeben, als sonst im mai. punkt.
damit wären wir bei den preisen. sorry, aber die waren gepfeffert! ein ein brötchen mit zwei dünnen scheiben spießbraten für 4 euro?????
angebrannte würstchen, die noch fix zur currywurst verarbeitet werden?
ein bier 2 euro?
na, da haben sich ein paar wohl echt frisch gemacht.
wenn ich mir jetzt überlege, dass eine vierköpfige familie zum hansetag geht....hilfe, die waren ja fix 40 euro los. für jeden was zu essen und zu trinken. dann vielleicht noch was kleines für die kiddies vom mittelaltermarkt. aber wir wollen ja nicht fies sein. bumms, nächste woche gibbet dann eben ravioli und fischstäbchen.
mist, geht ja auch nicht. läuft doch grad die kampagne gegen fette kinder. besseres essen und so...ja, himmel, nach dem hansetag kann sich das keiner mehr leisten und es ist noch viel monat übrig.
naja, es kamen nicht die angesagten 400.000 besucher. auch die 200.000, die kolportiert werden, halte ich für eher unwahrscheinlich. wie haben die denn gezählt? ok, am sonntag habe ich vor der tür keinen parkplatz gefunden. der unnnette mensch, der sich dahinstellte, hatte keinen anwohnerausweis und war insgesamt recht zickig. naja, manche sind eben einfach ätzend.
aber von riesenstaus, blechlawinen, besuchermassen keine spur.
und in den kenipen saßen die leute rum, die da immer sitzen.
gut, die konzerte auf dem rathausplatz waren voll. das ist ja schon mal was.
war auch ne nette stimmung in der stadt, aber irgendwie habe ich den eindruck, dass es alles nicht ganz so international war, wie es einige gerne hätten.
der größte teil der besucher kam rein autokennzeichentechnisch aus der region.
der hansemarkt war ne riesenenttäuschung. himmel, warum müssen denn die büdchen alle gleich sein? wirkte auf mich eher wie ne werbeveranstaltung für ferien in deutschland.
werbeveranstaltung ist das richtige wort: moonlightshopping, verkaufsoffener dies und das....gehts denn immer nur darum, den leuten die kohle aus der tasche zu fischen? also ich habe jedenfalls kein "hansetagsgeld" bekommen und konnte ergo auch nicht mehr ausgeben, als sonst im mai. punkt.
damit wären wir bei den preisen. sorry, aber die waren gepfeffert! ein ein brötchen mit zwei dünnen scheiben spießbraten für 4 euro?????
angebrannte würstchen, die noch fix zur currywurst verarbeitet werden?
ein bier 2 euro?
na, da haben sich ein paar wohl echt frisch gemacht.
wenn ich mir jetzt überlege, dass eine vierköpfige familie zum hansetag geht....hilfe, die waren ja fix 40 euro los. für jeden was zu essen und zu trinken. dann vielleicht noch was kleines für die kiddies vom mittelaltermarkt. aber wir wollen ja nicht fies sein. bumms, nächste woche gibbet dann eben ravioli und fischstäbchen.
mist, geht ja auch nicht. läuft doch grad die kampagne gegen fette kinder. besseres essen und so...ja, himmel, nach dem hansetag kann sich das keiner mehr leisten und es ist noch viel monat übrig.
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hansetag in lippstadt
also das geht ja nun gar nicht! am bierstand auf dem rathausplatz hopsten doch tatsächlich die bedienungen mit diesem t-shirt rum. hallo? hansetag nicht bördetag. habt ihr soester ne macke?
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leben in lippstadt
Dienstag, Mai 08, 2007
hansetag, demokratie und die meinung andersdenkender
oh je, die lippstädter stadtväter und -mütter brauchen dringend mal ein coaching in sachen demokratie und meinungsfreiheit. liebe kommunalpolitiker! wir leben seit 60 jahren in einer demokratie. das solltet ihr wissen. es geht nicht immer alles nach eurer nase. wer wählt euch denn? wer zahlt denn die steuern, die eure eitelkeiten finanzieren? hmm??? richtig! wir die dummen bürger, das dusselige wahlvolk. und dieses dusselige volk hat nun endgültig die nase voll. jedenfalls eine stimme davon, also meine.
was ist geschehen? ganz einfach und doch unglaublich.
die initiative "lebendiges lippstadt" wollte am 05.mai mal wieder die lippstädter bürger sachlich informieren und den info-stand in der innenstadt aufbauen. dafür braucht man eine genehmigung - logisch. der engagierte mitstreiter stellte also den entsprechenden antrag formgerecht bei der stadt. die sache wurde abgelehnt mit dem hinweis auf den kommenden hansetag und aufbauarbeiten nin der city. ok, das verstehe ich ja noch. das "jahrhundertereignis", so bürgermeister sommer, muss angemessen abgefeiert werden. by the way: ich finde die verbindung zwischen lippstadt und der hanse ja immer noch völlig lächerlich,. aber egal.
die initiative ist ja flexibel, der termin für den info-stand wurde intern verschoben.
aber was mussten die mitglieder von "lebendiges lippstadt" an eben diesem samstag vor dem citiy-center mitten in der innenstadt sehen? einen info-stand der cdu. und was machten die sogenannten christlichen demokraten da? sie befragten das dumme volk zur notwendigkeit eines "sozio-kulturellen zentrums" in lippstadt.
ehrlich, da bekomme ich einen dicken hals. was soll das denn?
es gab eine absprache, das man sich gegenseitig wertschätzt und informiert. boah, was sind das für linke touren. und noch dazu von den konservativen.
die iniative "lebendiges lippstadt" ist wohl den cdu-lern der stadt ein dorn im auge. da gucken wir mal über demokratische regeln hinweg und machen das eigene ding? spinnt ihr? für wie blöd halten diese menschen eigentlich die bürger? unliebsame meinungen werden einfach ausgesperrt? in lippstadt bitte nur konforme gedanken? oha! haben denn hier nun endgültig die stöffchenfühler das sagen? machen unsere politiker politik ohne bürger?
eins ist klar: ich bin stinksauer, richtig sauer.
und solche maulkorb-erlasse mögen ja früher funktioniert haben - heute und bei mir nicht.
liebe stadtväter und -mütter, wir sprechen uns noch. nach der wahl ist vor der wahl.
so wird das nix mit uns.
am hansetag, der ja ins wasser fällt, werde ich mit einem bollerwagen der initiative durch die stadt ziehen und an die armen frierenden besucher kostenlosen glühwein ausschenken. dazu gibts dann noch infos, wie das hier in lippstadt, der hansestadt, so läuft...mit dem bürger, mit der wirtschaft, mit den demokratischen grundrechten
was ist geschehen? ganz einfach und doch unglaublich.
die initiative "lebendiges lippstadt" wollte am 05.mai mal wieder die lippstädter bürger sachlich informieren und den info-stand in der innenstadt aufbauen. dafür braucht man eine genehmigung - logisch. der engagierte mitstreiter stellte also den entsprechenden antrag formgerecht bei der stadt. die sache wurde abgelehnt mit dem hinweis auf den kommenden hansetag und aufbauarbeiten nin der city. ok, das verstehe ich ja noch. das "jahrhundertereignis", so bürgermeister sommer, muss angemessen abgefeiert werden. by the way: ich finde die verbindung zwischen lippstadt und der hanse ja immer noch völlig lächerlich,. aber egal.
die initiative ist ja flexibel, der termin für den info-stand wurde intern verschoben.
aber was mussten die mitglieder von "lebendiges lippstadt" an eben diesem samstag vor dem citiy-center mitten in der innenstadt sehen? einen info-stand der cdu. und was machten die sogenannten christlichen demokraten da? sie befragten das dumme volk zur notwendigkeit eines "sozio-kulturellen zentrums" in lippstadt.
ehrlich, da bekomme ich einen dicken hals. was soll das denn?
es gab eine absprache, das man sich gegenseitig wertschätzt und informiert. boah, was sind das für linke touren. und noch dazu von den konservativen.
die iniative "lebendiges lippstadt" ist wohl den cdu-lern der stadt ein dorn im auge. da gucken wir mal über demokratische regeln hinweg und machen das eigene ding? spinnt ihr? für wie blöd halten diese menschen eigentlich die bürger? unliebsame meinungen werden einfach ausgesperrt? in lippstadt bitte nur konforme gedanken? oha! haben denn hier nun endgültig die stöffchenfühler das sagen? machen unsere politiker politik ohne bürger?
eins ist klar: ich bin stinksauer, richtig sauer.
und solche maulkorb-erlasse mögen ja früher funktioniert haben - heute und bei mir nicht.
liebe stadtväter und -mütter, wir sprechen uns noch. nach der wahl ist vor der wahl.
so wird das nix mit uns.
am hansetag, der ja ins wasser fällt, werde ich mit einem bollerwagen der initiative durch die stadt ziehen und an die armen frierenden besucher kostenlosen glühwein ausschenken. dazu gibts dann noch infos, wie das hier in lippstadt, der hansestadt, so läuft...mit dem bürger, mit der wirtschaft, mit den demokratischen grundrechten
Dienstag, April 24, 2007
cineplex und der güterbahnhof
jeden samstagmorgen lese ich unsere geschätzte heimatzeitung gemütlich bei einer tasse kaffee im bett. das kind kruschelt in seinem zimmmer vor sich her, der süße schläft noch. viel zeit für eine ausgiebige lektüre.
letzten samstag hätte ich fast meinen kaffee verschüttet.
das cineplaex, dieser anmutige bau am südertot, hat einen neuen besitzer - so stand zu lesen. dieser möchte das kino verkleinern, dafür platz für ein fitness-studio schaffen und überhaupt den ganzen kasten ein wenig umbauen. das wundert mich nicht. ich habe schon vor jahren wetten abgeschlossen, dass ein kino dieser größenordnung in lippstadt nicht funktionieren kann. ich rechne das nun hier nicht vor, aber jeder halbwegs fitte mensch kann nachvollziehen, wie oft ein lippstädter pro jahr ins kino gehen müßte, damit der laden da läuft. ok, ein kinosaal kommt weg. gute entscheidung. und ein bisschen auflockern sollte man die kastenfront auch, dann kommen vielleicht auch mal kunden.
in einem anderen artikel lese ich: eben dieser neue besitzer des cineplaex hat auch gleich die grundstücke auf der anderen straßenseite gekauft. oh wie schön ist das denn.
seit ewigkeiten ärgere ich mich über diese brache und die nicht vorhandene fußgängerfreundliche anbindung der parkplätze. schon mal versucht mit drei blagen im schlepptau nachmittags die straße am südertor zu überqueren um ins kino zu kommen? chancenlos. es sei denn die schranken sind geschlossen oder frau wirft sich mit wildem blick vor die herannahenden pkw. toll, vielleicht kommt ja da mal bewegung rein.
weiter lese ich, dass der neue investor dort einen geschäftsbau plant. es wird ja immer besser. ein supermarkt soll da rein. noch viel besser - besser gehts nicht.
danke, danke, lieber investor. da ist wirklich ein klasse platz für einen supermarkt. gut erreichbar, aber nicht in der wunderschönen innenstadt. parkplätze kann man auch bauen.
tja, meine lieben stadtväter und - mütter, was wird denn dann mit euren plänen am güterbahnhof? wäre ja irgendwie irrsinn, dann noch einen kaufland zu bauen, oder? und kaufland wird ndas auch sicher nicht mehr wollen. so doof können die nicht sein. vor allem, wenn der supermarkt am südertor schon 2008 gebaut wird. da schwingt ihr doch gerade mal die abrißbirne gegen alte fassaden.
das ändert ja wohl die situation. nun werde ich sehr genau beobachten, was da im planungsausschuss vor sich geht. wird der neubau am südertor wohl aus eigenen interessen verhindert? wer stimmt dafür, wer dagegen? was sagen unsere großkopferten dazu? wer gewinnt oder verliert was dabei? hochspannend das ganze. eine wunderbare möglichkeit mal wieder demokratie zu üben.
feststeht: ein großteil der lippstädter bürger ist nicht so wahnsinnig glücklich mit den geplanten großbauten in der altstadt. gerade ältere mitbürger sehen es nicht gerne, wenn das erbe, das ihre generation hinterläßt, mal so eben platt gemacht wird. ist ja auch eine frage der identität. feststeht auch: wir brauchen einen lebensmittelladen in der nähe der innenstadt. wunderbar, wenn der am südertor gebaut wird. und: viele bürger sind für ein kulturzentrum in der innenstadt.
ja, liebe stadtmütter und - väter, was wollt ihr denn noch? die perspektiven sind doch einfach unglaublich.
ach, und diese geplante hähnchenmastanlage - die vergeßt mal fein. unterbindet das. wer will denn schon mit dem gestank leben. und wer will heute noch eier oder hühner aus "kz-produktion" essen. ich schon lange nicht mehr. igitt.
letzten samstag hätte ich fast meinen kaffee verschüttet.
das cineplaex, dieser anmutige bau am südertot, hat einen neuen besitzer - so stand zu lesen. dieser möchte das kino verkleinern, dafür platz für ein fitness-studio schaffen und überhaupt den ganzen kasten ein wenig umbauen. das wundert mich nicht. ich habe schon vor jahren wetten abgeschlossen, dass ein kino dieser größenordnung in lippstadt nicht funktionieren kann. ich rechne das nun hier nicht vor, aber jeder halbwegs fitte mensch kann nachvollziehen, wie oft ein lippstädter pro jahr ins kino gehen müßte, damit der laden da läuft. ok, ein kinosaal kommt weg. gute entscheidung. und ein bisschen auflockern sollte man die kastenfront auch, dann kommen vielleicht auch mal kunden.
in einem anderen artikel lese ich: eben dieser neue besitzer des cineplaex hat auch gleich die grundstücke auf der anderen straßenseite gekauft. oh wie schön ist das denn.
seit ewigkeiten ärgere ich mich über diese brache und die nicht vorhandene fußgängerfreundliche anbindung der parkplätze. schon mal versucht mit drei blagen im schlepptau nachmittags die straße am südertor zu überqueren um ins kino zu kommen? chancenlos. es sei denn die schranken sind geschlossen oder frau wirft sich mit wildem blick vor die herannahenden pkw. toll, vielleicht kommt ja da mal bewegung rein.
weiter lese ich, dass der neue investor dort einen geschäftsbau plant. es wird ja immer besser. ein supermarkt soll da rein. noch viel besser - besser gehts nicht.
danke, danke, lieber investor. da ist wirklich ein klasse platz für einen supermarkt. gut erreichbar, aber nicht in der wunderschönen innenstadt. parkplätze kann man auch bauen.
tja, meine lieben stadtväter und - mütter, was wird denn dann mit euren plänen am güterbahnhof? wäre ja irgendwie irrsinn, dann noch einen kaufland zu bauen, oder? und kaufland wird ndas auch sicher nicht mehr wollen. so doof können die nicht sein. vor allem, wenn der supermarkt am südertor schon 2008 gebaut wird. da schwingt ihr doch gerade mal die abrißbirne gegen alte fassaden.
das ändert ja wohl die situation. nun werde ich sehr genau beobachten, was da im planungsausschuss vor sich geht. wird der neubau am südertor wohl aus eigenen interessen verhindert? wer stimmt dafür, wer dagegen? was sagen unsere großkopferten dazu? wer gewinnt oder verliert was dabei? hochspannend das ganze. eine wunderbare möglichkeit mal wieder demokratie zu üben.
feststeht: ein großteil der lippstädter bürger ist nicht so wahnsinnig glücklich mit den geplanten großbauten in der altstadt. gerade ältere mitbürger sehen es nicht gerne, wenn das erbe, das ihre generation hinterläßt, mal so eben platt gemacht wird. ist ja auch eine frage der identität. feststeht auch: wir brauchen einen lebensmittelladen in der nähe der innenstadt. wunderbar, wenn der am südertor gebaut wird. und: viele bürger sind für ein kulturzentrum in der innenstadt.
ja, liebe stadtmütter und - väter, was wollt ihr denn noch? die perspektiven sind doch einfach unglaublich.
ach, und diese geplante hähnchenmastanlage - die vergeßt mal fein. unterbindet das. wer will denn schon mit dem gestank leben. und wer will heute noch eier oder hühner aus "kz-produktion" essen. ich schon lange nicht mehr. igitt.
Freitag, April 20, 2007
infostand lebendiges lippstadt
letzte woche war es soweit. zum ersten mal bot die initiative lebendiges lippstadt an einem stand in der innenstadt infomaterialien zum thema an.
die 3000 frisch gedruckten flyer waren schnell unters volk gebracht. ich weiß: die bildchen sind echt klein. tut mir klein. sind halt nicht von mir.
die 3000 frisch gedruckten flyer waren schnell unters volk gebracht. ich weiß: die bildchen sind echt klein. tut mir klein. sind halt nicht von mir.
der plan ist, mit dem stand weiterzumachen, bis wirklich der letzte lippstädter es mitbekommen hat.
so gegen 14h wurde mir klar, warum herr z. von lott so grelle auf das neue center ist: es war nix mehr im südlichen bereich der lange straße los. die leute waren alte im bereich poststraße und rathausplatz. da sind die cafes, da ist leben. da wird flaniert und geguckt.
aber ob so ein neues einkaufsding es rausreißt? ich bin skeptisch.
Freitag, April 13, 2007
fliegenfischen an der lieser - nachtrag
Labels:
fliegenfischen
Donnerstag, April 12, 2007
lennestadt, das lippstadt des sauerlandes?
letztes wochenende kam ich beim umfahren sämtlicher staus durchs sauerland. und damit auch durch lennestadt. lennestadt? dem geneigten lippstädter leser dämmert es hoffentlich. das ist diese nette kleinstadt im sauerland, die von herrn prünte als "vergleichsobjekt" für den großbau in der südlichen altstadt herangezogen wurde.
eiune gesunde neugier ist bei mir ja genetisch bedingt, also nutzte ich doch gleich die historische chance und habe mir mal die situation angesehen.
also, lieber herr prünte, der vergleich mit lippstadt hinkt ja so dermaßen. man kann wohl kaum ein rennpferd mit einem esel vergleichen, also wirklich. da muß schon was anderes kommen.
lennestadt ist eine art straßendorf. so nannte das meine erkundelehrerin früher immer. haufendorf - straßendorf - wer in den goldenen siebzigern und achtzigern in der schule war, hat das noch gelernt.
naja, lennestadt kann nix dafür. das sauerland ist nun mal eher bergig, also müssen die leute schon sehen, wo sie ihre häuser ins tal setzen.
logisch, mit innenstadt ist dann auch nicht viel. bei mal eben 26.000 einwohnern eigentlich auch kein wunder.
fährt man von süden kommend nach lennestadt, erreicht man zunächst altenhundem. richtig - da soll das zentrum gebaut werden udnsie sind auch schon dran.
läppische 4000 qm - dagegen sagt doch niemand was , herr prünte. völlig in ordnung. fände ich auch für lippstadt ok. aber hier ist ja direkt von 13.000 qm die rede. klingt nicht nur mehr - ist auch mehr.
ich schweife ab: also der neubau in lennestadt liegt mitnichten direkt an irgendeinem stadtzentrum. wirklich nicht, herr prünte. der liegt an der bahn und ist auch reichlich außerhalb von lennestadt selbst, was immer man auch als solches bezeichnet. einfach außerhalb, nämlich am ortseingang.
das ist doch fein. genauso kann das in lippstadt auch laufen. ein feiner neubau - meinetwegen mit kaufland und mediamarkt- aber doch bitte nicht in unserer schönen altstadt. wenn schon lennestadt als vorbild, dann bitte auch richtig!
sehr geschätzter herr prünte, ich möchte das auch haben, was die lennestädter bekommen: kleinteilige bebauung außerhalb irgendeines ortskernes. dann schimpf ich auch nicht mehr.
eiune gesunde neugier ist bei mir ja genetisch bedingt, also nutzte ich doch gleich die historische chance und habe mir mal die situation angesehen.
also, lieber herr prünte, der vergleich mit lippstadt hinkt ja so dermaßen. man kann wohl kaum ein rennpferd mit einem esel vergleichen, also wirklich. da muß schon was anderes kommen.
lennestadt ist eine art straßendorf. so nannte das meine erkundelehrerin früher immer. haufendorf - straßendorf - wer in den goldenen siebzigern und achtzigern in der schule war, hat das noch gelernt.
naja, lennestadt kann nix dafür. das sauerland ist nun mal eher bergig, also müssen die leute schon sehen, wo sie ihre häuser ins tal setzen.
logisch, mit innenstadt ist dann auch nicht viel. bei mal eben 26.000 einwohnern eigentlich auch kein wunder.
fährt man von süden kommend nach lennestadt, erreicht man zunächst altenhundem. richtig - da soll das zentrum gebaut werden udnsie sind auch schon dran.
läppische 4000 qm - dagegen sagt doch niemand was , herr prünte. völlig in ordnung. fände ich auch für lippstadt ok. aber hier ist ja direkt von 13.000 qm die rede. klingt nicht nur mehr - ist auch mehr.
ich schweife ab: also der neubau in lennestadt liegt mitnichten direkt an irgendeinem stadtzentrum. wirklich nicht, herr prünte. der liegt an der bahn und ist auch reichlich außerhalb von lennestadt selbst, was immer man auch als solches bezeichnet. einfach außerhalb, nämlich am ortseingang.
das ist doch fein. genauso kann das in lippstadt auch laufen. ein feiner neubau - meinetwegen mit kaufland und mediamarkt- aber doch bitte nicht in unserer schönen altstadt. wenn schon lennestadt als vorbild, dann bitte auch richtig!
sehr geschätzter herr prünte, ich möchte das auch haben, was die lennestädter bekommen: kleinteilige bebauung außerhalb irgendeines ortskernes. dann schimpf ich auch nicht mehr.
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